Ein Abendansitz mit einem echten Jäger auf dem Hochsitz oder ein Naturspaziergang im Upsprunger Wald. Das hat in diesem Jahr erstmalig stattgefunden und ...

22 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren trafen sich in Verne an der Don Bosco Schule und anderntags in Upsprunge an Kaups Hütte mit Jägerinnen und Jägern des Hegerings Salzkotten.

Abends baumten die Kinder je mit einem Jäger auf einen Hochsitz auf. Die Natur wurde mucksmäuschenstill beobachtet, wir waren eins mit ihr. Lohn war reichlich Anblick u. a. von Bussard, Spechten, Hasen und Ricke mit Kitzen. Als es dunkel war wurde abgebaumt und anschließend der Abend mit Jagdhörnerklang beendet.

Morgens trafen wir uns in der Mackeloh. Natürlich Jagdhornklang zur Begrüßung. Mit Fährten- und Bestimmungsbüchern ausgestattet ging es mit dem Jäger und Naturpädagogen in der Gruppe los. Volle Anspannung ob der Erlebnisse des Vorabends. Die Beobachtung einer Waldohreule im Flug, Erfahrungen in Ruhe und allein Naturgeräusche zu erhören oder in Gemeinschaft eine Hütte aus Totholz zu bauen war für viele erst- und einmalig. Der hakenschlagende Lauf eines Hase war für die Kinder anschließend Ansporn sich nach Herzenslust im Wald austoben. Bratwurst im Brötchen kam da natürlich gerade recht.

Die Aktionen fanden Anfang der Sommerferien rund um das Thema Wald, Natur und Jagd statt. Sie führte die Kinder in Begleitung von qualifizierten Naturpädagogen und erfahrenen Betreuern live in den Wald um die Natur zu erleben/erlernen. www.lernort-natur.de.
Organisiert wurden die Ferienspiele von Martin Meschede Leiter des Hegerings Salzkotten. www.ljv-nrw.de/inhalt/kjs-paderborn/hegeringe/salzkotten.

Jagdliche Naturpädagogen sind Botschafter für Wild, Wald und Natur. Sie fühlen sich dem Begriff der Nachhaltigkeit verpflichtet. Als ausgebildete und staatlich geprüfte Fachleute bilden sie sich ständig weiter und vermitteln ihr Wissen über Jagd und Natur. Jagdliche Naturpädagogen stehen mit ihrer Qualifikation für Jägerinnen und Jäger mit besonderem Engagement und hoher sozialer Verantwortung.

Auf dieser Grundlage und zur Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben im Bereich der Initiative LERNORT NATUR ernennt der DJV Naturpädagogen.

Dafür gelten folgende Voraussetzungen:
    •    Gültiger Jagdschein und Mitgliedschaft im Jagdverband,
    •    Vorlage des Erweiterten Polizeilichen Führungszeugnisses, 
    •    Teilnahme an 5 Seminarmodulen.

Das entspricht rund 15 Seminartagen mit rund 80 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht. Alle Seminare werden vom DJV angeboten.
Bei Vorliegen aller Voraussetzungen erhalten die Teilnehmer eine DJV-Urkunde. Sie kann zurück genommen werden, wenn die Voraussetzungen dafür entfallen sind.

Des Weiteren sollen Naturpädagogen regelmäßig an einer mindestens eintägigen Fortbildung zu einem naturpädagogischen Thema innerhalb von 2 Jahren teilnehmen. Dazu können auch Angebote anderer Veranstalter genutzt werden.

Der Erwerb des Zertifikats „DJV-Naturpädagoge“ ist nicht Bedingung für die ehrenamtliche Tätigkeit für Lernort Natur im Jagdverband.
Der DJV beauftragt die Akademie für Wild, Jagd und Natur im Deutschen Jagdverband e.V. die Aus- und Fortbildung der Naturpädagogen zu vermitteln, diese zu beraten und die Ernennung auszusprechen.


Inhalte der Module

Für die Zertifizierung zum DJV Naturpädagogen ist die Teilnahme an fünf Modulen der LERNORT NATUR KOMPAKT Reihe notwendig.
Modul 1: Pädagogische Grundlagen
Modul 2: Organisatorische Grundlagen, Material,  Öffentlichkeitsarbeit
Modul 3: Praktische Wald- und Wildpädagogik
Modul 4: Spezialthemen, Vertiefung
Modul 5: Praktischer Einsatz 

Das Training wird in Zusammenarbeit mit einer Schule oder Gruppen angeboten. Die Teilnehmer erarbeiten in Gruppen Lernstationen, die die Gruppen durchlaufen. DJV-Referenten begutachten die Umsetzung und geben danach ein Feedback. Das Lernort Natur Training bietet somit eine praktische Umsetzung der bisher erlernten Seminarinhalte unter realen Bedingungen.

Die Kinder der Klase 2a staunten nicht schlecht, als plötzlich ein ausgewachsener Fuchs bei ihnen im Klassenzimmer stand, natürlich präpariert.

