Der Wald steht in voller Pracht, alle Bäume sind dicht belaubt. In seinem geheimnisvollen Dunkel und seinen grün-goldenen Lichtreflexen lädt er zum Verweilen ein.

Im Sommer steht der Wald in voller Pracht, alle Bäume sind dicht belaubt. In seinem geheimnisvollen Dunkel und seinen grün-goldenen Lichtreflexen lädt er zum Verweilen ein.

Je nach Häufigkeit der einzelnen Baumarten handelt es sich um Laubwald, Nadelwald und Mischwald. Der Wald hat viele Aufgaben: Nutzfunktion (Aufenthalt der Tiere, Holzverkauf), Schutzfunktion (Wasser-, Boden- und Lärmschutz) und Erholungsfunktion (Natur- und Landschaftsschutz).

Baumkulturen brauchen Pflege, zum Beispiel werden junge Birken, die sich durch Samenflug verbreitet haben, von Farnkraut und Stockausschlag freigeschnitten, damit sie Licht und Nahrung bekommen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine Nester und Gelege von Waldvögeln zerstört werden. Das gilt auch für den Heckenschnitt zuhause.

Die Hochzeit des Rehwildes ist von Juli bis August. Eine Ricke zieht mit ihren Kitzen durch den Hochwald und wird von einem Bock bedrängt – sie scheint brunftig zu sein, denn jetzt im Sommer ist die Paarungszeit der Rehe. Der Bock treibt die Ricke, bis sie stehen bleibt und bespringt sie dann. Währenddessen verstecken sich die Kitze in einer Naturverjüngung und sind durch ihre Tarnfarbe vor Raubwild gut geschützt. Außerdem geben Kitze in den ersten Lebenswochen keine Gerüche (Witterung) ab – ein zusätzlicher Schutz.

Nachtaktive Tiere wie Dachs-, Baum- oder Steinmarder sind jetzt auch am Tag zu sehen, denn auch für sie ist jetzt im Sommer Paarungszeit.

GetreidefeldEinige Ricken haben den Wald verlassen und sind mit ihrem Nachwuchs in die Felder umgesiedelt. Die Deckung in den Feldern ist jetzt so hoch, dass sich das Wild dort gut verstecken kann. Das Futter (die Äsung) ist im Feld jetzt einfach schmackhafter und die Insektenplage nicht so groß wie im Wald.

Die Brandgefahr ist im Sommer besonders groß. Grundsätzlich sind Feuer und Rauchen im Wald verboten. Schon eine achtlos fortgeworfene Glasflasche kann im Sommer durch den Brennglaseffekt einen Brand auslösen.

FasanhenneIst das Getreide eingeholt, finden sich auf den Feldern Fasanen, Hühner und Tauben ein, um liegengebliebene Körner aufzunehmen. Auch Mäuse, Krähen und Mäusejäger wie Fuchs und Greifvögel suchen dort jetzt Nahrung. Durch die Ernte ist die Deckung innerhalb weniger Tage verschwunden.

Morastige Stellen in großen zusammenhängenden Waldflächen sind Suhlen von Rotwild und Schwarzwild, die sich darin wälzen. So entledigen sie sich des Ungeziefers. Wenn sie aus

Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und zu neuem Leben. Überall entdeckt man duftendes Grün am Waldrand, die Insekten beginnen ihren Flug und Tierkinder werden geboren.

Aus dem Winterschlaf erwachtIm Frühjahr entdeckt man duftendes grün am Waldrand: Buschwindröschen, Schlüsselblume und Veilchen. Die Blüten der Haselnuss, Weiden und des Schwarzdorns werden von den ersten Insekten angeflogen. Igel und Bilche sind aus dem Winterschlaf erwacht und Zugvögel wie die Waldschnepfe kommen zu ihren Brutgebieten zurück.

An einem Wildacker kann man Baumstämme sehen, an denen die Rinde abgescheuert ist, eine sogenannte Fegestelle: Hier hat der Rehbock den Bast, eine graue Geweih-Haut, abgescheuert. Diese Nährhaut lag um das neugebildete Gehörn und versorgte es mit Aufbaustoffen.

