Vorschlag zur Änderung der Berner Konvention liegt vor. DJV begrüßt politische Initiative. Bundesumweltministerin Steffi Lemke muss jetzt handeln.

Die EU-Kommission hat den Mitgliedsstaaten einen Vorschlag vorgelegt, den Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention zu lockern, um ein flexibleres Management bei gleichzeitiger Wahrung des günstigen Erhaltungszustandes zu ermöglichen. Nun müssen die EU-Mitgliedsstaaten im Rat mit qualifizierter Mehrheit zustimmen, damit der Antrag dem ständigen Ausschuss der Berner Konvention vorgelegt werden kann. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt ausdrücklich den Vorstoß der Europäischen Kommission. Zeigt er einmal mehr, dass die EU-Kommission und die Generaldirektion Umwelt bereit sind, einen pragmatischen Weg hin zu einem Bestandsmanagement für den Wolf zu gehen. "Es ist jetzt an der Bundesregierung, insbesondere an Bundesumweltministerin Steffi Lemke, sich nicht weiter hinter dem europäischen Naturschutzrecht zu verstecken. Es muss endlich das umgesetzt werden, was im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition steht: ein regional differenziertes Bestandsmanagement", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Die als Durchbruch gefeierten Beschlüsse der jüngsten Umweltministerkonferenz seien lediglich wirkungslose Nebelkerzen.

Der Vorschlag, den Schutzstatus des Wolfes zu lockern, ist das Ergebnis eines Konsultationsprozesses, den die EU-Kommission im Sommer angestoßen hatte. Eine darauf aufbauende Analyse kommt zum Ergebnis, dass der Wolfsbestand in fast allen EU-Staaten zunimmt oder zumindest stabil ist. Der Wolf kommt in allen EU-Ländern vor, ausgenommen die Inselstaaten Irland, Zypern und Malta. Auch die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft den Wolf in Europa als nicht gefährdet ("Least Concern") ein. Die EU-Analyse bestätigt zudem, dass es sich bei der europäischen Wolfspopulation um eine einzige Population (mit einzelnen Subpopulationen) handelt.

Der DJV fordert darüber hinaus eine Änderung des Schutzstatus nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU, um größere Spielräume beim Management zu haben. Voraussetzung dafür ist die Änderung des Schutzstatus nach der Berner Konvention. Auch nach einer möglichen Herabstufung des Schutzstatus müssten die EU-Mitgliedsstaaten dafür sorgen, dass der günstige Erhaltungszustand des Wolfes gewahrt bleibt.

Lautes Feuerwerk oder Reste von Böllern und Raketen können für Wildtiere lebensgefährlich sein. Besonders an Waldrändern, auf Feldern oder in Parks ist Rücksicht geboten. Der DJV gibt Tipps für die wildtierfreundliche Feier des Jahreswechsels.

Grelle Lichtblitze, lautes Knallen und beißender Rauch: Feuerwerk kann negative Folgen für Wildtiere haben. Anders als Haustiere finden sie keinen Schutz durch geschlossene Fenster oder heruntergelassene Rollos. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet darum, an Silvester auf Wildtiere Rücksicht zu nehmen. Besonders in der Nähe von Wäldern, auf Feldern oder in Parks sollte das Zünden von Raketen oder Böllern unterlassen werden. Reste von Feuerwerkskörpern sind risikoreich für Wildtiere. Kunststoffkappen können beispielsweise zu tödlichen Magen- und Darmverschlüssen führen, Metallhülsen zu schlecht heilenden Schnittwunden. Reste des Feuerwerks sollten deshalb eingesammelt und entsorgt werden.

