Einige Bundesländer melden derzeit Fälle der Infektionskrankheit Hasenpest (Tularämie). Der DJV rät daher die Einhaltung gängiger Hygienemaßnahmen.

Zirka 30 Fälle der meldepflichtigen Infektionskrankheit Hasenpest (Tularämie) wurden bis jetzt in Deutschland gemeldet. Sechs Fälle davon in Nordrhein-Westfalen. Weitere Bundesländer mit Meldungen sind Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern. Der Deutsche Jagdverband (DJV) rät zur Aufmerksamkeit bei zutraulichen Feldhasen: „Kranke Tiere verlieren die natürliche Scheu, bewegen sich langsamer, wirken teilnahmslos und matt“, sagt DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe, zuständig im Präsidium für Tierkrankheiten.

Die überwiegend bei Feldhasen, Wildkaninchen und weiteren Nagetieren auftretende bakterielle Infektion ist auch auf den Menschen übertragbar. Typisch sind grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen, die mit Antibiotika gut behandelt werden können. Bei Jagdhunden besteht zwar ein Risiko der Infektion, dieses ist aber gering. Sollte sich dennoch ein Hund anstecken, äußert sich das durch Appetitlosigkeit, Fieber und Schwellungen der Lymphknoten.

„Die derzeitigen Fälle von Hasenpest bieten keinen Anlass zur Beunruhigung, wohl aber zu Vorsichtsmaßnahmen“, so Dr. Bethe weiter. Der DJV rät zu folgenden Verhaltensweisen:

  • Beim Abbalgen sind Einweghandschuhe und Mundschutz empfehlenswert.
  • Erlegte oder verendete Hasen sollten mit Handschuhen berührt werden. Verletzungen sollten vermieden werden.
  • Bei Treibjagden sind Hasen und Kaninchen separat vom restlichen Wild zu transportieren.
  • Kränklich wirkendes Wild sollte nicht mit auf die Strecke gelegt werden.
  • Auch Spaziergänger und deren Hunde sollten sich von zutraulichen Feldhasen und Wildkaninchen fernhalten.
  • Hasenfleisch immer durchbraten – also bei einer Kerntemperatur von mindestens 65 Grad im Ofen garen.

Bedenkliche Merkmale am Wild sind vergrößerte Lymphknoten, Milz und Leber sowie weiße stecknadelkopfgroße Entzündungsherde an diesen Organen. Im Verdachtsfall sind erlegte Tiere oder Fallwild der zuständigen Veterinärbehörde zu melden.

Für weitere Informationen einfach klicken auf:

Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) und das Robert Koch Institut für Infektionen beim Menschen

Das vom DJV organisierte Nachwuchskräfteseminar Pressearbeit endete mit positiver Resonanz. Fotos auf Facebook und demnächst auch ein Video auf dem You-Tube-Kanal des Verbandes geben Einblicke in das Seminar.

„Danke für dieses tolle Seminar! 2 Tage vollgepackt mit einem sehr kompetenten Medientraining, bei dem wir super verpflegt und versorgt wurden.“ – So resümiert einer der 15 Teilnehmer des DJV-Nachwuchskräfteseminar Pressearbeit, welches am 13. und 14. November in der Berliner Geschäftsstelle stattfand. Sowohl ehrenamtlich als hauptberuflich Tätige aus neun verschiedenen Landesjagdverbänden nahmen teil. Finanziert wurde das Seminar unter anderem aus dem Erlös der Tombola des Bundesjägertages 2014.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kommunikation (IFK) Berlin vermittelten die DJV-Referenten Torsten Reinwald, Pressesprecher, und Anna Martinsohn, Online-Redakteurin Theorie und Praxis der Pressearbeit: Wie ticken Medien? Welche Meldung kommt an? Oder wie können Verbände Facebook und Twitter für sich nutzen? Den praktischen Teil bildete ein intensives Interviewtraining.

Eine Fotostrecke auf Facebook (http://bit.ly/Nachwuchkräfteseminar) und ein Video auf dem DJV-YouTube-Kanal (demnächst online unter: http://www.youtube.com/user/DJVJagdschutzverband) vermitteln Eindrücke von dem Seminar. Die Mehrzahl der jungen Nachwuchskräfte war sehr zufrieden und wünschte sich mehr Weiterbildungen dieser Art. Der DJV bedankt sich für die positive Resonanz und arbeitet daran, zukünftig weitere Seminare anbieten zu können.

Jetzt online: Audio-Beitrag zur Zeitumstellung

Die Zeitumstellung am Sonntag heißt für uns Menschen, wir können eine Stunde länger schlafen. Das klingt entspannt. Bei der morgendlichen Fahrt ins Büro hört die Entspannung aber auf: Jetzt fällt der Berufsverkehr in die Dämmerung und damit in die aktive Zeit von Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Warum Autofahrer jetzt besonders achtsam fahren sollten erklärt Torsten Reinwald, Pressesprecher des Deutschen Jagdverbandes (DJV), in einem O-Ton-Beitrag.