EichhörnchenIn einem Buchenaltwald entsteht Naturverjüngung. Überall stehen kleine Buchenpflanzen. Den Samen bringen zum Beispiel Wildschweine in die Erde, wenn sie im Waldboden nach Engerlingen und Mäusen wühlen. Oder auch Eichhörnchen, wenn sie ihren Wintervorrat verstecken.

Eine aufgeforstete Fläche zeigt, wie ein Wald entsteht. Möglicherweise müssen die jungen Triebe von den Jägern gegen Wildverbiss und Fegestellen geschützt werden.

Rotwildricke mit Kitz   Der Wald ist eine Kinderstube. Vielleicht ist eine Bache mit Frischlingen zu beobachten, oder eine Ricke mit Kitz. Aber Vorsicht! Jungtiere auf keinen Fall anfassen. Auch Füchse haben jetzt Junge. In den typischen Feldrevieren, wo auch Hasen, Rebhühner und andere Bodenbrüter zu Hause sind, können sie viel Schaden anrichten. Denn Füchse haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt, und sie fressen nun mal Junghasen oder Jungvögel. Außerdem sind Füchse Hauptüberträger der Tollwut und des Fuchsbandwurms.

Ein Hauberg (Niederwald) ist aus Stockausschlag gewachsen. Er wird im Umtrieb von 30 Jahren bewirtschaftet. Das Holz eignet sich nur als Brennholz.

Eine ganz alte Buche steht mitten im Hauberg: In dem nach einem Blitzeinschlag abgestorbenen Teil könnte sich die Kinderstube (Geheck) eines Baummarders verbergen, vielleicht sind dort auch Fledermäuse.

Einige grössere Fichten aus der Naturverjüngung sind stark von einem Rehbock befegt worden. Der Bock hinterlässt durch das Fegen eine Duftmarke aus einer Stirndrüse: Ein Zeichen für einen fremden Bock, dass dieser Revierteil besetzt ist.

An einem Wassertümpel, der vor einigen Jahren angelegt wurde, ist vielleicht gerade eine Stockente mit ihren Jungen zu beobachten.

In der jagdfreien Zeit im Frühjahr werden jagdliche Einrichtungen wie beispielsweise Hochsitze oder Pirschwege erneuert und überholt. Außerdem ist es eine gute Zeit, um Jagdhunde für ihre Aufgabe auszubilden. Auf Anfrage bringt der Jäger sicher gerne seinen Jagdhund mit, um Schülern zu zeigen, was so ein treuer Jagdbegleiter alles können muss.

Die rollende Waldschule bringt die Natur zu Ihnen auf den Schulhof.

Das “Lernort Natur”-Mobil, das in einigen Bundesländern zum Beispiel auch Rollende Waldschule oder Erlebnisschule Wald & Wild heißt, ist inzwischen eine der bekanntesten Aktionen der Initiative “Lernort Natur”. Ob Schulbesuch oder Stadtfest: Die farbenfroh gestalteten Kleinbusse und PKW-Anhänger finden schnell Aufmerksamkeit, ganz gleich, wo sie auftauchen.

Unter fachkundiger Betreuung eines Jägers / einer Jägerin lernen Ihre Schüler die heimische Fauna und Flora kennen. Das mitgebrachte Anschauungsmaterial unterstützt die theoretische Erarbeitung des Unterrichtsstoffes. Die Präparate dürfen nicht nur angeschaut, sondern auch angefasst werden – das unterstützt das “Begreifen” von Zusammenhängen in der Natur.

Wie kreativ und unterschiedlich die Lernort Natur Mobile gestaltet sein können, zeigen wir Ihnen hier in einer kleinen Auswahl.