Rehe, Wildschweine oder Singvögel haben sich an Verkehrslärm und Lichtverschmutzung in der Nähe von Siedlungen gewöhnt. Ein Feuerwerk zu Silvester hingegen überrascht Tiere. Vögel fliegen teils panisch von ihren Schlafplätzen auf. Glas und Hausfassaden können so zur tödlichen Falle werden. Selbst Igel im Winterschlaf nehmen Silvesterlärm wahr. Geraten Pflanzenfresser wie das Reh in Panik, müssen sie den winterlichen Energiesparmodus in kürzester Zeit verlassen. Das kostet viel Energie und dringend notwendige Fettreserven für den Winter schwinden.

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Ob geschmort, gegrillt oder gebraten: Wildfleisch aus heimischer Jagd ist gesund, lecker und einfach in der Zubereitung. Wer an Weihnachten regionales Wildbret genießen möchte, sollte sich ranhalten. Rezepte und Anbieter gibt es auf wild-auf-wild.de.

Ein liebevoll gekochtes Festtagsessen gehört zu Weihnachten einfach dazu. Bleibt die Frage: Was kommt an Weihnachten auf den Tisch? Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt Fleisch von Wildschwein, Reh oder Hirsch. Das heimische Frischeprodukt ist zwar ganzjährig verfügbar, unterliegt aber saisonalen Schwankungen: Wildvorkommen und Jagderfolg regeln die Verfügbarkeit. Schnell sein lohnt sich jetzt, denn besonders an den Feiertagen ist die Nachfrage besonders groß. Tipps und Rezepte gibt es auf der Internetseite wild-auf-wild.de oder in der Waldfleisch-App. Dort kann über die Postleitzahl-Suche auch der nächste regionale Wildbretanbieter oder ein Restaurant mit Wildbret im Angebot gefunden werden.

Wildbret lässt sich genauso leicht zubereiten wie Rind- oder Schweinefleisch. Ob rustikaler Wildschweinbraten, raffiniertes Saltimbocca vom Reh oder exotischer Souvas-Kebab vom Rotwild. Weihnachtliche Rezepte finden Interessierte in der Broschüre „Wilde Festtagsküche“. Alle Rezeptbroschüren als Printversion sind bei der DJV-Service GmbH (djv-shop.de) erhältlich. Eine Online-Version zum kostenlosen Download gibt es hier.

Wildbret kommt aus der Region und ist frei von künstlichen Zusätzen und besonders fettarm. Rehfleisch enthält beispielsweise im Winter nur etwa 2 Gramm Fett pro 100 Gramm Muskel. Zudem stecken darin besonders viel Vitamin B und Mineralstoffe wie Selen, Eisen und Zink. Laut DJV-Umfrage isst jeder zweite Deutsche mindestens einmal im Jahr Wild. Die Hälfte bereitet es selbst zu.

Rehe oder Hirsche fasten jetzt – gewürzte Essensreste können für sie sogar tödlich sein. Heimische Vögel hingegen schätzen Körner, Haferflocken oder Apfel. DJV gibt Tipps für eine artgerechte Fütterung.

Heimische Wildtiere sind gut gerüstet für den Winter, sie benötigen in der Regel kein zusätzliches Futter. Reste von Brot, Kuchen oder gewürzte Speisereste können für Wildtiere gesundheitsschädlich sein und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Bei Vogelfutter auf die Qualität achten: Das Futter sollte unter anderem frei von Ambrosia-Samen sein – eine eingeschleppte Pflanze, die starke allergische Reaktionen bei Menschen hervorrufen kann. Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt hilfreiche Tipps, wie Tierliebhaber während der kalten Jahreszeit am besten helfen können.

Meisenknödel machen Vögel glücklich

Amsel, Rotkehlchen oder Meise freuen sich über Körner, Haferflocken oder Apfelstücke auf Terrasse oder Balkon. Der Futterplatz sollte katzensicher sein, ebenso geschützt vor Wind und Regen. Besser kleinere Mengen füttern und dafür häufiger. So wird Schimmelbildung vorgebeugt. Die Futterstelle zudem regelmäßig ausbürsten. Besonders beliebt bei Kindern sind Meisenknödel oder Futterglocke, die sich gut selbst herstellen lassen. Geeignet sind hierfür Sonnenblumenkerne. Vogelfreunde sollten darauf achten, dass fertige Futtermischungen keine Ambrosia-Samen enthalten. Die Pollen der eingeschleppten Pflanze können schwere allergische Reaktionen auslösen.

