DJV begrüßt die Entscheidung und fordert Bundesrat auf, zuzustimmen. Artenschutz, Weidetierschutz und Akzeptanz werden erstmals in Einklang gebracht. DJV-Präsident spricht von großem verbandspolitischem Erfolg.

Der Deutsche Bundestag hat heute mit großer Mehrheit für die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gestimmt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich, damit wird ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Mit dem geänderten Bundesjagdgesetz wird die Grundlage geschaffen, um Problemwölfe künftig unbürokratisch und schnell zu entnehmen. Zudem wird ein aktives Bestandsmanagement möglich, über welches die weitere Populationsentwicklung aktiv gesteuert werden kann. Artenschutz, Weidetierschutz und dauerhafte Akzeptanz des Raubtiers im ländlichen Raum werden erstmals in Einklang gebracht.

DJV dankt Bundesregierung

DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke spricht vom größten jagdpolitischen Erfolg der vergangenen Jahrzehnte. „Wir danken der Bundesregierung aus Union und SPD, dass sie Wort gehalten hat. Damit ist die zentrale jagdpolitische Frage unserer Zeit klug geregelt." Die Jägerschaft werde ihren Beitrag leisten, um Konflikte durch die starke Populationszunahme des Wolfes zu minimieren, so Dammann-Tamke weiter.

Entnahme von Wölfen trotz Klagen möglich

Auf den letzten Metern wurde über einen Änderungsantrag von Union und SPD auch eine Forderung des Bundesrates mit aufgenommen. Demnach haben Klagen gegen Wolfsmanagementpläne keine aufschiebende Wirkung für die Entnahme von Wölfen. Der DJV begrüßt dies ausdrücklich, denn nach den bisher geltenden Regelungen im Naturschutzgesetz war die schnelle Entnahme von Problemwölfen nach Nutztierrissen in fast allen Fällen vor Gericht gescheitert.

Ausweisung von Weidegebieten, wo Herdenschutz unmöglich ist

Bundesländer können künftig zudem sogenannte Weidegebiete ausweisen, in denen zumutbarer Herdenschutz mit vertretbarem Aufwand unmöglich ist – etwa entlang von Deichen oder auf Almen. Hier soll das Bundesjagdgesetz künftig die rechtssichere Entnahme von Wölfen auch unabhängig vom Erhaltungszustand gewährleisten.

Wildbiologisch sinnvolle Jagdzeiten geplant

Der DJV fordert, dass künftig in der Zeit von Juli bis Oktober 40 Prozent des jährlichen Nachwuchses auf Basis von Managementplänen der Länder entnommen werden. Grundlage sind wildbiologische Erkenntnisse – im Gegensatz zu pauschalen Abschussquoten in anderen europäischen Ländern. Dadurch wird beim Bestandsmanagement die Sozialstruktur des Rudels gewahrt, indem Jung- und Altwölfe sicher unterschieden werden können. So kann das Wachstum des Wolfsbestandes in Deutschland verlangsamt und gleichzeitig der günstige Erhaltungszustand der Population gewahrt werden. Die Wahrung der Sozialstruktur ist wichtig, um ein Ansteigen von Nutztierrissen möglichst zu vermeiden.

Bundesrat muss Gesetzentwurf noch zustimmen

Der DJV fordert die Bundesländer jetzt auf, in der Bundesratssitzung Ende März für den Gesetzentwurf zu stimmen und zeitnah ihren Gestaltungsrahmen über regionale Managementpläne wahrzunehmen. Der DJV und seine Mitgliedsverbände werden diese nächsten Schritte kritisch begleiten. Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein haben bereits wichtige Vorarbeit geleistet und den Wolf ins Landesjagdgesetz aufgenommen.

Ziel ist flächendeckender Einsatz. Geförderte Drohnen sollen auch zur Unterstützung bei der Tierseuchenbekämpfung genutzt werden. Anträge können bis zum 30. Juni 2026 gestellt werden.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert auch dieses Jahr wieder die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Rehkitzrettung. Mit insgesamt 2,1 Millionen Euro soll die nachweislich effizienteste und wirksamste Methode der Jungwildrettung unterstützt werden. Ziel ist es, solche Drohnen flächendeckend einzusetzen. Neu ist, dass die so geförderten Drohnen auch bei der Tierseuchenbekämpfung eingesetzt werden können. Voraussetzung dafür ist eine ausdrückliche Anweisung der zuständigen Behörde.