Journalisten können diesen unter folgendem Link herunterladen und veröffentlichen. Jägerinnen und Jäger sind ebenfalls aufgerufen den Beitrag für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen.

Den Beitrag „Achtung Autofahrer - Zeitumstellung erhöht Gefahr von Wildunfällen“ hier herunterladen: http://www.presseportal.de/pm/54673/2859351/achtung-autofahrer-zeitumstellung-erhoeht-gefahr-von-wildunfaellen-audio

In einer gemeinsamen Pressemeldung mit dem ADAC erläutern beide Verbände die Gefahr von Wildunfällen. Hier geht’s zur gemeinsamen Pressemeldung von ADAC und DJV: www.jagdverband.de/content/wild-auf-kollisionskurs

Jäger und Falkner begrüßen Wahl des Habichts zum Vogel des Jahres 2015

Die allerwenigsten Menschen haben und werden ihn je zu Gesicht bekommen. Wenn, dann wird er als blitzartig auftauchender Schatten registriert und im nächsten Moment wieder vergessen, weil man sich nicht mehr sicher ist, tatsächlich etwas gesehen zu haben. Am ehesten ist der Habicht noch während der Balzzeit im Februar/März zu bemerken, wenn die Paare das schützende Dach des Waldes verlassen und rufend, gegen den Erdboden trudelnd ihre Balzflüge vollführen.

ama Mo., 2014-10-20 14:57

Mit dem Wechsel zur Winterzeit steigt in der Dämmerung die Wildunfallgefahr. In einer gemeinsamen Pressemeldung rufen der ADAC und der DJV zu umsichtigem Fahrverhalten auf.

Alle 2,5 Minuten kollidiert in Deutschland ein Reh, ein Hirsch oder ein Wildschwein mit einem Fahrzeug. Allein im vergangenen Jahr verunglückten bei Wildunfällen 2 639 Menschen, sieben starben. Der Sachschaden beläuft sich auf weit mehr als eine halbe Milliarde Euro. Besonders groß ist die Gefahr eines Zusammenstoßes mit Wildtieren nach Angaben von ADAC und Deutschem Jagdverband (DJV) in den Monaten Oktober und November. Dies liegt daran, dass dann als letzte Getreideart der Mais abgeerntet wird und viele Tiere ihre schützende Deckung auf den Feldern verlieren. Besonders Wildschweine haben die mehr als 2,5 Millionen Hektar Mais als Lebensraum erobert und wechseln derzeit vermehrt über die Straßen in den Wald. Laut DJV-Statistik gab es 2013 zwölf Prozent mehr Zusammenstöße mit Wildschweinen als im Vorjahr.

Wildunfälle können zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit passieren – auch dort, wo kein Warnschild „Wildwechsel“ aufgestellt ist. Die Gefahr für eine Kollision nimmt jedoch mit dem Wechsel von der Sommer- zur Winterzeit zu. Der Grund: Um Fressfeinde zu meiden, geht Wild meist in der Dämmerung auf Futtersuche und kommt deshalb in den kommenden Wochen vermehrt dem abendlichen Berufsverkehr in die Quere.

ADAC und DJV raten den Verkehrsteilnehmern, auf gefährdeten Strecken besonders vorsichtig und stets bremsbereit zu sein. Dies gilt insbesondere an Waldrändern und unübersichtlichen Feldern. Es empfiehlt sich, den Straßenrand im Blick zu behalten, die Geschwindigkeit zu drosseln und den Abstand zum Vordermann zu vergrößern, um auf ein plötzliches Bremsmanöver des Vordermanns rechtzeitig reagieren zu können. Wer mit 80 statt 100 Stundenkilometern unterwegs ist, hat bereits einen 25 Meter kürzeren Bremsweg. Wenn ein Tier auf der Straße oder am Straßenrand auftaucht, muss man abbremsen, abblenden und langsam vorbeifahren. Einmal kurz hupen führt in der Regel dazu, dass Tiere weglaufen und den Weg freimachen. Ist ein Zusammenstoß unumgänglich, heißt es: Lenkrad festhalten und eine Vollbremsung machen. Ausweichmanöver sind riskant, denn sie enden nicht selten an einem Baum.

Zu diesem Pressetext bietet der ADAC unter www.presse.adac.de Grafiken an. Weitere Praxistipps und Informationen zu Wildunfällen gibt es hier: www.jagdverband.de/content/wildunfallprojekt Die DJV-Pressegrafik zu Wildunfällen gibt es online unter http://www.jagdverband.de/content/%E2%80%9Ewildunf%C3%A4lle-nur-die-eisbergspitze%E2%80%9C

 

Pressekontakt:

Andreas Hölzel
ADAC
Tel.: (089) 7676-5387
andreas.hoelzel@adac.de

Torsten Reinwald
Deutscher Jagdverband
Tel: 0160-97857970
pressestelle@jagdverband.de

RTL fragt: Sollten Jäger auf streunende Haustiere schießen dürfen?