Die Kinder der Klasse 2a der Grundschule Bottendorf staunten am Freitag, den 18. Juli 2014 nicht schlecht, als plötzlich das Präparat eines ausgewachsenen Fuchses mitten im Klassenzimmer stand. Mitgebracht hatte dieses Präparat Daniel Panzer als Anschauungs- und Fühlobjekt für ein dreistündiges Schulprojekt unter dem Titel “Lernort Natur – eine Initiative der Jägerschaft”. Zuvor stand das Fuchs-Präparat unter einer Decke versteckt auf einem Schülerschreibtisch und die Kinder wurden zunächst ermutigt vorsichtig unter der Decke mit den Händen zu tasten und anschließend zu erzählen wie sich das anfühlt. Sehr weich und flauschig wurde es von allen Kindern wahrgenommen und beschrieben. Umso größer war dann auch die Aufmerksamkeit, als das Geheimnis gelüftet und eine kleine Geschichte zum Fuchs und seinem natürlichen Lebensraum erzählt wurde. Abwechslungsreiche Spiele, Bastelaufgaben und spannende Geschichten folgten und zogen die Kinder im weiteren Verlauf spürbar in den Bann. Draußen auf dem Schulhof stand zudem die „Rollende Waldschule“, ein speziell mit Präparaten einheimischer Tierarten bestückter Anhänger. So war es sehr spannend für die Kinder, den Dachs, die Wildkatze oder auch das kleine Rehkitz und die Wildschwein-Frischlinge einmal aus nächster Nähe sehen zu können und auch zu verstehen, warum man Jungtiere in freier Natur nicht anfasst und auch nicht füttern sollte. Immer mit dabei waren die beiden Jagdhunde „Motte“ und „Urmel“ deren Apportier-Vorführung alle Kinder mit viel Applaus und Streicheleinheiten belohnten. Am Ende erhielt jedes teilnehmende „Wald-Kind“ ein kleines Stück Hirschgeweih zum Umhängen als Erinnerung an diesen Tag.

Motte und Urmel sind immer dabeiLernort Natur ist ein anerkanntes Projekt der „Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“ und wurde bereits zwei Mal von der UNESCO ausgezeichnet. Im Rahmen der Natur- und Umweltbildung für Kindergärten und Schulen sowie alle die interessiert sind, arbeiten besonders geschulte ehrenamtliche Jägerinnen und Jäger als Wald- und Naturpädagogen. Einer von ihnen ist auch Daniel Panzer, Mitglied der Jägervereinigung Frankenberg, der derzeit seine Ausbildung zum Naturpädagogen beim Deutschen Jagdverband absolviert. Ende September wird er seine Ausbildung abschließen und zukünftig an Kindergärten und Grundschulen Kindern die Schönheit und Vielfalt der Natur nahebringen. Dabei ist die “Rollende Waldschule” der Jägervereinigung Frankenberg eine tolle Ergänzung. Unterstützt wurde er in Bottendorf von seiner Tochter Romina Panzer. Als ausgebildete Sozialpädagogin hatte sie besonders viel Freude an diesem Tag, zumal sie selbst vor 16 Jahren als Schülerin an dieser Grundschule war. Klassenlehrer Daniel Marschall zeigte sich sehr zufrieden über diese Aktion und auch Schulleiter Kieran Schmidt bedankte sich abschließend sehr herzlich und bat die beiden, doch bald wieder zu kommen.

Draußen in Feld und Flur tummelt sich eine seltsame Spezies von Seminarteilnehmern...

Die Knüllwaldamöbe findet man nicht im Boden der hessischen Wälder. Sie ist eine besondere Seminarspezies und steht für Zusammenarbeit, Teamgeist, für Vernetzung und Austausch. Vom 20. bis 22. Juni 2014 fand das Seminar Lernort Natur Kompakt Teil 2 im Knüllwald /Hessen statt und die Lernort Natur Aktiven waren wieder mit Herz und Seele, Gummibärchen, Wildschinken und DFB Fan Shirts von der Partie. Auf dem umfangreichen Arbeitsplan standen Thingplätze mit Torwächtern, Wildschwein- und Fledermausspiele, Brennesselarmbänder, Blumenbilder und die Erprobung weiterer Spielangebote für verschiedene Altersklassen und Zielgruppen. Begeisterung löste die Knüllwaldamöbe aus, ein Teamspiel bei dem sich alle blind und aneinandergedrückt über die Wiese bewegen, ebenso das Kicken mit selbstgemachten Grasbällen – in Vorbereitung auf das abendliche Spiel unserer DFB Elf. Unisono waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass der Austausch und die Vernetzung neben den Spielen sowie die pädagogischen und organisatorischen Hinweise zur Durchführung, ein wesentlicher Bestandteil der Seminare sind. Man muss nicht alles neu erfinden, wenn man weiß, dass in der Jägerschaft von Claudia und Frauke Lernort Natur Aktivitäten für Senioren mit Kindern angeboten werden und man prima Holzhasen bauen kann, wenn man sich die Vorlage von Heinz kopiert.

