Was treibt die neue Jägergeneration an, welche Wünsche gibt es? Die neue Befragung des DJV soll Einblicke geben. Mitmachen können ab sofort alle Jagdschüler – online und anonym. Regelmäßig werden Gewinne verlost.

Über 15.500 Menschen haben allein 2024 die staatliche Jägerprüfung bestanden – fast doppelt so viele wie 20 Jahre zuvor. Was treibt sie an, welche Erfahrungen bringen sie mit und welche Wünsche haben sie? Der Deutsche Jagdverband (DJV) als starke Stimme der Jagd will es genauer wissen. Ab sofort können Jagdschülerinnen und Jagdschüler an der mehrmonatigen, anonymen Online-Befragung über den Dienstleister Appinio teilnehmen. Ziel ist es, die Verbandsarbeit besser an den Ansprüchen künftiger Generationen auszurichten und zu zeigen, wie lebendig und vielseitig die Jagd heute ist. Unter interessierten Teilnehmern verlost der DJV in regelmäßigen Abständen wertvolle Gewinne aus dem DJV-Shop.

Bereits vierte Befragung: Trends sichtbar machen, Verbandsarbeit anpassen

Die inzwischen vierte Umfrage unter Jagdschülerinnen und -schülern soll Trends sichtbar machen. Zwischen 2011 und 2021 ist beispielsweise der Anteil der Frauen in Jagdschulen von 20 auf 28 Prozent gestiegen, zeigt die DJV-Umfrage aus dem Jahr 2021. Teilgenommen haben damals über 6.500 Kursteilnehmer. Das Durchschnittsalter bei Frauen ist im selben Zeitraum von 36 auf 33 Jahre gesunken. Knapp ein Viertel der Jagdschülerinnen und -schüler kam 2021 aus Städten. Menschen, die vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gesammelt haben, machten sogar über ein Viertel aus. Zehn Jahre zuvor war es nur jeder zehnte. Intensives Naturerlebnis, angewandter Naturschutz und Wildbret waren 2021 die Top-3-Gründe, die Jägerprüfung in Angriff zu nehmen. 

Bundesweit gibt es jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger. Das sind 42 Prozent mehr als vor 30 Jahren. Nordrhein-Westfalen liegt ganz vorn – doch pro Einwohner führt ein anderes Bundesland.

In Deutschland gibt es jetzt 467.682 Jägerinnen und Jäger – ein neuer Rekord. Damit haben im zurückliegenden Jahr 42 Prozent mehr Menschen den Jagdschein gelöst als drei Jahrzehnte zuvor. Ganz vorn liegt Nordrhein-Westfalen: Dort leben knapp 100.000 Menschen mit bestandener staatlicher Jägerprüfung. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Bayern mit 83.000 und Niedersachsen mit 70.000. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich der Messe Jagd und Hund veröffentlicht, die ab morgen in Dortmund stattfindet. Grundlage sind Daten aus dem November 2025.

Im Norden ist die Jägerdichte am höchsten

Mit Blick auf die Einwohnerzahl ergibt sich laut DJV-Auswertung ein anderer Spitzenreiter: Pro 1.000 Einwohner leben in Mecklenburg-Vorpommern 10 Jägerinnen und Jäger – Platz 1. Danach folgen Niedersachsen (9) und Schleswig-Holstein (8). Bezogen auf die Jägerdichte liegt Nordrhein-Westfalen mit dem Wert 6 genau im Bundesschnitt. In Verbänden organisiert sind deutschlandweit 7 von 10 Jägern. Laut DJV-Umfrage ist der Jägerinnen-Anteil zwischen 2016 und 2022 um mehr als die Hälfte gestiegen – von 7 auf 11 Prozent. Das Durchschnittsalter der Jägerschaft ist im selben Zeitraum von 57 auf 56 Jahre gesunken.  

Ehrenamtlich unterwegs mit staatlicher Prüfung

Jungtiere mit der Drohne vor dem Mähtod retten, Kindern Natur nahebringen oder Arten zählen und schützen: Laut DJV-Umfrage verbringt jeder Jäger im Schnitt rund 40 Stunden pro Monat in der Natur und erledigt viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben ehrenamtlich. Per Gesetz muss er für einen gesunden, artenreichen Wildbestand sorgen oder Wildschäden in Wald und Feld eindämmen – ebenfalls unbezahlt. Grundlage für die umfangreichen Aufgaben ist das Bestehen der staatlichen Jägerprüfung. Für Biotoppflege, Artenschutz sowie Schutz von Wald und Feld investieren Jägerinnen und Jäger insgesamt eine halbe Milliarde Euro jährlich aus eigener Tasche.

