Entwurf der Bundesregierung sieht künftig eine reguläre Bejagung vor. Der DJV fordert die Bundesländer auf, nach Verabschiedung im Bundestag das Gesetz zügig umzusetzen. Auch für Deiche und Almwiesen gibt es Lösungsvorschläge im Gesetzentwurf.

Die Bundesregierung hat heute beschlossen, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Durch die Gesetzesänderung können laut Bundeslandwirtschaftsministerium die Länder in Regionen mit hoher Wolfsdichte und günstigem Erhaltungszustand jetzt ein Bestandsmanagement einführen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Entscheidung und fordert die Landesregierungen auf, jetzt eine Bestandskontrolle zu ermöglichen, die den Wolf als Art schützt und gleichzeitig Konflikte mit Nutztieren in der Kulturlandschaft lösen hilft. "Ein Verstecken hinter der Politik aus Brüssel oder Berlin gibt es jetzt nicht mehr, die Verantwortung liegt bei den Bundesländern, sie müssen über Managementpläne Farbe bekennen. Wir sind gespannt, wie die Landesregierungen mit dem veränderten gesetzlichen Rahmen jetzt umgehen", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Eine repräsentative Befragung von Civey im Auftrag des DJV zeigt: Fast zwei Drittel der Deutschen halten es für richtig, den Wolf zur Bestandskontrolle ins Jagdrecht aufzunehmen. 

Der DJV begrüßt die vorgesehene Jagdzeit von 1. Juli bis 31. Oktober. In dieser Zeit sind Alt- und Jungtiere eindeutig zu unterscheiden. Nach Ansicht des DJV ist damit ein klassisches Bestandsmanagement möglich, basierend auf wildbiologischen Erkenntnissen über Eingriffe in die Jugendklasse. 40 Prozent des jährlichen Zuwachses sollten erlegt werden, fordert der DJV. Als zweite Säule eröffnet der Gesetzentwurf ein ganzjähriges Riss-Reaktionsmanagement. Es gilt unmittelbar und greift unabhängig vom Erhaltungszustand, sobald einzelne Wölfe oder ganze Rudel Weidetiere verletzen oder töten. Das Bundeskabinett hat mit dem Entwurf den Weg für eine einfachere und rechtssichere Entnahme geebnet.

Darüber hinaus gibt es in der Kulturlandschaft Deutschlands Bereiche, in denen Konflikte vorprogrammiert sind. Zum Beispiel entlang von Deichen oder auf Almwiesen: Dort ist präventiver Herdenschutz durch Zäunung nahezu unmöglich. Eine Etablierung von territorialen Wölfen muss in diesen Bereichen laut DJV vermieden werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will es den Bundesländern künftig ermöglichen, sogenannte Weidegebiete auszuweisen, um "den Schutz der Weidetiere durch die Entnahme der Wölfe sicherzustellen".

Der offizielle Gesetzentwurf geht nach der Zustimmung durch das Bundeskabinett in den Bundestag. Über den Bundesrat können sich die Bundesländer noch einbringen. Das parlamentarische Verfahren dauert üblicherweise mehrere Monate.

Fragen rund um den Einzug des Wolfes ins Bundesjagdgesetz beantwortet das neue Frage-Antwort-Papier des DJV.

Der Ehrenpräsident des Jagdgebrauchshundverbands ist Ende November 2025 im Alter von 83 Jahren verstorben. Über viele Jahre prägte er das Hundewesen nachhaltig. Er erhielt die DJV-Verdienstnadel in Gold.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) trauert um Werner Horstkötter und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Er war eine herausragende Persönlichkeit des Jagdgebrauchshundewesens. Mit seinem langjährigen Engagement beeinflusste er die Entwicklung der als Kynologie bekannten Hundelehre entscheidend. Horstkötter war ein leidenschaftlicher Jäger, erfahrener Züchter und geschätzter Weggefährte. Seine Herzlichkeit und Vertrauenswürdigkeit prägten die Zusammenarbeit zwischen dem DJV und dem Jagdgebrauchshundverband (JGHV). Damit trug er maßgeblich zu gegenseitiger Wertschätzung und partnerschaftlichem Miteinander bei. Der DJV schätzte ihn sehr für seine fachliche Kompetenz, seine Integrität und seine Menschlichkeit.

