Europäisches Parlament stimmt Feuerwaffen-Richtlinie zu

15. März 2017 (djv) Berlin
Das Europäische Parlament hat gestern in Straßburg der umstrittenen Reform der EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt. Der ursprüngliche Entwurf der EU-Kommission wurde deutlich entschärft. Der jetzt bes...

So viele Jäger wie nie zuvor

21. Januar 2017 (DJV) Berlin
Aktuelle DJV-Statistik: 2016 gab es so viele Jägerinnen und Jäger in Deutschland wie noch nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um etwa 2 Prozent auf 381.821. Der Trend der letzten Jahre set...

Trend zur Jagd in Brandenburg ungebrochen

20. Januar 2017 (LJV Brandenburg)
Seit mehreren Jahren liegt die Zahl der Anwärter zur Jägerprüfung bei über 300. 2016 traten 352 Männer und Frauen zur Jägerprüfung an. Die Erfolgsquote liegt bei 76 Prozent. 

Mitgliederbefragung des DJV (2022)

6. Dezember 2016
Ausgaben für Naturschutz sind in sechs Jahren um die Hälfte gestiegen, für Schutz vor Wildschäden sogar auf das Dreifache. Insgesamt 1,8 Milliarden Euro investieren Jägerinnen und Jäger jährlich. DJV ...

Weitere Verschärfung des Waffengesetzes ist abwegig

16. November 2016 (LJN) Hannover
LJN lehnt Vorstoß des Landesvorstands der niedersächsischen Grünen zur Verschärfung des Waffengesetzes ab / Legalwaffenbesitzer werden unter unzulässigen Generalverdacht gestellt

Netzwerken für die Jagd

1. September 2016 (djv) Berlin
Mit der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben” soll Nichtjägern Jagd und Naturschutz nähergebracht werden. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) hat nun in Kooperation mit Antonius von Papen, Bet...

Die Jagd im Saarland wird weiblicher

15. August 2016 (dpa) Berlin/Saarwellingen
Die Zahl der Jägerinnen nimmt zu: Im Saarland ist in den vergangenen zehn Jahren der Anteil der Jägerinnen von fünf auf zehn Prozent gestiegen. Zudem ist auch die Zahl der Jäger insgesamt gewachsen. E...

Mehr Wild in Sachsen erlegt

12. August 2016 (dpa/djv) Dresden/Berlin
In Sachsens Wäldern wird immer mehr Wild erlegt. Die Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison rund 121.000 Stück Wild zur Strecke gebracht und damit das Ergebnis des Vorjahres (107.475) erheblich ges...

Wie alt ist der Durchschnittsjäger? Wie viele Frauen gehen zur Jagd und was geben Waidmänner jährlich für den Artenschutz aus? Der DJV stellt erstmals repräsentative Daten zum Waidwerk in Deutschland vor.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat erstmals in einer repräsentativen Befragung soziodemographische Daten zu Jagd und Jägern erhoben: Demnach ist der Durchschnittsjäger in Deutschland 57 Jahre alt und ist in drei von vier Fällen verheiratet. Die Durchschnittsjägerin ist 51 Jahre alt und in einem von zwei Fällen verheiratet. Derzeit gibt es bundesweit im Schnitt 7 Prozent Jägerinnen. Doch in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung sitzen heute bereits 20 Prozent Frauen.

Querschnitt der Bevölkerung

Jägerinnen und Jäger kommen aus der Mitte der Gesellschaft: Etwa 6 Prozent der Jäger sind Schüler, Studenten oder Auszubildende (Gesamtbevölkerung in Deutschland: 6 Prozent), 37 Prozent sind nicht oder nicht mehr berufstätig (42 Prozent) und 57 Prozent sind berufstätig in Voll- oder Teilzeit (52 Prozent). Ähnlich verhält es sich bei der Berufsverteilung: 23 Prozent (Gesamtbevölkerung: 32 Prozent) sind Angestellte oder Beamte, 13 Prozent (12 Prozent) leitende Angestellte oder Beamte im höheren Dienst, 10 Prozent  (3 Prozent) sind selbständig, 6 Prozent (1 Prozent) in der Land- und Forstwirtschaft tätig und 5 Prozent (4 Prozent) sind Freiberufler.

