Wolf von Jäger dokumentiert

„Angesichts der Populationsentwicklung in Deutschland ist das vermehrte Auftreten von wandernden Wölfen in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich“, sagt LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. „Ob der nun von einem Jäger gesichtete Wolf in Rheinland-Pfalz langfristig bleiben oder weiterziehen wird, bleibt abzuwarten.“ Wandern die durch Naturschutzrecht streng geschützten Wölfe auf natürliche Weise ein, greift die Schutzvereinbarung, die von allen deutschen Jagdverbänden in einem Positionspapier festgeschrieben wurde und bundesweit gültig ist, betont Bartmann weiter.

ama Mi., 2016-09-07 13:00
Wolf sorgt für steigende Wildschäden

Ausgangspunkt der Besorgnis war die Höhe der Wildschäden in der Züllsdorfer Feldflur. „Trotz erhöhter Aktivität schaffen es unsere Jäger kaum noch, die Schäden in erträglicher Höhe zu halten.“, schrieb Jagdvorsteher Höhne dem Minister. Zur Erklärung fügte er hinzu, dass sich mit der Etablierung eines Wolfsrudels in der Annaburger Heide insbesondere das Rotwild anders verhält. Die weiblichen Tiere – Kahlwild genannt – bilden Großrudel von 70 bis 120 Stück und sind bereits tagsüber auf den Feldern aktiv. Außerdem wechselt das Wild die aufgesuchten Flächen ständig und unvorhersehbar.

kzü Mi., 2016-08-17 14:43
Zwei Wölfe bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn A10 getötet

Auf der Autobahn A10 zwischen der Abfahrt Ferch und dem Autobahnkreuz Potsdam kamen heute in den frühen Morgenstunden vermutlich zwei Wölfe bei Verkehrsunfällen zu Tode. Dies bestätigte Jens-Uwe Schade, Sprecher des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.

ska Mi., 2016-02-10 17:43
DJV begrüßt Initiative des Bundes / kritische Themen sollen angegangen werden 

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) haben heute die Einrichtung eines Wolf-Beratungszentrums des Bundes bekanntgegeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Initiative. Das Zentrum soll künftig die zuständigen Landesbehörden bei Fragen rund um den Wolf beraten und die in den Ländern erhobenen Daten zur Ausbreitung und Genetik des Wolfes gebündelt bereitstellen. 

Die Gründung eines derartigen Kompetenzzentrums hatte der DJV auch im Sommer 2015 in seinen neuen Positionspapier zum Wolf (link) gefordert. Der Verband sieht erhöhten Beratungsbedarf durch die sich dynamisch entwickelnde Wolfspopulation in Deutschland. Der DJV erwartet nun eine objektive und pragmatische Arbeitsweise des Zentrums, dies auch in enger Zusammenarbeit mit den jeweils betroffenen Verbänden. Das Zentrum müsse sich künftig auch stärker den konfliktträchtigen Themen widmen, wie etwa der Frage, wie Vergrämung und Entnahme verhaltensauffälliger Tiere in der Praxis umgesetzt werden soll. Im vergangenen Jahr kam es allein in Niedersachsen zu rund 70 dokumentierten Fällen, in denen Wölfe die Nähe des Menschen gesucht haben.

Von Januar bis März ist bei den Wölfen Paarungszeit. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner legen die Tiere in einer Nacht bis zu 70 Kilometer zurück. Damit steigt auch die Unfallgefahr. An nahezu jedem Ort im Land Brandenburg ist das plötzliche Auftauchen von Isegrim möglich. 

Bei den Wölfen ist aktuell Fortpflanzungszeit. Deshalb ist in Brandenburgs Wäldern und Offenlandschaften mit einer erhöhten Aktivität der Großraubtiere zu rechnen. Die geschlechtsreifen Jungwölfe entwickeln einen ausgeprägten Wandertrieb. Während weibliche Wölfe in der Nähe des Elternrudels nach einem Partner Ausschau halten, wandern männliche Wölfe großräumiger. Dabei dringen Sie auch in bislang wolfsfreie Regionen vor und überqueren stark befahrene Straßen. Im vergangenen Jahr starben bei Verkehrsunfällen im Land Brandenburg acht Wölfe. Der LJVB bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht.