Das Bundesministerium unterstützt pro Anschaffung diesmal mit einem Festbetrag in Höhe von 3.000 Euro. Gefördert werden eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen auf Kreisebene in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins oder andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene, zu deren hauptsächlichen Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens oder die Rettung von Wildtieren, vorrangig von Rehkitzen, bei der Wiesenmahd gehören – sogenannte Kitzrettungsvereine. Die Anträge können bis zum 30. Juni 2026 gestellt werden. 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Fortsetzung der Förderung. Immer wieder werden Wildtiere während der Mahd verletzt oder getötet. Hohes Gras bietet Schutz vor Fressfeinden, vor dem Mähwerk nicht. Besonders gefährdet sind Rehkitze, deren erste Lebenswochen in die erste Mähperiode des Grünlands fallen. Laut einer Umfrage investiert jedes Drohnenteam allein im Mai drei Arbeitswochen ehrenamtlich für Tier- und Artenschutz. Auch seltene Arten wie Wiesen- oder Rohrweihe werden entdeckt.

Anhörung im Agrarausschuss des Bundestags: DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke spricht als geladener Experte. Gesetzentwurf bringt Artenschutz, Weidetierschutz und Akzeptanz in Einklang. Besonders positiv: Das geforderte Zwei-Säulen-Modell soll kommen.

Die geplante Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht sorgt für den rechtlichen Rahmen, um Konflikte künftig besser zu lösen: Artenschutz, Weidetierschutz und dauerhafte Akzeptanz des Raubtiers im ländlichen Raum werden in Einklang gebracht. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt es ausdrücklich, dass die Bundesregierung das seit Langem geforderte Zwei-Säulen-Modell aufgreift: ein wissenschaftlich fundiertes Bestandsmanagement durch Jagd sowie eine rechtssichere und schnelle Entnahme von Problemwölfen, die Nutztiere töten. 

„Die Rückkehr des Wolfes ist ein Erfolg für den Artenschutz. Zugleich stellt sie uns in der dicht besiedelten Kulturlandschaft vor neue Herausforderungen. Die Frage ist nicht, ob wir ihn managen – sondern wie“, sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke während der gestrigen Anhörung im Agrarausschuss des Bundestages. Wildbiologie müsse Grundlage politischen Handelns sein, so Dammann-Tamke weiter. 

Jagd nach wildbiologischen Grundsätzen

Der DJV-Präsident betonte vor dem Agrarausschuss, dass sich die geplante Jagdzeit von Juli bis Oktober an wildbiologischen Erkenntnissen orientiert und ausschließlich auf Jungwölfe beschränkt – im Gegensatz zu pauschalen Abschussquoten in anderen europäischen Ländern. Dadurch wird das Wachstum des Wolfsbestandes in Deutschland verlangsamt und gleichzeitig der günstige Erhaltungszustand der Population ebenso gewahrt wie die Sozialstruktur im Rudel. 

Schnelle Entnahme von Problemwölfen

Monitoringdaten aus Niedersachsen zeigen, dass ein kleiner Teil der Rudel für einen Großteil der Weidetierrisse verantwortlich ist. Nach bestätigten Rissen muss deshalb laut DJV schnell und unbürokratisch gehandelt werden, um Problemwölfe möglichst zu erlegen. Herdenschutz bleibt weiterhin notwendig und muss dauerhaft gefördert werden. Ein Entweder-oder würde zu kurz greifen. Prävention und Jagd sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich. 

Gesellschaftliche Akzeptanz notwendig

Ohne Akzeptanz im ländlichen Raum würde Wolfsmanagement langfristig scheitern. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht. Jägerinnen und Jäger verstehen sich als ausgebildete Naturschützer mit staatlicher Prüfung, die Verantwortung für Arten- und Lebensraumschutz übernehmen – auch beim Wolf.

DJV startet vierte Jungjägerbefragung

6. Februar 2026 (DJV) Berlin
Was treibt die neue Jägergeneration an, welche Wünsche gibt es? Die neue Befragung des DJV soll Einblicke geben. Mitmachen können ab sofort alle Jagdschüler – online und anonym. Regelmäßig werden ...