In einer Online-Umfrage stellt der TV-Sender RTL die Frage: "Sollten Jäger weiterhin auf streunende Haustiere schießen dürfen" (http://bit.ly/1mm8b52)? Es fehlt Antwort c: Verwilderte Haustiere sollten im Tierheim abgegeben werden. Leider sind verwilderte Hunde und Katzen nicht sozialisierbar und gar nicht vermittelbar. Mehr Fakten statt Emotionen helfen vielleicht. Der DJV gibt Antworten auf YouTube http://bit.ly/streunendeKatzen und in seinem 10-Punkte-Papier "Zeitgemäße Jagd" http://bit.ly/streunerKatzen.

Die Afrikanische Schweinepest, die sich weiterhin in osteuropäischen Ländern ausbreitet, stellt eine große Gefahr für Deutschland dar und hätte verheerende Folgen für die Landwirtschaft. Die laufende Maisernte bietet eine gute Gelegenheit, Wildschweine intensiv zu bejagen. Darauf weisen der der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam hin.

Die Afrikanische Schweinepest, die sich weiterhin in osteuropäischen Ländern ausbreitet, stellt eine große Gefahr für Deutschland dar und hätte verheerende Folgen für die Landwirtschaft. Die laufende Maisernte bietet eine gute Gelegenheit, Wildschweine intensiv zu bejagen. Darauf weisen der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam hin.

Das Ausbreitungsrisiko lässt sich unter anderem reduzieren, wenn der Wildschweinbestand so gering wie möglich gehalten wird. Die Ausbreitung findet hauptsächlich über infizierte Wild- und Hausschweine sowie verunreinigte Lebensmittel statt. Deshalb sind strenge Hygienemaßnahmen bei Landwirten, die auch Jäger sind, besonders wichtig.

Für die erfolgreiche Mais-Erntejagd ist entscheidend, dass Jäger und Landwirte vor Ort den Termin rechtzeitig abstimmen, um entsprechende Vorbereitungs- und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können. Vor der Ernte eingebrachte Schneisen bieten zudem eine Bejagungsmöglichkeit. Mit dem Mais eingesäte Schneisen aus Wintergetreide oder Wildkräutern sind jedoch effektiver und bieten über mehrere Monate die Möglichkeit der Wildschweinbejagung. Dabei wird gleichzeitig das Ausmaß von Wildschäden erheblich reduziert. Hierzu hat es bereits vor Jahren ein gemeinsames Projekt von DJV und DBV Schwarzwildbewirtschaftung in der Agrarlandschaft" (http://bit.ly/Jagdschneisen) gegeben.

Zudem weisen die Verbände auf die Bedeutung der Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest hin. „Bei Auffälligkeiten im eigenen Revier sollte unverzüglich das Veterinäramt informiert werden“, erklärte DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe. „Das Virus ist hochansteckend und für Schweine tödlich. Daher sollten alle Restriktionen, die eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland unterbinden, wie etwa die Jagdruhe in Schutzgebieten, aus dem Weg geräumt werden.“ Die Seuche dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden, so DBV und DJV.

Beide Verbände lehnen die Pläne des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel entschieden ab, die Möglichkeit Jagdflächen zu befrieden auf juristische Personen auszuweiten. Großflächige jagdfreie Inseln wären die Folge, eine effektive Vermeidung von Wildschäden in Land- und Forstwirtschaft sowie die Seuchenprävention und -bekämpfung nahezu unmöglich.

Er sieht putzig aus, ist hochintelligent und nicht ungefährlich: Der Waschbär breitet sich zunehmend in Deutschland aus und bedroht heimische Tierarten. Die Fangjagd ist eine effektive Möglichkeit, um seinen Einfluss auf Beutetiere zu reduzieren. Weitere erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz von Tieren im Agrarraum zeigen Fachreferenten auf dem Symposium am 27. und 28. September in Erfurt. Der DJV stellt sein Eckpunktepapier zur Fangjagd vor und begleitet die Veranstaltung mit einem Live-Ticker.

