Am Mittwoch Morgen startete die DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2017. Der DJV veröffentlicht auf jagdverband.de und in den sozialen Medien erste Ergebnisse und berichtet tagesaktuell vom Wettbewerb in Garlstorf.

Nach dem Auftakt der diesjährigen DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen stellt der Deutsche Jagdverband (DJV) erste Ergebnisse online. Interessierte können die Listen sowie Impressionen der Veranstaltung ab sofort auf jagdverband.de/BMJS17 einsehen. Die Seite wird laufend aktualisiert. Unter #BMJS17 gibt es Fotos und Hintergrundinfos zur Veranstaltung auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

Bis zum 9. September 2017 treten rund 700 Schützen auf dem Schießstand im niedersächsischen Garlstorf gegeneinander an. In den ersten beiden Tagen sind hauptsächlich Einzelschützen an der Reihe, der Mannschaftswettbewerb findet ab Donnerstag statt. Teilnehmer der Damen- Junioren-, Senioren-, und Altersklassen sowie der offenen Klasse haben die Chance auf den Titel "Meister aller Klassen".

 

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Bilanz nach 12 Jahren Wildtierzählung

In Deutschland leben im Durchschnitt 11 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenlandfläche. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler und Jäger, die für den Deutschen Jagdverband (DJV) und seine Landesjagdverbände zwei Mal jährlich die Feldhasenbestände in knapp 400 repräsentativen Referenzgebieten ermitteln. Die Zahl bezieht sich auf den Frühjahrsbestand der Feldhasen im Jahr 2013. Erfasst werden die Daten für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD).

Die Feldhasendichten schwanken seit Beginn der Zählungen im Jahr 2002, sind aber über den Gesamtzeitraum hinweg betrachtet stabil geblieben. Maßgeblich beeinflusst werden diese durch den Zuwachs in den einzelnen Jahren. Die Wissenschaftler ermitteln dafür eine sogenannte Nettozuwachsrate: Die Zählergebnisse von Frühjahr und Herbst desselben Jahres werden verglichen. In den vergangenen Jahren liegen die Zuwachsraten in Deutschland auf relativ niedrigem Niveau und sind in manchen Regionen sogar negativ. Es gab also im Extremfall über den Sommer mehr Verluste als Nachwuchs.

Die Gründe für stagnierende Bestandszahlen sind vielfältig und noch nicht abschließend erforscht. Sicher ist jedoch, dass nicht eine Überbejagung des Feldhasens dafür verantwortlich gemacht werden kann, vielmehr wird die Jagdintensität an die Bestände angepasst. Eine Kombination verschiedener Faktoren wie Lebensraumqualität, Fressfeinde, Klima, Witterung und Krankheiten wirkt sich auf die Bestandsdynamik der Feldhasen aus. Insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft setzt den Bewohnern der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft zu. „Die fetten Jahre für den Feldhasen sind anscheinend vorbei. Heute müssen sie wie Rebhuhn oder Feldlerche mit größeren Feldern, schnelleren Maschinen und erhöhtem Düngemitteleinsatz zurechtkommen“, sagt Johanna Maria Arnold, Referentin für Wildökologie und Wildtiermanagement im DJV. Es mangele es an nährstoffreicher Äsung und an Deckung, die Schutz bietet vor Fuchs, Marder oder Greifvögeln. Besonders die neugeborenen Hasen sind gefährdet, mehr als die Hälfte vollenden laut DJV das erste Lebensjahr nicht. Unterschätzt wurden bisher verschiedene Krankheitsgeschehen als Rückgangsursache vieler Niederwildarten. Dort bestehe Forschungsbedarf, so Arnold.

„Es ist an der Zeit umzudenken!“, sagt Dr. Daniel Hoffmann, zuständig im DJV-Präsidium für WILD. „Die anstehende Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik bietet Chancen, den Lebensraum für den Feldhasen und anderen Arten zu verbessern.“ Wie dies gemeinsam mit Grundeigentümern, Landwirten und Energiewirtschaft gelingen kann, zeigt unter anderem das Projekt „Energie aus Wildpflanzen“ des Netzwerks Lebensraum Feldflur mit zwei Dutzend Partnern.