Von 1990 bis 2002 engagierte sich Horstkötter als Beisitzer und Vizepräsident im JGHV. 2002 wurde er zum Präsidenten gewählt, ein Amt, das er bis 2018 ausübte. Sein besonderes Augenmerk galt der praxisnahen Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden, insbesondere der Rasse Deutsch Kurzhaar, die er selbst züchtete.

Für seine Verdienste wurde Werner Horstkötter vielfach geehrt: 2011 erhielt er auf dem Bundesjägertag in Frankenthal die DJV-Verdienstnadel in Gold für seinen unermüdlichen Einsatz für das Jagdwesen. Darüber hinaus zeichnete ihn der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) mit der Baron-von-Gingins-Gedächtnismedaille und der JGHV mit dem Sperlingshund aus. Horstkötter empfing damit jeweils die höchsten Auszeichnungen der drei Verbände.

Civey-Umfrage: Knapp zwei Drittel befürworten Bestandskontrolle übers Jagdrecht, Problemwölfe sollen erlegt werden. Auf dem Land ist die Zustimmung noch deutlich höher. Wie die Menschen zur Rückkehr des Wolfs stehen und ob sie sich bedroht fühlen, wurde ebenfalls abgefragt.

Fast zwei Drittel der Deutschen halten es für richtig, den Wolf zur Bestandskontrolle ins Jagdrecht aufzunehmen. Dies geht einher mit einem ähnlich hohen Anteil der Bevölkerung, der speziell die Jagd auf Wölfe befürwortet, die Haus- und Nutztiere töten. Die Zustimmung auf dem Land liegt jeweils bei deutlich über zwei Dritteln, hingegen nur bei etwa der Hälfte bei Stadtmenschen. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Civey, das im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV) 5.000 Menschen befragt hat.

Jägerschaft übernimmt Verantwortung

"Das ist eine überraschend große Mehrheit, die den Wolf im Jagdrecht will. Die Bundesregierung muss jetzt ihre Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zügig umsetzen", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Die Jägerschaft übernehme hier Verantwortung und sei im Dialog mit Politik und Gesellschaft, so Dammann-Tamke weiter. Die Expertise der Jäger mit Blick auf Monitoring, Wildtiermanagement oder Weiterbildung gelte es jetzt zu nutzen.

Die Hälfte sieht Rückkehr des Wolfs positiv, doch jeder Vierte fühlt sich bedroht

Knapp die Hälfte der Deutschen bewertet laut Civey die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland positiv, etwa ein Drittel schätzt die Entwicklung dagegen negativ ein. In ländlichen Regionen ist die Bewertung deutlich skeptischer – positive und negative Einschätzungen halten sich dort die Waage. Mehr als jeder Vierte bundesweit empfindet Wölfe als persönliche Bedrohung, in ländlichen Regionen steigt dieser Anteil auf ein Drittel der Befragten.

 

Ob Meise, Amsel oder Reh: Tierfreunde sind im Winter versucht, Wildtiere zu füttern. Doch nicht jede Mahlzeit ist geeignet – manche führen im schlimmsten Fall sogar zum Tod. Der DJV hat fünf Tipps für eine wildtierfreundliche Winterfütterung.

Die Tage sind kurz, die Temperaturen sinken: Am 21. Dezember ist offizieller Winterbeginn. Für viele Tierliebhaber beginnt damit auch die Fütterungssaison. Warum Sie dabei auf Meisenknödel mit Netz ebenso verzichten sollten wie auf Essensreste, erklärt der Deutsche Jagdverband (DJV).

Der ideale Futterplatz

Amsel, Rotkehlchen oder Meise freuen sich über Körner, Haferflocken oder Apfelstücke auf Terrasse oder Balkon. Dabei gibt es aber ein paar Punkte zu beachten: Der Futterplatz sollte katzen- und waschbärsicher sein, ebenso geschützt vor Wind und Regen. Auch Schimmelbildung lässt sich vorbeugen: Besser kleinere Mengen verfüttern und dafür häufiger. Außerdem sollte die Futterstelle regelmäßig ausgebürstet werden.