Der letzte Teil des Lernort Natur Kompakt Dreiteilers, bei dem es um Boden, Wasser und Feuer geht, startet im September. Die Knüllwaldamöben freuen sich drauf.

Mit Lernort Natur wird der Wald zum Spielplatz.
 

Spiele für draußen

Die Spielevorschläge für draußen sind sehr vielfältig. Wir möchten Ihnen hier einen kleinen Einblick geben. Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachspielen. Die einzelnen Spiele finden Sie unten im Downloadbereich!


Für einen Waldgang und alle Spiele im Wald, sollte man ein paar Regeln befolgen:

Waldregeln

  1. Kein Feuer machen (nicht rauchen)
  2. Pflanzen werden nicht abgerissen oder zerstört – es sei denn der/die Leiter/in gibt eine Aufgabe, in der Blätter, Äste etc. benötigt werden, Bäume können erklettert werden, von abbrechenden Ästen stirbt kein Baum
  3. Tiere werden nicht getötet oder mutwillig verletzt, sondern vorsichtig gesammelt, beobachtet und zum Schluss wieder ausgesetzt, tote Tiere werden nur mit den Erwachsenen begutachtet (und beerdigt – Thema Tod)
  4. Müll wird aus dem Wald mitgenommen, durch Abfälle können Tiere sterben oder sich verletzten und in der Kita/Schule/Zuhause landet der Müll auch nicht auf der Erde
  5. keinen Lärm machen, Tiere lassen sich leichter beobachten wenn es ruhig ist
  6. Hinweise auf Alltagsgefahren (ein Hund kann beißen, es regnet etc.) und Nichtalltagsgefahren (giftige Pflanzen, nicht auf Holzpolter treten etc.) geben.

Tipps für die Spielleiter:

  • Auf örtliche Gegebenheiten eingehen – Schonung, Fegestelle, Pferdeäpfel, Gewölle etc.
  • Kleine Helfer wie ein Waldwichtel oder eine Filzmaus können den Kindern etwas erklären oder zuhören.
  • Weniger ist mehr!!! Wir sind Moderatoren und Begleiter – keine Entertainer oder Bespaßer!
  • Auf die Kinder achten, was sie sammeln / spannend und  interessant finden.
  • Klare Regeln vereinbaren, wer sich nicht daran hält – konsequent handeln! Strukturen schaffen
  • Aufgaben verteilen: Sucht etwas Rundes, Weiches, Grünes, Hartes etc.

 

Fragen der Haft- und Aufsichtspflicht können bei Lernort Natur-Aktionen natürlich nicht ausgeblendet werden. Doch keine Angst: Um Bücher mit sieben Siegeln handelt es sich hier nicht.

Bei Maßnahmen der Aus- und Fortbildung werden immer wieder folgende Fragen gestellt: “Wie sieht´s mit der Haft- und Aufsichtspflicht aus?” und “Sind die Teilnehmer überhaupt versichert?”

 

Bei Versicherungsfragen ist maßgebend, aus welchem Anlass man unterwegs ist:

  • bin ich dienstlich unterwegs, ist meine Diensthaftpflichtversicherung zuständig,
  • bin ich privat unterwegs, ist meine Privathaftpflichtversicherung zuständig und
  • bin ich für einen Verein oder Verband unterwegs, muss dieser eine Haftpflichtversicherung haben.

Die Aufsichtspflicht gilt nur bei Minderjährigen, wenn sie sich nicht in Begleitung eines Aufsichtspflichtigen (Eltern, Lehrer, Kindergärtnerin) befinden. Diese können die Aufsichtspflicht nicht anderen übertragen.

Handelt es sich um eine Schul- oder Kindergartenveranstaltung, sind die Schüler, Kinder und Lehrer über die jeweilige Versicherung des Trägers abgesichert.
Auch für alle anderen Fälle, die außerhalb dieser Bereiche liegen, bestehen i. d. R. hinreichende Versicherungen.

In Zweifelsfällen sollten Sie sich jedoch bei Ihrer Kreisjägerschaft über den bestehenden Versicherungsschutz speziell für Aktionen im Rahmen von LERNORT NATUR-Veranstaltungen informieren. Ggf. kann auch eine Nachfrage beim Landesjagdverband über z. B. bestehende Gruppenversicherungen sinnvoll sein.