Bundesweit gibt es jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger. Das sind 42 Prozent mehr als vor 30 Jahren. Nordrhein-Westfalen liegt ganz vorn – doch pro Einwohner führt ein anderes Bundesland.

In Deutschland gibt es jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger – ein neuer Rekord. Damit haben im zurückliegenden Jahr 42 Prozent mehr Menschen den Jagdschein gelöst als drei Jahrzehnte zuvor. Ganz vorn liegt Nordrhein-Westfalen: Dort leben knapp 100.000 Menschen mit bestandener staatlicher Jägerprüfung. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Bayern mit 83.000 und Niedersachsen mit 70.000. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich der Messe Jagd und Hund veröffentlicht, die ab morgen in Dortmund stattfindet. Grundlage sind Daten aus dem November 2025.

Im Norden ist die Jägerdichte am höchsten

Mit Blick auf die Einwohnerzahl ergibt sich laut DJV-Auswertung ein anderer Spitzenreiter: Pro 1.000 Einwohner leben in Mecklenburg-Vorpommern 10 Jägerinnen und Jäger – Platz 1. Danach folgen Niedersachsen (9) und Schleswig-Holstein (8). Bezogen auf die Jägerdichte liegt Nordrhein-Westfalen mit dem Wert 6 genau im Bundesschnitt. In Verbänden organisiert sind deutschlandweit 7 von 10 Jägern. Laut DJV-Umfrage ist der Jägerinnen-Anteil zwischen 2016 und 2022 um mehr als die Hälfte gestiegen – von 7 auf 11 Prozent. Das Durchschnittsalter der Jägerschaft ist im selben Zeitraum von 57 auf 56 Jahre gesunken.  

Ehrenamtlich unterwegs mit staatlicher Prüfung

Jungtiere mit der Drohne vor dem Mähtod retten, Kindern Natur nahebringen oder Arten zählen und schützen: Laut DJV-Umfrage verbringt jeder Jäger im Schnitt rund 40 Stunden pro Monat in der Natur und erledigt viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben ehrenamtlich. Per Gesetz muss er für einen gesunden, artenreichen Wildbestand sorgen oder Wildschäden in Wald und Feld eindämmen – ebenfalls unbezahlt. Grundlage für die umfangreichen Aufgaben ist das Bestehen der staatlichen Jägerprüfung. Für Biotoppflege, Artenschutz sowie Schutz von Wald und Feld investieren Jägerinnen und Jäger insgesamt eine halbe Milliarde Euro jährlich aus eigener Tasche.

Darum wollen Menschen Jäger werden

Intensives Naturerlebnis, aktiver Naturschutz vor Ort und gesundes Fleisch: Das sind laut einer DJV-Umfrage die Hauptmotive für Menschen, die Jägerausbildung anzugehen. Über ein Viertel der Prüflinge hat angegeben, vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gemacht zu haben. Fast ebenso viele Menschen kommen inzwischen aus der Stadt. Jagdschüler kommen aus allen Berufsgruppen vom Azubi über Handwerker bis zum Beamten. Angestellte machen fast die Hälfte aus.

 

 

AFN, DJV und DSB haben auf die Grüne Woche eingeladen. Zentrale Themen: Wolf und Waffenrecht. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer eröffnete die Veranstaltung.

Drei Verbände aus dem ländlichen Raum, die über 7 Millionen Mitglieder vertreten, veranstalten gemeinsam einen Parlamentarischen Abend auf der Grünen Woche: Rund 400 Gäste aus Verbänden, Politik und Gesellschaft sind gestern der Einladung von Deutschem Jagdverband (DJV), Deutschem Schützenbund (DSB) und Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) gefolgt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer eröffnete die Veranstaltung und fühlte sich "zu Hause unter Freunden".

Eine entspannte Atmosphäre und gutes Essen sorgten für gelöste Stimmung. Ein Thema, das die Gespräche maßgeblich prägte, war die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland und seine geplante Aufnahme ins Bundesjagdgesetz. Ebenso Thema: die Evaluierung des Waffenrechts.