Damit die Meise nicht ins Netz geht

Meisenknödel bieten eine gute Energiequelle. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Im Netz können sich die gefiederten Besucher verfangen. Knödel ohne Netz sind deshalb besser. Die lassen sich einfach selbst herstellen: aus einem Stück Kordel, Rindertalg und Sonnenblumenkernen. Vogelfreunde sollten außerdem darauf achten, dass fertige Futtermischungen keine Ambrosia-Samen enthalten. Die Pollen dieser eingeschleppten Pflanze können schwere allergische Reaktionen auslösen.

Essensreste locken ungebetene Gäste an

Brot- oder Kuchenreste sind im Vogelhäuschen ebenso fehl am Platz wie am Ententeich: Gewürze und Salz schaden den Tieren, Backwaren quillen im Magen auf – ein trügerisches Völlegefühl verhindert, dass Tiere genug fressen. Zudem locken Essensreste eine Vielzahl ungebetener Gästen an: Ratten und Mäuse ebenso wie Fuchs, Wildschwein oder Waschbär. Deshalb sollten Komposthaufen verschlossen sein, genauso wie Hunde- und Katzenfutterbehälter. Wildtiere verlieren sonst die Scheu vor dem Menschen, sie werden aufdringlich. Wenn Wildschweine den Garten umgraben oder Waschbären den Dachboden verwüsten, ist die Not groß. Allesfresser wie Fuchs oder Wildschwein finden auch jetzt noch ausreichend natürliche Nahrung – und paaren sich sogar im Winter. 

Energiesparmodus gegen Kälte

Pflanzenfresser wie Reh oder Hirsch fasten jetzt. Ihren Winterspeck haben sie sich bereits im Herbst angefressen. Wenn die Tage kürzer werden und die Nahrung knapp, schalten sie auf Sparflamme: Puls und Körpertemperatur sinken, der Magen verkleinert sich. Da sie sich kaum bewegen, kommen sie mit wenig Futter aus. Erst bei lang anhaltenden Frostperioden und vereister Schneedecke sind Pflanzenfresser auf artgerechtes Futter wie Heu angewiesen. Ob eine Notsituation vorliegt, entscheiden die zuständigen Behörden, erst dann schreiten Jäger und Förster ein.

Aktuelle Umfrage: Nur die Hälfte der Deutschen weiß, dass Jagd in der Freizeit stattfindet. Allein für Natur- und Artenschutz geben Jäger eine halbe Milliarde Euro jährlich aus. Ihre freiwilligen Leistungen für die Gesellschaft sind noch vielfältiger.

Wildtiernachwuchs vor dem Kreiselmäher retten, Behörden im Kampf gegen Tierseuchen unterstützen oder Artenvielfalt fördern: Viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben übernehmen Jägerinnen und Jäger in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung. Weniger als die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) weiß, dass Jagd ein Ehrenamt ist, zeigt eine jetzt veröffentlichte Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV). "Wir wollen keinen Applaus für unsere Arbeit, sondern uns am Internationalen Tag des Ehrenamts bei allen bedanken, die mit anpacken", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Ehrenamt sei unentbehrlich in vielen Bereichen unserer Gesellschaft, egal ob Rettungsdienst, Feuerwehr, Tier- oder Naturschutz.

Überdurchschnittlich viele Mitglieder im Ehrenamt

Die meisten Jagdverbände sind anerkannte Naturschutzvereinigungen – mit hoch motivierten Mitgliedern. So geben knapp 40 Prozent der Jägerinnen und Jäger an, ehrenamtlich tätig zu sein. Zum Vergleich: Bundesweit engagieren sich im Natur- und Umweltschutz laut Bundesumweltamt nur 15 Prozent der Bevölkerung. 

Eine halbe Milliarde Euro für heimische Tiere und Pflanzen – aus eigener Tasche

Die knapp 461.000 Jägerinnen und Jäger haben für ihr anspruchsvolles Ehrenamt sogar eine staatliche Prüfung abgelegt. Außerdem investieren sie jährlich viel Geld aus eigener Tasche: Insgesamt sind es 2,9 Milliarden Euro, darunter eine halbe Milliarde Euro für den Bereich Artenschutz, Biotoppflege sowie Schutz von Wald und Feld. 

