(Quelle: DJV)

Zahlen zu Jagd und Jägern

Weil immer mehr Menschen entdecken, dass die Ausbildung zum Jäger inklusive staatlicher Jägerprüfung fundiert und aufschlussreich ist, steigt die Anzahl der Jagdscheininhaber in Deutschland stetig. Auf Basis dieser Kenntnisse sind Jäger im ländlichen Raum, aber auch in der Stadt, oft Ansprechpartner Nummer eins, wenn es um heimische Wildtiere geht. Von schlechtem Image oder sich häufenden Jagdunfällen kann daher nicht die Rede sein.

Wie die Jäger in Deutschland organisiert sind, zeigt die Mitgliederentwicklung in den Landesjagdverbänden. Welche Kosten für den Jagdschein anfallen, zeigt die Auflistung der Jagdscheingebühren.

 

Das Alter

Das Mindestalter für die Jägerprüfung ist 16 Jahre. Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht 18 Jahre alt sind, wird nach bestandener Prüfung der Jugendjagdschein erteilt.

Den Vorbereitungslehrgang können Jugendliche im entsprechenden Zeitrahmen schon vor Vollendung des 16. Lebensjahres besuchen, um mit Vollendung des 16. Lebensjahres die Jägerprüfung ab zu legen.

Die Prüfung zum Jugendjagdschein erfolgt unter den gleichen Bedingungen, wie die zur Erlangung des normalen Jagdscheines für erwachsene Personen. Der Jugendjagdschein berechtigt nur zur Jagdausübung in Begleitung des Erziehungsberechtigten oder einer von diesem schriftlich beauftragten Aufsichtsperson. Die Begleitperson muss jagdlich erfahren sein. Die Teilnahme des Jugendlichen an einer Gesellschaftsjagd ist nicht erlaubt.

Die Ausbildung

Die Jungjägerausbildung ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. So schreiben einige Bundesländer zusätzlich noch eine praktische Ausbildungszeit vor, die nur bei einem amtlich bestätigten Lehrherren mit geeignetem Revier absolviert werden kann.

Vorbereitungslehrgänge sind in elf Bundesländern vorgeschrieben. Lediglich in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt kann sich der Prüfungskandidat zur Prüfung melden, ohne zuvor einen Ausbildungslehrgang besucht zu haben.

Die Vorbereitungslehrgänge

In der Regel bieten die Kreisjägerschaften Vorbereitungslehrgänge an.  Öffentliche Bekanntmachungen im Anzeigenteil der lokalen Tageszeitung weisen zusätzlich auf den Lehrgangsbeginn hin.

Diese Lehrgänge, die an ein bis zwei Abenden pro Woche und an den Wochenenden durchgeführt werden, dauern rund sechs Monate und umfassen mindestens 120 Stunden Theorie und Praxis. Während des Unterrichtes werden alle für die Prüfung wichtigen Fachgebiete von Fachleuten vermittelt. Hinzu kommt die Schießausbildung auf einem Schießstand, um den sicheren Umgang mit der Waffe zu trainieren.

Die Ausbildungsinhalte

Für die Prüfung muss der Jagdscheinanwärter umfassende Kenntnisse in folgenden Sachgebieten in Praxis und Theorie erwerben:

Wildbiologie, Wildhege, Jagdbetrieb, Wildschadensverhütung, Land- und Waldbau, Waffenrecht, Führung von Jagdhunden, Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der Wildbrethygiene, Jagdschutz, Tierschutz, Naturschutz und Landschaftspflege.

In der praktischen Ausbildung steht der sichere Umgang mit der Jagdwaffe und der Kurzwaffe (Pistole und Revolver) an erster Stelle. Die Schießfertigkeit wird auf einem Schießstand mit Langwaffen (Büchse/Kugel und Flinte/Schrot) und der Kurzwaffe trainiert.

Durch Reviergänge und Exkursionen werden Kenntnisse der Revierpraxis und der Jagdorganisation vermittelt sowie das Wissen über Flora und Fauna vertieft. Es empfiehlt sich, in kleinen Lerngruppen den Unterrichtsstoff nachzubereiten.

Die Gebühren

Nach der Anmeldung zu einem Vorbereitungslehrgang erhebt die ausbildende Kreisjägerschaft eine Lehrgangsgebühr. Die Anmeldung zur Prüfung – in der Regel zwei Monate vor Prüfungsbeginn – hat bei der Unteren oder Oberen Jagdbehörde zu erfolgen, die eine Prüfungsgebühr erhebt. Der Anmeldung muss für die Zulassung zur Prüfung ein polizeiliches Führungszeugnis beigefügt werden.