Rund 50 Mobile sind bisher bundesweit im Einsatz, mit denen verschiedene Themen erarbeitet werden können:

  • Früchte von wildwachsenden Bäumen und Sträuchern
  • Heimische Vögel im Winter
  • Vielfältiges Leben auf der Wiese
  • Leben im und am Gewässer
  • Lebensweise eines freilebenden Tieres
  • Überblick über die heimische Tier- und Pflanzenwelt
  • Gefahren von Tollwut und Fuchsbandwurm
  • Nahrungsketten etc.

 

Dazu sind die LERNORT NATUR-Mobile, die von geschulten Jägern betreut werden, mit einer Vielzahl von Materialien ausgestattet, zum Beispiel:

  • Präparate von heimischen Säugetieren und Vögeln Felltastbretter schulen den Tastsinn
  • Felle, Schwarten
  • Baumscheiben unterschiedlicher Hölzer
  • Früchte von Sträuchern und Bäumen
  • Getreidearten
  • Schautafeln
  • Fühlkästen und Tastbretter
  • Recorder zur Vorstellung von Tierstimmen etc.
  • Unterrichtsmaterialien

 

Lernort Natur Mobil JS Oldenburg DelmenhorstSelbstverständlich kann die Arbeit mit dem LERNORT NATUR-Mobil ergänzt werden: zum Beispiel durch die Vorführung eines Videofilms über die heimische Tierwelt oder mit den Arbeitsblättern und OHP-Folien aus den DJV-Unterrichtsreihen. Noch komplexer wird das Erlernte, wenn die Kinder die heimischen Flora und Fauna draußen direkt erleben können – bei einem Tag mit dem Jäger im Revier.

LON Mobil LJV Brandenburg (LJV Brandenburg/DJV) (Quelle: LJV Brandenburg)
LON Mobil LJV Brandenburg (LJV Brandenburg/DJV) (Quelle: LJV Brandenburg)
LON Mobil LJV Saarland (Quelle: LJV Saarland)
LON Mobil LJV Saarland (Quelle: LJV Saarland)
LON Mobil Mecklenburg Vorpommern (Quelle: Waschke/DJV)
LON Mobil Mecklenburg Vorpommern (Quelle: Waschke/DJV)
LON Mobil Kreisjägerschaft Stadt (Schneider/DJV) (Quelle: Dr. Peter Schneider)
LON Mobil Kreisjägerschaft Stadt (Schneider/DJV) (Quelle: Dr. Peter Schneider)
LON Mobil KJV Hubertus Ziegenhain (Quelle: KJV Hubertus Ziegenhain/DJV)
LON Mobil KJV Hubertus Ziegenhain (Quelle: KJV Hubertus Ziegenhain/DJV)
 LON Mobil KJS Düren (Quelle: KJS Düren/DJV)
LON Mobil KJS Düren (Quelle: KJS Düren/DJV)
LON Mobil Nordwestmecklenburg (Quelle: KJS Nordwestmecklenburg/DJV)
LON Mobil Nordwestmecklenburg (Quelle: KJS Nordwestmecklenburg/DJV)
LON Mobil Hegering Langenfeld (Quelle: Hegering Langenfeld/DJV)
LON Mobil Hegering Langenfeld (Quelle: Hegering Langenfeld/DJV)
LON Mobil JS Oldenburg Delmenhorst (Quelle: JS Oldenburg Delmenhorst/DJV)
LON Mobil JS Oldenburg Delmenhorst (Quelle: JS Oldenburg Delmenhorst/DJV)
LON Mobil Hegering Ennepetal (Quelle: Hegering Ennepetal/DJV)
LON Mobil Hegering Ennepetal (Quelle: Hegering Ennepetal/DJV)
LON Mobil Jägerschaft Bad Bentheim (Quelle: Jägerschaft Bad Bentheim/DJV)
LON Mobil Jägerschaft Bad Bentheim (Quelle: Jägerschaft Bad Bentheim/DJV)
LON Mobil Jägerschaft Bremervörde (Quelle: Jägerschaft Bremervörde/DJV)
LON Mobil Jägerschaft Bremervörde (Quelle: Jägerschaft Bremervörde/DJV)
LON Mobil KJS Wesel (Quelle: Leisten/DJV)
LON Mobil KJS Wesel (Quelle: Leisten/DJV)
LON Mobil KJS Wuppertal (Quelle: KJS Wuppertal/DJV)
LON Mobil KJS Wuppertal (Quelle: KJS Wuppertal/DJV)
LON Mobil JS Diepholz Syke (Quelle: JS Diepholz Syke/DJV)
LON Mobil JS Diepholz Syke (Quelle: JS Diepholz Syke/DJV)
LON Mobil LJV Hessen (LJV Hessen/DJV) (Quelle: LJV Hessen )
LON Mobil LJV Hessen (LJV Hessen/DJV) (Quelle: LJV Hessen )
LON Mobil LJV Berlin (Bunke/DJV) (Quelle: Bunke/DJV)
LON Mobil LJV Berlin (Bunke/DJV) (Quelle: Bunke/DJV)

