Jägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbands können sich ab sofort für den DJV-Preis „Online-Kommunikation 2024“ bewerben, Einzelpersonen für den Sonderpreis „Social Media 2024“. Anmeldeformulare und Teilnahmebedingungen sind jetzt unter jagdverband.de abrufbar. Dotiert sind die Preise mit insgesamt 27.500 Euro. DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke, Förster und Influencer Felix Kuwert sowie die Akademische Jagdwirtin und Bloggerin Christine Fischer bilden die Jury. Einsendeschluss für Beiträge ist der 1. Mai 2024. Ausgezeichnet werden die Preisträger 2024 auf dem Bundesjägertag in Mainz. Möglich gemacht hat den Wettbewerb Willy Papst mit einer großzügigen Spende auf dem Bundesjägertag 2023. Hervorragende Öffentlichkeitsarbeit über digitale Medien sieht er als große Chance, das Ansehen von Jagd und Jägern weiter zu verbessern.
Der DJV-Sonderpreis "Jäger pflanzen Vielfalt" richtet sich an Jägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbands (DJV). Ehrenamtliche Naturschutzarbeit soll damit ausgezeichnet werden: Pflanzprojekte wie Knicks, Streuobstwiesen oder Wälder können ab jetzt eingereicht werden. Anmeldeformulare und Teilnahmebedingungen sind ab sofort unter jagdverband.de abrufbar.
Der erste Platz wird mit 3.000 Euro (1.500 Euro) prämiert, der zweite mit 2.000 Euro (1.000 Euro) und der dritte Platz mit 1.000 Euro (500 Euro). Preisträger der Plätze 4 bis 10 erhalten jeweils 500 Euro (250 Euro). Voraussetzung für das jeweils höhere Preisgeld ist, dass die Jägerschaft den Betrag wiederum einsetzt für die Gestaltung und Verbesserung von Lebensräumen.
Mitglieder der 15 Landesjagdverbände unter dem Dach des Deutschen Jagdverbands (DJV) erhalten auf Anfrage eine kostenfreie Erstberatung im Erbrecht. Andreas Alfred Brandt, ein auf Erbrecht spezialisierter Rechtsanwalt, bietet im Auftrag des DJV einen telefonischen Service für alle Mitglieder der Landesjagverbände. Besonders häufig sind Fragen von Hinterbliebenen zum richtigen Umgang mit Waffen nach dem Tod eines Jägers in der Familie.
Broschüre mit Mustertexten und Infos
Der Erbrechtsleitfaden „Nach dem letzten Halali“ bietet ausführliche Informationen zum Thema. Enthalten sind unter anderem Mustertexte für eine Erbeinsetzung, Vermächtnisregelungen sowie Vollmachten und Informationen, die für das Vererben von Waffen wichtig sind. Der Umgang mit Pachtverträgen im Todesfall ist ebenfalls Bestandteil des Leitfadens.
Vielfältige Projekte für ein Vermächtnis
Die rund 30 Seiten starke Broschüre „Ihr Beitrag für Wild, Jagd und Natur“ stellt verschiedene Projekte des DJV und der 15 Landesjagdverbände vor, die Jägerinnen und Jäger durch Schenkungen und Vermächtnisse unterstützen können. Zu den vielfältigen Natur- und Artenschutzprojekten gehören unter anderem die Deutsche Wildtierrettung e. V., die Naturlandgesellschaft des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg, das brandenburgische Schreiadlerprojekt, ProNatur Schleswig-Holstein oder die Stiftung Lebensraum Thüringen. Der DJV bittet als Dachverband um Unterstützung für seine Bildungsinitiative Lernort Natur.
Gesetze und Entscheidungen mit Auswirkungen auf Jagd und Naturschutz müssen fair, praktikabel und verständlich sein: Mit dem heute veröffentlichten Manifest stellt der Europäische Dachverband für Jagd und Naturschutz (FACE) zentrale Forderungen an die Politik. Anlass ist die Wahl zum Europäischen Parlament im Jahr 2024. Alle Kandidatinnen und Kandidaten sind aufgerufen, das 5-Punkte-Papier zu unterzeichnen und in ihrem Wahlkreis bekannt zu machen – als Zeichen für eine wissensbasierte, praktikable Jagdpolitik.