Eine Arbeitswoche pro Monat für Tier- und Artenschutz

Etwa 41 Stunden oder eine ganze Arbeitswoche monatlich verbringen Jägerinnen und Jäger im Revier. Sie retten beispielsweise Wildtiere vor dem Mähtod, schützen Bäume vor Fraßschäden oder legen Blühstreifen an. 

Anpacken statt abwarten: Jäger gegen ASP und Vogelgrippe

Im Kampf gegen Tierseuchen sind Jägerinnen und Jäger erste Ansprechpartner der Behörden: Sie reduzieren Bestände, melden erkrankte Tiere und beproben Kadaver. Alles zumeist ehrenamtlich, um Krankheiten wie Afrikanische SchweinepestMyxomatose und Vogelgrippe einzudämmen.

Den Radiobeitrag zum Thema gibt es hier.

Wildbiologie, Arten- und Nutztierschutz in Einklang: DJV fordert Jagdzeit von Juni bis Oktober auf Jungtiere. Problem-Wölfe sollen ganzjährig bejagt werden. Über die Hälfte der Deutschen hält Wolfsjagd für ethisch vertretbar, auf dem Land noch mehr.

In die heute endende Verbändeanhörung zur Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz bringt der Deutsche Jagdverband (DJV) Forderungen ein. Zentral sind: eine Jagdzeit von Juni bis Oktober für Jungwölfe und die ganzjährige unbürokratische Entnahme von Problem-Wölfen. "Als Anwälte des Wildes fordern wir wildbiologisch fundierte Regelungen, die den Wolf als Art schützen und gleichzeitig Konflikte mit Nutztieren in der Kulturlandschaft lösen helfen", sagt DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Bestandskontrolle durch Jagd sei notwendig. Doch nur wer Rudelstrukturen erhalte, vermeide noch mehr Weidetierrisse, so Dammann-Tamke weiter. Deshalb lehnt der DJV Jagdzeiten ab, in denen Alt- und Jungtiere nicht sicher unterscheidbar sind.

Mehrheit der Deutschen für Wolfsjagd zum Schutz von Weidetieren

Knapp über die Hälfte der Deutschen hält die Wolfsjagd zum Schutz von Weidetieren für ethisch vertretbar, auf dem Land sind es sogar knapp zwei Drittel. Fast 80 Prozent geben an, dass Jagd zur Bestandsregulierung von Tierarten grundsätzlich legitim ist. Das sind die aktuellen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des DJV.

 

5 zentrale Forderungen im Überblick

Zwei-Säulen-Modell für die Jagd umsetzen.

Junge Wölfe müssen zur nachhaltigen Bestandsregulierung der Art auf Grundlage von Jagdzeiten und Abschussplänen bejagt werden dürfen – wie es auch bei anderen Wildtierarten Praxis ist. Hingegen muss das Erlegen von Problem-Wölfen – im Einzelfall auch gesamter Rudel – ganzjährig ohne behördliche Anordnung möglich sein.

Wildbiologisch sinnvolle Jagdzeiten einführen.

Im Rahmen eines Abschussplans sollen ausschließlich Jungwölfe bejagt werden – von Anfang Juni bis Ende Oktober. Die im Gesetzentwurf vorgesehene Jagdzeit von Anfang September bis Ende Februar begünstigt hingegen Fehlabschüsse und gefährdet so die Sozialstruktur im Rudel. Mögliche Konsequenz: mehr Weidetierrisse. Über Abschusspläne sollen 40 Prozent des jährlichen Zuwachses erlegt werden.

Ins Jagdrecht ohne Sonderstatus integrieren.

Der Wolf muss wie andere Wildarten im Jagdrecht behandelt werden, insbesondere auch wie andere jagdbare Anhang-V-Arten der FFH-Richtlinie, zum Beispiel Gams, Baummarder oder Iltis. Einzelne Sonderregelungen sind sinnvoll, sollten sich allerdings in die bewährte Systematik des Gesetzes einfügen. Das gilt zum Beispiel für ein Fütterungsverbot oder die Aufnahme verletzter Tiere.

Regionalen Erhaltungszustand als Maßstab nehmen.

Wo Wölfe regional in besonders hohen Dichten auftreten, muss künftig eine reguläre Bejagung auf Basis eines Abschussplans möglich sein – unabhängig vom Erhaltungszustand.

Rechtssicherheit für Notstandssituationen gewährleisten.

