Am Dienstag hat sich der Verein Norddeutsche Wildtierrettung gegründet. Er setzt sich für die Förderung der Jungwildrettung mittels ferngesteuerter Drohnen und anderer Techniken ein. Die Devise lautet: Den technischen Fortschritt zu Gunsten des Wildes nutzen!
Am Dienstag, den 9. Juli 2019 fand die erste außerordentliche Mitgliederversammlung der Norddeutschen Wildtierrettung e. V. im Lehrrevier des LJV Hamburg statt. Der im Februar gegründete Verein setzt sich unter anderem für die Förderung der Jungwildrettung mittels ferngesteuerter Drohnen, Wärmebild und anderer neuer Techniken ein. Die Vorstandsmitglieder – Andreas Alfred Brandt, Axel Claußen und Detlef Zacharias – begrüßten die Präsidenten, Geschäftsführer und Vertreter der Landesjagdverbände Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, der Landesjägerschaften Bremen und Niedersachsen, der Arbeitsgemeinschaft „Jagdgenossenschaften und Eigenjagden im Bauernverband Hamburg e. V.“ sowie als potenzielles Neumitglied den Bauernverband Schleswig-Holstein e. V. „Es ist das erste Mal, dass sechs Landesjagdverbände und ein Bauernverband etwas gemeinsam auf die Beine stellen. Das muss kein einmaliges Projekt bleiben, aber es ist ein Anfang“, sagt Andreas Alfred Brandt.
Hartwig Fischer, Ehrenpräsident des Deutschen Jagdverbandes e. V., unterstützt als Schirmherr den Verein Norddeutsche Wildtierrettung e. V.. Für die Öffentlichkeitsarbeit in den Regionen sind Sonja Wilkening (LJV Berlin), Anna Lena Kaufmann (LJV Schleswig-Holstein und Hamburg) und Inga Maushake-Chelius (LJ Niedersachsen) ernannt worden.
Vor zwei Wochen wurde in Namibia ein Elefantenbulle erlegt. Die Tierrechtsszene gab ihm den Namen "Voortrekker". Das Tier war Teil einer Herde, die mehrfach in menschliche Siedlungen eindrang. CIC und DJV fordern eine Versachlichung der Debatte im Umgang mit Mensch-Wildtier-Konflikten.
Die Erlegung eines Elefantenbullen, den Tierrechtler "Voortrekker" (dt. "Patriot") nennen, ruft internationale Proteste hervor. Was verschwiegen wird: Das namibische Umwelt- und Tourismusministerium hat den Elefanten zum Problemtier erklärt, weil er mehrfach zusammen mit anderen Elefanten in menschliche Siedlungen vordrang. Ein Jäger hat den Elefanten schließlich erlegt, um weitere Gefahren von Menschen abzuwenden. Die Tierrechtsszene ruft nun zu einem Tourismusboykott für Namibia auf. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) fordern mehr Realitätsbewusstsein bei der Beurteilung von Mensch-Tier-Konflikten.
Nachdem es 1995 noch 7.000 Elefanten gab, leben heute mehr als 22.000 Elefanten in Namibia. Durch eine Dürre, die bereits drei Jahren andauert, nehmen Konflikte mit Elefanten zu, die auf der Suche nach Wasser in menschliche Siedlungen vordringen, diese zerstören und sogar Menschen töten. Rund 8.000 Euro nimmt die Kommune in der Erongo-Region durch die Erlegung des Tieres ein. Mit dem Geld werden die Schäden durch Elefanten kompensiert. Die lokale Bevölkerung profitiert zudem von den rund drei Tonnen Fleisch, eine willkommene Proteinquelle.
Das namibische Umwelt- und Tourismusministerium äußerte sich zur Erlegung des Elefanten mit den Worten: "Wir halten nichts davon, Wildtieren Namen zu geben. Namen für Wildtiere lösen eine emotionale Bindung an ein bestimmtes Tier aus und trüben das Urteilsvermögen in Fragen des Naturschutzes. Wir aber treffen Entscheidungen auf Grundlage bewährter Prinzipien, Richtlinien und Gesetze die dem Naturschutz dienen." Namibia gilt als eines der Länder Afrikas, die eine Vorbildfunktion für erfolgreichen Artenschutz haben.