Wichtige Versicherungen beim Betrieb von Rollenden Waldschulen

 

LON Mobil Hegering Langenfeld

Haftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherungen decken finanzielle Forderungen ab, die sich aus Schadensersatzansprüchen geschädigter Teilnehmer von Veranstaltungen herleiten. In der Regel wird dazu eine Vereinshaftpflichtversicherung durch die Kreisjägerschaft abzuschließen sein. Da waldpädagogische Aktivitäten in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungen wahrscheinlich nicht auftauchen, sollten Art und Umfang der Aktivitäten genau beschrieben und ausdrücklich mitversichert werden. Die Deckungssummen für Haftpflichtfälle bei waldpädagogischen Veranstaltungen sollten für Personenschäden bei ca. 3 bis 4 Mio. Euro liegen und bei Sachschäden bei 0,5 bis 0.8 Mio. Euro.

Gruppenunfallversicherung
Ehrenamtliche Mitarbeiter von Lernort-Natur sollten gegen unfallbedingte Risiken wie Invalidität, Tod oder Kosten für Rehabilitationsmaßnahmen ausreichend durch die Kreisjägerschaft oder den Förderkreis versichert sein.

KFZ-Haftpflichtversicherung
Eine KFZ-Haftpflichtversicherungen deckt finanzielle Forderungen Dritter ab, die sich aus Schäden herleiten, die durch das Fahrzeug verursacht wurden (z.B. wenn eine am Hang abgestellte Rollende Waldschule sich in Bewegung setzt und einen Schaden verursacht).

Kasko-Versicherung
Sollen auch Unfallschäden an der Rollenden Walschule selbst abgedeckt werden, muss zusätzlich eine Kasko-Versicherung abgeschlossen werden.

Dienstreise-Kaskoversicherung
Wird ein Anhänger durch ein Fahrzeug gezogen, so greift die KFZ-Haftpflichtversicherung des Zugfahrzeuges. Damit diejenigen, die sich ehrenamtlich für Lernort Natur engagieren, nach einem Schadensfall nicht durch erhöhte Versicherungsbeiträge belastet werden, empfiehlt sich der Abschluss einer Dienstreise-Kaskoversicherung.

Inventarversicherung
Das Inventar der Rollenden Waldschulen kann gegen Diebstahl, Feuer- und Transportschäden versichert werden. Die Versicherung deckt natürlich nicht den Ersatz von Präparaten ab, die sich durch den fortwährenden Gebrauch abgenutzt haben.

Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz
Versicherungen haften grundsätzlich nur, wenn nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt wurde.

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht gilt nur bei Minderjährigen, wenn sie sich nicht in Begleitung eines Aufsichtspflichtigen (Eltern, Lehrer, Kindergärtnerin) befinden. Diese können die Aufsichtspflicht nicht anderen übertragen.

Anmerkung:

Zusammengestellt von Andreas Schneider, LJV NRW.
Die o. g. Hinweise erheben keinen Anspruch auf rechtliche Vollständigkeit. In jedem Fall sind die zu versichernden Wagnisse mit dem Versicherer durch den Versicherungsnehmer auszuhandeln und zu vereinbaren. Danksagung: Klaus-Eberhard Liese von der Gothaer Versicherung und Horst Bentlage von der LVM Versicherung sei für die freundliche Unterstützung herzlich gedankt.

Mit einem sprichwörtlichen Sack Flöhe in den Wald zu gehen, erfordert gute Vorbereitung. Der Erste Hilfe Kurs liegt vielleicht schon etwas zurück ...

Hier gibt es Hinweise, worauf man sich für einen Reviergang mit Kindern vorbereiten sollte.

Erste Hilfe

Wer Gruppen in die Natur führt, sollte auch auf Unfälle vorbereitet sein. Selbst bei größter Vorsicht lassen sich Verletzungen nicht immer vermeiden. Ein Erste-Hilfe-Set im Rucksack und Grundkenntnisse in Erster Hilfe sind unerlässlich beim Gruppenausflug in die Natur. Darüber hinaus leistet ein Handy im Notfall wertvolle Dienste. Lehrer sollten in ihrer Klasse nachfragen, ob Allergiker dabei sind (z. B. Heuschnupfen, Insektenstich), um entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Das gehört ins Erste-Hilfe-Set:

  • Desinfektionsmittel, Pflaster, Schere, Pinzette und sterile Tupfer zur Versorgung von Schürfwunden.
  • Elastische Wickel und Heparin-Salbe zur Versorgung von Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen.
  • Antiallergische Salbe zur Linderung der Schwellung bei Insektenstichen.
  • Blutstillende Gaze zum Tamponieren der Nase bei starkem Nasenbluten.

Außerdem kann es z. B. beim Arbeiten mit Tierpräparaten oder vor Reviergängen ratsam sein, die Gruppenmitglieder nach allergischen oder asthmatischen Erkrankungen zu fragen.

Gefahren im Wald - Nur keine Panik

Sicher gibt es auch im Wald Gefahren, z. B. durch Zecken oder den kleinen Fuchsbandwurm, aber wenn man ein paar allgemeine Grundsätze beachtet, ist der Wald sicher ein viel ungefährlicherer Ort als die Großstadt. Wer gut informiert ist, kann sich also gefahrlos aufmachen zum Gang durchs Revier.