Bedrohen Wölfe konkret Jagdhunde, Haus- oder Nutztiere, müssen die Möglichkeiten einer Tötung eindeutig und rechtssicher geregelt sein. Das Interesse am Schutz von Haus- und Nutztieren überwiegt.

Das ausführliche DJV-Papier mit Kernforderungen gibt es hier

Was ist das für ein Vogel? Mit den Bestimmungshilfen des Deutschen Jagdverbandes finden Sie die Antwort schnell heraus. "Unser Wasserwild" und "Unsere Greifvögel" erscheinen in überarbeiteter Neuauflage – als praktische Faltblätter für unterwegs.

Von Bergente bis Schreiadler: Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht zwei Neuauflagen seiner Vogel-Bestimmungshilfen. Die Faltblätter "Unser Wasserwild" und "Unsere Greifvögel" enthalten Abbildungen und Kurzbeschreibungen heimischer Gänse- und Greifvögel. Als DIN-A6-Format passen die Broschüren gut in die Hosentasche und sind auf Wanderungen schnell zur Hand. Aufgeklappt hat die übersichtliche Bestimmungstabelle das Format DIN A3. Ideal für Jäger, Vogelbeobachter und Naturinteressierte – kompakt, anschaulich, feldtauglich.

"Unser Wasserwild" hilft bei der Bestimmung von insgesamt 25 heimischen Enten und Gänsen. Darunter sind Brutvögel wie die Stockente, aber auch seltene Wintergäste wie Blässgans und Eisente. Die Enten sind übersichtlich in Schwimm-, Tauch- und Meeresenten gegliedert.

"Unsere Greifvögel" stellt 22 Brut- und Zugvogelarten der heimischen Greifvögel und Falken vor – von häufigen Arten wie Mäusebussard und Turmfalke bis zum seltenen Schreiadler. Zu jeder Art gibt es einen kurzen, übersichtlichen Steckbrief. Die detailreichen Zeichnungen zeigen die typischen Gefiedermerkmale. Schematische Flugbilder erleichtern die Unterscheidung der Vögel im Flug.

Beide Faltblätter sind im DJV-Shop für je 70 Cent erhältlich. Einen kostenlosen Download von "Unser Wasserwild" und "Unsere Greifvögel" gibt es auf der DJV-Internetseite.

Laut Dokumentationsstelle des Bundes sollen 1.600 Wölfe in Deutschland leben. Jäger schätzen Bestand höher ein und begrüßen geplante Aufnahme ins Jagdrecht.

Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat aktuelle Zahlen vorgelegt. Demnach sollen nur rund 1.600 Wölfe in Deutschland leben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) geht von deutlich höheren Wolfszahlen aus. Auf Grundlage offizieller Zahlen, Erfahrungswerten und einer durchschnittlichen Rudelgröße von acht Tieren leben in Deutschland mindestens 2.000 Wölfe. Allein in Brandenburg leben mehr Wölfe als in ganz Schweden – das 15-mal größer ist. 

Seit mehreren Jahren liegt die Zahl der Nutztierrisse oberhalb von 3.500 getöteten Tieren. Allein im Jahr 2023 haben Wölfe laut DBBW knapp 5.800 Schafe, Ziegen, Kühe und sogar Pferde verletzt oder getötet. "Gerade weil die Politik in den vergangenen Jahren die Sorgen im ländlichen Raum ignoriert hat, sinkt die Akzeptanz für den Wolf zunehmend", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Die Rückkehr des Wolfes sei zwar ein Erfolg für den Artenschutz, aber in einer Kulturlandschaft müsse eine konfliktträchtige Art gemanagt werden. Der DJV begrüßt deshalb die geplante Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ausdrücklich.

Bestätigt wurden über die DBBW 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzeltiere. Damit weist die Zahl der Territorien erstmals seit der Rückkehr des Wolfs im Jahr 2000 nur eine leichte Steigerung auf, die Zahl der Rudel stieg um rund 5 Prozent. Die Verbreitungsschwerpunkte liegen weiterhin im Norden und Osten Deutschlands. Neue Territorien in Süd- und Westdeutschland werden besiedelt, liegen aber weiterhin weit auseinander. Daten der DBBW zeigen zudem, dass seit Jahren die Vernetzung mit benachbarten Wolfspopulationen – insbesondere der Alpenpopulation – kontinuierlich zunimmt.