Essensreste locken ungebetene Gäste an

Brot- oder Kuchenreste sind im Vogelhäuschen ebenso fehl am Platz wie am Ententeich: Gewürze und Salz schaden den Tieren und Backwaren quillen im Magen auf. Zudem locken Essensreste Ratten und Mäuse an, auch Allesfresser wie Fuchs, Wildschwein oder Waschbär. Deshalb sollten Komposthaufen verschlossen sein, genauso wie  Hunde- und Katzenfutter. Wildtiere verlieren sonst die Scheu vor dem Menschen und werden aufdringlich. Wenn Wildschweine den Garten umgraben oder Waschbären den Dachboden verwüsten, ist die Not groß. Allesfresser wie Fuchs oder Wildschwein finden auch jetzt noch ausreichend natürliche Nahrung – und paaren sich sogar im Winter. 

Energiesparmodus gegen Kälte

Pflanzenfresser wie Reh oder Hirsch fressen sich bereits im Herbst ihren Winterspeck an und fasten jetzt. Wenn die Tage kürzer werden und die Nahrung knapp, schalten sie auf Sparflamme: Puls und Körpertemperatur sinken, der Magen verkleinert sich. Da sie sich kaum bewegen, kommen sie mit wenig Futter aus. Erst bei lang andauernden Frostperioden und vereister Schneedecke sind Pflanzenfresser auf artgerechtes Futter wie Heu angewiesen. Ob eine Notsituation vorliegt, entscheiden die zuständigen Behörden, erst dann schreiten Jäger und Förster ein.

Knapp 400 Projekte waren nominiert. Bereits im Vorjahr gewann die Jägerschaft den Niedersächsische Umweltpreis. Im Jahr 2021 gab es den DJV-Sonderpreis für herausragende Umweltbildung.

Die Jägerschaft des Landkreises Verden hat den Publikumspreis des Wettbewerbs Deutscher Engagementpreis 2023 gewonnen. Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro teilt sich die Jägerschaft gleichrangig mit der Rehkitzhilfe Franken. Die Jury hob "das besonders beispielgebende Engagement" hervor. Jürgen Luttmann, Vorsitzender der Jägerschaft, sagte: "Wir freuen uns riesig über diesen Preis, er steht stellvertretend für die großartige ehrenamtliche Leistung aller Jägerinnen und Jäger in Deutschland." Der Zuspruch und die Unterstützung seien überwältigend gewesen, so Luttmann weiter. In der 15-jährigen Geschichte des Publikumspreises hat es laut Veranstalter noch nie so viele Stimmen für ein Projekt gegeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) gratulieren zu diesem Erfolg. 390 Projekte standen insgesamt zur Abstimmung für den Publikumspreis.

Herausragende Projekte in Umweltbildung und Artenschutz

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung nominierte die Jägerschaft des Landkreises Verden für den Deutschen Engagementpreis, da sie bereits im Vorjahr den Niedersächsischen Umweltpreis für ihre ehrenamtliche Arbeit gewonnen hatte: Innerhalb von 15 Jahren hat die Jägerschaft des Landkreises Verden 56 Feuchtbiotope angelegt. Über den Verdener Hegefonds realisiert die Jägerschaft seit 15 Jahren kreisweit weitere Natur- und Artenschutzprojekte wie Blühstreifen, Streuobstwiesen oder Prädatorenmanagement. Im Jahr 2021 hat der DJV den Sonderpreis für 30 Jahre Lernort Natur an die Jägerschaft des Landkreises Verden vergeben. Ausschlaggebend war die herausragende Umweltbildung: Seit fast zwei Jahrzehnten kommen jedes Jahr rund 1.200 Schülerinnen und Schüler zu den verbandseigenen Waldjugendspielen.