Auf dem 2-tägigen Artenschutzsymposium (27. und 28. September) von Deutschem Jagdverband (DJV) und Landesjagdverband Thüringen (LJV) präsentieren Experten aus ganz Deutschland erfolgreiche Artenschutzprojekte in der Agrarlandschaft. Für Großtrappe, Kiebitz, Auer- und Birkhuhn oder Sumpfschildkröte hat sich gezeigt: Lebensraum verbessernde Maßnahmen allein reichen nicht, Fressfeinde wie Fuchs, Marder oder Waschbär müssen reduziert werden. Letzterer macht dem seltenen Auerwild und dem Uhu in Thüringen zu schaffen: Die Arbeitsgruppe Artenschutz hat nachgewiesen, dass der nordamerikanische Kleinbär bereits ein Viertel aller Uhu-Brutplätze in Thüringen besetzt und auch Eier sowie Nachwuchs frisst. In einigen Horstbereichen ist seit mehr als einem Jahrzehnt kein Uhu-Nachwuchs mehr groß geworden. Die Arbeitsgruppe fordert deshalb jetzt den verstärkten Einsatz der Fangjagd.

Anlässlich der aktuellen Diskussion über ein Fallenverbot in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betonte DJV-Präsidiumsmitglied Steffen Liebig (LJV Thüringen) vor dem Symposium: „Arten kennen keine Ländergrenzen, ihr Schutz darf nicht an ideologisch geprägten Gesetzen scheitern.“ Es sei Etikettenschwindel, wenn Naturschutzverbände unter dem Deckmäntelchen „Prädatorenmanagement“ Fallen einsetzten und gleichzeitig „Fallenjagd“ verboten sehen wollen. „Dem Waschbär ist egal, welches Etikett auf der Falle klebt“, so Liebig. Jäger seien die am besten ausgebildeten Partner im Artenschutz mit Fallen.

Anlässlich des Artenschutzsymposiums in Erfurt stellt der DJV ein 4-Punkte-Papier zur Fangjagd in Deutschland vor. Darin geht der Verband auch auf Tierschutzfragen ein: Jäger haben gängige Fallentypen bereits erfolgreich nach internationalen Tierschutzstandards (AIHTS) testen lassen, weitere werden derzeit untersucht. DJV und LJV fordern von der Bundesregierung, dass eine nationale Zertifizierungsbehörde umgehend eingerichtet wird. „Sonst verlieren wir Sumpfschildkröte, Auerwild oder Uhu. Lebensraum verbessern und Fressfeinde fangen, das ist die Zukunft des Artenschutzes in unserer Kulturlandschaft“, betonte Liebig.

Das Artenschutzssymposium wurde finanziell unterstützt von:

Deutscher Falkenorden
Heintges
Die Unternehmensgruppe Tengelmann
Rebhuhnschutzprojekt artenreiche Flur
Game Conservancy Deutschland

Hintergrundinformationen

Der DJV hat auf seinem YouTube-Kanal sechs Videos zur Fangjagd und ausgewählten Artenschutzprojekten bereitgestellt: www.youtube.com/DJVJagdschutzverband

Der DJV berichtet am Samstag mit einem Live-Ticker von der Veranstaltung unter www.jagdverband.de