„Eine wildtierfreundlichere Landwirtschaft kann gelingen, wenn Energiewende und Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik von der Bundesregierung vernünftig verzahnt werden“, sagt Dr. Hoffmann. Beispielsweise habe der Anbau von Wildpflanzen für die Biogasproduktion den positiven Nebeneffekt, dass neuer Lebensraum für Feldhase, Feldlerche und viele Insektenarten entstehe.

Hintergrundinformationen:
Generell wird der Feldhase in Deutschland sehr zurückhaltend bejagt, was sich in der Jagdstatistik wiederspiegelt. So wurde z.B. in Baden-Württemberg im Jagdjahr 2011/12 in 74 Prozent aller Jagdreviere überhaupt kein Feldhase erlegt. Die offizielle Jagdstatistik enthält neben erlegten Hasen auch Unfallwild, das wie in Brandenburg bis zu 60 Prozent am Gesamtwert ausmacht. Weitere Forschung ist unbedingt vonnöten, um die richtigen Schritte für den langfristigen Erhalt des Feldhasen und anderer Bewohner der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft zu setzen. Geschulte Jäger unterstützen Jahr für Jahr ehrenamtlich die Zählungen in WILD. Damit setzen sie sich für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Wildtieren in unserer Kulturlandschaft ein.

Trotz derzeit wechselhaftem Wetter: Trockene Böden und hohe Temperaturen erhöhen schnell das Brandrisiko. Auch Glasscherben gefährden Tiere. Der DJV gibt Tipps zum Schutz von Wald und Wild.

Auch wenn das Wetter gerade wechselhaft ist: Das Frühjahr 2026 war eines der wärmsten und sonnigsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Entsprechend schnell können Böden jetzt durch wenige heiße Tage austrocknen, besonders in Nadelwäldern. Bereits am kommenden Freitag wird in einigen Regionen Deutschlands die zweithöchste Waldbrandstufe erreicht. Ein kleiner Funke kann ausreichen, um vertrocknetes Gras, Äste oder altes Laub zu entzünden. Damit der Aufenthalt in der Natur unbeschwert bleibt, sollten Besucher Regeln beachten und mögliche Brandursachen reduzieren. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet alle Waldbesucher, Gefahrenquellen konsequent zu vermeiden und Rücksicht auf Natur und Wildtiere zu nehmen.

Auf den Wegen bleiben und Vorschriften beachten

Abhängig vom offiziellen Waldbrand-Gefahrenindex (WBI) können örtliche Behörden Waldwege sperren oder das Betreten bestimmter Gebiete einschränken. Der DJV empfiehlt, grundsätzlich Hinweisschilder zu beachten und ausgewiesene Wege nicht zu verlassen. Dadurch werden Brandrisiko und Störungen für Wildtiere reduziert.

Offenes Feuer vermeiden

Offenes Feuer ist nur auf ausgewiesenen Plätzen im Wald erlaubt. Bei Trockenheit sollte gänzlich darauf verzichtet werden. Das betrifft Lager- und Grillfeuer ebenso wie Campingkocher oder Feuerwerk. Selbst auf scheinbar sicheren Flächen können Funkenflug oder Glutreste einen Brand auslösen.

Rücksicht bei Freizeitaktivitäten

Sport, Spaziergänge und Ausflüge in die Natur sind sehr beliebt. Bei erhöhter Waldbrandgefahr ist jedoch besondere Aufmerksamkeit gefragt. Fahrzeuge dürfen ausschließlich auf ausgewiesenen Parkflächen abgestellt werden. Steht das Auto stattdessen am Straßenrand, kann bereits ein heißer Auspuff trockenes Gras entzünden und so unbemerkt einen Brand auslösen. Außerdem müssen Rettungswege für Feuerwehr und Krankenwagen jederzeit frei bleiben. 

Brände sofort melden

Bei Feuer zählt jede Minute. Wer Rauch entdeckt, sollte umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigen. Wichtig sind möglichst genaue Angaben zum Standort und zur Ausbreitung des Feuers. Wer sich in Sicherheit befindet, kann Einsatzkräfte gegebenenfalls einweisen. Eigene Löschversuche sollten nur unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Gesundheit besteht.

