Im Fokus: die Auswertung von Jagdstatistiken für verschiedene Paarhufer. Ein weiterer Schwerpunkt sind invasive Arten wie Waschbär und Nilgans. Der Bericht enthält zudem Gastbeiträge zu Elch, Kormoran und Feldhase.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute den Jahresbericht 2018 des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Er enthält Jagdstatistiken von 9 ausgewählten Wildarten. Auf 56 Seiten im A4-Format werden aktuelle Jagdergebnisse und der 10-Jahres-Trend mit Karten und Diagrammen erläutert. Den aktuellen WILD-Bericht sowie weitere Informationen gibt es ab sofort hier.

WILD ist ein Projekt des Deutschen Jagdverbandes und seiner Landesjagdverbände. Es ist das bundesweit größte Monitoringprojekt für überwiegend jagdbare Arten. Seit 2001 erheben Jäger Daten zu Vorkommen, Populationsdichte und -entwicklung von ausgewählten Tierarten. Wissenschaftler werten die Daten aus. Für den kommenden Bericht haben etwa 25.000 Jäger wieder Daten auf einer Fläche von 13 Millionen Hektar erhoben. Das entspricht 36 Prozent der Fläche Deutschlands.

Bis zum 31. März 2020 können bis zu drei Exemplare gratis bei der DJV-Service GmbH angefordert werden. Ab vier Exemplaren werden die anfallenden Versandkosten berechnet. Ab April ist der WILD-Bericht dann kostenfrei zzgl. Versandkosten im DJV-Shop bestellbar.

Bestelladresse:

DJV-Service GmbH
Friesdorfer-Str. 194a
53175 Bonn
Tel. 0228/387290-0
E-Mail: info@djv-service.de

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier. Ausführliche Ergebnisse des WILD-Monitorings gibt es hier digital und interaktiv.

Knapp 62.000 Nutria haben Jäger 2018/19 erlegt - Allzeitrekord und 261 Prozent mehr in zehn Jahren. Ihre Ausbreitung ist eine Gefahr für Deichschutz und Artenvielfalt. Jagdstrecken für Waschbär und Marderhund sind leicht rückgängig. Einsatz von Fallen gegen diese invasiven Arten ist essentiell.

Im vergangenen Jagdjahr 2018/19 (1. April bis 31. März) haben Jäger in Deutschland 61.953 Nutria erlegt. Das sind knapp 18 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 261 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Aufgrund anhaltend milder Winter kann sich die Nutria stark ausbreiten. Der Pflanzenfresser aus Südamerika untergräbt Deiche und frisst bedrohte Röhrichtarten. Die Nutria gilt als invasive Art, ebenso wie der Waschbär aus Nordamerika. Von ihm haben Jäger in der zurückliegenden Jagdsaison 166.508 Tiere erlegt - minus 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marderhund aus China ist die dritte invasive Art, die sich stark ausgebreitet hat in Deutschland: 29.165 Tiere haben Jäger erlegt (minus 6,7 Prozent). Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich Europas größter Jagdfachmesse, der Jagd und Hund in Dortmund, veröffentlicht.

Daten des von Jägern gegründeten Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) zeigen die Verbreitungsschwerpunkte der Nutria: im westlichen und östlichen Niedersachsen (Ems, Elbe), in Nordrhein-Westfalen, im Westen Baden-Württembergs (Rhein), im Norden Sachsen-Anhalts (Elbe) sowie im Nordwesten und Süden Brandenburgs (Havel, Schwarze Elster, Spreewald, Neiße). Von 2006 bis 2015 hat sich das Vorkommen bundesweit verdoppelt, in 16 Prozent aller Jagdbezirke kommt die Nutria bereits vor. Neue Monitoring-Ergebnisse liegen im Sommer 2020 vor. Der Waschbär kommt inzwischen in 43 Prozent, der Marderhund in einem Viertel der Reviere vor.

Die wenig scheue Nutria unterhöhlt Uferbereiche und Deichanlagen oder legt Nester aus Schilf und Gras an. Sie kann Uferröhrichte durch Fraß stark schädigen und damit auch Lebensräume seltener Arten. Das Bundesamt für Naturschutz empfiehlt deshalb an gefährdeten Orten den systematischen Einsatz von Lebendfangfallen und den Abschuss. Der DJV begrüßt diese Position, und weist darauf hin, dass auch für Waschbär und Marderhund eine intensive Jagd notwendig ist, um die Bestände einzudämmen. Die Einschränkung der Jagd in Schutzgebieten oder ein Verbot der Jagd mit der Falle ist nach Ansicht des DJV kontraproduktiv für den Artenschutz und fahrlässig.