Jäger übernehmen besonders häufig ein Ehrenamt

Laut der DJV-Mitgliederbefragung von 2022 haben 39 Prozent der Jägerinnen und Jäger ein Ehrenamt übernommen – fast doppelt so viele wie im Bundesschnitt. Zuletzt sind die Ausgaben für Biotoppflege und Artenschutz stark gestiegen: Etwa 130 Millionen Euro geben die Jägerinnen und Jäger in Deutschland pro Jahr aus eigener Tasche dafür aus – ein Anstieg um die Hälfte innerhalb von sechs Jahren. Pro Monat verbringen sie eine 40-Stunden-Woche im Revier.

Kein regional differenziertes Bestandsmanagement in Sicht: Forderungen der Ministerpräsidenten werden ignoriert. DJV sieht neue Regelungen für verhaltensauffällige Wölfe als wenig praxistauglich.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse der 101. Umweltministerkonferenz (UMK) zum weiteren Umgang mit dem Wolf. «Es ist ein schlichtes Rissreaktionsmanagement, aber kein regional differenziertes Bestandsmanagement», sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Die UMK habe es leider verpasst, die Weichen für ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben mit dem Wolf zu stellen, so Dammann-Tamke weiter. Die Umweltministerkonferenz bleibt weit hinter dem Forderungskatalog zurück, den die Ministerpräsidentenkonferenz Mitte Oktober verabschiedet hat und setzt nicht ansatzweise den Koalitionsvertrag der Bundesregierung um. Die Ministerpräsidentenkonferenz bezeichnet unter anderem die bisherigen Rechtsgrundlagen für Regionen mit Wolfsproblemen als "nicht mehr hinreichend", es bestehe dringender Handlungsbedarf auf Seiten der EU und der Bundesregierung.

Nach wie vor wächst die Wolfspopulation dynamisch, entsprechend nehmen Nutztierrisse stark zu. Im Jahr 2022 gab es einen neuen Höchstwert von über 4.000 verletzten und getöteten Nutztieren – darunter auch Rinder und Pferde. Der jetzt vorgeschlagene Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen wird nach Ansicht des DJV nicht den erhofften Erfolg bringen: Die zeitlich und räumlich eng begrenzte Genehmigung für eine Entnahme macht es Gegnern noch einfacher als bisher, diese zu sabotieren.

Mit Spannung erwartet der DJV die in Aussicht gestellte Wolfsverordnung und die angekündigte schnellere und unbürokratische Entnahme von Einzeltieren. In Niedersachsen ist beispielsweise für die Rinder- und Pferdehaltung keiner Zäunung mehr notwendig – die Herde gilt als Grundschutz gegen den Wolf. Der DJV bezweifelt, dass künftig nach jedem Rinder- oder Pferderiss sofort von der Abschussregelung Gebrauch gemacht wird.

Projektpartner DJV, Deutsche Wildtier Stiftung und Veolia Stiftung zahlen künftig 500 Euro pro Hektar und Jahr. Mehrjährige ertragreiche Wildpflanzenmischungen ersetzen Mais für Biomasseproduktion. Mittlerweile sind Landwirte Partner mit über 500 Hektar Anbaufläche.

Die Partner des Projekts Bunte Biomasse haben die Förderprämie für den Anbau mehrjähriger Wildpflanzenkulturen zur Biomasseproduktion verdoppelt: Landwirte, die ab der Anbauperiode 2024 mitmachen, erhalten pro Hektar und Jahr 500 Euro. Damit reagieren die Projektpartner auf die Preissteigerungen am Saatgutmarkt sowie auf die gestiegenen Honorierungsansätze für mehrjährige Blühflächen in den öffentlichen Förderprogrammen. Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Wildtier Stiftung und Veolia Stiftung sind Träger des Projekts Bunte Biomasse.

