Erfolg auf ganzer Linie - Kritikpunkte werden geändert!

Ein orangenes Jägermeer. Über 3000 Grünröcke sind mit Bussen aus ganz Baden-Württemberg angereist. Der Blick vom Hochsitz hinab ist überwältigend. Und dann schmettern die rund 450 Jagdhornbläser gemeinsam die Begrüßung über den Schlossplatz in Stuttgart. Gänsehaut-Atmosphäre. Und das spürt nicht nur Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann bei seiner Eröffnungsrede um fünf vor zwölf.

mad Do., 2015-03-05 14:50
Orangefarbenes Protestmeer auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Eine eindrucksvolle Demo liegt hinter den Jägern und Jägerinnen in Baden-Württemberg. 

Landesjägermeister Jörg Friedmann: „Diese Demo aus der Mitte der Gesellschaft setzt Signale für eine zeit- und praxisgerechte Jagd. Die Politik sollte begriffen haben, dass sie nur mit und nicht gegen die Jäger umsetzen kann, was Wild und Jagd nutzt."

mad Do., 2015-03-05 09:04
Ablenkmanöver durch Minister Bonde?

Minister Bonde regt sich über den Auftritt der Jäger in der Öffentlichkeit bereits im Vorfeld in einer dpa-Meldung (lsw 2305) von gestern mächtig auf. Dabei sollte er als Grüner die Demonstrationsfreiheit besonders gut kennen. Die Wurzeln seiner Partei liegen auf Kundgebungen, Demonstrationen und Protestmärschen. Doch für eine Jäger- Kundgebung hat er offensichtlich kein Verständnis.

mad Di., 2015-03-03 16:08

Rücktritt eines Grünen-Kommunalpolitikers und Parteivorsitzenden im Kreis Steinfurt – Großdemonstration am 18. März vor Düsseldorfer Landtag

Der politische Druck auf die rot-grüne Regierungskoalition in NRW zu erheblichen Änderungen am Jagdgesetzentwurf wird immer größer. Inzwischen hat ein Grünen-Politiker die Partei wegen der von seinem Parteifreund Johannes Remmel vorgelegten Gesetzespläne verlassen. In Tecklenburg (Kreis Steinfurt) ist der Ratsherr Peter Fisse aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten, wie jetzt bekannt geworden ist.

Grund ist die geplante Änderung des Landesjagdgesetzes. Fisse ist Vorsitzender der Tecklenburger Grünen und seit 2009 Mitglied des Stadtrates. Seinen Wahlkreis holte er damals direkt, was für Grüne außergewöhnlich erfolgreich ist. „Offensichtlich ein Politiker, der das Ohr an der Basis hat und versteht, welch verheerenden Folgen die Verabschiedung des Gesetzentwurfes hätte“, kommentierte Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes.

Nach Medienberichten hat Minister Remmel in einem persönlichen Gespräch bei einem Neujahrsempfang glaubhaft versichert, dass es nur wenige Änderungen im künftigen Jagdrecht geben solle. „Inzwischen gibt es zahlreiche Änderungen“, wird Fisse zitiert, der sich offensichtlich getäuscht sieht. Man sei auf einem falschen Weg, wird der Kommunalpolitiker wiedergegeben, der selber Jäger und Jagdpächter sei.

Am politischen Aschermittwoch ihrer Partei in Schwerte waren bereits die nordrhein-westfälischen SPD-Spitzenpolitiker Norbert Römer und André Stinka deutlich auf Distanz zu Remmels Gesetzesvorhaben gegangen. Der Fraktionsvorsitzende Römer hatte gegenüber LJV-Vertretern ausdrücklich betont: „Der jetzige Entwurf wird ganz sicher nicht Gesetz werden.“ Ralph Müller-Schallenberg: „Von den Gesetzesplänen haben offensichtlich nicht nur die Sozialdemokraten, sondern auch die ersten Grünen die Nase voll.“

Der Landesjagdverband und seine neun Partnerverbände des ländlichen Raums haben für Mittwoch, 18. März, zu einer Großdemonstration gegen das geplante Landesjagdgesetz eingeladen unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ Zu der Kundgebung vor dem Landtag sind neben Norbert Römer auch die Fraktionsvorsitzenden der anderen im Landesparlament vertretenen Parteien als Redner eingeladen.