Elefanten, Nashörner und Löwen profitieren in Namibia vom Grundsatz der nachhaltigen Nutzung von Wildtierbeständen, er ist Teil der namibischen Verfassung. Die Weltnaturschutzunion IUCN stellt fest: Jagd sorgt weltweit für mehr Toleranz, wenn es um das Zusammenleben mit Wildtieren geht, sie reduziert Mensch-Tier-Konflikte und Wilderei. Dort, wo der örtlichen Bevölkerung durch Wildtiere erhebliche Kosten durch Ernteschäden oder Verluste von Nutzvieh entstehen, sind Tötungen aus Rache und Wilderei weit verbreitet. Einnahmen aus Jagd bieten der lokalen Bevölkerung Anreize, Wildtiere zu schützen.
Noch bis August säugen Seehunde ihren Nachwuchs auf Sandbänken an den Küsten. Der Deutsche Jagdverband bittet Urlauber, Abstand zu halten. Junge Seehunde auf keinen Fall anfassen, sonst werden sie zu Waisen.
Urlauber an der Nord- und Ostseeküste können derzeit mit etwas Glück Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Noch bis August säugen die Tiere ihren Nachwuchs auf Sandbänken. Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt dringend, einen Mindestabstand von 300 Metern einzuhalten: Fühlen sich die Tiere gestört, kann es sein, dass Mutter- und Jungtier getrennt werden. Das kann fatale Folgen haben. Die kleinen Robben müssen alle paar Stunden gesäugt werden, sonst verhungern sie.
Abstand halten gilt auch beim Auffinden vermeintlich verlassener Jungtiere, die nach ihrer Mutter rufen. Manchmal befindet sich diese in der Nähe auf Futtersuche im Wasser. Oder sie hat ihren Nachwuchs nur zum Säugen auf der Sandbank abgelegt. Falsch verstandene Tierliebe kann Seehundjunge zu verwaisten Heulern machen: Menschen sollten das Tier keinesfalls anfassen, da die Mutter es dann wahrscheinlich nicht mehr annimmt. Seehunde haben als Fischfresser zudem von Geburt an spitze Zähne. Sie können damit ernsthafte Verletzungen hervorrufen und über den Speichel Krankheiten übertragen.
Urlauber sollten Heuler längere Zeit aus sicherer Entfernung beobachten und im Zweifelsfall die zuständige Seehundstation anrufen. Speziell geschulteWattenjagdaufseher (Niederachsen) und Seehundjäger (Schleswig-Holstein) entscheiden vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Handelt es sich um einen Heuler, der endgültig von seiner Mutter getrennt wurde, wird dieser in die jeweilige Einrichtung zur Aufzucht gebracht. Vor allem nach Stürmen werden vermehrt Heuler an der Küste gesichtet. Ansprechpartner für die gesamte niedersächsische Küste ist die Seehundstation Norddeich (Telefon 04931/ 97 33 30), für die Küsten in Schleswig-Holstein die Station Friedrichskoog (Telefon 04854/ 13 72).
In Norddeich wurden im vergangenen Jahr knapp 250 Seehunde eingeliefert, in Friedrichskoog rund 210. Schleswig-Holstein hat für 2018 mit 4.500 Seehund-Geburten in freier Natur einen Rekord verzeichnet - ein Plus von mehr als 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Niedersachsen hingegen waren die Zählergebnisse rückläufig: Knapp 2.160 Jungtiere bedeuten ein Minus von rund 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Seehundstationen in Norddeich und Friedrichskoog gründen auf dem Engagement der Jäger und der jeweiligen Landesjagdverbände. Die für die Arbeit der beiden Stationen so wichtigen Wattenjagdaufseher oder Seehundjäger sind Jäger, die sich speziell fortgebildet haben und ihrer Tätigkeit ehrenamtlich nachgehen.