Der Deutsche Jagdverband präsentierte vom 24. bis 28. Februar auf der Messe Didacta die Bildungsinitiative Lernort Natur.

Die Didacta in Hannover ist Europas größte internationale Bildungsmesse.  Vom 24. Februar bis 28. Februar 2015 war sie Treffpunkt für Akteure aus den verschiedensten Bildungsbereichen. Der Deutsche Jagdverband war mit der Initiative „Lernort Natur“ auf dem Gemeinschaftsstand „Landwirtschaft und Ernährung – erleben lernen“ vertreten. In Kooperation mit insgesamt 13 Partnern  wurde die Vielfalt land- und ernährungswirtschaftlicher Bildung präsentiert. Im Fokus stand die Umsetzung der Themen im Unterricht.

Der Deutsche Jagdverband präsentierte diverse Lernmaterialien, wie beispielsweise die neuen Lernort-Natur-Tierposter, und stellte Weiterbildungsangebote sowie die Zertifizierung zum DJV-Naturpädagogen vor. In Kooperation mit dem Förderzentrum Marie-Juchacz-Schule, unter Leitung des Fachpraxislehrers Wolfgang Ritzke, zeigte man am Messestand Bildung zum Anfassen: Unter Anleitung bauten Interessierte Vogel- und Insektenhäuschen oder sogar einen Holzräucheröfen. Gemeinsam mit Hans Schild, Referent für Lernort Natur, veranstalteten sie auf dem standeigenen Fachforum Praxisübungen für Lehrkräfte zu Themen wie „Naturmaterialien im Unterricht“ und „Naturpädagogik mit Jägern“. Vor allem Kinder nahmen die Angebote am Messestand mit Begeisterung an.

Deutschlandweit engagieren sich zirka 4.000 ehrenamtlich tätige Jäger für die Initiative Lernort Natur. Das Ziel ist es, einen Bezug zur Natur und zu unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt herzustellen und zu vermitteln.

 

Weitere Informationen:
Die Qualifikation des Lernort-Natur Pädagogen befähigt zur ehrenamtlichen Arbeit als jagdlicher Naturpädagoge in verschiedenen Bildungs-einrichtungen. Genauere Informationen zur Ausbildung sind unter www.jagdverband.de/lernort-natur erhältlich.

Das nächste Handwerksseminar von Wolfgang Ritzke findet vom 20.März bis zum 22. März in Langelsheim bei Goslar statt: www.jagdverband.de/content/lon-handwerklich