Aktuelle Wolfsichtungen in der Nähe von Siedlungsgebieten führen in der Bevölkerung zu Verunsicherung. Der DJV nimmt hierzu Stellung. 

In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind Wölfe in jüngster Zeit nah an menschliche Siedlungen gekommen. Von der vielbeschworenen Scheu war nichts zu merken, was zu großer Verunsicherung der Bevölkerung geführt hat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat gegenüber der Zeitung „Welt am Sonntag“ aktuell Stellung genommen. DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Gert Dittrich betonte gegenüber der Zeitung: "Es reicht nicht aus, zu sagen 'Willkommen Wolf'. Und es reicht auch nicht, bei fehlender Scheu gleich von abnormem Verhalten zu reden. Die Bestände wachsen schnell und halbstarke Wölfe wandern ab. Diese agieren dabei unerfahren und neugierig, ähnlich wie junge Hunde.“

Der Wolf sei ein großes Raubtier. Und die Menschen hätten verlernt, mit diesem umzugehen. Viele Menschen nutzten die Natur heutzutage nur noch als schöne Kulisse für ihre Freizeitaktivitäten, so Dr. Dittrich. Der DJV-Wolfsexperte machte darauf aufmerksam, dass erst aus dem Verständnis für die Natur ein Respekt vor möglichen Gefahren resultiere. Wenn sich der Wolf in der dicht besiedelten Kulturlandschaft  Deutschlands weiter ausbreitet, wird es laut DJV häufiger zu Begegnungen zwischen Mensch und Wolf kommen. Dr. Dittrich: „Mit der Rückkehr des Wolfes ist ganz besonders für Haus- und Nutztiere ein Risiko verbunden. Aber niemand kann ausschließen, dass es zu Übergriffen auf Menschen kommen kann. Da fordere ich die zuständigen Politiker auf, dass auch so ehrlich zu sagen.“

Ein professionelles, Länder übergreifendes Wolfsmanagement ist laut DJV die Grundlage für ein Frühwarnsystem bei auffälligen Wölfen. Vor diesem Hintergrund ruft der DJV Jäger auf, sich noch intensiver als bisher am Wolfsmonitoring zu beteiligen. „Zahlreiche Jäger sind bereits als Wolfsbeauftragte geschult. Sie helfen bei Fragen weiter und liefern zudem Hinweise auf Wolfsvorkommen", so Dittrich. „Der Wolf ist gekommen, um in Deutschland zu bleiben. Er muss die Scheu vor dem Menschen wieder lernen und wir müssen uns auf ihn einstellen“. Laut DJV müsse deshalb intensiver über mögliche Vergrämungsmaßnahmen nachgedacht werden. 

Der Artikel von „Welt am Sonntag“ aktuell finden Sie hier: Jäger erwarten Wolfsangriffe gegen Menschen

Berthold Geis berichtet über seine Erfahrungen als Falkner und Jäger. Bei verletzten Wildtieren wird er von der Polizei kontaktiert und kümmert sich umgehend. Doch welche Folgen haben die Jagdgesetznovellierungen? Wer kümmert sich künftig um die Tierarten, die aus dem Jagdrecht genommen werden sollen?

Eine schöne Familienfeier, Kaffee und Kuchen vor mir, da klingelt mein Handy. Die Polizeistation Limburg ist dran und fragt: „Sind Sie Herr Geis? Mittlerweile kommen diese Anrufe immer öfter und ich weiß dann meistens schon was jetzt kommt. „Wir haben hier eine Frau am Telefon, die eine verletzte Eule hat. Können Sie sich darum kümmern, wir hätten sonst niemanden?“ Ja, der Herr Geis kümmert sich. Nicht nur die Polizei, nein auch Tierheim, Privatleute und Tierärzte rufen mich an. Wegen allem möglichen Getier. Froh, überhaupt einen Ansprechpartner zu haben, der weiter helfen kann. Ich kann nicht die ganze Tierwelt retten und bin aber nun mal Falkner, damit kenne ich mich aus und habe auch die speziellen Kenntnisse diesen Vögeln zu helfen. Ab und zu mache ich auch mal eine Ausnahme, aber es muss im Rahmen meiner Möglichkeiten bleiben. Deshalb habe ich mir auch eine Liste angelegt, mit allen dafür möglichen Spezialisten und Auffangstationen: Seien es Fledermäuse, Kraniche, Enten, Igel, Wildschweine, (Frösche), Rehe, Füchse, Singvögel usw. Komisch, wenn ich jetzt darüber nachdenke, sind das alles Jäger.