Für einen unbeschwerten Aufenthalt im Freien sollten Naturbesucher sich vor Zecken schützen, denn die kleinen Blutsauger können Krankheiten auslösen. Die beiden Zeckenexperten Dr. Dania Richter und Prof. Dr. Franz-Rainer Matuschka warnen jedoch vor Panikmache und geben im DJV-Gespräch Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wer jetzt in Wald und Flur unterwegs ist, macht mitunter Bekanntschaft mit einem unangenehmen Parasiten. Er wartet am Wegesrand oder im Unterholz auf potenzielle Beute für eine Blutmahlzeit: der Gemeine Holzbock, Deutschlands verbreitetste Zeckenart. „Er kommt von Flensburg bis Konstanz vor und mag es feucht und schattig“, sagt Biologin Dr. Dania Richter von der Technischen Universität Braunschweig. Naturbesucher sollten deshalb vor allem Übergangsstrukturen zwischen Wald und Wiese oder Lichtung, kleine Gehölze und Brachen meiden, empfiehlt der Deutsche Jagdverband (DJV). Die Zeckenforscherin ergänzt: „Natürlich fühlt er sich auch in Gärten, Parks oder auf Friedhöfen wohl – ein kurz gemähter Rasen ist allerdings weniger attraktiv als dichtes Gebüsch.“
Die Zecke ist faul
Der Gemeine Holzbock ist nicht wählerisch, bei wem er Blut saugt. Zu seinen Wirten zählen alle Wirbeltiere außer Amphibien und Fische. Auch das Blut von Mensch und Hund verschmäht er nicht. Die Zecke springt Wanderer weder hinterrücks an, noch lässt es sich meterweit vom Baum fallen: „Genau genommen ist er ein fauler Sack, der seinen Wirten auflauert“, erklärt Prof. Dr. Franz-Rainer Matuschka, Parasitologe von der Berliner Charité und der Universität Potsdam. Zecken lauern selten höher als einen Meter über dem Boden ihren Wirten auf und lassen sich von der Vegetation abstreifen.
Geringes Borreliose-Risiko
„Der Zeckenbiss an sich ist ungefährlich. Entscheidend für die Gesundheit ist, ob beim Saugakt Krankheitserreger wie Lyme-Borrelien oder FSME-Viren übertragen werden“, sagt Dr. Dania Richter. Während mit FSME-Viren befallene Zecken überwiegend im süddeutschen Raum inselartig vorkommen, treten Zecken, die Borrelien im Gepäck haben, bundesweit auf. Von sieben Arten, die in Europa beschrieben werden, sind fünf für den Menschen gefährlich. Obwohl vielerorts etwa ein Drittel der Zecken Lyme-Borrelien beherbergen können, liegt das Risiko, infiziert zu werden, im einstelligen Prozentbereich.
Übertragung erst nach 20 Stunden
Zudem: Die Erreger sitzen laut Experten im Darm der hungrigen Zecke und brauchen mindestens 20 Stunden, um über den Speichel in die Bisswunde übertragen zu werden. Kommt es zu einer bakterielle Erkrankung, tritt meist im Bereich der Bissstelle nach ein bis sechs Wochen ein roter Ring auf. Diese Wanderröte ist ein Indiz für Lyme-Borreliose. „Im Normalfall ist die Erkrankung nicht lebensbedrohlich und gut mit Antibiotika behandelbar. Bei Menschen mit Vorerkrankungen oder einem schwachen Immunsystem kann es allerdings unter Umständen auch einen schwerwiegenden Verlauf nehmen“, sagt Prof. Dr. Franz-Rainer Matuschka. Dies sei aber extrem selten.
Mit einem hellen Leinentuch fangen die Wissenschaftler Zecken
Bei ihren Forschungen haben die beiden Wissenschaftler eine interessante Entdeckung gemacht: Wiederkäuer wie Ziegen oder Rehe lassen sich nicht mit dem Erreger – der von Vögeln, Nagetieren und Eidechsen auf die Zecke übertragen wird – infizieren. Das Gegenteil ist der Fall. Eine befallene Zecke, die bei einem Wiederkäuer Blut saugt, verliert den Erreger der Lyme-Borreliose. Das Wiederkäuer-Blut löscht den Erreger sozusagen aus.
Schutz gegen Zecken
Wer jegliches Risiko ausschließen möchte, schützt sich. Wie? „Indem wir den Zecken das Leben schwer machen – etwa mit Anti-Zeckenmittel. Ein Wirkstoff, der gut anschlägt, ist Icaridin. Lange, helle Kleidung und Hosenbeine in den Socken helfen ebenfalls. Gegen FSME kann man sich impfen lassen“, so die Empfehlung der Experten. Nach jedem Aufenthalt im Freien ist es zudem ratsam, sich gründlich abzusuchen (Zecken-Check). Hat doch einmal eine Zecke „angebissen“, sollte sie rein mechanisch mit Pinzette, Zeckenhaken oder Zeckenschlinge entfernt werden. Wichtig: Erst anschließend die Wunde desinfizieren.