„Dieses Manifest ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass die Stimmen der europäischen Jäger auch in Zukunft Gehör finden und verstanden werden. Wir rufen unsere politischen Entscheidungsträger dazu auf, mit Jägern zusammenzuarbeiten, um Jagd und Naturschutz voranzubringen“, sagte FACE-Präsident Torbjörn Larsson. Eine zentrale Forderung von FACE für die Legislaturperiode 2024 bis 2029: die seit 1985 bestehende interfraktionellen Arbeitsgruppe „Biodiversität, Jagd & Ländlicher Raum“ im Europäischen Parlament wiederzubeleben.
Das zukünftige Europäische Parlament hat eine Schlüsselfunktion für Maßnahmen zur Förderung von Artenvielfalt und ländlicher Räume. In seinem Manifest macht FACE deutlich, dass die 7 Millionen Jägerinnen und Jäger Teil der Lösung sind. Jedes Jahr investieren sie in Europa über 16 Milliarden Euro in den ländlichen Raum und leisten einen großen Beitrag zu Naturschutz, ländlicher Wirtschaft und Gesellschaft.
Das heute veröffentlichte Manifest baut auf der Unterschriftenkampagne „#SignForHunting“ auf. Damit hat sich FACE im politischen Raum für bessere Anerkennung und politische Unterstützung des jagdlichen Engagements eingesetzt. Mehr als 360.000 Menschen haben unterzeichnet und die Jagd im EU-Parlament sichtbar gemacht.
Weitere Informationen und aktuelle Meldungen zum FACE-Manifest gibt es im Internet: www.face.eu/election-manifesto
Neues Kinderbuch für Jägerkinder
Auftakt für Projekt Wilde Feldflur
Im Herbst und Winter steigt das Risiko für einige Wildtierarten, mit Fahrzeugen zusammenzustoßen. Bei Wildschweinen sind die unfallträchtigsten Monate Oktober bis Dezember, hier gibt es die meisten Meldungen in der Zeit von 7 bis 10 Uhr morgens. Im Norden Deutschlands kommt eine weitere unfallträchtige Art vor: das Damwild. Diese mittelgroße Hirschart gerät im Oktober und November häufig unter die Räder, also in der Paarungszeit. Besonders betroffen sind die männlichen Tiere mit über 40 Prozent der Wildunfälle im Jahresverlauf. Die meisten Tiere werden morgens zwischen 7 und 9 und abends zwischen 18 und 21 Uhr gemeldet. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler, die rund 54.600 Datensätze aus dem Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de)für den Deutschen Jagdverband (DJV) ausgewertet haben. Verkehrsteilnehmer haben diese Daten erhoben in der Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2023.
Die meisten Unfälle mit Reh
Im Jahresverlauf passieren laut Tierfund-Kataster die meisten erfassten Wildundfälle mit Rehen – und zwar 48 Prozent. Danach folgt die Gruppe der Raubsäuger von Fuchs, Waschbär, Dachs und Marderhund mit insgesamt 14 Prozent. Auf Platz drei liegen Hase und Kaninchen mit insgesamt 11 Prozent. Ebenso häufig wie Wildschweine melden Verkehrsteilnehmer überfahrene Igel am Straßenrand: Sie machen jeweils 4 Prozent der Fälle aus.
Wachsam sein, Tempo drosseln
Der DJV appelliert an Autofahrer, besonders in der Dämmerung auf Straßen entlang von Wald-Feld-Kanten oder in Wäldern wachsam zu sein und die Geschwindigkeit zu drosseln. Bereits Tempo 80 statt 100 verkürzt den Bremsweg um etwa 24 Meter. Das kann im Ernstfall entscheiden über Leben und Tod.