Ich rufe die mir von der Polizei mitgeteilte Telefonnummer an und erreiche eine aufgeregte Frau:

„Meine Katze hat eine kleine Eule gefunden, können Sie die bei mir abholen?“

„Oh, jetzt? Ich bin gerade auf einer Familienfeier?“ 

„Ja, können Sie nicht trotzdem kommen, wissen Sie ich kenne mich damit ja nicht aus und muss jetzt zu einem Termin. Und meine Katzen will ich nicht alleine mit dem Vogel im Haus lassen.“

„Ja Frau …., können Sie denn nicht den Vogel zu mir nach Hause bringen?“

„Das sind doch mindestens 25 km Fahrt bis zu Ihnen und ich habe auch gar keine Zeit. Ich glaube so schlimm ist es mit dem Vogel auch nicht, er ist jetzt auch ganz ruhig. Am besten lasse ich ihn morgen wieder fliegen.“

Ich überlege kurz, was ich jetzt machen soll? Fahre ich jetzt dahin, dann kann ich die Feier vergessen bis ich wieder zurück bin. Und die Blicke von Tina und meiner Familie, wenn ich tatsächlich los fahre! Wäre ja nicht das erste Mal das so was passiert und ich alles Mögliche liegen lasse um mich um ein verletztes Wildtier zu kümmern. Ich versuche es also noch einmal.

„Frau …, gibt es den keine Möglichkeit das Sie zu mir kommen oder jemanden schicken?“

„Nein, das geht jetzt nicht und wer bezahlt mir das überhaupt? Wissen Sie, wo ich schon überall angerufen habe und keiner kann helfen. Ich habe schon über eine Stunde meiner Zeit geopfert, wann kommen Sie denn?“

Ja, wann komme ich und warum überhaupt? Warum soll ich mir das antun. Ich bin doch Jäger und Jäger töten doch Tiere, statt sie zu hegen und pflegen.

So kann man das doch immer öfter in den Medien gegen die Jagd lesen. Und haben die Medien nicht immer Recht? Nun gut, nur kurz habe ich diese Gedanken weil diese Anrufe mittlerweile Routine für mich sind. Ja ich komme, weil ich Jäger bin!

Zu Tina und den anderen sage ich nur schnell, ich muss noch mal weg, erkläre kurz warum und vermeide es, Tina dabei direkt anzublicken. Fürchte ich ihren Blick? Nein, eigentlich nicht, selbst Jägerin hat sie natürlich Verständnis dafür, unangenehm ist es mir aber doch. Warum auch immer ich und gerade heute? Ich fahre schnell los, weil die Frau nicht länger warten will. Mist, der Tank ist auch noch fast leer. Habe ich überhaupt genügend Geld dabei?

Turmfalken Pfleglinge

Beim Haus angekommen muss ich mir zunächst noch Vorwürfe anhören, warum das so lange gedauert hat. Auf meinen vorsichtigen Einwand hin, dass ich das ehrenamtlich mache und sie selbst bzw. ihre Katze dafür verantwortlich sein müsse, muss ich mir einiges anhören. Ja, natürlich darf ihre Katze immer frei draußen herum laufen. Sie wohne doch am Ortsrand und alles andere wäre doch nicht Artgerecht. Auch hätte sie sich ja sofort darum gekümmert, sie sei schließlich Tierfreundin und spende auch immer für NABU und PETA. Ich konnte es mir nicht verkneifen sie zu fragen, warum sie den nicht dort mal versucht hat anzurufen und um Hilfe zu bitten.

Ja, diese Organisationen kümmern sich doch um größere Aufgaben. Wie Hunde und Katzen im Ausland, gegen Massentierhaltungen und auch gegen die Jagd und Jäger sind diese Organisationen, weil die Jäger ja alle Tiere abschießen wollen. Auch bei ihr ums Haus sähe sie kaum noch „Häschen“ oder Fasane.