Grafik zur Verbreitung des Waschbären

Artenschutzsymposium Erfurt
Artenschutzsymposium Erfurt
Artenschutzsymposium Erfurt
Artenschutzsymposium Erfurt
Steffen Liebig, Präsident des Landesjagdverbandes Thüringen:
Steffen Liebig, Präsident des Landesjagdverbandes Thüringen: "Prädatorenmanagement klingt wissenschaftlicher als Fallenjagd - ist aber nichts anderes!" (Quelle: Fabian Grimm)
Dr. Astrid Sutor, DJV-Fangjagdexpertin:
Dr. Astrid Sutor, DJV-Fangjagdexpertin: "Wissenschaftliche Auswertungen zeigen: Bei über 85 Prozent der Räuberausschlussexperimente hat der Nachwuchs von Bodenbrütern und Hasen bessere Chancen. Die Fangjagd ist ein probates Mittel für den Artenschutz"
Dr. Marcel Holy, Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V.:
Dr. Marcel Holy, Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V.:"Wir haben zwei Stellschrauben, um spezialisierten Arten zu helfen: Lebensraum verbessern, und Fressfeinde reduzieren."
Hartmut Andretzke, Bios Norderney:
Hartmut Andretzke, Bios Norderney: "Auf Norderney sind Fuchs, Igel, Frettchen, verwilderte Katzen, Ratten vom Menschen eingeschleppt. Ein Artenschutzproblem. Verwilderte Katzen sind auch ein Problem. Sie werden nach Protesten nicht mehr getötet, sondern eingefangen, sterilisiert und auf dem Festland als Freigänger frei gelassen. Das ist irrational. Aber die Emotionen schlagen hoch, das muss man auch in Artenschutzprojekten akzeptieren. Verwilderte Katzen sind auf den Ostfriesischen Inseln ein massives Problem für den Artenschutz."
Norman Stier, TU Dresden:
Norman Stier, TU Dresden: "Einzelne Individuen machen oft einen Großteil der Prädation aus. Es ist Irrglaube, dass viele Fressfeine da sein müssen. Räuberische Arten lassen sich reduzieren, es müssen aber Profis ran. Mink Marderhund und Waschbär sind die Hauptprädatoren in Feuchtgebieten. Man muss sich warm anziehen, wenn sie ankommen."
Holger Behrens, Deutscher Jagdverband, zum AIHTS-Projekt auf der Halbinsel Eiderstedt:
Holger Behrens, Deutscher Jagdverband, zum AIHTS-Projekt auf der Halbinsel Eiderstedt: "Was machen wir mit verwildernden Katzen in Lebenfangfallen? Sie werden als Fundsache im Tierheim abgegeben. Das setzen wir auch so um. Die Tierheime wollen das aber gar nicht, weil verwilderte Katzen nicht wieder in Familien unterzubringen sind - sie können nicht sozialisiert werden. Das Thema ist also auch im Projekt Eiderstedt ein großes Politikum."
Klaus Schmidt, Bayerische Staatsforsten:
Klaus Schmidt, Bayerische Staatsforsten: "Landschaftsplaner pflanzen Bäume ins Offenland - das ist schlecht fürs Rebhuhn und andere Offenlandarten. Auch die Auswahl heimischer Pflanzen ist enorm wichtig. Hier müssen wir Jäger informieren und unterstützen."
Dieter Geiger, Auerwild-Hegeberater LJV Baden-Württemberg:
Dieter Geiger, Auerwild-Hegeberater LJV Baden-Württemberg: "Fallen sind das A und O, um das Auerwild zu schützen. In schneearmen Jahren - und die nehmen zu - können wir nur so Füchse effektiv bejagen."
Dorothee März, Förderverein Großtrappenschutz e.V.:
Dorothee März, Förderverein Großtrappenschutz e.V.: "Bei der Fangjagd hilft nicht kleckern, sondern klotzen. Mittlerweile stehen 120 Fallen im Großtrappen-Schutzgebiet Fiener Bruch. Im Jagdjahr 2013/2014 konnten 272 Stück Raubwild entnommen werden, davon 41% Waschbären und 27 % Füchse. Großtrappenschutz ist Schutz der Artenvielfalt. Sogar die Sumpfohreule profitiert davon."
Dr. D. von Knorre, Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.: „Eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt, 2007 verabschiedet, hat bislang nichts gebracht, außer Verdienste für Werbeagenturen und Planungsbüros, klangvolle Sonntagsreden oder bürokratische Belastungen für Landnutzer. Das Biodiversitätsziel 2020 wird wieder nicht erreicht werden. Feldraine dienen der Feldhygiene. Feldraine sind Lebensraum für eine artenreiche und damit stabile Biozönose. Mit einer falschen Pflege vernichten wir das, was wir erhalten müssen, die Artenvielfalt! Das Ergebnis: Die Goldammer verliert die Deckung, die Zackenschote breitet sich aus. Diese ist mit ihrer tiefen Pfahlwurzel durch Mulchen nicht zu beseitigen. Durch Mulchen erreicht man nur das Gegenteil, man verhilft ihr im nächsten Jahr, weil man die Konkurrenz beseitigt hat.“
Dr. D. von Knorre, Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.: „Eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt, 2007 verabschiedet, hat bislang nichts gebracht, außer Verdienste für Werbeagenturen und Planungsbüros, klangvolle Sonntagsreden oder bürokratische Belastungen für Landnutzer. Das Biodiversitätsziel 2020 wird wieder nicht erreicht werden. Feldraine dienen der Feldhygiene. Feldraine sind Lebensraum für eine artenreiche und damit stabile Biozönose. Mit einer falschen Pflege vernichten wir das, was wir erhalten müssen, die Artenvielfalt! Das Ergebnis: Die Goldammer verliert die Deckung, die Zackenschote breitet sich aus. Diese ist mit ihrer tiefen Pfahlwurzel durch Mulchen nicht zu beseitigen. Durch Mulchen erreicht man nur das Gegenteil, man verhilft ihr im nächsten Jahr, weil man die Konkurrenz beseitigt hat.“