Das gesamte Seminarangebot für 2015: www.jagdverband.de/termine-lernort-natur

Lernort Natur auf der Didacta 2015: (v.l.n.r.) Axel Gräper (Fachpraxislehrer Marie-Juchacz-Schule), Markus Kohrt (Klassenlehrer M-J-Schule), Bernd Franke (stellv. Hegeringsleiter und Verbandsrichter JGHV), Dieter Hillert (Bereichsmanager AWO Bezirksverband Braunschweig, Jugend und Erziehungshilfe), Hartwig Fischer (DJV-Präsident), Michael Finnmann (Schulleiter Marie-Juchacz-Schule), Renate Miehe (Einrichtungsleitung AWO Bezirksverband Braunschweig, Jugend und Erziehungshilfe), Wolfgang Ritzke (Fachpraxisleiter M.J.Schule), Ina Maslok (DJV-Bildungsreferentin), Sebastian Kapuhs (DJV-Volontär) und die Schüler der 9. Klasse der M.J.Schule
Lernort Natur auf der Didacta 2015: (v.l.n.r.) Axel Gräper (Fachpraxislehrer Marie-Juchacz-Schule), Markus Kohrt (Klassenlehrer M-J-Schule), Bernd Franke (stellv. Hegeringsleiter und Verbandsrichter JGHV), Dieter Hillert (Bereichsmanager AWO Bezirksverband Braunschweig, Jugend und Erziehungshilfe), Hartwig Fischer (DJV-Präsident), Michael Finnmann (Schulleiter Marie-Juchacz-Schule), Renate Miehe (Einrichtungsleitung AWO Bezirksverband Braunschweig, Jugend und Erziehungshilfe), Wolfgang Ritzke (Fachpraxisleiter M.J.Schule), Ina Maslok (DJV-Bildungsreferentin), Sebastian Kapuhs (DJV-Volontär) und die Schüler der 9. Klasse der M.J.Schule
DJV-Präsident Hartwig Fischer zu Besuch auf dem Lernort-Natur Messestand
DJV-Präsident Hartwig Fischer zu Besuch auf dem Lernort-Natur Messestand
Lernort-Natur Referent Hans Schild stellt Pädagogen im Fachforum die Bildungsinitiative vor.
Lernort-Natur Referent Hans Schild stellt Pädagogen im Fachforum die Bildungsinitiative vor.
Fachpraxislehrer Wolfgang Ritzke baut mit Kindern aus einfachen Materialien nützliche Gegenstände
Fachpraxislehrer Wolfgang Ritzke baut mit Kindern aus einfachen Materialien nützliche Gegenstände
Die selbst gefertigte Schnitzbank nutzen die Schüler für den Feinschliff
Die selbst gefertigte Schnitzbank nutzen die Schüler für den Feinschliff
Besucher interessierten sich vor allem für die Solitär-Bienenhäuschen
Besucher interessierten sich vor allem für die Solitär-Bienenhäuschen
Am Stand durfte jeder mit anpacken
Am Stand durfte jeder mit anpacken
Die Schüler der Marie-Juchacz-Schule packten tatkräftig mit an.
Die Schüler der Marie-Juchacz-Schule packten tatkräftig mit an.
DIV-Volontär Sebastian Kapuhs erklärte den jungen Besuchern verschiedene Wildtierarten anhand des Fellbretts
DIV-Volontär Sebastian Kapuhs erklärte den jungen Besuchern verschiedene Wildtierarten anhand des Fellbretts
Der selbst geschnitzte Bogen muss bespannt werden
Der selbst geschnitzte Bogen muss bespannt werden

Schlafen, ruhen oder wachen – was Tiere so im Winter machen

Heute, am 11. Dezember 2014, fand die Auftaktveranstaltung und 1. Lektion zur Qualifizierung „Naturakademie für Kitas“ in Storkow statt. 15 Mädchen und Jungen der Altstadtkita sangen, stießen ins Horn und erlernten den Unterschied zwischen Winterruhe, Winterschlaf und Winterstarre.

„Sich damit zu beschäftigen, wie sich Tiere im Winter verhalten oder auch verändern, ist für Kinder sehr spannend und bietet die Möglichkeit der Empathie. Wenn wir uns eine dicke Jacke anziehen, entwickelt Haarwild ein Winterfell und viele Tiere sparen einfach viel Energie im Winter. Manche bewegen sich kaum noch oder fallen eben in einen tiefen Schlaf, der schon mal sechs Monate dauern kann, wie beim Igel“, so Liane Allmann, zertifizierte Naturpädagogin des Deutschen Jagdverbandes.Naturakademie Storkow Liane Allmann