Die Prüfung gliedert sich in drei Abschnitte:

  • Schießprüfung
  • schriftliche Prüfung
  • mündlich / praktische Prüfung

 

Die Jägerprüfung findet in der Regel einmal pro Jahr statt. Aufgrund der hohen Anforderungen wird jeder Prüfling jeweils an einem Tag nur in einem Prüfungsabschnitt geprüft. Somit beträgt der Prüfungszeitraum drei Tage für jeden Prüfungsteilnehmer.

Bei der Schießprüfung müssen die Jagdscheinanwärter ihre Schießfertigkeit mit der Büchse (Kugel) und der Flinte (Schrot), in manchen Bundesländern auch mit Pistole oder Revolver, sowie den sicheren Umgang mit der Jagdwaffe unter Beweis stellen. Dabei sind Mindestergebnisse festgelegt. Mangelhafte Leistungen in der Schießprüfung können nicht durch gute Leistungen in den anderen Prüfungsteilen ausgeglichen werden.

In der schriftlichen Prüfung sind Fragen aus den oben genannten Prüfungsfächern je nach Bundesland entweder ausführlich oder im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten. Im mündlichen Teil wird der Prüfungskandidat von einer mehrköpfigen Prüfungskommission in allen Unterrichtsfächern geprüft. Hierbei wird dem Fach Waffenkunde und -handhabung ein hoher Stellenwert beigemessen. Fehlerhafte Handhabung und die Verletzung von Sicherheitsaspekten führen unweigerlich zur Beendigung und nicht Bestehen der Prüfung. Muss die Prüfung wiederholt werden, sind die jeweiligen Prüfungsvorschriften der Bundesländer zu beachten.

Die Prüfungskommission

Die Jägerprüfung ist eine staatliche Prüfung. Der Prüfungskommission müssen daher immer Vertreter der Jagdbehörde angehören. Die Zusammensetzung dieses Gremiums ist in den einzelnen Bundesländern genau festgelegt.

Weitere Informationen zu den Bestimmungen in den einzelnen Bundesländern erhalten Sie beim jeweiligen Landesjagdverband.

Zu den Landesjagdverbänden

 

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Infografik Jägerprüfung 2019

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Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (http://www.gbe-bund.de) hat unter Verschiedenen Kennziffern Todesfälle mit Schusswaffen aufgelistet. Abgerufen werden können die Daten durch Eingabe der Kennziffer in das Suchfeld auf der Startseite.

Die Daten stammen aus der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (StBA). Diese wiederum beziehen die Angaben aus den amtlichen Todesbescheinigungen der Ärzte. Sobald ein Arzt den Tod in Folge einer Schusswaffeneinwirkung feststellt und auf dem Totenschein vermerkt, geht dieser Fall in die Statistik des StBA ein. Somit bieten diese Zahlen ein umfassendes Bild.

Zu beachten ist: Das Statistische Bundesamt weist Jagdunfälle durch Schusswaffen nicht gesondert aus. Neben den derzeit rund 384.500 Jägern in Deutschland, welche potentiell legalen Zugriff auf Waffen haben, gibt es, je nach Quellen, weitere 1,4 Millionen bis 1,5 Millionen legale Waffenbesitzer. Weiterhin ist zu beachten, dass es neben den rund 5,8 Millionen legalen Waffen in Deutschland ca. 20 Millionen bis 40 Millionen illegale Schusswaffen gibt. Auch Todesfälle durch illegale Waffen werden in der Statistik des StBA ohne gesonderte Ausweisung mit aufgenommen. Für die Todesursache ist der rechtliche Status einer Waffe schließlich unerheblich.

Todesfälle durch Waffen sind verschlüsselt durch Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität und Folgezustände äußerer Ursachen (Kennziffer: V01-Y98).

Hier zum Download eine Zusammenstellung:

 

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Todesfälle durch Schusswaffen

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Image, Mitglieder und Jung-Jäger

Repräsentative Umfrage im DJV-Auftrag: Im Jahr 2020 steht ein Fünftel mehr Menschen positiv zur Jagd als 2003. Zahl der kritischen Stimmen hat sich halbiert. Naturschutzleistungen der Jäger finden mehr Beachtung.

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(Quelle: Allmann/DJV)

Einstellung zur Jagd hat sich positiv entwickelt

Die Jagd in Deutschland findet mehr Zustimmung. Insgesamt sind im Jahr 2020 mehr als die Hälfte der Befragten positiv zur Jagd eingestellt - ein Fünftel mehr als noch im Jahr 2003. Der Anteil der Menschen, die Jagd eher kritisch sehen, hat sich im selben Zeitraum mehr als halbiert auf 22 Prozent. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des unabhängigen Instituts IfA Marktforschung Bremer + Partner im Auftrag des Deutschen Jagdverbandes (DJV). 