Nahezu doppelt so viele Frauen und Männer wie zehn Jahre zuvor traten im Jahr 2019 zur staatlichen Prüfung an. 19 Prozent haben nicht bestanden. Die meisten Prüflinge gab es in Niedersachsen: 4.163.

Insgesamt über 18.900 Frauen und Männer haben sich 2019 an der staatlichen Jägerprüfung versucht. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2018, aber 96 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: 19 Prozent der Schüler bestanden die Prüfung im ersten Anlauf nicht. Die meisten Prüflinge gab es 2019 laut DJV-Statistik in Niedersachsen: 4.163. An zweiter Stelle steht Baden-Württemberg (2.860), gefolgt von Bayern (2.271) und Mecklenburg-Vorpommern (2.248). Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich der Jagd und Hund, Europas größter Jagdfachmesse, veröffentlicht.

Für die Vorbereitung auf die staatliche Jägerprüfung gibt es spezielle Kurse. Die Prüfung umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Wildbiologie, Jagdpraxis, Waffenkunde, Hundewesen, Fleischhygiene, Jagd-, Tier- oder Naturschutzrecht. Durchschnittlich 1.900 Euro kostet die Jägerausbildung, ergab eine DJV-Umfrage

Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerprüfung gibt es in der Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“. 

Der DJV unterstützt mit der Kampagne Wild auf Wild das zweite Wild Food Festival auf der Messe Jagd und Hund in Dortmund (28. Januar bis 2. Februar 2020). In Workshops und auf der Bühne präsentieren Experten die große kulinarische Vielfalt von Wildbret und zeigen, wie es sich zubereiten lässt. Jetzt anmelden für die Workshops! Tickets und weitere Infos gibt es im Internet unter: wildfoodfestival.de.

 

Lebensraumerhalt, Nutzung natürlich nachwachsender Ressourcen und Aufgabe für Generationen: Anlässlich der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund stellen DJV und CIC in Deutschland 22 Kriterien für die nachhaltige Jagd vor.

Afrikanische Schweinepest vorbeugen, klimastabile Wälder schaffen, invasive Arten wie den Waschbär eindämmen: die Jagd hat vielfältige Aufgaben von gesellschaftlicher Bedeutung. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) stellen 22 Kriterien vor, die nachhaltige Jagd ausmachen. Es gilt, ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen.

DJV und CIC in Deutschland definieren Jagd als extensive, schonende Nutzungsform natürlicher Ressourcen und erläutern ihre Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität. "Der Kritierienkatalog gibt Antworten auf die immer wieder gestellte Frage, was nachhaltige Jagd eigentlich ist. Er ist eine umfangreiche Richtschnur für das Verhalten und die Kommunikation über den Wert der Jagd", so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der deutschen Delegation des CIC. Durch die konsumptive Nutzung von Wild liefert die Jagd ein hochwertiges Lebensmittel, generiert Einkommen und schafft Arbeitsplätze - speziell im ländlichen Raum. "Jagd trägt in Deutschland und international zum Erhalt der freilebenden Tierwelt und ihrer Lebensräume bei. Sie verschafft ihnen einen Wert, was zu deren Schutz führt", so DJV-Vizepräsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff.

Die Verbände wollen die Jagd als festen Bestandteil menschlichen Daseins verstanden wissen und kommende Generationen durch gemeinsame Umweltbildung an Jagd und Natur heranführen. "Wir sehen in den gemeinsamen Kriterien den Fahrplan für eine zukunftsfähige Jagd. Durch Prinzipien, Kriterien und Indikatoren wird nachhaltige Jagd nachvollziehbar dargestellt und eine zeitgemäße, fachlich einwandfreie Jagdpraxis definiert", so Prinz Michael von Sachsen-Weimar, Initiator des Kriterienkatalogs für eine nachhaltige Jagd.

388.529 Menschen haben 2019 einen Jagdschein gelöst - 4.100 mehr als im Vorjahr. Die meisten kommen aus Nordrhein-Westfalen: 87.659. Bezogen auf die Bevölkerung liegt Schleswig-Holstein vorn: 8,1 Jäger pro 1.000 Einwohner.