Zecken

Zecken sind ungefähr stecknadelkopfgroße, schwarze Spinnentiere, das heißt, sie besitzen acht Beine, abgesehen von Zecken-Larven, die nur sechs besitzen. Sie halten sich meist in Bodennähe, bis maximal 80 Zentimeter über dem Boden im Gras und niedrigen Büschen auf. Das Fallenlassen von Bäumen ist ein Ammenmärchen. Zecken lassen sich am liebsten von vorbeiwandernden Tieren, aber leider auch Menschen, abstreifen, dann krabbeln sie solange herum, bis sie Hautkontakt haben und mit dem Blutsaugen beginnen können.
Das Problem bei Zeckenstichen ist, dass durch sie Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose übertragen werden können.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Möglichst langärmelige Hosen und Pullis tragen, Strümpfe über die Hosenbeine ziehen und geschlossenes Schuhwerk tragen.
  • Auf heller Kleidung sieht man Zecken besser.
  • Insektenabweisende Mittel bieten einen gewissen Schutz, ruhig auch auf die Hosen auftragen.
  • Nach dem Abenteuer Wald die Haut nach Zecken absuchen (Kopf und Hautfalten nicht vergessen), Kleidung gut ausschütteln.

Schüler und Eltern sollten über die Möglichkeit einer FSME-Impfung informiert werden. Gegen die Lyme-Borreliose ist noch keine Impfung möglich. Der Erreger (das Bakterium borellia burgdorferi) wird jedoch erst circa 24 Stunden nach Saugbeginn übertragen. Durch regelmäßige Körperkontrolle und sachgerechte Entfernung möglicher Zecken kann eine Infektion also vermieden werden.

Richtige Behandlung von Zeckenstichen:

Es gibt viele “Geheimtipps” zur Entfernung von Zecken. Die meisten schaden jedoch mehr als sie nutzen. Keinesfalls sollte die Zecke mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden, denn so können durch die Stressreaktion des Tieres erst recht Krankheitserreger in den Blutkreislauf des Menschen gelangen. Die Zecke sollte mit einer speziellen Zange oder einer Pinzette nahe an der Stichstelle am Kopf gefasst und langsam gerade nach hinten herausgezogen werden.

Bei Veränderungen des Allgemeinzustandes (z. B. grippeähnliche Anzeichen) oder Auffälligkeiten an der Stichstelle (Rötung, Entzündung etc.), muss ein Arzt aufgesucht werden. Mit Blutuntersuchungen lassen sich FSME-Viren oder Borrelien nachweisen.

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart. Anfang Mai schlüpfen die für den Menschen unter Umständen gefährlichen Raupen. Sie werden bis zu fünf Zentimeter lang. Man erkennt sie an der dunklen Rückenlinie. Hier liegen samtartig behaarte Felder mit rotbraunen, langhaarigen Warzen.

Etwa ab dem dritten Entwicklungsstadium bilden die Raupen Brennhaare mit Widerhaken aus, die ein Nesselgift enthalten, das sie vor Fressfeinden schützt. Diese Haare brechen sehr leicht ab und können bei Wind weit verbreitet werden. Das Gift der Haare kann bei Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten des Menschen allergische Reaktionen – eine sogenannte Raupendermatitis – auslösen. Merkmale sind Flecken und Quaddeln auf der Haut. Eine Reizung der Schleimhäute der Atemwege kann Husten, Bronchitis oder Asthma verursachen. Reizungen der Augen können in Form von Rötungen, Juckreiz und einer Bindehautentzündung auftreten. Selten kommt es bei Kontakt mit den Haaren auch zu einer Kreislaufreaktion.

Nach einer explosionsartigen Vermehrung des Schmetterlings, der vorher vor allem in Süddeutschland vorkam, tritt er mittlerweile in allen Bundesländern auf. Wie der Name schon beschreibt, besiedelt der Schmetterling eichenreiche Wälder und allein stehende Bäume, wie sie häufig im Stadtgebiet an Straßenrändern oder in Parks stehen. Die Raupen leben gesellig und gehen in Gruppen mit 20 bis 30 Individuen auf Nahrungssuche – daher der Name „Prozessionsspinner“. Dabei bilden sie Bänder von bis zu zehn Metern Länge. Ältere Raupen ziehen sich tagsüber in Nester – sogenannte Gespinste – zurück, die bis zu einen Meter lang werden können. Diese Nester bestehen bis zu mehrere Jahre und enthalten immer noch die giftigen Brennhaare.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Warnhinweise der Behörden in befallenen Gebieten beachten und diese Bereiche nicht betreten
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme durch weite Kleidung schützen
  • nach Kontakt sofort Kleidung wechseln und Duschbad mit Haarreinigung
  • nach Kontakt Augen mit klarem Wasser spülen