Darum wollen Menschen Jäger werden

Intensives Naturerlebnis, aktiver Naturschutz vor Ort und gesundes Fleisch: Das sind laut einer DJV-Umfrage die Hauptmotive für Menschen, die Jägerausbildung anzugehen. Über ein Viertel der Prüflinge hat angegeben, vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gemacht zu haben. Fast ebenso viele Menschen kommen inzwischen aus der Stadt. Jagdschüler kommen aus allen Berufsgruppen vom Azubi über Handwerker bis zum Beamten. Angestellte machen fast die Hälfte aus.

 

 

AFN, DJV und DSB haben auf die Grüne Woche eingeladen. Zentrale Themen: Wolf und Waffenrecht. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer eröffnete die Veranstaltung.

Drei Verbände aus dem ländlichen Raum, die über 7 Millionen Mitglieder vertreten, veranstalten gemeinsam einen Parlamentarischen Abend auf der Grünen Woche: Rund 400 Gäste aus Verbänden, Politik und Gesellschaft sind gestern der Einladung von Deutschem Jagdverband (DJV), Deutschem Schützenbund (DSB) und Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) gefolgt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer eröffnete die Veranstaltung und fühlte sich "zu Hause unter Freunden".

Eine entspannte Atmosphäre und gutes Essen sorgten für gelöste Stimmung. Ein Thema, das die Gespräche maßgeblich prägte, war die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland und seine geplante Aufnahme ins Bundesjagdgesetz. Ebenso Thema: die Evaluierung des Waffenrechts.

Helmut Dammann-Tamke, Präsident des DJV zum Wolf: „Wir begrüßen die Gesetzesänderung, sie ist ein großer Fortschritt. Hingegen ist das unter der ehemaligen Umweltministerin Steffi Lemke eingeführte Schnellabschussverfahren für Problemwölfe eine Luftnummer. Wir sollten zudem in allen Rudeln 40 Prozent des Nachwuchses entnehmen. Der Wolf muss lernen: Menschliche Witterung bedeutet Gefahr.“

Hans-Heinrich von Schönfels, Präsident des DSB, sieht der im vergangenen Jahr begonnenen Evaluierung des Waffenrechts optimistisch entgegen: „Wir begrüßen diesen überfälligen Schritt und sind sehr positiv gestimmt, dass die für uns wesentlichen Punkte – die Verhältnismäßigkeit, die Rechtssicherheit und Verwaltungsvereinfachungen –, die für unsere Mitglieder und ihren Sport von größter Bedeutung sind, in unserem Sinne umgesetzt werden.“

Max von Elverfeldt, Vorsitzender des AFN, bekräftigte in seinem Grußwort den notwendigen Schulterschluss der Akteure im ländlichen Raum: „Unsere Hauptaufgabe ist es, für eine stärkere Wahrnehmung des ländlichen Raums in der Politik, aber auch in der Gesellschaft einzutreten. Gemeinsam wirken wir als Eigentümer, Pächter oder Nutzer in der Natur und mit der Natur, immer nach dem Motto: natürlich nutzen und schützen. Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen nur durch die nachhaltige Naturnutzung erhalten bleibt.“

Weitere Eindrücke vom Parlamentarischen Abend gibt es auf Facebook und Instagram.

DJV begrüßt, dass Regierungskoalition den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufnehmen will. Hauptfokus muss auf Nutztierrissen liegen. Jagdzeiten und Abschusspläne für Wolfsnachwuchs gefordert.

Gestern hat der Bundestag in erster Lesung über die Reform des Bundesjagdgesetzes beraten. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer erläuterte, dass Problemwölfe künftig schneller und mit weniger Aufwand entnommen werden können. Zugleich soll es möglich sein, regionale Managementpläne aufzustellen, um den Bestand gezielt zu regulieren. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt ausdrücklich, dass die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD jetzt den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufnimmt. Das ist wichtig, um zunehmende Konflikte effektiv zu lösen, das schnelle Wachstum des Wolfsbestands zu bremsen und gleichzeitig den günstigen Erhaltungszustand der Art zu wahren.

Zwei-Säulen-Modell für die Jagd umsetzen

Der Hauptfokus im Umgang mit dem Wolf muss auf Konfliktlösung liegen, also auf schnellem Handeln nach Nutztierrissen. Das ist wichtig für den Erhalt der Akzeptanz, insbesondere im ländlichen Raum. Der DJV fordert, dass das Erlegen von Problemwölfen – im Einzelfall auch gesamter Rudel – ganzjährig ohne behördliche Anordnung möglich ist. Für eine nachhaltige Bestandsregulierung ist es notwendig, wildbiologisch fundierte Jagdzeiten und Abschusspläne für Jungwölfe einzuführen – ähnlich wie bei anderen Arten. Diese Regelungen müssen bundesweit gelten.