Um ihre Katze hätte sie auch immer Angst, wenn sie täglich im Feld ihren Freigang hat. Man hört und liest ja so viel davon, dass die Jäger die alle abschießen. Auf meinen Einwand hin das „ich auch Jäger“ bin, kommt erst mal ein „So sehen Sie aber gar nicht aus“ und dann betretenes Schweigen. Darauf war sie noch gar nicht gekommen, weil sie in ihrer Not ja bei der Polizei angerufen hatte. Dort ist meine Nummer für Notfälle hinterlegt und im anschließenden Telefonat mit ihr ging es ja auch nicht darum wer ich bin, sondern wer sofort Hilfe leisten kann. Ihr Schweigen nutzte ich aus um sie vorsichtig darüber aufzuklären, was ihre Katze in der „Natur“ so alles am Niederwild anrichten kann. Nein, die Häschen wären viel schneller als ihre Katze, das hatte sie selbst schon beobachtet und die paar Kleinen die sie doch mal mitbringt, waren sicher krank, das ist ja schließlich auch Natur!

Gut, ich gebe es auf und wollte mich jetzt lieber mal um die Eule kümmern. Vorsichtig griff ich in den Karton und umschloss mit meinen Fingern beide Ständer des noch recht jungen Turmfalken. Nun, da Falken mit dem Schnabel ihre Beute töten, biss er mich auch gleich in den Daumen. Das war zunächst mal Gut, seine Lebensgeister waren also noch da. Ich hatte keinen Handschuh dabei, konnte mich darauf ja nicht vorbereiten. So zog ich ihn aus dem Karton und das Blut von meinem Daumen und seiner Wunde aus der rechten Schwinge tropfte dabei auf das Jackett meines guten Anzuges. Offener Bruch an der Handschwinge, das rechte Auge geschwollen und einige Federn fehlten am Rücken. Die Katze hatte ihn doch schließlich „nur gefunden“ und nach Hause apportiert.

Der Frau ließ ich wie immer in solchen Fällen meine Visitenkarte da, damit sie mich in ein paar Tagen anrufen könnte, um zu hören wie es mit dem Turmfalken weiter gegangen ist. Meine Tierärztin angerufen, ob ich mit einem Notfall noch außerhalb der Sprechstunde kommen kann. Sie kennt das schon und war auch bereit zu warten. Bei ihr dann Röntgen, Flügel geschient, Wunde versorgt und Antibiotikum gegen die Katzenbisse mit der Spritze verabreicht, sowie mir weitere Medikamente und Schmerzmittel mitgegeben. Danke schön!

Berthold Geis

Auf der Rückfahrt mit dem Vogel nach Hause komme ich ins Nachdenken. Was ist eigentlich, wenn unsere Politiker wie angekündigt die Greifvögel und noch weitere Wildarten aus dem Jagdrecht nehmen wollen bzw. schon getan haben? Darf ich mich dann noch rechtlich gesehen um solche Fälle kümmern? Muss ich das dann überhaupt noch, mal ganz abgesehen davon, dass ich das selbstverständlich auch weiter tun werde, weil dann ja auch die Verpflichtung zur Hege entfallen würde? Oder verweise ich einfach bei Anrufen auf NABU, PETA und Co. oder unsere POLITIKER?

Wollen einige unserer Politiker doch in verschiedenen Bundesländern auf „fachkundigen Rat“ dieser Organisationen, etliche Tierarten aus dem Jagdrecht nehmen. Und dazu auf deren Anraten auch die Beizjagd und das Recht zur Haltung von Greifvögeln und somit die Falknerei verbieten. Ein von der UNESCO anerkanntes Weltkulturerbe! So was braucht man in der heutigen modernen Zeit doch nicht mehr. Kümmern „die“ sich dann um solche oder ähnliche Fälle?

Liebe Politiker, wissen Sie und ihre „Experten“ was es heißt, ein Wildtier wochenlang zu pflegen, zu versorgen und wieder Wildbahn fähig in die Natur zu entlassen? Ich persönlich bezweifle das. Solche Fälle landen hoffentlich bei den richtigen Praktikern, den Jägern und Falknern. Die dieses Wissen über Generationen hinweg an die nächste weiter geben und auch entsprechend geschult sind. Tierschützer kann und darf sich jeder nennen, im Zweifel genügt es ja wenn ich „Spende“. Ob ich dann auch ein Tierschützer bin, praktisch was tue und das nötige Wissen dazu habe, steht auf einem anderen Blatt. Oder beruhige ich mit einer Geldspende nur mein Gewissen und habe somit genug für den Tierschutz getan? Wie wäre es, wenn man den Jagdorganisationen mal was Spendet? Nein, das sind doch keine Tierschützer!