Einen Radiobeitrag zum Thema gibt es hier.

Mit steigenden Temperaturen wächst die Zecken-Gefahr. Sticht der Parasit zu, kann er Krankheitserreger übertragen. Doch bestimmte Wildtiere helfen, das Borreliose-Risiko zu senken.

Mit steigenden Temperaturen werden Zecken wieder aktiv, allen voran der Gemeine Holzbock. Die Spinnentiere lauern im hohen Gras oder im Gebüsch auf ihre Beute – in bis zu einem Meter Höhe. Dort lassen sie sich abstreifen und krabbeln dann in Richtung Haut. Von Bäumen springen sie nicht. Zecken übertragen Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt Tipps, um sich vor den Blutsaugern zu schützen.

Zecken übertragen Bakterien und Viren

Zecken sind Parasiten: Wenn sie Blut saugen, können sie Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Zum Beispiel Viren, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen. Die Symptome ähneln einer Grippe und können bis zur Hirnhautentzündung führen. Schutz bietet eine Impfung. Das Ansteckungsrisiko ist im Süden Deutschlands am höchsten. Deutschlandweit besteht dagegen nach einem Zeckenstich das Risiko einer Borreliose – ausgelöst durch Bakterien. Im Falle einer Infektion mit Borrelien helfen Antibiotika.

Zeckenschutz für Hunde

Für Menschen gibt es aktuell keinen Impfschutz gegen Borreliose. Hier haben Hunde mehr Glück: Eine Impfung hilft gegen einige Erreger. Gegen die als Hundemalaria bekannte Babesiose gibt es allerdings kein vorbeugendes Mittel. Sie wird von der eingewanderten Auwaldzecke übertragen. Der beste Schutz für die Vierbeiner ist konsequente Zeckenprophylaxe, zum Beispiel durch spezielle Halsbänder oder Kautabletten. Seltener erkranken Katzen oder Pferde an Borreliose.

Lange Kleidung und kurzes Gras schützen vor Stich

Für den Spaziergang entlang von ungemähten Wiesen oder Gebüschen empfiehlt der DJV lange Kleidung und geschlossene Schuhe. Wer sich noch besser schützen will, steckt die Hosenbeine in die Socken. Anti-Zeckensprays sind eine sinnvolle Ergänzung. Nicht vergessen: Zu Hause den Körper gründlich absuchen. Besonders gern saugen Zecken an Bauch, Brust oder Kniekehlen. Entlang von Wegen hilft übrigens ein gemähter Streifen gegen Attacken: Im kurzen Gras ist es im Sommer zu trocken für die Blutsauger.

Wenn die Zecke zugestochen hat

Wer eine Zecke am eigenen Körper entdeckt, sollte diese möglichst schnell entfernen. Experten raten: Mit einer Pinzette das Tier gerade herausziehen und nicht drehen, anschließend die Wunde desinfizieren. Bildet sich ein bis sechs Wochen nach dem Stich ein roter Ring um die Wunde, herrscht Borreliose-Gefahr. Betroffene sollten schnellstmöglich ärztliche Hilfe suchen. Gut zu wissen: Die Zecke überträgt Bakterien und Viren meist erst nach etwa 24 Stunden.

Wildtiere als Waschmaschine

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Zecken Borreliose nicht auf Wiederkäuer wie Kühe oder Rehe übertragen können. Noch besser: Saugt eine Zecke an ihnen, verliert sie selbst alle Erreger. Der genaue Mechanismus ist unbekannt. Ziegen, Schafe oder Hirsche senken also das Risiko für den Menschen, sich mit Borreliose zu infizieren.

Einen Radiobeitrag zum Thema gibt es hier.

Missbräuchliche und grausame Praktiken sollen bekämpft werden. Eingriffe zugunsten der Gesundheit wie das Kupieren bleiben erhalten, was der DJV begrüßt. Neue Standards für die Hundezucht können Jäger betreffen.

Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit einer Verordnung zum Schutz von Hunden und Katzen zugestimmt. Hauptziel: illegale, missbräuchliche und grausame Praktiken zu bekämpfen – vor allem in der kommerziellen Zucht. Weiterhin erlaubt: Medizinische Eingriffe, die den Gesundheitszustand von Hunden oder Katzen erhalten, verbessern oder Verletzungen vorbeugen – also auch das Kupieren von Jagdhunden. Zudem soll es künftig eine generelle Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen geben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt beide Entscheidungen und kritisiert gleichzeitig, dass die EU mit diesen weitreichenden Regelungen für den Tierschutz in die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten eingreift. Im Vorfeld hat sich der DJV gemeinsam mit dem europäischen Dachverband FACE für den Erhalt des Kupierens bei Jagdhunden und die Interessen privater Hundehalter eingesetzt.

Chip-Pflicht für alle Hunde und Katzen

Einher gehen soll die geplante Registrierung unter anderem mit einer generellen Chip-Pflicht für alle Hunde und Katzen. Tierheime, Verkäufer und Züchter müssen die Pflicht innerhalb von vier Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung umsetzen. Alle anderen Tierhalter haben 10 Jahre Zeit für Hunde und 15 Jahre für Katzen. Verbunden ist die Chip-Pflicht mit dem Aufbau einer nationalen Datenbank innerhalb von zwei Jahren. Nach dem Europäischen Parlament muss noch der EU-Rat zustimmen, bevor die Verordnung in Kraft tritt. Damit ist in den nächsten Monaten zu rechnen. Erst danach beginnen die Übergangsfristen. Die Verordnung gilt schließlich unmittelbar für alle EU-Länder.

Neue Regelungen für kommerzielle Hundezucht geplant

Die geplanten Detailregelungen für das Inverkehrbringen von Tieren sind vor allem für Züchter wichtig. Sie können Jägerinnen und Jäger betreffen, die in der kommerziellen Hundezucht tätig sind. Es soll beispielsweise Mindeststandards für den Tierschutz geben, ebenso Vorgaben für Raumtemperatur und Lichtverhältnisse. Weniger strenge Anforderungen sollen für Kleinzüchter mit bis zu zwei Würfen pro Kalenderjahr gelten.

Todfeind Kreiselmäher? Die anstehende Frühjahrsmahd gefährdet Kitz und Küken. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, sie zu schützen – von der Wärmebilddrohne bis zum Infrarotsensor.

Die nun anstehende Frühjahrsmahd fällt mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen. Doch die Taktik „Ducken und Tarnen“ schützt den Nachwuchs in Wiesen und auf Äckern zwar vor Fuchs und Habicht, nicht aber vor Kreiselmäher oder Mähbalken. Nach dem Tierschutzgesetz sind Bewirtschafter von Flächen verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, wenn mit Tod oder Verletzung von Wirbeltieren zu rechnen ist. Darauf machen Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE), Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) aufmerksam.

Suchen und scheuchen: Wildtierschutz beginnt schon vor der Mahd

Effektiver Wildtierschutz beginnt bereits vor dem Mähen, so die Organisationen. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Termine für den Grünschnitt – für Heu, Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig dem jeweiligen Jagdpächter mitzuteilen und die Mähweise dem Tierverhalten anzupassen. Die Kommunikation zwischen Bewirtschafter und dem Jagdausübungsberechtigtem steht hierbei an erster Stelle! Vor dem eigentlichen Mähtermin haben sich verschiedene Methoden bewährt, um Wildtiere zu schützen: Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden oder das Anbringen von akustischen und visuellen Scheuchen wie Knistertüten oder Flatterbändern sowie akustische Vergrämung am Vorabend der Mahd sind dabei ein bewährtes und kostengünstiges Mittel.

Mittel der Wahl: Drohnen mit Wärmebildtechnik

Bei der Ernte von Frischfutter oder Grassilage im zeitigen Frühjahr sind die Jungtiere allerdings noch ohne Fluchtreflex und bleiben trotz solcher Vergrämungsmaßnahmen häufig in ihren Verstecken liegen. Deshalb ist der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik derzeit eine häufig eingesetzte Methode, um zu verhindern, dass Tiere verletzt oder getötet werden. Darüber hinaus ist diese Technik gut geeignet, Gelege von Bodenbrütern zu erkennen. Weitere Techniken finden zunehmend Eingang in die Praxis, beispielsweise an Schleppern und Mähwerken verbaute Infrarot-Sensortechnik mit Echtzeiterkennung, die ebenfalls ein Mittel der Wahl sein kann.