Robert Franck, Wolfsbeauftrager des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB): „Gerade jetzt ist das plötzliche Auftauchen eines Wolfes an fast jedem Ort in Brandenburg möglich. Auch wenn gesunde Wölfe in der Regel die unmittelbare Nähe zu Menschen meiden, ist alles zu unterlassen, was diese als Anfüttern verstehen könnten. Bei direktem Wolfskontakt rate ich Spaziergängern, sich bemerkbar zu machen und nicht in Panik zu verfallen. Hunde sollten zu deren Sicherheit angeleint bleiben.“    

Der LJVB ruft alle Jäger im Land Brandenburg auf, Hinweise auf den Wolf in ihren Revieren an den Verband zu melden. Umweltminister Jörg Vogelsänger und Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des LJVB vereinbarten Ende vergangenen Jahres eine Kooperation zum Thema Wolf. Grundlage ist das gemeinsame Ziel, zu einem möglichst umfassenden Wissen über die Verbreitung und Populationsstruktur des Wolfes in Brandenburg zu gelangen. Ein wichtiger Teil der Vereinbarung ist das gemeinsame Bemühen um aussagekräftige Informationen über den Erhaltungszustand und den Populationstrend des Wolfes. Sie sind die Voraussetzung für einen sachlichen Umgang mit dem Thema. „Deshalb unterstützt der LJVB gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz das Monitoring-Programm des Landes Brandenburg mit Schulungen zu Wolfskundigen“, erklärt Bethe. Die über das ganze Land verteilten Wolfskundigen sind Ansprechpartner vor Ort und wissen, wie Wolfshinweise den strengen Monitoring-Vorgaben entsprechend protokolliert werden. Auf diese Weise sollen möglichst viele belastbare Hinweise gesammelt werden, um zu einer wissenschaftlich relevanten Bestandsermittlung zu gelangen.

Die Kontaktdaten der Wolfskundigen des LJVB können eingesehen werden unter:  http://www.ljv-brandenburg.de/wp-content/uploads/bsk-pdf-manager/2015-08-20_50.pdf

Landesjagdverband Brandenburg spielt künftig größere Rolle beim Monitoring. Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger und Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB) vereinbarten per Unterschrift eine entsprechende Kooperation.

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger und Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB) vereinbarten per Unterschrift eine Kooperation zum Thema Wolf. Grundlage ist das gemeinsame Ziel, zu einem möglichst umfassenden Wissen über die Verbreitung und Populationsstruktur des Wolfes in Brandenburg zu gelangen. „Nur auf dieser Basis können Maßnahmen ergriffen werden, die ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Mensch, Wild und Wolf ermöglichen sowie die Akzeptanz des Wolfes in Brandenburg fördern.“, so Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB.

Ein wichtiger Teil der Vereinbarung ist das gemeinsame Bemühen um aussagekräftige Informationen über den Erhaltungszustand und den Populationstrend des Wolfes. Sie sind die Voraussetzung für einen sachlichen Umgang mit dem Thema. „Deshalb unterstützt der LJVB das Monitoring-Programm des Landes Brandenburg mit Schulungen zu Wolfskundigen.“, erklärt Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des LJVB. Bislang wurden über 100 Wolfskundige aus den Reihen der Jägerschaft geschult, weitere Veranstaltungen sind geplant. Die über das ganze Land verteilten Wolfskundigen sind Ansprechpartner vor Ort und wissen, wie Wolfshinweise den strengen Monitoring-Vorgaben entsprechend protokolliert werden. Auf diese Weise sollen möglichst viele belastbare Hinweise gesammelt werden, um zu einer wissenschaftlich relevanten Bestandsermittlung zu gelangen. Das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) wird den LJVB künftig noch stärker in das Wolfsmanagement bzw. Wolfsmonitoring einbinden. Erkenntnisse über den Bestand und die Ausbreitung des Großprädatoren sollen regelmäßig ausgetauscht werden. Gleiches gilt für geplante Aktivitäten in Sachen Wolf.

Verbände verurteilen illegale Wolfstötung

Nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz wurde am 27. November im Jerichower Land ein getöteter Wolf gefunden. Offensichtlich erlag die junge Fähe einer Schussverletzung. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt (LJV) und der Deutsche Jagdverband verurteilen die Tat und fordern eine konsequente Strafverfolgung. Der Kadaver wird derzeit am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht.

ska Di., 2015-12-01 09:30
Wie Landwirte und Jäger den Wolf sehen

Nachdem sich der Umweltausschuss in einem Fachgespräch bereits mit dem Wolf befasst hat, steht das Tier am Mittwoch, 25. November 2015, auch im Mittelpunkt eines öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft. Geht es im Umweltausschuss um Artenschutz und Management, so richtet der Agrarausschuss seinen Fokus unter dem Titel „Der Wolf im Spannungsfeld von Land- und Forstwirtschaft und Jagd“ auf den Herdenschutz.

tbr Di., 2015-11-24 09:58

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) geht von einem Verkehrsunfall aus.