Heute ist Auftaktveranstaltung des Kooperationsprojekts „Bunte Biomasse“ von Veolia Stiftung, Deutschem Jagdverband und Deutscher Wildtier Stiftung. Für mehr Artenvielfalt: Wildpflanzenmischungen sollen deutschlandweit 500 Hektar Mais für die Biogasproduktion ersetzen.
Schluss mit der Theorie, es geht in die Praxis: Die Projektpartner Veolia Stiftung, Deutscher Jagdverband und Deutsche Wildtier Stiftung laden heute um 14 Uhr zur Auftaktveranstaltung ihres Gemeinschaftsprojekts „Bunte Biomasse“ in die Feldflur ein. Ort des Geschehens: der Landwirtschaftsbetrieb Schulte in Delbrück (NRW). Teilnehmer der Veranstaltung bekommen hautnah vorgeführt, wie „Bunte Biomasse“ funktionieren kann. Nach einer kurzen inhaltlichen Einführung wird vor den Augen der Gäste eine mehrjährige, ertragreiche Wildpflanzenmischung eingesät, die zukünftig Biomasse für die Methanproduktion liefern soll. Auch unterschiedlich alte, etablierte Bestände werden besichtigt: Dem Summen und Brummen lauschen, nachfragen, Ideen sammeln – alles möglich!
Für eine größere Biodiversität in der Feldflur sollen im Rahmen des Projekts in den kommenden fünf Jahren deutschlandweit 500 Hektar Mais durch ertragreiche, mehrjährige Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion ersetzen werden. Landwirt Schulte ist einer von bereits 25 Landwirten bundesweit, die sich seit dem Projektauftakt im April bei den Initiatoren gemeldet haben. Er möchte auf etwa 10 Hektar Mais durch Wildpflanzen ersetzen. „Für mich als Landwirt und Biogasanlagenbetreiber ist Bunte Biomasse wahrscheinlich die effizienteste Möglichkeit, um die Lebensräume in der Feldflur zu verbessern“, betont Richard Schulte. „Meine Flächen sind ein Magnet für Feldhasen, Fasane und viele Brutvögel.“
Die positiven Wirkungen von „Bunter Biomasse“ sind unstrittig: Die Kulturen aus bis zu 25 verschiedenen Wildpflanzenarten haben im Vergleich zu anderen Energiepflanzen eine bessere Struktur als Bruthabitat, weisen deutlich mehr Blütenvielfalt und -reichtum aus und haben dadurch eine größere und vielfältigere Wirbellosen-Fauna. Zusätzlich sorgen mehrjährige Wildpflanzen nach der Ernte für einen Bewuchs im Winter und damit für Erosionsschutz und ein Nahrungs- und Deckungshabitat für Wintergäste und Niederwild. Hervorzuheben ist auch, dass die Intervalle der Bodenbearbeitung im Wildpflanzenanbau mit 5-jähriger Nutzung im Vergleich zu konventioneller Ackernutzung oder zwei-Kultur-Nutzung wesentlich größer sind. So erfolgen in den Jahren 2 bis 5 nur Düngung und Ernte. Die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln ist nicht erforderlich. Schließlich haben die Wildpflanzen ein hohes Potenzial zur Stickstoffbindung, was den Stickstoffaustrag ins Grundwasser deutlich vermindert.
Hinsichtlich der Biomasseerträge gibt es zwischen dem Anbau von Wildpflanzen und Silomais kaum noch eine Differenz. Da allerdings der Methanertrag des Substrats von den Wildpflanzenflächen nur bei etwa 70 Prozent pro Tonne Trockenmasse im Vergleich zum Mais liegt, gewährt das Projekt „Bunte Biomasse“ einen Ausgleich von 250 Euro pro Hektar und Nutzungsjahr. Im kalkulatorischen Ergebnis ergibt sich dann eine Abweichung zwischen Wildpflanzen und Silomais von minus 45 Euro: Eine Investition, deren „Return-on-Investment“ sich angesichts der umfassenden positiven Wirkungen für Biodiversität, Bodenqualität und Wasserressourcen mehr als sehen lassen kann!