Auf die Mährichtung kommt es an

Die Organisationen empfehlen generell, das Grünland möglichst von innen nach außen oder von einer Seite zur anderen zu mähen und verweisen darauf, dass einige Bundesländer bereits gesetzliche Vorgaben dazu aufgesetzt haben. Diese Mähvorgaben ermöglichen Rehen, Feldhasen oder Fasanen, während der Mahd in die anliegenden Feldraine zu flüchten, ohne dabei den Schutz des hohen Grases verlassen zu müssen.

Hoher Bedarf bei der Förderung von Wildtierschutz

Im Internet gibt es dazu viele weitere Informationen, unter anderem bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LFL). Darüber hinaus erklärt ein in Zusammenarbeit mit den Organisationen erstelltes Video anschaulich, was bei der Mahd zu beachten ist. Die Organisationen sehen weiterhin einen hohen Bedarf für Forschungs- und Innovationsförderung zum Schutz von Wildtieren und fordern die zukünftige Bundesregierung auf, diesem eine hohe Priorität einzuräumen.

Jetzt Antrag auf Drohnenförderung stellen

Die Organisationen weisen abschließend darauf hin, dass das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auch in diesem Jahr die Jungwildrettung mit seinem Drohnenförderprogramm unterstützt. Für jede angeschaffte Drohne stehen 3.000 Euro Festbetrag zur Verfügung. Anträge können bis zum 30. Juni 2026 gestellt werden (BLE - Bundesfoerderprogramm Rehkitzrettung).

Einen Radiobeitrag zum Thema gibt es hier.

Die abgemahnte Falschbehauptung: Der DJV habe ein Forschungsprojekt zum Waschbären mitfinanziert. Damit sollten aus DJV-Sicht wichtige Ergebnisse in Frage gestellt werden. Die Wissenschaftler der Goethe-Uni Frankfurt konnten den negativen Einfluss des Kleinbären auf Amphibien beweisen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist erfolgreich juristisch gegen die Falschbehauptung des Bundesverbands Wildtierhilfen vorgegangen, der DJV habe eine wissenschaftliche Studie zum negativen Einfluss von Waschbären mitfinanziert. In einem Artikel im Weilburger Tageblatt über den Umgang mit Waschbären hatte der Bundesverband der Wildtierhilfen die Fangjagd kritisiert und behauptet, dass der DJV eine Studie des Parasitologen und Infektionsbiologen Professor Sven Klimpel mitfinanziert hätte. Dieser ist Leiter des Projekts Zoonotische und Wildtierökologische Auswirkungen Invasiver Carnivoren (ZOWIAC) an der Goethe-Universität Frankfurt. Mit der Falschbehauptung sollten nach Auffassung des DJV wichtige Forschungsergebnisse in Frage gestellt werden.

Der DJV wehrte sich dagegen erfolgreich mit einer Abmahnung. Nach anwaltlicher Aufforderung zur Löschung der Falschbehauptung hat der Verlag des Weilburger Tageblatts nicht nur die Falschbehauptung, sondern den gesamten Artikel aus seinem Online-Angebot entfernt.

Das Forschungsprojekt ZOWIAC (https://zowiac.eu/projekt/) der Goethe-Universität Frankfurt befasst sich mit den Auswirkungen invasiver Fleischfresser wie Waschbär und Marderhund auf heimische Ökosysteme. Weiterhin werden auch Fragestellungen zur Gefährdung menschlicher und tierischer Gesundheit durch die Übertragung von Parasiten und anderer krankheitsauslösender Erreger von invasiven Arten untersucht. Die Forscher konnten mit DNA-Markern nachweisen, dass Waschbären sogar Amphibienlaich fressen. Auf dem Speiseplan stehen zudem Frösche, Kröten und sogar die stark gefährdete Gelbbauchunke. 