Der am 10.10. von Pilzsuchern südlich von Siegadal tot aufgefundene Wolf wurde nicht erschossen. Dies gab nun das das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) bekannt. Laut IZW-Sprecher Steven Seet wies der Wolf Verletzungen auf, die auf einen Verkehrsunfall hindeuten. Ihm zufolge sind die Löcher im Fell, die zunächst für Schusswunden gehalten wurden, vermutlich Bissspuren, die dem Tier von einem Artgenossen beigebracht wurden als es bereits verendet war. „Eine Schussverletzung schließen wir definitiv aus", so Seet.

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) nimmt diese Wendung mit Erleichterung zur Kenntnis. „Wir sind froh, dass der Wolfswelpe nicht durch eine Schusswaffe starb. „Der Fall zeigt, dass es angeraten ist, Untersuchungsergebnisse abzuwarten, und sich nicht mit Vermutungen an die Öffentlichkeit zu wenden“, so Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB.

Kurz zuvor hatte Peta den moralischen Zeigefinger erhoben und verkündet: „Wir gehen davon aus, dass der Täter in lokalen Jägerkreisen zu finden ist.“

Vom 24. bis 26. September veranstaltete der NABU in Wolfsburg eine  Konferenz zum Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf. DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann sprach zur DJV-Wolfsposition.

Vom 24. bis 26. September veranstaltete der NABU in Wolfsburg eine internationale Konferenz zum Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf. Neben Verbandsvertretern und Experten aus Deutschland präsentierten auch Forscher aus den USA, Schweden, Norwegen, Italien und Kroatien den circa 400 Teilnehmern Erkenntnisse zum Thema Wolf. Etwa ein Drittel der Teilnehmer waren Jäger.

Für den Deutschen Jagdverband (DJV) sprach Geschäftsführer Andreas Leppmann: „Wir müssen den Umgang mit dem Wolf lernen.“ Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des NABU haben ein Drittel der Deutschen Angst, in einem Wolfsgebiet spazieren zu gehen. Dieser Ruf aus der Bevölkerung müsse ernst genommen werden, so Leppmann. Er betonte zudem, dass die Jagdverbände in Deutschland die illegale Tötung von Wölfen entschieden ablehnen. Leppmann rief alle Teilnehmer zu einem sachlichen Umgang beim Thema Wolf auf. Es werde immer die erwähnten „Wolfshasser“ und „Wolfskuschler“ geben – und zwar in allen gesellschaftlichen Gruppen.

Leppmann forderte weiterhin den Auf- und Ausbau eines grenzübergreifenden Monitorings: „Es kann nicht sein, dass Polen ein nicht vergleichbares Monitoring betreibt. Zudem wäre es wichtig, aus jedem Rudel ein weibliches Tier zu besendern, um Ausbreitungstendenzen besser verfolgen zu können.“ Leppmann wies außerdem darauf hin, dass es noch keine umfassende Strategie zur Vergrämung verhaltensauffälliger Wölfe gebe: „Vergrämung ist ein Thema. Wir müssen jetzt über praktikable Lösungen reden.“

DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann: „Wir müssen den Umgang mit dem Wolf lernen“Leppmann sprach sich zudem für eine Änderung der Eingruppierung des Wolfes von Anhang IV in Anhang V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der Europäischen Union aus. Der Wolf dürfe nicht das gleiche Desaster erleben wie der Biber. "Hier gibt es immer mehr Unverständnis bei der Bevölkerung, weil die Schäden zunehmen, die Akzeptanz schwindet. Ein Handeln ist wegen den großen bürokratischen Hürden kaum möglich."

Zuletzt warnte Leppmann davor Arten gegeneinander auszuspielen: "Wenn der Wolf das letzte Wildschaf in der Göhrde gefressen hat, ist ein wertvoller Genpool für immer erloschen. Wir müssen alles dafür tun, um das zu verhindern. Schließlich werden auch Wisente wiedereingebürgert aus Gründen des Arterhaltes. Der Wolf darf wandern, wohin er will. Der Rothirsch – eine Leitart des Biotopschutzes – ist auf behördliche Bezirke festgelegt." Laut Leppmann müsse es ein artübergreifendes Wildtiermanagement geben.

Der DJV berichtete live via Facebook und Twitter (#menschwolf) von der Konferenz. Die besten Zitate und Ergebnisse hat der DJV auf www.jagdverband.de/content/nabu-wolfskonferenz für Sie zusammen-gefasst.

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