Helmut Dammann-Tamke, Präsident des DJV zum Wolf: „Wir begrüßen die Gesetzesänderung, sie ist ein großer Fortschritt. Hingegen ist das unter der ehemaligen Umweltministerin Steffi Lemke eingeführte Schnellabschussverfahren für Problemwölfe eine Luftnummer. Wir sollten zudem in allen Rudeln 40 Prozent des Nachwuchses entnehmen. Der Wolf muss lernen: Menschliche Witterung bedeutet Gefahr.“

Hans-Heinrich von Schönfels, Präsident des DSB, sieht der im vergangenen Jahr begonnenen Evaluierung des Waffenrechts optimistisch entgegen: „Wir begrüßen diesen überfälligen Schritt und sind sehr positiv gestimmt, dass die für uns wesentlichen Punkte – die Verhältnismäßigkeit, die Rechtssicherheit und Verwaltungsvereinfachungen –, die für unsere Mitglieder und ihren Sport von größter Bedeutung sind, in unserem Sinne umgesetzt werden.“

Max von Elverfeldt, Vorsitzender des AFN, bekräftigte in seinem Grußwort den notwendigen Schulterschluss der Akteure im ländlichen Raum: „Unsere Hauptaufgabe ist es, für eine stärkere Wahrnehmung des ländlichen Raums in der Politik, aber auch in der Gesellschaft einzutreten. Gemeinsam wirken wir als Eigentümer, Pächter oder Nutzer in der Natur und mit der Natur, immer nach dem Motto: natürlich nutzen und schützen. Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen nur durch die nachhaltige Naturnutzung erhalten bleibt.“

Weitere Eindrücke vom Parlamentarischen Abend gibt es auf Facebook und Instagram.

DJV begrüßt, dass Regierungskoalition den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufnehmen will. Hauptfokus muss auf Nutztierrissen liegen. Jagdzeiten und Abschusspläne für Wolfsnachwuchs gefordert.

Gestern hat der Bundestag in erster Lesung über die Reform des Bundesjagdgesetzes beraten. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer erläuterte, dass Problemwölfe künftig schneller und mit weniger Aufwand entnommen werden können. Zugleich soll es möglich sein, regionale Managementpläne aufzustellen, um den Bestand gezielt zu regulieren. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt ausdrücklich, dass die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD jetzt den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufnimmt. Das ist wichtig, um zunehmende Konflikte effektiv zu lösen, das schnelle Wachstum des Wolfsbestands zu bremsen und gleichzeitig den günstigen Erhaltungszustand der Art zu wahren.

Zwei-Säulen-Modell für die Jagd umsetzen

Der Hauptfokus im Umgang mit dem Wolf muss auf Konfliktlösung liegen, also auf schnellem Handeln nach Nutztierrissen. Das ist wichtig für den Erhalt der Akzeptanz, insbesondere im ländlichen Raum. Der DJV fordert, dass das Erlegen von Problemwölfen – im Einzelfall auch gesamter Rudel – ganzjährig ohne behördliche Anordnung möglich ist. Für eine nachhaltige Bestandsregulierung ist es notwendig, wildbiologisch fundierte Jagdzeiten und Abschusspläne für Jungwölfe einzuführen – ähnlich wie bei anderen Arten. Diese Regelungen müssen bundesweit gelten.

Wildbiologisch sinnvolle Jagdzeiten

Der DJV begrüßt, dass sich die vorgesehene Jagdzeit für den Wolfsnachwuchs von 1. Juli bis 31. Oktober an wildbiologischen Kriterien orientiert. So wird sichergestellt, dass die Rudelstruktur intakt bleibt. Allerdings schlägt der DJV vor, die Jagdzeit bereits am 1. Juni beginnen zu lassen, damit das Ziel erreicht werden kann, 40 Prozent des Nachwuchses zu entnehmen.

Herdenschutz bleibt zentral – stößt aber regional an Grenzen

Der DJV teilt die Position von anderen Naturschutzverbänden, dass Herdenschutz unverzichtbar ist. Deshalb fordert der Verband ausdrücklich die fortgesetzte finanzielle Förderung von Präventionsmaßnahmen. Herdenschutz stößt allerdings in sensiblen Gebieten wie Deichen oder Almen an Grenzen, hier braucht es Sonderregelungen. Alois Rainer hat gestern angekündigt, dass die Bundesländer dort künftig Weidegebiete ausweisen können, in denen zumutbarer Herdenschutz unmöglich ist. Hier soll das Bundesjagdgesetz künftig die rechtssichere Entnahme von Wölfen unabhängig vom Erhaltungszustand gewährleisten.