Ansprechpartner:
Torsten Reinwald
Pressesprecher
Deutscher Jagdverband e.V.
Tel.: 0160 / 97857970
Lange Dürreperioden können gefährlich werden für das Reh. Gegen hohe Temperaturen haben Wildtiere zahlreiche Strategien entwickelt.
Der Deutsche Wetterdienst warnt derzeit vor sehr starker Hitzebelastung. Zwar sind heimische Wildtiere gut angepasst, andauernd hohe Temperaturen und Trockenheit bedeuten allerdings Stress. Ausgedörrte Wiesen und ausbleibende Taubildung: Besonders betroffen sind Tiere wie Rehe, die fast den gesamten Flüssigkeitsbedarf durch die Nahrung decken. Jägerinnen und Jäger helfen Wildtieren mit künstlich angelegten Wasserstellen, davon profitieren auch zahlreiche Insekten- oder Vogelarten. Darauf macht der Deutsche Jagdverband aufmerksam (DJV) und bittet Erholungssuchende, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen: Zusätzlicher Stress, etwa durch stöbernde Hunde, sollte vermieden werden.
Während der extremen Hitzeperiode 2018 erreichten den DJV zahlreiche Meldungen von verendet aufgefundenen Rehen. Viele waren stark abgemagert oder überdurchschnittlich stark von Parasiten befallen. In einigen Regionen Deutschlands haben Jäger 2018 zudem sehr wenig Wildschweinnachwuchs registriert. Experten vermuten als eine Ursache ebenfalls die lang anhaltende Dürrephase.
Gegen Hitze haben heimische Wildtiere unterschiedliche Strategien entwickelt: Hirsche genießen es, wenn ihnen das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals steht. Wildschweine wälzen sich gern im Schlamm, in der sogenannten Suhle. Das erfrischt und hilft gegen blutsaugende Plagegeister wie Zecken oder Stechmücken. Sie bleiben in der abtrocknenden Schlammschicht kleben und werden am nächsten Baum abgescheuert.
Wie Haushunde hecheln auch Füchse und Wölfe, um überschüssige Körperwärme abzugeben. Ihnen fehlen Schweißdrüsen, die dem Menschen Abkühlung verschaffen. Schattige Plätze sind auch in der Tierwelt beliebt: Dachse, Füchse oder Wildkaninchen dösen in ihrem unterirdischen Bau, umgeben von feuchter und kühler Erde. Feldhasen pumpen mehr Blut in ihre langen Ohren. Die überschüssige Wärme wird so über die dünne Haut an den wenig behaarten Ohren abgegeben. Auch Vögel leiten Wärme ab, sie nutzen dazu einen Luftzug um die Beine oder stellen sich mit den Füßen in kühlendes Wasser.
Bei großer Hitze sinkt bei fast allen Lebewesen der Bewegungsdrang. Die große Ausnahme bildet das eigentlich dämmerungsaktive Rehwild: Sie haben im Juli und August Paarungszeit. Der Rehbock folgt auch tagsüber seiner verehrten Ricke viele Kilometer und kommt kaum zur Ruhe.
Der Deutsche Jagdverband hat die Informationsmappe "Erbschaften" veröffentlicht. Sie zeigt Jägern und Naturfreunden, wie sie durch Schenkungen und Vermächtnisse Einzelprojekte deutscher Jagdverbände unterstützen können.
Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat auf dem Bundesjägertag in Berlin die Informationsmappe „Erbschaften“ vorgestellt. Darin enthalten ist die etwa 30 Seiten starke Broschüre „Ihr Beitrag für Wild, Jagd und Natur“ mit verschiedenen Projekten des DJV und der 15 Landesjagdverbände. Sie soll Jägern und Naturfreunden Möglichkeiten aufzeigen, durch Schenkungen und Vermächtnisse konkrete Einzelprojekte der deutschen Jagdverbände zu unterstützen.