Wildbiologisch sinnvolle Jagdzeiten

Der DJV begrüßt, dass sich die vorgesehene Jagdzeit für den Wolfsnachwuchs von 1. Juli bis 31. Oktober an wildbiologischen Kriterien orientiert. So wird sichergestellt, dass die Rudelstruktur intakt bleibt. Allerdings schlägt der DJV vor, die Jagdzeit bereits am 1. Juni beginnen zu lassen, damit das Ziel erreicht werden kann, 40 Prozent des Nachwuchses zu entnehmen.

Herdenschutz bleibt zentral – stößt aber regional an Grenzen

Der DJV teilt die Position von anderen Naturschutzverbänden, dass Herdenschutz unverzichtbar ist. Deshalb fordert der Verband ausdrücklich die fortgesetzte finanzielle Förderung von Präventionsmaßnahmen. Herdenschutz stößt allerdings in sensiblen Gebieten wie Deichen oder Almen an Grenzen, hier braucht es Sonderregelungen. Alois Rainer hat gestern angekündigt, dass die Bundesländer dort künftig Weidegebiete ausweisen können, in denen zumutbarer Herdenschutz unmöglich ist. Hier soll das Bundesjagdgesetz künftig die rechtssichere Entnahme von Wölfen unabhängig vom Erhaltungszustand gewährleisten.

Ob Wimmelbild oder Wild-Gericht: Der Messestand des Deutschen Jagdverbands bietet Highlights für Klein und Groß. Besucher erwarten Jagdhunde, Wildtier-Präparate, Nutria-Burger und vieles mehr. Schwerpunktthema: die ehrenamtlichen Leistungen von Jägern im Tier- und Naturschutz.

Auf rund 400 Quadratmetern präsentiert der Deutsche Jagdverband (DJV) das Ehrenamt Jagd auf der Grünen Woche in Berlin. Am Stand 202 in Halle 27 finden Interessierte verschiedene Jagdhunderassen, ein Biotop mit Wildtier-Präparaten oder Jagdhornbläser. Zudem gibt es herzhafte Imbissgerichte mit Wild aus der Region. Speziell auf Kinder und Jugendliche warten Mitmach-Aktionen. Kooperationspartner sind der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) und der Deutsche Falkenorden (DFO). Die Messe öffnet zu ihrem 100. Jubiläum vom 16. bis 25. Januar 2026.

Im Fokus: Jagd und Ehrenamt

Im Jahr 2026 legt der DJV sein Augenmerk auf die großen ehrenamtlichen Leistungen von Jägerinnen und Jägern für die Gesellschaft. Ob Wildtiernachwuchs vor dem Kreiselmäher retten, Behörden im Kampf gegen Tierseuchen unterstützen oder Artenvielfalt fördern: Allein für Natur- und Artenschutz investieren Jäger eine halbe Milliarde Euro jährlich aus eigener Tasche. Auch Umweltbildung gehört zu den ehrenamtlichen Aufgaben. Am DJV-Stand wird die Bildungsinitiative Lernort Natur vorgestellt, mitmachen ausdrücklich erwünscht. Laut aktueller Umfrage weiß übrigens nur die Hälfte der Deutschen, dass Jagd in der Freizeit stattfindet. 

Wilde Küche am Messestand

Auch kulinarisch kommen Besucher auf ihre Kosten: Brandenburger Caterer und Jäger Ingo Noack serviert mit seinem Team auf dem DJV-Messestand frisch zubereitete Wildgerichte. Besonderes Highlight: Nutria-Bratwürste und -Burger. Der südamerikanische Nager breitet sich in Deutschland stark aus, verursacht Schäden in Schilfgürteln oder Deichen – und schmeckt lecker. Zahlreiche Rezeptbroschüren aus der Reihe Wild auf Wild gibt es am Stand kostenfrei. Und die sind beliebt: Die Gesamtauflage liegt inzwischen bei über einer halben Million Exemplare. 

Der DJV wird regelmäßig auf Facebook und Instagram über die Grüne Woche berichten.

Wie kann ich Einfluss nehmen auf den Bau einer Anlage? Von welchen Maßnahmen vor Ort profitieren Wildtiere? Und was ist mit der Jagdpacht? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue DJV-Broschüre. Sie enthält detaillierte Anleitungen und konkrete Praxistipps.

Allein im Jahr 2025 stieg die Leistung von Solarparks um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr, vermeldet der Bundesverband Solarwirtschaft. Einher geht diese Entwicklung mit großen Herausforderungen für die Tierwelt – zum Beispiel mit Blick auf die Zerschneidung des Lebensraums. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat jetzt die Broschüre "Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen – Beteiligung, Planung, Praxis" herausgegeben. Sie enthält auf 32 DIN-A4-Seiten Tipps für Jägerschaften. Bisher einzigartig: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beteiligung an Planungsverfahren und Stellungnahmen für Solarparks.