Ob Wimmelbild oder Wild-Gericht: Der Messestand des Deutschen Jagdverbands bietet Highlights für Klein und Groß. Besucher erwarten Jagdhunde, Wildtier-Präparate, Nutria-Burger und vieles mehr. Schwerpunktthema: die ehrenamtlichen Leistungen von Jägern im Tier- und Naturschutz.

Auf rund 400 Quadratmetern präsentiert der Deutsche Jagdverband (DJV) das Ehrenamt Jagd auf der Grünen Woche in Berlin. Am Stand 202 in Halle 27 finden Interessierte verschiedene Jagdhunderassen, ein Biotop mit Wildtier-Präparaten oder Jagdhornbläser. Zudem gibt es herzhafte Imbissgerichte mit Wild aus der Region. Speziell auf Kinder und Jugendliche warten Mitmach-Aktionen. Kooperationspartner sind der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) und der Deutsche Falkenorden (DFO). Die Messe öffnet zu ihrem 100. Jubiläum vom 16. bis 25. Januar 2026.

Im Fokus: Jagd und Ehrenamt

Im Jahr 2026 legt der DJV sein Augenmerk auf die großen ehrenamtlichen Leistungen von Jägerinnen und Jägern für die Gesellschaft. Ob Wildtiernachwuchs vor dem Kreiselmäher retten, Behörden im Kampf gegen Tierseuchen unterstützen oder Artenvielfalt fördern: Allein für Natur- und Artenschutz investieren Jäger eine halbe Milliarde Euro jährlich aus eigener Tasche. Auch Umweltbildung gehört zu den ehrenamtlichen Aufgaben. Am DJV-Stand wird die Bildungsinitiative Lernort Natur vorgestellt, mitmachen ausdrücklich erwünscht. Laut aktueller Umfrage weiß übrigens nur die Hälfte der Deutschen, dass Jagd in der Freizeit stattfindet. 

Wilde Küche am Messestand

Auch kulinarisch kommen Besucher auf ihre Kosten: Brandenburger Caterer und Jäger Ingo Noack serviert mit seinem Team auf dem DJV-Messestand frisch zubereitete Wildgerichte. Besonderes Highlight: Nutria-Bratwürste und -Burger. Der südamerikanische Nager breitet sich in Deutschland stark aus, verursacht Schäden in Schilfgürteln oder Deichen – und schmeckt lecker. Zahlreiche Rezeptbroschüren aus der Reihe Wild auf Wild gibt es am Stand kostenfrei. Und die sind beliebt: Die Gesamtauflage liegt inzwischen bei über einer halben Million Exemplare. 

Der DJV wird regelmäßig auf Facebook und Instagram über die Grüne Woche berichten.

Wie kann ich Einfluss nehmen auf den Bau einer Anlage? Von welchen Maßnahmen vor Ort profitieren Wildtiere? Und was ist mit der Jagdpacht? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue DJV-Broschüre. Sie enthält detaillierte Anleitungen und konkrete Praxistipps.

Allein im Jahr 2025 stieg die Leistung von Solarparks um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr, vermeldet der Bundesverband Solarwirtschaft. Einher geht diese Entwicklung mit großen Herausforderungen für die Tierwelt – zum Beispiel mit Blick auf die Zerschneidung des Lebensraums. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat jetzt die Broschüre "Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen – Beteiligung, Planung, Praxis" herausgegeben. Sie enthält auf 32 DIN-A4-Seiten Tipps für Jägerschaften. Bisher einzigartig: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beteiligung an Planungsverfahren und Stellungnahmen für Solarparks.

Vorgestellt werden zudem konkrete Maßnahmen für die wildtierverträgliche Gestaltung der Anlage. Im Fokus sind Insekten, Boden- und Heckenbrüter oder Säugetiere wie Feldhase und Reh. Im dritten Teil beschäftigt sich die Broschüre mit jagdrechtlichen Fragen – etwa zur Minderung der Jagdpacht.

"Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen" ist digital auf der DJV-Seite oder kostenfrei als Printexemplar im DJV-Shop erhältlich. Weitere Informationen zum Einfluss von Solarparks auf Wildtiere gibt es im DJV-Positionspapier „Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, Wildtiere und Jagd“, das ebenfalls in der Broschüre abgedruckt ist.

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