Die Umfrageteilnehmer sollten auch konkrete Aussagen zur Jagd bewerten. Im Vergleich zu 2003 gab es durchweg einen positiven Trend bei den Antworten. Eine deutliche Mehrheit von 90 Prozent ist überzeugt: Jäger lieben die Natur. Das sind 4 Prozent mehr als 2003. Knapp 85 Prozent sind der Meinung, dass Jagd Wald und Feld vor Schäden schützt (plus 5 Prozent). Über drei Viertel (79 Prozent) der Befragten finden, dass Jäger viel Zeit in den Naturschutz investieren (plus 11 Prozent). Dass Jäger seltenen Arten helfen, bejahen 71 Prozent der Befragten - ein Plus von 5 Prozent. 

Für die repräsentative Imagebefragung Jagd hat das Institut IfA Marktforschung Bremer + Partner im Auftrag des DJV 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Telefon befragt. Die Befragung fand  im Frühjahr 2020 statt. Es ist bereits die sechste seit 1999. 

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Positive Einstellung zur Jagd

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Pressegrafik Imagebefragung zu Jagd und Jägern 2016

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Pressegrafik mit den Ergebnissen der DJV-Imagebefragung 2011

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Woher kommen die Jäger und was sind ihre Motive? Nach 2011 hat der DJV zum zweiten Mal mit seiner bundesweiten Umfrage dem Nachwuchs ein Profil geben. Das wichtigste Ergebnis: Die heutige Jägergeneration kommt direkt aus unserer Mitte.

Jungjäger im Portrait (Quelle: DJV)

DJV befragt Jungjäger zum Grünen Abitur

Woher kommen die Jäger und was sind ihre Motive? Nach 2011 hat der DJV zum zweiten Mal mit seiner bundesweiten Umfrage dem Nachwuchs ein Profil geben. Das wichtigste Ergebnis: Die heutige Jägergeneration kommt direkt aus unserer Mitte.

Vom 14-jährigen Schüler bis zum 82-jährigen Rentner treffen sich alle Generationen in den Kursen zur Jagdscheinprüfung. Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt der befragten Frauen und Männer bei 35 Jahren. Mehr als 70 Prozent der Aspiranten leben im ländlichen Raum. Ein Füntel der Befragten Jagdschüler hat vorher noch keine Erfahrung gemach mit der Jagd. Wird die Jagd in der Öffentlichkeit zuweilen als Privileg für Reiche gesehen, kann dieses Vorurteil mit der DJV-Umfrage widerlegt werden. Vom Elektrotechniker über den Bürokaufmann bis hin zum Arzt sitzen nahezu alle Berufsgruppen in den Vorbereitungskursen. Die größte Gruppe stellen Dienstleistungsberufe mit 17 Prozent dar, darunter Erzieher, Friseure, Krankenschwestern oder Lehrer.

Schüler und Studenten (14 Prozent) sowie Bürokräfte (11 Prozent) und Handwerker (11 Prozent) sind ebenfalls stark vertreten bei den Jagdscheinanwärtern. Aber auch Landwirte, Beamte, Wissenschaftler und Bürokräfte wollen Jäger werden. Durchschnittlich bezahlen die Teilnehmer 1901 Euro für ihre Ausbildung. Die meisten zahlen allerdings zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Frauen und Männer sind sich einig über ihre Motive auf die Jagd zu gehen: Sie sind gerne in der Natur, sagten 77 Prozent der Befragten. Mehr als Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewadten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Für Frauen ist das Lebensmittel Wildbret auf Platz 3 der wichtigsten Motive. Auf Platz 5 liegt mit 36 Prozent die Jagdhundeausbildung - für männlichen Kollegen liegt dieses Motiv abgeschlagen bei 12 Prozent. 

Der Anteil der Jägerinnen in Deutschland steigt stetig an. Vor 25 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen, heute sind es sieben Prozent. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag ihr Anteil bereits bei 24 Prozent.

Bei knapp 17.000 Prüfungsanmeldungen im Jahr 2017 haben sich etwa 14 Prozent aller Kursteilnehmer in Deutschland an der Umfrage beteiligt. Von Dezember 2016 bis September 2017 befragte der DJV in Zusammenarbeit mit IfA 2350 Teilnehmer der Vorbereitungskurse zur Jagdscheinprüfung. Das erste Mal führte der DJV 2011 eine Jungjägerbefragung durch.

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Pressegrafik Berufe Jungjäger

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Pressegrafik Soziodemografie Jungjäger

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Pressegrafik Motive Jungjäger

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Wie alt ist der Durchschnittsjäger? Wie viele Frauen gehen zur Jagd und was geben Waidmänner jährlich für den Artenschutz aus? Der DJV stellt erstmals repräsentative Daten zum Waidwerk in Deutschland vor.