Das Projekt wurde 2013 als Pilotprojekt mit der Kita Eulenbaum (Kienbaum gestartet) ins Leben gerufen. Initiatoren sind die Jäger der Jägerschaft Rauener Berge – Spree. Hintergrund des Projektes ist der Wunsch nach möglichst einprägsamen Naturbegegnungen für Kinder. Dafür ist es nötig, auf die Bedürfnisse der Kinder heute einzugehen. Aus diesem Grund, hat sich Liane Allmann, als Vertreterin der Jägerschaft Rauener Berge auch zum Naturpädagogen ausbilden lassen. „Die Ausbildung des DJV ist extrem gut. Sie besteht aus viel Praxis und ist darauf ausgerichtet, mit Kindern im Wald bleibende Erlebnisse zu kreieren,“ so Allmann.

Naturakademie Storkow Liane AllmannDie nächste Lektion findet im Januar statt. Die Kinder freuen sich bereits jetzt auf das gemeinsame Singen und sind gespannt, worüber im Januar gesprochen wird. Die Naturakademie für Kitas läuft jeweils über 12 Monate und bietet vor allen Dingen auch für Erzieher die Chance, eigene Unsicherheiten auszugleichen oder neue Anregungen für Spiele aufzunehmen.

Unterstützt wird das Projekt von der Jagdgenossenschaft Storkow.

Nähere Informationen und das Konzeptpapier zur Naturakademie für Kitas gibt es hier:

Liane Allmann
Vorstand Presse
Jägerschaft Rauener Berge - Spree
allmann@js-rauenerberge-spree.de
www.js-rauenerberge-spree.de

Tel.: 033633/699 555
mobil: 0171/6592505

Hier finden Sie eine Übersicht verschiedener Lernort Natur Projekte in den Jagdverbänden, Jägerschaften und Hegeringen.

Suchen sie hier Lernort Natur Angebote ganz einfach per Stichwort oder Einzugsgebiet. Nutzen Sie dazu die untenstehenden Abfrage.

Möchten Sie das Lernort Natur Angebot ihrer Jägerschaft ergänzen? Oder kennen ein interessantes Projekt? Dann füllen Sie bitte das Formular aus und schicken es per Mail an bildung@jagdverband.de oder Fax 030/209139430. Wir erstellen dann den Eintrag für Sie!

Hermann Carl wird für seine langjährige Arbeit für Lernort Natur mit dem europäischen Sozialpreis ausgezeichnet.

Strahlender Sonnenschein und ein freier Tag konnten über 300 Teilnehmer nicht davon abhalten, am 3. Oktober in das Rathaus der Stadt Eschweiler bei Aachen zu kommen, um bei der Verleihung des Europäischen Sozialpreises dabei zu sein. Diesmal ging dieser Preis, der seit 18 Jahren vom Europaverein „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft (GBP) vergeben wird, an den Jäger und Waldpädagogen Hermann Carl aus Monschau. Und wer könnte mit seinem praktischen Wirken besser das diesjährige Motto des Preises verkörpern als er: „Mensch und Umwelt im Einklang“.

„Vielen Kindern ist heutzutage die Natur fremd. Sie lehren Kindern und Jugendlichen, Verantwortung für die Natur zu übernehmen. Und Sie tun dies nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern indem Sie Ihren Schülern Spaß an der Natur vermitteln“, fasste Eschweilers stellvertretende Bürgermeisterin Helen Weidenhaupt das Wirken Carls zusammen.

Hermann Carl, von Beruf Polizist, hat mit seinem Engagement in der RegionEuropäischer Sozialpreis Hermann Carl Eifel und darüber hinaus Zeichen gesetzt. Seit 2004 ist er als zertifizierter Waldführer im Nationalpark unterwegs. Er betreut die Rollende Waldschule der Jägerschaft und hat einen besonderen Rollstuhl entwickelt, mit dem es möglich ist, körperlich behinderte Menschen zu Exkursionen in die Moorlandschaft des Hohen Venn zu bringen. Ein einzigartiges Erlebnis. Diese Erfindung sorgte bereits 2010 im Europäischen Parlament in Brüssel für Aufmerksamkeit, wo Carl zusammen mit dem Deutschen Jagdverband eine Ausstellung gestaltete.