Ihr Politiker wollt uns das Jagdrecht beschneiden! Ja es stimmt, Tierschutzorganisationen haben weit mehr Mitglieder als die Jagdverbände und Millionen an Spendengelder zur Verfügung. Damit kann man prima Kampagnen gegen die Jagd und Jäger in Auftrag geben und finanzieren. Deshalb sollte man auf diese hören und ihren Forderungen gegen die Jagd oder besser noch deren Abschaffung nachkommen? Die nächste Wahl kommt bestimmt und deren Stimme ist Ihnen dann sicher!? Können diese sogenannten Experten aber das leisten was die Jäger leisten und können? Und dafür auch noch Geld in Form der Jagdpacht und Wildschäden bezahlen? Oder zählt das alles nichts, geht es in Wirklichkeit nur um Wählerstimmen und gesicherte Posten, egal aus welcher Ecke und aus welchem Grund die Stimmen kommen?

Wildtieren zu helfen ist nicht einfach, sich für ihren Schutz einzusetzen, sie zu pflegen und zu HEGEN. Auch einen kleinen Turmfalken, ein Rehkitz oder Lebensräume für diese zu schaffen. Unfallwild bei Tag und Nacht von der Straße zu entsorgen und noch vieles mehr, auf das ich hier nicht näher eingehen will, weil es den Rahmen sprengen würde. Dies alles ist nicht sehr Prestigeträchtig und Medienwirksam. Die Forderung aber bei den Millionen Katzenbesitzern, den Abschuss von wilderten Katzen zu verbieten, schon. Kein Jäger schießt aus Spaß auf Katzen oder Hunde. Die Politik soll und will uns aber die Möglichkeit nehmen, in Wald oder Feld auf diese entsprechend zu reagieren. Das Niederwild wie Fasan, Rebhuhn, Kaninchen, Hase, aber auch Singvögel, Eidechsen und Amphibien müssen ein Recht  und Schutz auf ihren Lebensraum haben. Ist dies kein Tierschutz wenn ein Jäger hier notfalls als letztes Mittel eingreifen kann und darf?

Natürlich sind nicht alle Katzen- oder Hundehalter verantwortungslos. Meine „Katzenhalterin“ hat sich übrigens auch nicht mehr bei mir gemeldet. Ich erwarte das auch nicht, ich dachte zumindest aber das sich die „Tierfreundin“ mal nach dem weiteren Zustand des Turmfalken erkundigen würde. Die Rechnung für die folgenden Tierarztbesuche und Medikamente habe ich übrigens selbst bezahlt. Warum ich das alles mache?

Weil ich Jäger und Falkner bin!

Berthold Geis
1.Vorsitzender Landesverband Hessen
im Orden Deutscher Falkoniere

Am Mittwoch, 11. Februar 2015, stellt die rheinland-pfälzische Landesregierung den neuen Entwurf eines Wolfsmanagementplans vor. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) hat intensiv mitgearbeitet und sieht Chancen, aber auch Risiken.

„Wandern Wölfe auf natürliche Weise ein, greift die Schutzvereinbarung, die von allen deutschen Jagdverbänden in einem Positionspapier festgeschrieben wurde und bundesweit gültig ist“, betont LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. Dank einer guten Zusammenarbeit der rheinland-pfälzischen Verbände und Behörden sei ein Wolfsmanagementplan entstanden, der viele Fragen sachlich beantworte sowie wichtige Hinweise zum Verhalten und zur Schadensregulation enthalte. 

„Die Jägerschaft ist in der Fläche präsent und bereit“, so Bartmann, „die weitere Entwicklung durch ihren Beitrag zum Wolfsmonitoring zu begleiten.“ Viele Jägerinnen und Jäger seien bereits als sogenannte Großkarnivorenbeauftragte für Luchs und Wolf geschult und aktiv. Daher begrüßt der LJV, dass die Landesregierung eine angemessene Aufwandsentschädigung von 100,- Euro pro Rissmeldung – wie vom LJV gefordert –  für die Monitoringleistungen der Jägerschaft bereitstellt.