Kleiner Fuchsbandwurm

Der drei bis fünf Millimeter lange Fuchsbandwurm lebt im Darm seines Endwirtes, in der Regel ein Fuchs (möglich sind aber auch Hund oder Katze). Zwischenwirte sind Nagetiere, vor allem Mäuse, die im Fuchskot enthaltende Bandwurmeier aufnehmen. Auch der Mensch (als Fehlwirt) kann befallen werden, wenn er mit Bandwurmeiern verschmutzte Nahrung aufnimmt oder in Kontakt mit kontaminierten Fellen der Endwirte kommt. In Deutschland wird der Kleine Fuchsbandwurm mit Ausnahme Sachsens in allen Bundesländern nachgewiesen, wobei die Befallrate der Füchse von Südwest nach Nordost deutlich abnimmt.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Beeren und Waldfrüchte nicht ungewaschen verzehren. Mit absoluter Sicherheit verhindert man eine Infektion aber nur dann, wenn die Nahrungsmittel auf 60 Prozent erhitzt worden sind, denn dann sterben die Bandwurmeier ab.
  • Kot und Überreste von Tieren, insbesondere von Füchsen nicht berühren.
  • Vor dem Essen Hände waschen. Vor allem nach Arbeiten im Freiland.
  • Hunde und Katzen, die im Freiland Mäuse fangen, regelmäßig entwurmen.

Tiere, die an Tollwut erkrankt sind

Früher war die Tollwut eine häufige Krankheit mit meist tödlichem Verlauf. Laut WHO-Bericht spielt sie mittlerweile in Deutschland kaum mehr eine Rolle, da die meisten Gebiete dank langjähriger Impfaktionen tollwutfrei sind.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Impfköder nicht berühren, da sie abgeschwächte Tollwutviren enthalten.
  • Keine scheinbar zahmen oder kranke Wildtiere oder Kadaver anfassen.
  • Bei Bissen oder Kontakt mit verdächtigen Tieren einen Arzt aufsuchen.

KreuzotterSchlangen und Spinnen

Glück hat, wer bei einem Waldspaziergang überhaupt eine Schlange sieht, denn sie sind in Deutschland sehr selten. Tatsächlich von einer Schlange gebissen zu werden, hat vermutlich die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinns. Giftig sind ohnehin nur Kreuzotter und Aspisviper. Beide Arten stehen auf der Roten Liste. Sollte es tatsächlich zum Biss kommen: sicherheitshalber einen Arzt rufen, die Biss-Stelle auswaschen und unterhalb fest bandagieren (nicht aussaugen, abbinden oder ausschneiden!).

Spinnenbisse sind eher selten. Neben der Kreuzspinne, deren Gift eine leichte Wirkung gegenüber Kleinkindern hat, kann auch die Dornfingerspinne zubeißen. Sie ist aus dem Mittelmeerraum bis ins Hamburger Umland vorgedrungen und eine der wenigen Spinnen, die aktiv angreifen. Ihr Biss kann ein Anschwellen der Bissstellen bis hin zu lokalen Verfärbungen hervorrufen. Empfindliche Personen reagieren mit Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden auf das Gift von Dornfingern.

 

Stechende Insekten

Insektenstiche sind zwar meist unangenehm, aber relativ harmlos. Eine Ausnahme stellen hier Allergiker dar: Sie sollten gerade im Hoch- und Spätsommer entsprechende Notfallmedikamente mit sich führen.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Achtung beim Verzehr von süßen Speisen und Getränke (verschließbare Trinkflasche)
  • Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken
  • Mülleimer meiden
  • Auffällige Gerüche wie Parfüm meiden
  • Bekannte Nester weiträumig umgehen
  • Bei fliegenden Insekten Ruhe bewahren: nicht danach schlagen! Insekten, die sich zufällig auf einen Menschen setzen, vorsichtig abstreifen.

Giftige Pflanzen

Roter FingerhutUm giftige Pflanzen erkennen zu können, empfiehlt sich ein Bestimmungsbuch. Unbekannte Pflanzen und ihre Früchte sollten selbstverständlich nicht gegessen werden. Beim Blumenpflücken

sollte die Kinder auf den Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude) hingewiesen werden. Der Zellsaft dieser nicht heimischen, 3-4 Meter hohen Pflanze wirkt phototoxisch. Gelangt der Zellsaft auf die Haut, reagiert diese unter Sonnenlichteinwirkung mit Schwellungen und Verbrennungen.

FliegenpilzWas ist im Fall einer Vergiftung zu tun?

  • Das Wichtigste: Ruhe bewahren und sofort ärztlichen Rat einholen!
  • Lassen Sie die betroffene Person Wasser, Tee oder Saft in kleinen Schlucken und Mengen trinken (keine Milch!).
  • Versuchen Sie nicht, die betroffene Person zum Erbrechen zu bringen (kein Salzwasser!).
  • Bei Hautkontakt mit giftigen Pflanzenteilen am besten die betroffenen Hautpartien mit Wasser abspülen.