Im Jahr 2019 haben 388.529 Personen einen Jagdschein gelöst. Das sind knapp 4.100 mehr als im Vorjahr. Bezogen auf das Jahr 1990 gibt es damit heute ein Viertel mehr Jägerinnen und Jäger in Deutschland. Die meisten kommen aus Nordrhein-Westfalen: 87.659. Es folgen Niedersachsen (60.000), Bayern (48.000) und Baden-Württemberg (46.772). Bezogen auf die Einwohnerzahl hat der Norden die Nase vorn. Auf Platz 1: Schleswig-Holstein, dort gibt es 8,1 Jäger pro 1.000 Einwohner. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern (7,8) und Niedersachsen (7,5). Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich Europas größter Jagdfachmesse, der „Jagd und Hund“, veröffentlicht.

Bundesweit gesehen kommt laut aktueller DJV-Statistik 4,7 Jäger auf 1.000 Einwohner. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld. Vorne ist hier Finnland - dort leben 58 Jäger pro 1.000 Einwohner. Beim Schlusslicht, den Niederlanden, liegt der Wert bei 1,7 pro 1.000. 

Knapp ein Viertel aller Teilnehmer der Jägerausbildung sind in Deutschland laut DJV-Statistik Frauen. Der Anteil von Jägerinnen in Deutschland liegt bei 7 Prozent. 41 Prozent der Jägerschaft engagieren sich ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz, dabei Frauen öfters als Männer.

Der DJV unterstützt mit der Kampagne Wild auf Wild das zweite Wild Food Festival auf der Messe Jagd und Hund in Dortmund (28. Januar bis 2. Februar 2020). In Workshops und auf der Bühne präsentieren Experten die große kulinarische Vielfalt von Wildbret und zeigen, wie es sich zubereiten lässt. Jetzt anmelden für die Workshops! Tickets und weitere Infos gibt es im Internet unter: wildfoodfestival.de.

 

Wildbret im Rampenlicht: Bühnenshows, Workshops und kulinarische Köstlichkeiten locken vom 28. Januar bis zum 2. Februar 2020 Besucher nach Dortmund. Mit der Kampagne "Wild auf Wild" präsentiert der DJV 19 Veranstaltungen. Am Gemeinschaftsstand in der Westfalenhalle sammeln Jäger Spenden für die Dortmunder Tafel. 

Nach gelungener Premiere findet das „Wild Food Festival“ vom 28. Januar bis zum 2. Februar 2020 zum zweiten Mal auf Europas größter Jagdmesse, der Jagd & Hund, statt. In der Westfalenhalle präsentiert sich der Deutsche Jagdverband (DJV) am Gemeinschaftsstand A30 mit der Jagdzeitschrift Halali und dem Wilden Metzger. Im Zentrum steht die Kampagne „Wild auf Wild“: 19 Bühnenshows und Workshops präsentiert der DJV.

Neben Jägern und Anglern werden vor allem Fans der guten Küche angesprochen. Am Stand setzt Conrad "Conny" Baierl mit wildem Fingerfood kulinarische Akzente. Für Wild auf Wild treten an: Fleisch-Sommelier Michael Keller von Keller Promotion, der BBQ-Liebhaber Rob Reinkemeyer von Kakato sowie Koch und Jäger Jonas Baumgärtner von Wild-Cooking. Mit dabei auch Grillmeisterin Mora Fütterer von MoCuisine und Metzger-Meister Conrad Baierl alias der Wilde Metzger. Ebenso am Start sind die beiden Jäger Torsten "Pistole" von Hardcorefood und Sebastian Kapuhs.

Von der Verarbeitung bis zur Zubereitung von Wildgerichten: Anfänger und Fortgeschrittene lernen in Seminaren, wie simpel und vielseitig das Fleisch von Wildschwein, Reh und Co zubereitet werden kann. Das Besondere: Auch invasive Arten wie Nutria landen auf dem Teller. Fisch wird geschickt mit Wild kombiniert.

Für die Messebesucher gibt es gegen Spende Kochhefte, Broschüren und Poster rund um das Thema Wildbret. Insgesamt 8.000 Euro haben die Jagdzeitschrift Halali und der DJV letztes Jahr gemeinsam für die Dortmunder Tafel gesammelt. Dieses Jahr beteiligen sich auch der Wilde Metzger und der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen. Die Messe Dortmund unterstützt im Rahmen der JAGD & HUND die Aktion. 

Weitere Informationen und Fotos vom Messeauftritt gibt es auf Instagram (@wildaufwild.de) und auf Facebook (@jagdverband.wildaufwild).