Die Vogelgrippe grassiert inzwischen in allen Bundesländern. Neben Kranichen sind auch Gänse, Enten oder Greifvögel betroffen. Was es mit der Herdenimmunität auf sich hat und wie Jäger helfen können, das Virus einzudämmen, erklärt Professor Martin Beer vom Friedrich-Loeffler-Institut.

DJV: Wie gefährlich ist das Virus für den Menschen – gerade in Hinblick auf Kontakt mit Geflügel und Fleischverzehr?

Professor Martin Beer: Für die allgemeine Bevölkerung besteht ein geringes Infektionsrisiko, denn für eine Infektion des Menschen ist ein intensiver Kontakt mit infiziertem Geflügel oder infizierten Wildvögeln nötig. Daher sind umfangreiche Schutzmaßnahmen beim Umgang mit potenziell infiziertem Geflügel, Wildvögeln und Säugetieren erforderlich. So müssen Personen, die betroffene Geflügelhaltungen räumen oder tote Wildvögel bergen, geeignete Schutzkleidung tragen. Hierzu gehören neben einem Schutzanzug auch Einmalhandschuhe, Schutzbrille und eine FFP3-Atemschutzmaske sowie desinfizierbares Schuhwerk. Aus betroffenen Geflügelhaltungen gelangen keine Erzeugnisse in die Lebensmittelkette. 

Wie weit verbreitet ist das Virus inzwischen in Deutschland und welche Tiere sind hauptsächlich betroffen?

Es gibt Meldungen aus allen Bundesländern. Bei gehaltenen Vögeln sind seit dem 1. September in über 70 Ausbrüchen Legehennen, Masthühner, Puten, Enten und Gänse betroffen – aus Haltungen jeglicher Größe. Bei Wildvögeln fallen vor allem Kraniche auf, die den ganz überwiegenden Teil (etwa 80 %) der rund 600 Fälle beziehungsweise Standorte ausmachen. Hinter diesen Fällen können eine ganze Reihe toter Tiere stehen. Neben den Kranichen gibt es zudem positive Befunde für Wildgänse, Schwäne, Graureiher, Greifvögel, Möwen, Wildenten und einen Regenpfeifer.

Welche Tiere können das Virus verbreiten und welche Rolle spielt der Mensch?

Das Virus zirkuliert derzeit insbesondere bei wilden Wasservögeln. In dieser Saison wurden bisher zwar weniger tote infizierte Wildenten und -gänse berichtet, aber dennoch ist das Virus bei diesen Arten weiterhin verbreitet. Und dies auch bei gesunden Wildvögeln, wie Untersuchungen aus Italien, den Niederlanden und Deutschland zeigen – etwa H5N1-positive, erlegte Stockenten. Möglicherweise haben insbesondere Wasservögel schon eine gewisse Herdenimmunität gegen H5 entwickelt. Das könnte erklären, warum sie trotz aktiver Infektion seltener erkranken und das Virus weiterverbreiten können. Der Mensch spielt eine Rolle beim indirekten Eintrag des Virus in Geflügelbestände. Über kontaminierte Gerätschaften, kontaminiertes Schuhwerk oder auch Futter (wenn Wildvögel Zugang hatten) kann das Virus auch in geschlossene Ställe gelangen.

Welche Hygienemaßnahmen sind für Jäger wichtig, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern?

Wildvögel sollten besonders in dieser Phase nicht beunruhigt oder aufgeschreckt werden. Wasservogeljagden sollten möglichst nicht durchgeführt werden. Jäger, die gleichzeitig Geflügelhalter sind, müssen strikt die Hygieneregeln beachten und Kleidung inklusive Gummistiefel, die im Geflügelbereich getragen wird, strikt von der Jagdkleidung trennen. Jäger sollten nicht auf Eigeninitiative erkrankte oder tote Vögel bergen, sondern sich mit den Veterinärbehörden absprechen und gegebenenfalls um Unterstützung bitten. Das Bergen erfordert allerdings Sachkenntnis und geeignete Schutzkleidung, um sich selbst vor einer Infektion zu schützen.

Stichwort Vogelzug: Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung des Seuchengeschehens ein?