Tipps für den Rundgang mit einer Schulklasse

  • Kreuzottern, Kreuzspinnen und Zecken gehören für Kinder oft zu den Tabutieren, die als sehr gefährlich eingeschätzt werden. Zum Glück gibt es aber kein einziges heimisches Tier, das für Menschen akut gefährlich ist, außer vielleicht Bienen und Wespen für Bienengiftallergiker.
  • Auch die Angst vor Giftpilzen ist verbreitet. Aus diesem Grund werden häufig Pilze zertreten. Zeigt man den Kindern die Fraßspuren an einem Pilz, entdecken Sie vielleicht selbst, dass diese wertvolle Nahrung für viele Waldtiere darstellen.
  • Holzpolter sind für Kinder immer eine verlockende Klettergelegenheit. Das reine Kletterverbot ist schwer zu akzeptieren. Viele Kinder meinen, Holz sei leicht und sie könnten so einen Stamm locker tragen. Daher ist der Versuch, einen einzeln liegenden Stamm mit ein paar starken Jungs und Mädchen hochzuheben, meist sehr einprägsam: Ein Baumstamm kann so viel wiegen wie ein Auto: “Was passiert, wenn euch ein Auto überrollt?”

Die 5 Waldgebote

Allgemeine Spielregeln für die Schulklasse in der Natur helfen, eine positive Einstellung zur Natur zu erreichen. Für das Verhalten in Wald, Feld und Flur haben sich folgende Waldgebote als hilfreich erwiesen, die einprägsam und leicht einzuhalten sind:

1. Keinen Müll hinterlassen
Was man mitbringt, muss wieder mitgenommen werden. Weggeworfene (Plastik-) Verpackungen werden manchmal von Tieren gefressen, die daran eingehen können.

2. Kein Lärm im Wald
Lärm ist Stress für Menschen, besonders aber für Tiere. Denn sie erschrecken sich vor plötzlichem Gebrüll im Wald und ergreifen in Panik die Flucht. Unterhaltung ist selbstverständlich möglich.

3. Kein Feuer im Wald
Feuer ist wegen der Waldbrandgefahr sehr gefährlich. Im trockenen Sommer genügt oft schon eine weggeworfene Glasflasche oder -scherbe, um ein Feuer zu entfachen.

4. Keine Tiere jagen, quälen, fangen, füttern und streicheln.
Tiere, die gehetzt werden, verbrauchen mehr Energie und müssen daher mehr fressen. Das kann vor allem im futterarmen Winter zu einer brenzligen Situation führen. Streicheln ist auch wegen möglicher Übertragung von Krankheiten gefährlich.

5. Keine Pflanze absichtlich zerstören
Jedes Lebewesen hat seine Aufgabe in der Natur, zum Beispiel brauchen wir jedes grüne Blatt zur Sauerstoffproduktion. Pflanzen sind Nahrung und Schutz für die Tiere.

Hier zeigen wir einige Rollende Waldschulen und Lernort Natur-Mobile der Jägerschaften, geordnet nach Bundesländern. 

Für eine Terminvereinbarung setzen Sie sich bitte direkt mit den Betreibern in Verbindung. Bitte beachten Sie, dass die Mobile, sofern nichts anderes angegeben wurde, nur für den jeweiligen Landkreis oder die Stadt eingesetzt werden. Alle anderen Ansprechpartner finden Sie nach Bundesländern sortiert hier.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei allen, die uns die Fotos zur Verfügung gestellt haben. Möchten Sie ihr Lernort Natur Mobil auch auf dieser Seite sehen? Dann schreiben Sie uns einfach eine Mail an Bildung@jagdverband.de

Berlin

Landesjagdverband Berlin e.V.

Tel.: 030/8116565
E-Mail: ljv-berlin@t-online.de 
​Web: www.ljv-berlin.de

Brandenburg

Landesjagdverband Brandenburg e.V.

Frau Pohle
Tel: 033205 / 2109-0
E-Mail: pohle@ljv-brandenburg.de
Web: www.ljv-brandenburg.de

LON Mobil LJV Brandenburg

LON Mobil LJV Brandenburg

Hessen

Landesjagdverband Hessen e.V.

Tel.: 06 032/2008
E-Mail: info@ljv-hessen.de
Web: www.ljv-hessen.org

Jagdverein Hessenjäger Kassel e.V.

Herbert Bachmann
Tel.: 0561/4994593
Mail: herbert.bachmann@hessenjaeger-kassel.de
Web: www.hessenjaeger-kassel.de 

Mecklenburg Vorpommern

Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Günter Ziebarth
Tel.: 03991/122415
Mobil: 0171 6989274
E-Mail: GZiebarth@gmx.de
Web: www.ljv-mecklenburg-vorpommern.de

Niedersachsen

Jäger der Grafschaft Bad Bentheim

Marianne Brunklaus
Tel.: 05921/36328
E-Mail: tbrunklaus@ewetel.net
Web: www.j-g-b.de/infomobil

 

LON Mobil Jägerschaft Bad Bentheim
LON Mobil Jägerschaft Bad Bentheim

Jägerschaft Bremervörde e.V.