Das Tierfund-Kataster
Mit dem Tierfund-Kataster werden im Straßenverkehr verunfallte Wildtiere erstmals bundesweit systematisch erfasst. Die gesammelten Daten können helfen, Unfallschwerpunkte zu identifizieren und zu entschärfen. Über die zugehörige App lassen sich Daten unterwegs schnell erfassen. Sie ist kostenlos für iPhone oder Android erhältlich. Bisher haben knapp 25.000 Nutzerinnen und Nutzer rund 125.000 Funde gemeldet. Alle Funde gibt es in interaktiven Karten und Diagrammen auf der Internetseite www.tierfund-kataster.de. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben das Tierfund-Kataster 2011 ins Leben gerufen. Ende 2016 hat der DJV das Projekt auf ganz Deutschland ausgeweitet.
Der Herbst ist da, höchste Zeit, Nistkästen in Gärten, Parks oder auf Balkonen zu reinigen. So haben Kleiber, Sperling Meise im kommenden Frühling einen sauberen Brutplatz. Das schützt den Vogelnachwuchs vor Parasiten und Krankheitserregern. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat für Vogelliebhaber und Naturfreunde einige nützliche Tipps für den Herbstputz zusammengestellt. Übrigens: Jägerinnen und Jäger kümmern sich alljährlich um über 270.000 Nisthilfen.
Bitte erst anklopfen!
Neben Vögeln nutzen auch Siebenschläfer, Haselmäuse oder Fledermäuse Nisthilfen als Winterquartier – oftmals schon ab September. Deshalb vor dem Öffnen des Kastens anklopfen. Ist der Kasten bereits besetzt, muss das Saubermachen warten bis zum Frühjahr.
Alles muss raus!
Während der Brutsaison sammeln sich Kot und Futterreste im Nistkasten an. Flöhe, Milben und Federlinge lassen sich ebenfalls in den Nestern nieder. Daher ist es ratsam, das alte Nistmaterial zu entfernen und den Kasten gründlich zu reinigen. Dazu reicht oftmals ein Handfeger, bei hartnäckigem Schmutz heißes Wasser oder eine Kochsalzlösung. Auf die Chemiekeule sollte der Vögel wegen gänzlich verzichtet werden. Nach der Nassreinigung den Kasten gründlich trocknen lassen, um Schimmelbildung zu verhindern.
Oftmals bauen Vogeleltern das neue Nest mit Moos und Laub einfach auf das alte. Die Folge: Jungvögel sitzen immer näher am Einflugloch. Räuberischen Arten wie Katze und Marder haben so leichteren Zugang zu Eiern und Küken. Noch ein triftiger Grund, beim Reinemachen jegliches Material zu entfernen, um Raum für die nächste Brut zu schaffen.
Südostausrichtung für mehr Schutz vor Sonne und Regen
Höhlenbrüter finden immer seltener Nistmöglichkeiten, etwa in morschen Bäumen. Nistkästen schaffen Abhilfe. Sie sind für Fressfeinde schwer erreichbar, wenn sie frei an der Haus- oder Schuppenwand hängen oder am Baumstamm in etwa zwei Metern Höhe. Dabei auf Abstand zu Ästen achtern. Das Einflugloch in Richtung Südosten oder Osten positioniert, schützt vor Wind und starker Sonneneinstrahlung. Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, den Nistkasten am besten leicht nach vorne überhängen lassen. Eine Bauanleitung für einen Nistkasten gibt es hier.