Walter Schlöffel, Lebensraum Thüringen e.V.: „Das Rebhuhn als Art des Offenlandes ist abhängig vom Strukturreichtum und hohem Anteil Blüten bestäubender Insekten. Durch die Ernte sind schlagartig 84 Prozent der Ackerfläche ohne Vegetation. Wir brauchen deshalb Maßnahmen in der bewirtschafteten Fläche, die Strukturen schaffen. Dies sind z.B. Blühstreifen, Sommerzwischenfrucht, Hecken oder Lebensraumparzellen.Mit der Lebensraumparzelle können wir stark zur Erhaltung der Grenzlinien beitragen.
Walter Schlöffel, Lebensraum Thüringen e.V.: „Das Rebhuhn als Art des Offenlandes ist abhängig vom Strukturreichtum und hohem Anteil Blüten bestäubender Insekten. Durch die Ernte sind schlagartig 84 Prozent der Ackerfläche ohne Vegetation. Wir brauchen deshalb Maßnahmen in der bewirtschafteten Fläche, die Strukturen schaffen. Dies sind z.B. Blühstreifen, Sommerzwischenfrucht, Hecken oder Lebensraumparzellen.Mit der Lebensraumparzelle können wir stark zur Erhaltung der Grenzlinien beitragen."
DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüßt am 2. Tag des Artenschutzsymposium die rund 100 Teilnehmer:
DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüßt am 2. Tag des Artenschutzsymposium die rund 100 Teilnehmer: "Den Offenlandarten hilft weniger Ideologie und mehr praktische Arbeit vor Ort. Wir laden alle Naturschutzverbände ein, mit uns in der Kulturlandschaft erfolgreiche Projekte durchzuführen."
Werner Kuhn, Netzwerk Lebensraum Feldflur:
Werner Kuhn, Netzwerk Lebensraum Feldflur: "Erst kommt nicht gefressen werden. Dann erst 'schöner wohnen'. Artenschutz muss in die Produktionsprozesse integriert werden. Selbst Stoppel, die bis Ende September stehen bleiben, helfen viele Arten. Greening müsste eigentlich Greenwashing heißen: Für die Artenvielfalt hat die Umsetzung der EU-Vorgaben wenig gebracht."
Peter Markett, Bundesverband Deutscher Berufsjäger:
Peter Markett, Bundesverband Deutscher Berufsjäger: "Es ist Verlogenheit von einigen Naturschutzverbänden, Fangjagd zu betrieben und nicht öffentlich dazu zu stehen. Wir brauchen Fallen für den Artenschutz. Wir brauchen auch die Krähenjagd. Jäger, die sich jedoch in Volltarn ablichten lassen und Krähen als Zahl legen, haben uns sehr geschadet. Mancher sollte lieber seine Arbeit tierschutzgerecht machen und nicht so viel Unsinn auf Facebook veröffentlichen."
Matthias Neumann, Thünen-Institut:
Matthias Neumann, Thünen-Institut: "Nachhaltige Nutzung ist immer ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. Das müssten auch Kritiker der Jagd einsehen, wenn sie sich intensiver damit beschäftigten. Das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) ist inzwischen ein dauerhafter Bestand der ökologischen Wildtierbeobachtung. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Jäger Daten liefern, die dann wissenschaftlich ausgewertet werden."
Torsten Kirchner, Wildlandstiftung Bayern: „Wenn mich jemand fragt, warum wir das Birkhuhn in der Rhön schützen, antworte ich: Es ist ein empfindlicher Prüfstein. Verlieren wir es, dann verschwinden auch seltene Arten wie Raubwürger oder Wiesenpieper. Es bringt nichts, wenn wir gute Lebensräume haben und genetisch fitte Birkhühner, Prädatorenmanagement ist entscheidend.
Torsten Kirchner, Wildlandstiftung Bayern: „Wenn mich jemand fragt, warum wir das Birkhuhn in der Rhön schützen, antworte ich: Es ist ein empfindlicher Prüfstein. Verlieren wir es, dann verschwinden auch seltene Arten wie Raubwürger oder Wiesenpieper. Es bringt nichts, wenn wir gute Lebensräume haben und genetisch fitte Birkhühner, Prädatorenmanagement ist entscheidend."
In der Pressekonferenz stellte der DJV das Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor. (V.l.: Thüringer Landwirtschaftsministeriumsreferent Achim Ramm, Präsident des LJV Thüringen Steffen Liebig, DJV Pressesprecher Torsten Reinwald und DJV Fangjagdexpertin Dr. Astrid Sutor)
In der Pressekonferenz stellte der DJV das Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor. (V.l.: Thüringer Landwirtschaftsministeriumsreferent Achim Ramm, Präsident des LJV Thüringen Steffen Liebig, DJV Pressesprecher Torsten Reinwald und DJV Fangjagdexpertin Dr. Astrid Sutor)
Stephan Wunderlich, Game Conservancy Deutschland: „Mit manipulierten Fotos machen Gegner Stimmung gegen die Fangjagd. Und der Nabu argumentiert, die Beute reguliere die Räuber, Fangjagd sei verzichtbar. In Schleswig-Holstein allerdings setzt derselbe Verein Fallen für Artenschutzprojekte ein – für jeden sichtbar. Hausbesitzer haben enorme Probleme, etwa mit dem Steinmarder. Und sie wissen sich zu helfen, den ‚Lästling‘ loszuwerden. Dafür werden Fallen importiert, die in keiner Weise dem Tierschutz entsprechen.
Stephan Wunderlich, Game Conservancy Deutschland: „Mit manipulierten Fotos machen Gegner Stimmung gegen die Fangjagd. Und der Nabu argumentiert, die Beute reguliere die Räuber, Fangjagd sei verzichtbar. In Schleswig-Holstein allerdings setzt derselbe Verein Fallen für Artenschutzprojekte ein – für jeden sichtbar. Hausbesitzer haben enorme Probleme, etwa mit dem Steinmarder. Und sie wissen sich zu helfen, den ‚Lästling‘ loszuwerden. Dafür werden Fallen importiert, die in keiner Weise dem Tierschutz entsprechen."
DJV stellt Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor.  Hier der Link zum Eckpunktepapier: http://bit.ly/1swN1XM
DJV stellt Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor. Hier der Link zum Eckpunktepapier: http://bit.ly/1swN1XM