Astrid Brandtjen
Tel.: 04284-8314
E-Mail: a.brandtjen@ewetel.net
Web: www.jaegerschaft-bremervoerde.de

LON Mobil Jägerschaft Bremervörde e. V.

Jägerschaft des Landkreises Stade e.V.

Dr. Peter Schneider
Tel.:  04141/68537
E-Mail: lernort-natur-stade@t-online.de
Web: www.jaegerschaft-stade.de

Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst e. V.

Heiko Pape
Tel.: 04408/6627
Mobil: 0173/92 07 188
E-Mail: pape.heiko@ewetel.net
Web: www.ljn.de/jaegerschaften/delmenhorst

Natur-Mobil e. V.

Tel.: 0 42 43/ 95 75 5
E-Mail: info@naturmobil.de
Web: www.naturmobil.de

Nordrhein-Westfalen

Kreisjägerschaft Wuppertal e.V.

Herr Berenbeck
Tel.: 0171/6229942
Email: phmarscheid@online.de
Web: https://www.ljv-nrw.de/inhalt/kjs-wuppertal/lernort-natur/lernort-natur/5_771.html

Kreisjägerschaft Wesel e.V.

Karin Leisten
Tel. 02844/908210
E-Mail: karin.leisten@web.de

Hegering Ennepetal e.V.

Claudia Möllney
Tel. 02333/609010
E-Mail: conceptbox@t-online.de
Web: www.hegering-ennepetal.de

LON Mobil Hegering EnnepetalLON Mobil Hegering Ennepetal

Kreisjägerschaft Essen

Heinz-Joachim Lappe
Tel.: 0201-66 06 30
E-Mail: rws@kreisjägerschaft-essen.de
Web: www.kreisjaegerschaft-essen.de

LON Mobil Kreisjägerschaft Essen

Hegering Langenfeld

Stefan Sühs
Tel.: 02173-82221
E-Mail: hegering-langenfeld@gmx.info

Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Paderborn e. V.

Tel.: 05258/931820
E-Mail: kjs-pb@t-online.de
Web: www.ljv-nrw.de/inhalt/6_3306.html

Saarland

Vereinigung der Jäger des Saarlandes

Johannes Schorr
Tel.: 06 838/8647880
E-Mail: j.schorr@t-online.de
Web: www.saarjaeger.de

Sachsen-Anhalt

Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V.

Tel.: 039205/417570
E-Mail: LJV.Sachsen-Anhalt@t-online.de

 

 

 

 

Hier finden Sie die Lernort Natur Ansprechpartner in den Landesjagdverbänden.

Hier finden Sie die Lernort Natur Ansprechpartner für die Landesjagdverbände.
Ansprechpartner und Projekte der Kreisjägerschaften und Hegeringe finden Sie hier unter den LON Angeboten.

 

Jedes dritte Kind zwischen 7 und 14 Jahren hatte noch nie einen Käfer auf der Hand und glaubt, das Reh sei die Frau vom Hirsch – das belegen aktuelle Zahlen des Deutschen Jagdverbandes.

Jedes dritte Kind zwischen 7 und 14 Jahren hatte noch nie einen Käfer auf der Hand und glaubt, das Reh sei die Frau vom Hirsch – das belegen aktuelle Zahlen des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Dass Reh und Hirsch zwei heimische Huftierarten sind, lernen Kinder spielerisch mit Lernort Natur, der Bildungsinitiative des DJV. „Nur was wir kennen, lernen wir auch zu schätzen und zu schützen“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Holger Bartels anlässlich des Tages der Umwelt. Ziel müsse sein, von und mit der Natur zu lernen, so Bartels.

Mit Lernort Natur und den Jägern gelingt der Unterricht im Grünen. Jugendliche jeder Altersgruppe verfolgen dabei   Spuren vom Wildschwein, erkunden den Wald mit den Augen des Eichhörnchens oder bauen überdimensionale Spinnennetze. „Verstehen kommt von begreifen und das hat etwas mit anfassen zu tun“, sagt Bartels und ruft Eltern wie Pädagogen auf, mit Kindern und Jägern zusammen in die Natur zu gehen.

14.000 Maßnahmen im Bereich Lernort Natur werden durchschnittlich pro Jahr durchgeführt – und das ehrenamtlich. Das entspricht rund 127.000 Arbeits- oder Schulstunden pro Jahr. Die Kreisjägerschaften und Hegeringe vor Ort gestalten gemeinsam mit rund 4.000 pädagogisch geschulten Jägerinnen und Jägern bundesweit Unterrichtsstunden, Wandertage, Projektwochen oder Ferienaktivitäten. Der DJV informiert unter http://www.jagdverband.de/lernort-natur über Ansprechpartner und Themen der Initiative. Konkrete Fragen können per E-Mail an bildung@jagdverband.de gerichtet werden.

 

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