Neben Kranichen sind weitere Wildvogelarten von der Infektion betroffen. Auch wenn die Mortalität bei diesen derzeit geringer ist, können sie zu einer fortlaufenden Zirkulation des Virus unter Wildvögeln beitragen. Unabhängig vom Vogelzug könnte so ein erhöhter Infektionsdruck über den Winter aus dem Wildvogelbereich heraus anhalten. Ob dies zu weiteren Ausbrüchen in Geflügelhaltungen führt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wesentliche Elemente sind das schnelle Erkennen und Eingreifen beim Geflügel, das in der Vergangenheit eine weitläufige Zirkulation von Geflügelpestviren in deutschen Geflügelbeständen erfolgreich verhindert hat. Im Wildvogelbereich bestehen jedoch kaum Möglichkeiten, die Ausbreitung und das dortige Tierleid zu vermindern.

DJV ruft Jäger und Geflügelhalter zu erhöhter Vorsicht auf. Ansteckungsgefahr für Menschen ist gering. Verzehr von Wildgeflügel ist unbedenklich.

Seit September 2025 nimmt die Vogelgrippe bei Wildvögeln in Deutschland deutlich zu. Besonders betroffen sind Kraniche und Wasservögel in Norddeutschland und Brandenburg. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stuft das Risiko einer Übertragung auf Hausgeflügel als hoch ein. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft Jäger, Geflügelhalter, Hundebesitzer und Katzenhalter zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Was ist Vogelgrippe?

Die Vogelgrippe ist eine Viruskrankheit, die vor allem bei wildlebenden Wasservögeln vorkommt. Diese Tiere sind oft Träger des Virus, ohne selbst zu erkranken. Hausgeflügel wie Hühner, Enten oder Puten kann sich jedoch anstecken. In seltenen Fällen ist auch eine Übertragung auf Menschen möglich.

Es gibt im Wesentlichen zwei Verlaufsformen:

Milde Form (LPAI): Verlauf meist ohne oder mit nur leichten Beschwerden

Schwere Form (HPAI / Geflügelpest): Sehr ansteckend und für Hausgeflügel oft tödlich

Wie verbreitet sich das Virus?

Die Viren werden über Kot sowie Nasen- und Rachensekret verbreitet. Auch durch Wasser, Futter, Kleidung, Schuhe oder Geräte kann das Virus übertragen werden.

Ein erhöhtes Risiko besteht bei der Jagd. Durch den Kontakt mit erlegten oder verendeten Wildvögeln kann das Virus auf Hände, Kleidung oder Ausrüstung übertragen werden. Bei Jagdhunden können die Viren über Fell oder Pfoten ungewollt verbreitet werden.

Achtung: Auch Hauskatzen sind gefährdet! Katzen können sich durch den Kontakt mit oder durch das Fressen von infizierten Wildvögeln anstecken und dadurch schwer erkranken. Katzenbesitzer sollten ihre Tiere in betroffenen Gebieten nicht frei streunen lassen und Behörden über verendete Vögel informieren. Hunde können ebenfalls erkranken.

Gefahr für Menschen?

Eine Ansteckung von Menschen mit der Vogelgrippe ist selten. Sie erfolgt meist nur durch engen Kontakt mit krankem Geflügel oder Wildvögeln. Bei möglichem Kontakt sollten die Hände gründlich desinfiziert und Schutzkleidung getragen werden.

Wichtig: Gut durchgegartes Fleisch von Wildvögeln ist für den menschlichen Verzehr unbedenklich. Das Virus wird durch Erhitzen für zwei Minuten auf mindestens 70 Grad Celsius sicher abgetötet.

Empfehlungen des DJV

  • Verendete oder auffällig kranke Wildvögel nicht anfassen
  • Funde umgehend den zuständigen Behörden und über die Tierfundkataster-App melden
  • Erhöhte Hygiene bei der Jagd beachten
  • Jagdhunde nach dem Einsatz gründlich reinigen
  • Hauskatzen in betroffenen Gebieten nicht frei laufen lassen
  • Geflügelhalter sollten Biosicherheit verstärken
  • Bei Kontakt mit Wildvögeln Hände waschen und Kleidung wechseln

Das Risiko für Menschen bleibt sehr gering. Dennoch ist Vorsicht geboten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und Hausgeflügel zu schützen.

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