Inzwischen haben Landwirte auf deutlich über 500 Hektar Fläche mehrjährige Wildpflanzen für das Projekt Bunte Biomasse angebaut. Der Schwerpunkt liegt derzeit in Niedersachsen. Im Jahr 2024 sollen vor allem in den östlichen Bundesländern sowie in Schleswig-Holstein und Hessen Vertragsflächen etabliert werden. Landwirte, die bereit sind, 2024 mehrjährige, ertragreiche Wildpflanzenkulturen für die Biomasseproduktion zu etablieren und mindestens drei Jahre zu nutzen, können sich ab sofort direkt bei der Deutschen Wildtier Stiftung melden. Experten des Projekts begleiten alle teilnehmenden Betriebe bei Anbau, Pflege und Ernte kostenlos. 

Seit dem Frühjahr 2019 betreiben DJV, Deutsche Wildtier Stiftung, Veolia Stiftung und weitere Partner das Projekt Bunte Biomasse für den Schutz der Biodiversität in den Agrarlandschaften. Ertragreiche, mehrjährige Wildpflanzenmischungen ersetzen dabei deutschlandweit Mais für die Biomasseproduktion. Ein deutliches Plus an biologischer Vielfalt und einen bedeutenden Imagegewinn für die Landwirtschaft und ihre lokalen Akteure bietet das Projekt Bunte Biomasse zum Nulltarif.

„Effektives Bestandsmanagement für Wolf ermöglichen“

30. November 2023 (DJV) Berlin
Weidetierhalter- und Landnutzerverbände geben gemeinsame Erklärung zur Umweltministerkonferenz in Münster ab: Weidetierhaltung muss klare Priorität vor Wolf haben. DJV-Präsident fordert regional diffe...

Offener Brief an EU-Kommission: FACE fordert Herabstufung des Schutzstatus. Leitlinien für Umgang mit geschützten Arten sollen überarbeitet werden. DJV begrüßt die Initiative.

Der Europäische Dachverband für Jagd und Naturschutz (FACE) hat in einem offenen Brief die EU-Kommission aufgefordert, zügig die nächsten Schritte zu gehen, um ein angepasstes und flexibles Wolfsmanagement in Europa zu ermöglichen. FACE-Präsident Torbjörn Larsson fordert Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unter anderem auf, den Schutzstatus herabzustufen und den Wolf in Anhang V der FFH-Richtlinie zu überführen. Außerdem müssten die Leitlinien der EU-Kommission zum Umgang mit geschützten Arten überarbeitet werden: Es müsse deutlicher werden, dass die Mitgliedsstaaten weite Spielräume genießen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die FACE-Forderungen und verweist auf Kommissionspräsidentin von der Leyen, die bereits im September 2023 für den Wolf eine Überprüfung des Schutzstauts gefordert hatte.

In Deutschland führen die hohen Anforderungen für den Schutz des Wolfes und ihre strikte Auslegung durch Behörden und Gerichte dazu, dass selbst der Abschuss von verhaltensauffälligen Wölfen in der Praxis kaum möglich ist. "Schutzvorgaben aus den 1990er-Jahren sind längst überholt, da sich der Wolf stark ausgebreitet hat", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Die starren Regelungen würden derzeit die Akzeptanz für den Wolf drastisch gefährden, so Dammann-Tamke weiter.

Die EU-Kommission hatte im Frühjahr 2023 eine Überprüfung des Schutzstatus eingeleitet und auf vorhandene Spielräume hingewiesen. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte im Oktober desselben Jahres ebenfalls die Lockerung des Schutzstatus und weitere Maßnahmen gefordert. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder im September in Brüssel mit Kommissionspräsidentin von der Leyen getroffen und dabei den Umgang mit dem Wolf thematisiert.

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