„Die mythische Angst vorm bösen Wolf ist genauso unangebracht wie eine falsche Verharmlosung und ein damit verbundener fahrlässiger Umgang mit dem Großraubtier“, bemerkt Bartmann. Die Jägerinnen und Jäger in Rheinland-Pfalz verurteilen illegale Abschüsse scharf und sehen in Raubtieren längst nicht mehr nur den Konkurrenten, sondern eine Bereicherung der Natur- und Artenvielfalt. „Wir sind sehr zufrieden, dass im Gegenzug unsere Forderung nach strafrechtlichen Konsequenzen für Versuche, Großraubwild illegal auszusetzen, im Wolfsmanagementplan aufgenommen wurde“, ist Bartmann erfreut. „Akzeptanz bei Bürgern und Jägerschaft erreichen wir nur, wenn u.a. dadurch klar wird, dass es sich beim Managementplan nicht um ein aktives Wiederansiedlungsprojekt für den Wolf in Rheinland-Pfalz handelt. 

Der LJV bezweifelt, ob das dichtbesiedelte, touristisch und durch zahlreiche Verkehrswege erschlossene Rheinland-Pfalz, in dem auch die extensive bäuerliche Viehhaltung noch eine große Rolle spielt, wirklich zur friedlichen, konfliktfreien Heimat von Wolfsrudeln werden kann. Angesichts der unbestrittenen Tatsache, dass der Straßenverkehr die größte Gefahr für den Wolf darstellt, fordert der LJV neue Initiativen für Wildbrücken und die Erhaltung von Wildtierkorridoren sowie ein mutigeres Eintreten gegen den ungebremsten Flächenverbrauch. „So könnten – neben dem Wolf – auch zahlreiche andere Arten erheblich profitieren“, erklärt Bartmann. 

Dramatische negative Auswirkungen auf die Jagdnutzung selbst befürchtet der LJV durch die ersten einwandernden Wölfe nicht. Ökologischen Träumereien erteilt Bartmann aber ebenso eine Absage: „Der Wolf ist in einer von Menschenhand beeinflussten Kulturlandschaft gewiss kein Wildtierregulator, der den Jäger in dieser wichtigen Aufgabe ersetzen kann.“ Sorgen bereiten dem LJV die Erhaltung der etablierten und durch Rechtsverordnung geschützten Wildschafbestände in Rheinland-Pfalz. Die Mufflons, ca. 3000 im Land, würden bevorzugt dem Wolf zum Opfer fallen. 

Jagdhundeführerinnen und -führer, die einen Jagdhund während des Einsatzes durch eine Wolfsattacke verlieren, werden mit 4.000 Euro für ihren Verlust entschädigt. „Das ist bundesweit die höchste Entschädigungssumme, die für durch Wölfe getötete Jagdhunde im Einsatz gezahlt wird“, betont LJV-Vizepräsident Bartmann. „Die Landesregierung hat unsere Forderung nach Anerkennung der wertvollen Arbeit, die von Jagdhundeführern und ihren Jagdhunden geleistet wird, in vollem Umfang umgesetzt.“

Eine wichtige Frage des LJV wird die Jagdpolitik noch beschäftigen müssen: Bringt der Wille zur ungehinderten Ausbreitung der Wölfe auch das freie Entfaltungsrecht und damit die Gleichbehandlung für Rot-, Dam- und Muffelwild, die derzeit nur in per Verordnung bestimmten Bereichen leben und außerhalb von diesen totgeschossen werden müssen?

„Es muss weiterhin einen offenen und ideologiefreien Dialog zum Konfliktmanagement in Sachen Wolf geben“, betont LJV-Vizepräsident Bartmann. 