Familiäre Werte und Eigenverantwortung

Wer zur Jagd geht, lebt traditionelle Werte: 90 Prozent der Jägerinnen und Jäger geben an, in einem Mehrpersonenhaushalt zu wohnen. Im Bundesschnitt sind es nur 59 Prozent. Drei Viertel aller Jäger sind verheiratet (Gesamtbevölkerung: 55 Prozent) und nur etwa 16 Prozent Single (28 Prozent). Jäger tragen Verantwortung für die Gesellschaft: 41 Prozent aller Waidmänner engagieren sich ehrenamtlich, davon anteilig mehr Frauen, die etwa vermehrt Umweltbildungsprogramme oder Naturschutzprojekte umsetzen. Im Vergleich die Gesamtbevölkerung: Hier sind nur 9 Prozent ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz engagiert.

Ansprechpartner mit Expertise vor Ort

Etwa eine Arbeitswoche pro Monat verbringen die Jäger in ihren Revieren in Wald und Feld. Sei es für Revierarbeiten, wie Biotoppflege und Hochsitzbau oder zur Beobachtung von Wildtieren und zur Jagd. Das macht den Jäger zu einem präsenten Ansprechpartner vor Ort, wenn es um Wild, Jagd und Natur geht.

Auf dem Stand der Technik

Jägerinnen und Jäger sind von gestern? Von wegen! 83 Prozent aller Jäger nutzen das Internet (Gesamtbevölkerung: 80 Prozent ), 82 Prozent haben ein E-Mail-Konto (62 Prozent in der Gesamtbevölkerung) und ein Drittel ist in den sozialen Medien aktiv (27 Prozent in der Gesamtbevölkerung).  

Wert der Jagd

Jagd in Deutschland ist die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Sie dient der Prävention von Wildschäden oder Tierseuchen und hilft dem Artenschutz. Die DJV-Mitgliederbefragung zeigt zudem: Die Jagd ist ein Wirtschaftsfaktor. Rund 1.570 Euro kostet die Pacht einer Jagd im Schnitt pro Jahr. Etwa 910 Euro pro Jahr geben Jäger für ihren mobilen Untersatz aus, 520 Euro für Reviereinrichtungen, 390 Euro für Handwerkszeug, wie Messer und Waffen, 280 Euro für Jagdbekleidung sowie 270 Euro für Wildschaden. Sonstige Ausgaben, wie etwa Tierarztkosten für den Hund, liegen etwa bei 180 Euro pro Jahr.

Hinzu kommen jährlich rund 220 Euro aus eigener Tasche für Biotoppflege oder Artenschutzmaßnahmen im Revier. Hochgerechnet auf die rund 375.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland, entspricht dies einer Investition von etwa 82,5 Millionen Euro pro Jahr für Naturschutz. Im Schnitt kommt jeder Jäger insgesamt auf Ausgaben von 4.340 Euro pro Jahr. Mit Investitionen von insgesamt 1,6 Milliarden Euro jährlich kurbeln die Jägerinnen und Jäger die deutsche Wirtschaft an.

Keine Jagd ohne Hund

Der Leitspruch "Jagd ohne Hund ist Schund" wird unter Jägern beherzt: In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein Jagdhund vorhanden. Im Bundesschnitt besitzen nur etwa 11 Prozent aller Haushalte einen Hund. Dabei sind Vorstehhunde, wie etwa Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner unter Jägern besonders beliebt. In jedem vierten Jägerhaushalt kommt ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund vor. Dicht gefolgt von Teckeln (12 Prozent), Apportierhunden (10 Prozent) und Terriern (8 Prozent). Es muss also nicht immer der Dackel sein.

Verantwortung für's Wild und Tierschutz

87 Prozent aller Jäger nutzt den Schießstand mindestens ein Mal pro Jahr, um zu trainieren. Nahezu die Hälfte aller Jäger geht jährlich sogar 3 Mal und mehr auf den Stand.

 

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Quellen

Vergleichszahlen aus unterschiedlichen Quellenangaben:

  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahre: DeStatis (Alter, Geschlecht, Haushalt), GMS-Politikbus (Berufstätigkeit)
  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: Deutsches Freiwilligensurvey (2014)
  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahre: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 (Kommunikationverhalten)
  • Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland: Statista 2016: Haustierbesitzer in Deutschland nach Anzahl von Hunden im Haushalt von 2010 bis 2015

"Wildschweine sind wie Zander. Man muss sie überlisten."

28. April 2016 (ljv baden-württemberg e.V.) Stuttgart
Jetzt gehen sie wieder los: die landesweit stattfindenden Jägerprüfungen. Einer, der sich vor sechs Monaten dazu entschlossen hat, „ein Jäger zu werden“, ist David. Der LJV Baden-Württemberg hat mit i...
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