Vorgestellt werden zudem konkrete Maßnahmen für die wildtierverträgliche Gestaltung der Anlage. Im Fokus sind Insekten, Boden- und Heckenbrüter oder Säugetiere wie Feldhase und Reh. Im dritten Teil beschäftigt sich die Broschüre mit jagdrechtlichen Fragen – etwa zur Minderung der Jagdpacht.

"Wildtierverträgliche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen" ist digital auf der DJV-Seite oder kostenfrei als Printexemplar im DJV-Shop erhältlich. Weitere Informationen zum Einfluss von Solarparks auf Wildtiere gibt es im DJV-Positionspapier „Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, Wildtiere und Jagd“, das ebenfalls in der Broschüre abgedruckt ist.

Der Ehrenpräsident des Jagdgebrauchshundverbands ist Ende November 2025 im Alter von 83 Jahren verstorben. Über viele Jahre prägte er das Hundewesen nachhaltig. Er erhielt die DJV-Verdienstnadel in Gold.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) trauert um Werner Horstkötter und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Er war eine herausragende Persönlichkeit des Jagdgebrauchshundewesens. Mit seinem langjährigen Engagement beeinflusste er die Entwicklung der als Kynologie bekannten Hundelehre entscheidend. Horstkötter war ein leidenschaftlicher Jäger, erfahrener Züchter und geschätzter Weggefährte. Seine Herzlichkeit und Vertrauenswürdigkeit prägten die Zusammenarbeit zwischen dem DJV und dem Jagdgebrauchshundverband (JGHV). Damit trug er maßgeblich zu gegenseitiger Wertschätzung und partnerschaftlichem Miteinander bei. Der DJV schätzte ihn sehr für seine fachliche Kompetenz, seine Integrität und seine Menschlichkeit.

Von 1990 bis 2002 engagierte sich Horstkötter als Beisitzer und Vizepräsident im JGHV. 2002 wurde er zum Präsidenten gewählt, ein Amt, das er bis 2018 ausübte. Sein besonderes Augenmerk galt der praxisnahen Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden, insbesondere der Rasse Deutsch Kurzhaar, die er selbst züchtete.

Für seine Verdienste wurde Werner Horstkötter vielfach geehrt: 2011 erhielt er auf dem Bundesjägertag in Frankenthal die DJV-Verdienstnadel in Gold für seinen unermüdlichen Einsatz für das Jagdwesen. Darüber hinaus zeichnete ihn der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) mit der Baron-von-Gingins-Gedächtnismedaille und der JGHV mit dem Sperlingshund aus. Horstkötter empfing damit jeweils die höchsten Auszeichnungen der drei Verbände.

Civey-Umfrage: Knapp zwei Drittel befürworten Bestandskontrolle übers Jagdrecht, Problemwölfe sollen erlegt werden. Auf dem Land ist die Zustimmung noch deutlich höher. Wie die Menschen zur Rückkehr des Wolfs stehen und ob sie sich bedroht fühlen, wurde ebenfalls abgefragt.

Fast zwei Drittel der Deutschen halten es für richtig, den Wolf zur Bestandskontrolle ins Jagdrecht aufzunehmen. Dies geht einher mit einem ähnlich hohen Anteil der Bevölkerung, der speziell die Jagd auf Wölfe befürwortet, die Haus- und Nutztiere töten. Die Zustimmung auf dem Land liegt jeweils bei deutlich über zwei Dritteln, hingegen nur bei etwa der Hälfte bei Stadtmenschen. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Civey, das im Auftrag des Deutschen Jagdverbands (DJV) 5.000 Menschen befragt hat.

Jägerschaft übernimmt Verantwortung

"Das ist eine überraschend große Mehrheit, die den Wolf im Jagdrecht will. Die Bundesregierung muss jetzt ihre Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zügig umsetzen", sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke. Die Jägerschaft übernehme hier Verantwortung und sei im Dialog mit Politik und Gesellschaft, so Dammann-Tamke weiter. Die Expertise der Jäger mit Blick auf Monitoring, Wildtiermanagement oder Weiterbildung gelte es jetzt zu nutzen.

Die Hälfte sieht Rückkehr des Wolfs positiv, doch jeder Vierte fühlt sich bedroht

Knapp die Hälfte der Deutschen bewertet laut Civey die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland positiv, etwa ein Drittel schätzt die Entwicklung dagegen negativ ein. In ländlichen Regionen ist die Bewertung deutlich skeptischer – positive und negative Einschätzungen halten sich dort die Waage. Mehr als jeder Vierte bundesweit empfindet Wölfe als persönliche Bedrohung, in ländlichen Regionen steigt dieser Anteil auf ein Drittel der Befragten.

 

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