Das Engagement für die Natur ist für Hermann Carl immer auch ein soziales. Heinz-Jörg Pionke, Polizeidirektor im Präsidium Aachen, fasste dies in seiner Laudatio so zusammen: „Hermann Carl ist ein Botschafter der Polizei, der den sozialen Aspekt seines Berufs als Polizist in den privaten und persönlichen Bereich überträgt. Er weckt und fördert das Interesse an der Natur, gestaltet sinnstiftende und schöpferische Aufgaben für Kinder und Jugendliche und wirkt damit nachhaltig.“

Und Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, wies auf das bisher größte Projekt des Preisträgers hin: „Das Erlebnismuseum Lernort Natur in Monschau war die Erfüllung eines Lebenstraumes von Hermann Carl. Er hat dies mit großer Leidenschaft und einem immensen persönlichen Aufwand realisiert. Und es ist hervorragend geeignet, die Arbeit und Aufgaben der Jägerschaft zu verdeutlichen.“

Und der Besuch dieses Museums ist jedem zu empfehlen, der erleben will, was mit jagdlicher Naturpädagogik alles möglich ist. Informationen finden Sie hier: www.erlebnismuseum-lernort-natur.de

Hermann Carl sieht im Wald das wertvollste Gut des Menschen und seine Worte zeigen die Grundsätze seines Wirkens: „Wir dürfen die Natur nutzen, denn wir Menschen haben in ihr einen berechtigten Platz. Die Frage lautet aber, ob wir dies behutsam tun. Nutzen wir die Natur so, wie sie es vorgesehen hat, wird sie uns integrieren. Tun wir dies nicht, wird sie uns abstoßen. Dies Kindern bewusst zu machen, rettet die Zukunft. Schalten wir das reine Kommerzdenken im Umgang mit der Umwelt aus und dafür unseren Verstand ein.“

Der Deutsche Jagdverband gratuliert Hermann Carl zur Verleihung des Europäischen Sozialpreises.

Was Hermann Carl antreibt, erzählt er hier in einem kurzen Video - einfach klicken.

Das Grundlagenseminar Pädagogik ist ein Baustein zum DJV-Naturpädagogen.

Zu diesem Seminar lud der Deutsche Jagdverband zum ersten Mal nach Hardegsen bei Northeim ein.

Die 12 Seminarteilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Bundesländern aus Berlin, Hessen, Mecklenburg – Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland – Pfalz und aus Schleswig – Holstein. Einige von ihnen nahmen eine sechsstündige Fahrt auf sich um an diesem Kurs teilnehmen zu können. Die Seminarteilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Gründen aber jeder verfolgte das selbe Ziel: einen sicheren Umgang mit den Kindern sowie ein sicheres Auftreten bei der Wissensvermittlung. Einige Teilnehmer betreuten bereits seit ein paar Jahren eine rollende Waldschule, andere wollten sich für diese ehrenamtliche Funktion schulen lassen, wieder andere arbeiteten Hand in Hand bereits aktiv mit Schulen und Kindergärten zusammen.
Das Seminar, klar strukturiert und sehr gut organisiert von Hotelunterkunft bis hin zur ganztägigen Verpflegung, begann am 19.09.2014 in dem Alten Forsthaus in Hardegsen mit einer Einführung sowie einer Kennlernrunde und endete am 21.09.2014 mit einer Exkursion im Wieter – Wald sowie mit einem geselligen Mittagstisch.

Eindrücke PädagogikseminarDas dreitägige Seminarwochenende gestaltete sich für die Teilnehmer abwechslungsreich und interessant. So war sowohl die Wissensvermittlung ein fester Bestandteil genauso wie die praktische Anwendung der LERNORT NATUR – Methoden.