Vögel lieben naturnahe Gärten
Ein Garten mit heimischen Pflanzen ist ideal, besonders, wenn Stauden, Sträucher oder Bäume zu unterschiedlichen Zeiten blühen und Früchte tragen. Sträucher mit Dornen wie Berberitze, Stechpalme oder Brombeeren beispielsweise bieten geschützte Brutplätze und Nahrung für Vögel. Positiver Nebeneffekt hungriger Vogelkinder: Die Schädlingsbekämpfung im Garten wird auf ganz natürliche Weise angekurbelt.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute einen Vorschlag zu Schnellabschüssen von Wölfen präsentiert, den der Deutsche Jagdverband (DJV) als weiteren kleinen Schritt in die richtige Richtung begrüßt: Ohne DNA-Nachweis soll künftig nach einem erstmaligen Nutztierriss in einer geschützten Herde der Abschuss von Wölfen in einem Umkreis von einem Kilometer und innerhalb von 21 Tagen ermöglicht werden. Allerdings ist es nicht verständlich, warum das Bundesumweltministerium erst jetzt diese Möglichkeit einräumt und bisher verhindert hat. Der jetzt präsentierte Vorschlag für Schnellabschüsse beschleunigt zwar die Hilfe für betroffene Nutztierhalter. Es ist allerdings bestenfalls ein Wolfsrissmanagement und kein regional differenziertes Bestandsmanagement. Der DJV widerspricht damit Umweltministerin Steffi Lemke vehement und fordert weiterhin die Umsetzung des Koalitionsvertrags.
Ein aktuelles Gutachten des Staatsrechtlers Professor Michael Brenner zeigt auf, wie bereits jetzt ein europarechtskonformes regional differenziertes Bestandsmanagement möglich ist. Der DJV fordert Steffi Lemke auf, den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes für die atlantische und die kontinentale biogeografische Region umgehend nach Brüssel zu melden. Weiterhin fordert der Dachverband der Jäger die Herabstufung des Schutzstatus für den Wolf auf europäischer Ebene von Anhang 4 zu 5. Das ermöglicht den Mitgliedstaaten mehr Spielräume im Management. Eine Einzelfallgenehmigung für den Abschuss von Wölfen ist dann – entgegen der Aussage von Bundesministerin Lemke – nicht mehr notwendig.
Das Bundesumweltministerium strebt zur Umsetzung des Vorschlags zu Schnellabschüssen einen Beschluss der Umweltministerkonferenz Ende November 2023 an. Ungeachtet dessen appelliert der DJV an die zuständigen Landesregierungen, praxisnahe Vereinfachungen umgehend umzusetzen.
Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Jagdverband (DJV) und Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kritisieren die mangelnde Aktualität der vor wenigen Tagen vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Wolfszahlen. Das derzeitige Monitoringverfahren mit Stichtag 30. April verharmlost die dynamische Entwicklung in Deutschland erheblich, da der Nachwuchs aus dem Sommer regelmäßig fehlt: Bei offiziell nachgewiesenen 231 Wolfspaaren sind das im Jahr 2023 mindestens 1.000 zusätzliche Welpen. Demnach gibt es derzeit 2.000 bis 3.000 Wölfe in Deutschland. Deutlich wird die bundesweite Diskrepanz zudem am Beispiel Niedersachsen: 39 Wolfsrudel hat das Bundesumweltministerium offiziell vermeldet, der tagesaktuelle Wert liegt allerdings bei 50.
Für ein erfolgreiches Wolfsmanagement in Deutschland reichen laut DBV, DJV und FN Diskussionen um vereinfachte Abschüsse nach Rissen an Weidetieren bei weitem nicht aus. Die Verbände fordern stattdessen das Bundesumweltministerium auf, für die atlantische und die kontinentale biogeografische Region den günstigen Erhaltungszustand des Wolfs sofort an die EU-Kommission zu melden. Die Ampelkoalition in Berlin muss umgehend ein regional differenziertes Bestandsmanagement für den Wolf zulassen. Ein aktuelles Gutachten des Staatsrechtlers Michael Brenner zeigt, dass dies europarechtskonform möglich ist.
DBV, DJV und FN kritisieren, dass die Politik Menschen im ländlichen Raum mit den Folgen der exponentiellen Ausbreitung von Wölfen alleine lässt. Laut aktuellen Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf gab es im Jahr 2022 einen neuen Höchstwert von über 4.000 verletzten und getöteten Nutztieren – darunter neben Schafen und Ziegen auch Rinder, Pferde und landwirtschaftlich gehaltene Wildtiere.
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