Zum Beginn der Hauptjagdsaison ist die Sicherheit für Jäger und Jagdhund genauso wichtig wie die für alle Waldbesucher. Der Deutsche Jagdverband ruft Naturliebhaber dazu auf, auf Warnschilder zu achten.

Im Oktober beginnt die Hauptjagdsaison. Dabei wird Sicherheit groß geschrieben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an Wald- und Feldbesucher, auf Warnhinweise zu achten.

Im Herbst und Winter laufen die Bewegungsjagden – auch Treib- oder Drückjagden genannt. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machen an Straßen sowie Wald- und Feldwegen auf Bewegungsjagden aufmerksam. Der DJV bittet Spaziergänger, Jogger, Reiter und andere Naturfreunde, die Warnschileder zu beachten.

Auf Sicherheit im Jagdbetrieb wird in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Insbesondere bei Bewegungsjagden müssen sich alle an der Jagd unmittelbar Beteiligten durch signalfarbene Kleidung deutlich von der Umgebung abheben. Das Jagdgebiet ist für Erholungssuchende in der Regel deutlich gekennzeichnet, und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen ist genau festgelegt. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen dafür, dass Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden. Die Erde dient also als natürlicher Kugelfang.

Bei Bewegungsjagden ziehen zahlreiche Treiber und Hunde langsam durch den Wald. Durch die dabei entstehende Unruhe werden Rehe, Wildschweine und Co. auf die „Beine“ gebracht und ohne Hast in Richtung der Schützen „gedrückt“. So haben die Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, Alter, Geschlecht und Konstitution der Wildtiere besser zu erkennen und einen Schuss sicher zu platzieren.

Mit den Bewegungsjagden erfüllen Jägerinnen und Jäger einen Großteil der staatlichen Abschusspläne und produzieren dabei Wildfleisch, ein hochwertiges Nahrungsmittel aus nachhaltiger Nutzung. Ohne Bejagung würden sich beispielsweise Pflanzenfresser wie Reh- oder Rotwild in unserer Kulturlandschaft stark vermehren und Bäume im Wald schädigen. Wildschweine könnten ihren Bestand ohne Jagd übers Jahr sogar vervierfachen. Dadurch wären landwirtschaftlich genutzte Flächen bedroht. Aber auch anpassungsfähige Räuber wie der Fuchs könnten ohne Jagd die sowieso stark bedrohten Kleinsäuger und bodenbrütende Vogelarten regional auslöschen.

Derzeit produziert der DJV mehrere Videos zum Thema „Sicherheit bei der Jagd“. Sie werden demnächst auf dem YouTube-Kanal des Verbands unter www.youtube.com/djvjagdschutzverband veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Jagd ist vergleichsweise sicher. Der Durchschnittsdeutsche lebt in den eigenen vier Wänden 10-mal gefährlicher als der Jäger bei der Jagd.

Die Landwirtschaftliche Sozialversicherung listet für das Jahr 2010 zwei tödliche Jagdunfälle durch Schusswaffen bei über 350.000 Jägern, im Archiv der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind genau 3 tödliche Jagdunfälle mit Waffen verzeichnet. Die Wahrscheinlichkeit, als Jagdbeteiligter tödlich zu verunglücken, liegt auf Basis der dpa-Zahlen bei 0,00085 Prozent. Hingegen lag 2010 das Risiko, im Hausbereich tödlich zu verunglücken, bei etwa 0,009 Prozent (7.500 tödliche Unfälle bei 81 Millionen Deutschen).

Auf der Straße geht es ebenfalls risikoreich zu: 2010 gab es 3.648 Verkehrstote bei 54 Millionen Führerscheininhabern. Die Wahrscheinlichkeit, als Verkehrsteilnehmer zu sterben, liegt demnach bei 0,007 Prozent. Das Autofahren ist also etwa 8-mal gefährlicher. Bergwandern ist fast 5-mal gefährlicher als Jagen: 45 der rund 900.000 Mitglieder des Deutschen Alpenvereines verunglückten 2010 tödlich (0,004 Prozent).