Die Seminarteilnehmer wurden auch selbst aktiv als die Aufgabe darin bestand, einen interessanten Unterrichtsverlauf an Hand einer Baumart zu gestalten. Dies setzten die einzelnen Gruppen auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit den unterschiedlichsten Methodenanwendungen hervorragend um.
Bei all deren Tun und Handeln haben die Teilnehmer dabei das Ziel und den zu Eindrücke Pädagogikseminarvermittelnden Lerninhalt nicht aus dem Auge verloren. Ein erlebnisorientiertes Lernen für Kinder und Jugendliche sollte gewährleistet sein ebenso die Sensibilisierung dieser für die heimische Fauna und Flora.

Zum krönenden Abschluss bekamen wir am Sonntag, den 21.09. die Möglichkeit einer Führung durch den Wieter – Wald  vom Weidgenossen Herrn Jens Hepper.
Am letzten Seminartag erhielt auch die Weidgenossin Wiebke Bleicken ihre Zertifizierung zur Naturpädagogin. Unter anderem lieferten die Weidgenossen Wiebke Bleicken, Mario Schilling und Stefanie Große die musikalische Umrahmung des Wochenendseminars und fügten dem LERNORT NATUR noch die brauchtümliche Note mit ihren Fürst – Pless – und Ventilhörnern hinzu.

In diesem Sinne war dies ein rundum gelungenes und lohnendes Wochenende.

An dieser Stelle wünscht der DJV allen Seminarteilnehmern viel Erfolg für ihre LERNORT NATUR – Projekte.

Stefanie Große
LON – Referentin

Outdoorcooking gehört mit zu den Inhaltes des Kompaktkurses Teil 3 in der Ausbildung zum DJV-Naturpädagogen.

Die Bedingungen waren denkbar schlecht: feuchtes Wetter, kein trockenes Holz und kein Streichholz in der Tasche. Irgendwie wurde aber das kleine selbst entfachte Glutnest am Leben erhalten und gefüttert. Jäger eben! Die geschnetztelte Wildschweinkeule wurde mit Hollerbeeren, Hagebutten und Pilzen verfeinert und so konnten sich alle Seminarteilnehmer mit warmen Essen und leckerem  Brot aus dem Dutch Ooven versorgen. Eine echte Belohnung nach der ausgiebigen Arbeit im Gelände!

Der letzte Teil des Lernort Natur Kompakt Dreiteilers beschäftigte sich Boden- und Wasseruntersuchungschwerpunktmäßig mit den Themen Boden, Wasser und Feuer. Neben Bodenuntersuchungen und dem Ansitz auf Molche an dem Bach Etze wurde wie immer an fachlichen und sachlichen, an pädagogischen und jagdlichen Themen gearbeitet. Einige der Teilnehmer hatten mit Seminarende dann auch alle notwendigen Module für die Anerkennung zum DJV Naturpädagogen erfüllt.  Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.

Wie immer war es ein Wochenende voller Inspiration, Austausch und persönlicher Begegnungen. Jeder konnte am Ende irgendetwas für sich mit nach Hause nehmen, Teilnehmer wie Seminarleitung. Danke an alle!

N. Bunke 18.9.2014

DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüsste am 15. September die Lernort Natur-Referenten des DJV zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr in Berlin.

DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüsste am 15. September die Lernort Natur-Referenten des DJV zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr in Berlin. Themen des Treffens waren der Aufbau der Akademie für Wild, Jagd und Natur des DJV, die weitere Entwicklung des Zertifikats „Naturpädagoge DJV“, die Vermittlung des Themas Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Seminarplanung 2015 und Überlegungen zu neuen Materialien für die jagdliche Umweltbildung. Das Zertifikat „Naturpädagoge DJV“ erhalten Interessierte, wenn Sie bestimmte qualifizierende Seminare besuchen. Dieses Angebot ist seit seiner Einführung im vergangenen Jahr auf große Resonanz gestoßen. Neue Termine für das kommende Jahr finden Sie unter der Rubrik „Bildung“ ab Mitte Oktober auf www.jagdverband.de.

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