„Es gibt nur massenhaften Protest gegen das Landesjagdgesetz“

Der Landesjagdverband NRW nutzt auch die Messe „Jagd und Hund“ zum Protest gegen die Pläne der Landesregierung für ein neues Jagdgesetz. Präsident Ralph Müller-Schallenberg rief bei der Eröffnung (am Dienstag, 3. Februar) in den Dortmunder Westfalenhallen Jäger, Land und Leute zur Großdemonstration vor dem Landtag in Düsseldorf am Mittwoch, 18. März, auf unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“

mad Do., 2015-02-05 16:01
Orange – Farbe des Protestes auf der Jagd und Hund 2015

Vom 3. bis 8. Februar findet in Dortmund die diesjährige Jagd und Hund, Europas größte Jagdmesse, statt. Der Landesjagdverband NRW ist einer der ideellen Träger dieser Erfolgsmesse und lädt auch auf diesem Wege alle Jäger, Fischer, Land- und Forstwirte, Grundbesitzer sowie alle anderen Naturfreunde herzlich zur Jagd und Hund nach Dortmund ein.

mad Fr., 2015-01-30 09:10

Der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege e.V. ist stolz auf die hervorragende Platzierung bei einem der größten Umweltpreise Europas. Dies zeigt, dass Naturschutz aus Jägerhand bundesweit geschätzt wird.

Als eines von zehn, bundesweit ausgesuchten Naturschutzvorhaben war das Naturschutzprojekt „Wildkatzenland an Werra und Meißner“ des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege e.V. für die Endrunde des GreenTec Awards 2015, einem der größten Umweltpreise Europas, in der Kategorie „Sonderpreis des WWF (World Wide Fund for Nature)“ nominiert worden.

Bei der jetzt zu Ende gegangenen Online-Abstimmung im Internet belegten die Jägerinnen und Jäger aus dem Werra-Meißner-Kreis den 2. Platz. Dabei konnten viel größere Naturschutzverbände auf die weiteren Plätze verwiesen werden. Was zunächst nach einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg für das nordhessische Wildkatzenprojekt aussah, entwickelte sich in der letzten Woche der zwei Monate dauernden Abstimmungsphase zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem innerstädtischen Naturschutzprojekt aus Berlin, dem sich die nordhessischen Jägerinnen und Jäger schließlich geschlagen geben mussten.

„Wir sind stolz auf diesen zweiten Platz!“ betonte Rainer Stelzner, der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege. „Diese hervorragende Platzierung zeigt, dass Naturschutz aus Jägerhand bundesweit geschätzt wird. Besonders aber haben wir uns über die überragende Unterstützung der Jagdverbände und Jagdvereine aus ganz Deutschland gefreut. Aber auch viele Mitglieder nichtjagender Naturschutzverbände haben für uns gestimmt. Besonders groß aber war die Hilfe aus der Region. Die Institutionen des Werra-Meißner-Kreises, die Städte und Gemeinden, allen voran die für unseren Verein namensgebende Kreisstadt Eschwege, die Forstämter im Kreis und in ganz Hessen, der Naturpark, viele Firmen in der Region, Behörden und Ämter in ganz Hessen, die politischen Parteien und nicht zuletzt unzählige Privatpersonen haben für unsere, nordhessischen Wildkatzen abgestimmt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

„Die Kampagne um das Online-Voting für unser Wildkatzenprojekt hat deutlich gezeigt, dass Naturschutzprojekte durchaus in der Lage sind, die Menschen zu verbinden, und nicht – wie oft – zwangsläufig etwas trennendes haben müsse“, betonte Dr. Jörg Brauneis, der das Wildkatzenprojekt des Jagdvereins betreut. „Viele Zuschriften und Anrufe haben uns gezeigt, dass die Menschen die Wildkatzen lieben und dem Schutz ihres Lebensraumes, den unzerstörten, artenreichen Wäldern Nordhessens eine hohe Bedeutung beimessen. Wildkatzen und Wald stehen als Symbole für eine liebens- und lebenswerte Umwelt hier im Werra-Meißner-Kreis. Während der zweimonatigen Abstimmungsphase konnten wir unser Wildkatzenprojekt und damit auch die Natur im Werra-Meißner-Kreis in vielen Zeitschriften und auf zahlreichen Internetseiten präsentieren. Dass es zum Schluss für den Sieg nicht ganz gereicht hat, ist dabei bestenfalls ein kleiner Wermutstropfen. Jedenfalls ermutigt uns dieser zweite Platz dazu, uns auch weiter als Jägerinnen und Jäger für den Schutz der Wildtiere unserer Heimat und ihrer Lebensräume einzusetzen.“

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