Die Projekte jagdlichen Engagements sind vielfältig: etwa die neu gegründete Norddeutsche Wildtierrettung e. V., die Naturlandgesellschaft der Baden-Württemberger, das brandenburgische Schreiadlerprojekt, ProNatur Schleswig-Holstein oder die Stiftung Lebensraum Thüringen. Der DJV bittet als Dachverband um Unterstützung für seine Initiative "Lernort Natur". Zusätzlich wird zu Spenden und Vermächtnissen für das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München sowie für die Deutsche Jagdbibliothek in Melsungen aufgerufen.
Die Informationsmappe enthält zudem den Erbrechtsleitfaden „Nach dem letzten Halali“ für Jäger und Naturfreunde. Fachkundig und verständlich werden erbrechtliche Fragen für Jäger und ihre Familien erörtert. Eigene Kapitel sind den Jagdwaffen und der Situation bei Pachtverträgen im Todesfall gewidmet. Zusätzlich enthält der Erbrechtsratgeber verschiedene Mustertexte.
Anregen soll die umfangreiche Informationsmappe „Erbschaften“ dazu, über den eigenen Tod hinaus einen Beitrag für Wild, Jagd und Natur in Deutschland zu leisten. Jürgen Semmelsberger ist DJV-Ansprechpartner für weitere Informationen. Zudem können die Mitglieder der Landesjagdverbände eine kostenlose juristische Erstberatung bei dem im Erbrecht tätigen Hamburger Rechtsanwalt Andreas Alfred Brandt in Anspruch nehmen.
Einzelexemplare der Informationsmappe „Erbschaften“ können kostenfrei angefordert werden.
Layout ist jetzt benutzerfreundlicher. Nutzer können Tierfunde einfacher verwalten und anschauen. Meldungen können bis zu drei Monate bearbeitet werden.
Der DJV hat die App des Tierfund-Katasters komplett überarbeitet und Anregungen von Nutzern umgesetzt. Die Anwendung gibt es jetzt zum Herunterladen im App-Store von Apple und Google Play. Über ein einfaches Update wird die neue Version automatisch installiert.
Die Navigation ist jetzt noch nutzerfreundlicher, zum Beispiel ist die Suche der Tierart durch Piktogramme vereinfacht. Nutzer können
Die App bietet ein modernes Design. Innerhalb weniger Klicks können Tierfunde erfasst und angesehen werden.
jetzt eigene Tierfunde über eine Karten- und eine Listenansicht verwalten. Eine nachträgliche Bearbeitung der Meldungen ist bis zu drei Monate möglich.
Ab sofort reicht eine einmalige Registrierung, danach ist der Nutzer automatisch bei jedem Öffnen der App angemeldet. Wer sich abmeldet und seine Zugangsdaten nicht mehr parat hat, kann jetzt die Funktion "Passwort vergessen" direkt in der App nutzen. Das war bisher nur über die Internet-Seite möglich.
Das Tierfund-Kataster gibt es seit 2011: Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben es entwickelt. Ende 2016 hat der Deutsche Jagdverband (DJV) das Projekt auf ganz Deutschland ausgeweitet. Erstmals ist es möglich, Wildunfälle nach bundesweit einheitlichen Standards zu erfassen. Inzwischen haben sich über 12.000 Nutzer registriert und über 55.000 Datensätze eingetragen.
Alle Naturliebhaber, Verkehrsteilnehmer und Jäger können über die kostenlose App oder die Internetseite Tierfunde melden. Wissenschaftler ermitteln im zweiten Schritt Wildunfall-Schwerpunkte. Diese sollen schließlich entschärft werden - für mehr Tierschutz und Sicherheit auf Straßen.
Seit der Ankündigung ein Jagdverbot aufzuheben, sieht sich Botswanas Regierung mit einer Flut an Beleidigungen und sogar Aufrufen zum Tourismus-Boykott konfrontiert. Während einer Rede in den USA wird Botswanas Präsident verbal von einer Tierrechtsaktivistin attackiert und nimmt zu ihren Vorwürfen Stellung. CIC und DJV gratulieren zu einem Lehrstück in Sachen Demokratieverständnis, Menschenrechte und praktischem Artenschutz.
Mit den Worten „Sie haben Blut an Ihren Händen“ greift die US- Tierrechtsaktivistin Lizzette Reyes Botswanas Präsident Masisi an, als dieser eine Rede in den USA hält. Sachlich und souverän kontert Masisi die Vorwürfe, die sich auf das Ende des Jagdverbots in Botswana beziehen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlichen einen Mitschnitt der Rede mit deutschen Untertiteln. Botswana beherbergt über 130.000 Elefanten, ihr Bestand wächst jährlich um bis zu 4 Prozent. Seit Anfang 2017 bis heute haben Elefanten über zwei Dutzend Menschen getötet.