 

Querschnitt der Bevölkerung

Jägerinnen und Jäger kommen aus der Mitte der Gesellschaft: Etwa 6 Prozent der Jäger sind Schüler, Studenten oder Auszubildende (Gesamtbevölkerung in Deutschland: 6 Prozent), 37 Prozent sind nicht oder nicht mehr berufstätig (42 Prozent) und 57 Prozent sind berufstätig in Voll- oder Teilzeit (52 Prozent). Ähnlich verhält es sich bei der Berufsverteilung: 23 Prozent (Gesamtbevölkerung: 32 Prozent) sind Angestellte oder Beamte, 13 Prozent (12 Prozent) leitende Angestellte oder Beamte im höheren Dienst, 10 Prozent  (3 Prozent) sind selbständig, 6 Prozent (1 Prozent) in der Land- und Forstwirtschaft tätig und 5 Prozent (4 Prozent) sind Freiberufler.

Zahlen und Fakten zu Jägern: Soziodemografie (Quelle: DJV)
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Soziodemografie der Jäger 2016

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Familiäre Werte und Eigenverantwortung

Wer zur Jagd geht, lebt traditionelle Werte: 90 Prozent der Jägerinnen und Jäger geben an, in einem Mehrpersonenhaushalt zu wohnen. Im Bundesschnitt sind es nur 59 Prozent. Drei Viertel aller Jäger sind verheiratet (Gesamtbevölkerung: 55 Prozent) und nur etwa 16 Prozent Single (28 Prozent). Jäger tragen Verantwortung für die Gesellschaft: 41 Prozent aller Waidmänner engagieren sich ehrenamtlich, davon anteilig mehr Frauen, die etwa vermehrt Umweltbildungsprogramme oder Naturschutzprojekte umsetzen. Im Vergleich die Gesamtbevölkerung: Hier sind nur 9 Prozent ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz engagiert.

 

Ansprechpartner mit Expertise vor Ort

Etwa eine Arbeitswoche pro Monat verbringen die Jäger in ihren Revieren in Wald und Feld. Sei es für Revierarbeiten, wie Biotoppflege und Hochsitzbau oder zur Beobachtung von Wildtieren und zur Jagd. Das macht den Jäger zu einem präsenten Ansprechpartner vor Ort, wenn es um Wild, Jagd und Natur geht.

 

Auf dem Stand der Technik

Jägerinnen und Jäger sind von gestern? Von wegen! 83 Prozent aller Jäger nutzen das Internet (Gesamtbevölkerung: 80 Prozent ), 82 Prozent haben ein E-Mail-Konto (62 Prozent in der Gesamtbevölkerung) und ein Drittel ist in den sozialen Medien aktiv (27 Prozent in der Gesamtbevölkerung).  

 

Wert der Jagd

Jagd in Deutschland ist die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Sie dient der Prävention von Wildschäden oder Tierseuchen und hilft dem Artenschutz. Die DJV-Mitgliederbefragung zeigt zudem: Die Jagd ist ein Wirtschaftsfaktor. Rund 1.570 Euro kostet die Pacht einer Jagd im Schnitt pro Jahr. Etwa 910 Euro pro Jahr geben Jäger für ihren mobilen Untersatz aus, 520 Euro für Reviereinrichtungen, 390 Euro für Handwerkszeug, wie Messer und Waffen, 280 Euro für Jagdbekleidung sowie 270 Euro für Wildschaden. Sonstige Ausgaben, wie etwa Tierarztkosten für den Hund, liegen etwa bei 180 Euro pro Jahr.

Hinzu kommen jährlich rund 220 Euro aus eigener Tasche für Biotoppflege oder Artenschutzmaßnahmen im Revier. Hochgerechnet auf die rund 375.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland, entspricht dies einer Investition von etwa 82,5 Millionen Euro pro Jahr für Naturschutz. Im Schnitt kommt jeder Jäger insgesamt auf Ausgaben von 4.340 Euro pro Jahr. Mit Investitionen von insgesamt 1,6 Milliarden Euro jährlich kurbeln die Jägerinnen und Jäger die deutsche Wirtschaft an.

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Wert und Kosten der Jagd 2016

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Keine Jagd ohne Hund

Der Leitspruch "Jagd ohne Hund ist Schund" wird unter Jägern beherzt: In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein Jagdhund vorhanden. Im Bundesschnitt besitzen nur etwa 11 Prozent aller Haushalte einen Hund. Dabei sind Vorstehhunde, wie etwa Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner unter Jägern besonders beliebt. In jedem vierten Jägerhaushalt kommt ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund vor. Dicht gefolgt von Teckeln (12 Prozent), Apportierhunden (10 Prozent) und Terriern (8 Prozent). Es muss also nicht immer der Dackel sein.
 

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Quellen

Vergleichszahlen aus unterschiedlichen Quellenangaben:

  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahre: DeStatis (Alter, Geschlecht, Haushalt), GMS-Politikbus (Berufstätigkeit)
  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: Deutsches Freiwilligensurvey (2014)
  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 (Kommunikationverhalten)