Der europäische Jagdverband FACE fordert für Jäger mehr Anerkennung bei ihrer Rolle in der Naturerhaltung. Er betonte auf einer gemeinsam mit der Europäischen Kommission organisierten Konferenz die positive Rolle der Jagd in der Wildtiererhaltung und Habitatwiederherstellung und pochte auf sein Recht als vollwertige Umweltorganisation angesehen zu werden.

Der Europäische Umweltkommissar Janez Potocnik erkannte die wichtige Rolle der Jäger in der Erhaltung der Wildvogelerhaltung an und sagte: “Seit mehr als 35 Jahren hilft die Vogelrichtlinie beim Schutz von Europas wilden Vögeln. Verantwortungsvolle und nachhaltige Jagd hat dabei auch eine wichtige Rolle gespielt, unterstützt durch Übereinkommen zwischen Jägern und Vogelerhaltungsorganisationen, wie dieses, das wir heute feiern zwischen BirdLife und FACE. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Jägergemeinschaft einen so proaktiven Ansatz zur Vogelerhaltung verfolgt und der EU Naturgesetzgebung einen so hohen Stellenwert beimisst.

FACE, der Zusammenschluss der Verbände für Jagd und Naturerhaltung in der EU, veranstaltete gestern gemeinsam mit der GD Umwelt der Europäischen Kommission eine Konferenz in Brüssel anlässlich des 35. Jahrestags der Vogelrichtlinie. Die Konferenz wurde vom Europäischen Umweltkommissar Janez Potočnik eröffnet.

Die Konferenz mit dem Titel “Eine neue Vision für die Vogelrichtlinie und die positive Rolle der Jagd” hob hervor, dass die Jagd und die Vogelrichtlinie nicht im Widerspruch stehen. Im Gegenteil, Jagd und Jäger tragen aktiv zur Erhaltung von Wildvögeln, Habitaten und Biodiversität bei. Die Richtlinie kennt die Legitimität der Jagd als eine Form der nachhaltigen Nutzung an, die signifikante soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Nutzen hat. Im Ergebnis handeln die europäischen Jäger als vollwertige Umweltorganisationen, die dazu beitragen, dass die von den EU-Entscheidungsträgern gesetzten Ziele erreicht werden.

Die Redner gaben Beispiele für durch Jäger durchgeführte Projekte und Initiativen, die auf die Erhaltung von Wildvogelarten, Habitatwiederherstellung und Verbesserung der wissenschaftlichen Kenntnisse von Zug- und Landvögeln abzielen – oftmals in Kooperation mit anderen Umweltakteuren. Die Präsentationen stellten heraus, dass Gesetzgebung alleine für die Wildtiererhaltung nicht ausreicht und dass auch eine Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Institutionen angestrebt werden muss. Konkrete Aktionen und motivierte Menschen vor Ort sind Grundvoraussetzung für die Erreichung der in der Vogelrichtlinie definierten Ziele. Über 35 Jahre lang haben europäische Jäger bewiesen, dass sie effektive Partner bei der Erreichung dieser Zielsetzungen sind.

Die Konferenz wurde von Schlüsselpersonen aus der Europäischen Kommission, Europaabgeordneten und Vertretern von politischen Institutionen und Naturschutzorganisationen besucht und hatte hochrangige Redner aus der Kommission, NGOs, Wissenschaft, nationaler Politik und Jagdverbänden eingeladen.

Die Konferenz markierte außerdem zehn Jahre seit der Unterzeichnung des Übereinkommens zwischen BirdLife International und FACE, welches sich durch konstruktiven Dialog zwischen den beiden Organisationen auszeichnet. FACE steht fest hinter dem gemeinsamen Bekenntnis mit BirdLife International, keine Initiativen mit dem Ziel von Anpassungen des Textes der Vogelrichtlinie zu unterstützen – in der Überzeugung, dass solche Initiativen nur die derzeitigen Bestimmungen der Vogelrichtlinie schwächen würden, was nicht im Interesse beider Organisationen ist.

FACE Präsident Gilbert de Turckheim fasste den Standpunkt der Jäger zu dem Funktionieren der Vogelrichtlinie zusammen: “Die Interpretation dieser Richtlinie muss mit mehr Flexibilität durchgeführt werden, um Dispute zu vermeiden, die keinen Bezug zu dem Erhaltungsstatus von Vögeln haben. Die Top-Priorität für die Zukunft ist der Schutz von Habitaten und es ist entscheidend, ein weites Netzwerk von motivierten Memschen vor Ort zu haben, die tatsächlich Erhaltungsziele erreichen”.

Die Agenda "Eine Vision für die Vogelrichtlinie und die positive Rolle der Jagd" kann hier eingesehen werden - einfach klicken.

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