"Erst vergangene Woche kam es in Botswana wieder zu zwei tödlichen Attacken von Elefanten auf Menschen. Wir täten gut daran aufzuhören, dem Land vorschreiben zu wollen, wie es mit seinen Wildtieren umzugehen hat", so Hannes Siege vom CIC Deutschland. Ausufernde Mensch-Wildtier-Konflikte durch Großwild wie Elefanten, Büffel und Löwen haben Botswanas Regierung dazu veranlasst, ein seit 2014 auf Kommunal- und Staatsland bestehendes Jagdverbot auf den Prüfstand zu stellen. Bei einer Umfrage unter der Bevölkerung und Experten hatten sich 90 Prozent der Befragten für seine Aufhebung ausgesprochen. Nun wird die Jagd unter strengen Maßstäben wieder legalisiert.
"Jagdgegner fordern immer wieder ein Ende der Jagd auf "ikonische" Tierarten wie Elefant, Löwe oder Giraffe. Wie im Fall von Botswana eindrucksvoll nachzuvollziehen ist, sind Jagdverbote kontraproduktiv, da sie Wildtieren ihren Wert und damit der lokalen Bevölkerung Anreize nehmen, diese Tiere zu schützen. Zu diesem Schluss kommen auch Institutionen wie die Weltnaturschutzunion IUCN", so DJV-Vizepräsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff. Durch Jagdverbote verschärfen sich Lebensraumverlust und Wilderei, die wirklichen Bedrohungen der Wildtiere. Forderungen von Jagdverboten empfinden betroffene Länder als „neokolonialen Eingriff“ in ihr souveränes Recht auf nachhaltiges Management ihrer Wildtiere und deren Lebensräume.
Am vergangenen Wochenende fand der Bundesbläserwettbewerb des Deutschen Jagdverbandes (DJV) im Schlosspark des Jagdschloss Kranichstein in der Nähe von Darmstadt, Hessen, statt.
Die Bläsergruppe des Kreisjagdvereins Groß-Gerau (Hessen) gewann am Samstag die Klasse Es (geblasen mit Parforcehörnern) mit 853 Punkten von 855 möglichen Punkten vor der Gruppe Mildetal-Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und der Jagdhornbläsergruppe Betzendorf aus Niedersachsen.
Sonntag konnte sich die Bläsergruppe des Kreisjagdvereins Gelnhausen (Hessen) mit 970 Punkten von 975 möglichen Punkten an die Spitze der Klasse A setzen. Die dort vorgetragenen Stücke werden mit Fürst-Pless Hörnern geblasen. Den zweiten Platz belegte die „Visbeker Bläserrotte“ aus Niedersachsen, gefolgt von den Bläsern „Hubertus Gießen“ (Hessen).
In der Klasse G, die gemeinsam mit Fürst-Pless Hörnern und Parforcehörnern geblasen wird, konnte sich die Gruppe der Kreisjägerschaft Krefeld aus Nordrhein-Westfalen mit 972 von 975 möglichen Punkten gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die Jagdhornbläsergruppen des Kreisjagdvereins Groß-Gerau (Hessen) und Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) belegten die Plätze zwei und drei.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Abschlussblasen vor der Siegerehrung, bei dem alle Gruppe unter Anleitung des DJV-Bundesbläserobmanns Jürgen Keller gemeinsam die Signale erklingen lassen. „Ein voller Erfolg! Tolle Ergebnisse mit hoch motivierten und fröhlichen Jagdhornbläsern“, so Keller. Besonders freute er sich über die Gäste aus Tschechien, der Slowakei, Österreich und der Schweiz.
Das zuständige Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbandes (DJV), Steffen Liebig (Präsident Landesjagdverband Thüringen), und der Bundesbläserobmann des DJV, Jürgen Keller, zeichneten die Bundessieger aus. An dem Bundeswettbewerb, den der DJV alle zwei Jahre ausrichtet, nahmen 48 Gruppen mit rund 800 Jagdhornbläsern teil.