Langjähriger Vizepräsident und Schatzmeister prägte die Arbeit des Deutschen Jagdverbandes über mehr als zwei Jahrzehnte. Auch in Rheinland-Pfalz und auf europäischer Ebene setzte er wichtige Akzente.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) trauert um Kurt Alexander Michael, der am 9. April 2026 verstorben ist. Mit ihm verliert der Verband eine Persönlichkeit, die das Wirken des Verbands über viele Jahre in verantwortlicher Position mitgeprägt hat. Kurt Alexander Michael wird als engagierter Jäger, verlässlicher Wegbegleiter und geschätzter Kollege in Erinnerung bleiben.

Mehr als zwei Jahrzehnte im DJV-Präsidium

Ab 1998 gehörte Kurt Alexander Michael 23 Jahre lang ununterbrochen dem DJV-Präsidium an. Von 1999 bis 2011 war er DJV-Vizepräsident, anschließend DJV-Schatzmeister bis Ende 2020. Dieses Amt legte er aus gesundheitlichen Gründen nieder. Der DJV würdigte sein außergewöhnliches Engagement für den Dachverband: Bereits 2008 erhielt Michael die DJV-Verdienstnadel in Gold, 2018 bekam er den DJV-Ehrenhirschfänger.

Verantwortung in Rheinland-Pfalz und in Europa

Sein Wirken für den DJV war eng mit seinem langjährigen Engagement im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz verbunden. Dort war Kurt Alexander Michael seit jungen Jahren aktiv, wurde 1998 zum Präsidenten gewählt und später zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zugleich setzte er sich über viele Jahre für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Jägerschaften ein: In der Action Interrégionale Nature et Chasse (AINC) übernahm er ab 2000 das Präsidentenamt und wurde später zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Herausragender Einsatz für die organisierte Jägerschaft

Mit Kurt Alexander Michael verliert der Deutsche Jagdverband eine Persönlichkeit, die Verantwortung auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene in besonderer Weise miteinander verbunden hat. Sein Einsatz für die organisierte Jägerschaft und sein langjähriges Wirken für den Verband werden in dankbarer Erinnerung bleiben.

Fast 20.000 Tonnen Wildfleisch landeten im Jagdjahr 2024/25 auf deutschen Tellern. Besonders beliebt: Wildschwein. Der Deutsche Jagdverband gibt Tipps für Kauf und Zubereitung.

Insgesamt 19.594 Tonnen Wildbret von Wildschwein, Reh und Hirsch haben die Deutschen im Jagdjahr 2024/25 (1. April bis 31. März) verzehrt. Das entspricht rund 2 Wild-Burgern pro Bürger. Am beliebtesten ist Fleisch vom Wildschwein, gefolgt vom Reh. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) jetzt pünktlich zum Start der Grillsaison veröffentlicht. Frisches Wildbret ist das ganze Jahr über verfügbar, das Angebot variiert jedoch nach gesetzlich festgelegten Jagdzeiten pro Tierart. Es ist eine echte Alternative für Verbraucher, die Tierethik einen hohen Stellenwert geben. 

Wild direkt vom Jäger

Auf wild-auf-wild.de finden Interessierte über die Postleitzahlsuche Wildbretanbieter in ihrer Nähe und können sie direkt kontaktieren. Das Fleisch ist oft zerteilt und vakuumiert. In der Zubereitung unterscheidet sich Wildbret kaum von herkömmlichem Fleisch und gelingt gut auf dem Grill. Es lässt sich auch schmoren, im Vakuum garen oder braten. Wer nicht gern selbst kocht, findet auch Restaurants mit Wildfleisch auf der Karte.

Wilde Rezepte für Grill, Pfanne und Kochtopf

Neben der Postleitzahlsuche bietet wild-auf-wild.de über 400 Wild-Rezepte zum Nachkochen, darunter eine Vielzahl an Zubereitungsideen für den Grill. Wer ein bestimmtes Fleisch verwerten will, kann auch nach der Wildart filtern – von Kaninchen bis Schwarzwild. Der YouTube-Kanal des DJV bietet zudem 130 Rezepte in Videoform. Die 13 Rezeptbroschüren des DJV gibt es im DJV-Shop zum Kaufen oder als kostenfreie PDF-Dateien zum Herunterladen.

Einen Radiobeitrag zum Thema gibt es hier.

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