Am Gemeinschaftsstand sammeln die Zeitschrift HALALI, der Wilde Metzger und DJV Geld für Bedürftige. Unterstützt wird die Aktion von der JAGD & HUND der Messe Dortmund. Gegen Spende gibt es Grillhefte und Wildbretposter. Weiter im Angebot: Wildspezialitäten.

Wild Food Festival 2020: Am Gemeinschaftsstand in der Westfalenhalle, Stand A30, empfangen HALALI, der Wilde Metzger Conrad Baierl und der Deutschen Jagdverband (DJV) die Besucher in Dortmund vom 28. Januar bis 2. Februar 2020. Mit der Initiative Wild auf Wild präsentiert der DJV zudem zahlreiche Kochshows auf der Bühne und Workshops. Gemeinsam sammeln die drei Partner am Stand Spenden für die Dortmunder Tafel. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen sammelt ebenfalls an allen seinen Ständen auf der Messe. Die Messe Dortmund unterstützt im Rahmen der JAGD & HUND die Aktion.

Der Wilde Metzger Conrad „Conny“ Baierl serviert „sau leckere“ Wildspezialitäten: Hirschleberkäse in der Laugenecke, Prager Schinken und Pulled Pork Sandwiches von der wilden Sau. Mit drei Aktionen sammeln die Standpartner Geld für die Dortmunder Tafel. Pünktlich zur Messe erscheint die HALALI Sonderausgabe „So schmeckt Jagd“, in Kooperation mit der Initiative Wild auf Wild. Das Heft gibt es gegen Spende. Es ist prall gefüllt mit tollen Grillrezepten für Wildbret, Infos rund ums Grillen sowie Profitipps vom Wilden Metzger für die richtigen Cuts. Die beliebten Wildbret-Poster von Wild auf Wild gibt es ebenfalls gegen Spende. Von jeder verkauften Flasche Underberg Kräuterlikör am Gemeinschaftsstand gehen zudem 50 Prozent des Erlöses an die Tafel.

Im vergangenen Jahr haben die drei Partner an sechs Messetagen rund 8.000 Euro für die Dortmunder Tafel gesammelt. Das Ergebnis soll 2020 übertroffen werden.

Behörden melden weiteres infiziertes Wildschwein in Polen. DJV bittet darum, verdächtige Wildschweinkadaver nicht anzufassen und sofort die Behörden zu informieren. Über das Tierfund-Kataster werden Daten direkt weitergeleitet.

Südlich der polnischen Stadt Sorau haben Behörden bei einem Wildschwein das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Damit ist die Tierseuche nur noch rund 12 Kilometer entfernt von Sachsen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet insbesondere Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten und diese umgehend zu melden. Den grenznahen Regionen von Sachsen und Brandenburg gilt besonderes Augenmerk. Wegen des hohen Verbreitungsrisikos der Krankheit sollten tot aufgefundene Tiere nicht angefasst oder eigenhändig transportiert werden. Experten bergen im Ernstfall verdächtige Tierkadaver in speziellen, dichten Behältnissen. Das Virus ist für den Menschen ungefährlich, tötet allerdings Haus- und Wildschweine in kürzester Zeit. Durch Exportbeschränkungen drohen den schweinehaltenden deutschen Landwirten hohe wirtschaftliche Verluste.

Die Früherkennung eines möglichen ASP-Ausbruchs ist besonders wichtig, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. In Zusammenarbeit mit dem Friedlich-Loeffler-Institut hat der DJV deshalb das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) ausgebaut: Eingetragene Daten zu toten Wildschweinen werden automatisch an das zuständigen Veterinäramt weitergeleitet. So können Behörden im Ernstfall schnell Maßnahmen einleiten. Weitere Informationen liefert die Broschüre “Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest”, die der DJV vergangene Woche veröffentlicht hat. Die Broschüre gibt es digital auf www.jagdverband.de. Die gedruckte Version kann bei Übernahme der Versandkosten bei der DJV-Service GmbH bestellt werden. Entweder direkt unter www.djv-shop.de, per Mail (info@djv-service.de) oder telefonisch unter: 0228 387290 0. Laufend aktualisierte Informationen zur Afrikanischen Schweinepest gibt es hier: www.jagdverband.de/asp.

DJV und JGHV sind entsetzt: Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will einen Jäger anklagen, weil er einen Wolf tötete, der unter Zeugen Jagdhunde angegriffen hat. Aufgrund drohender strafrechtlicher Risiken sollten Jäger keine Hunde mehr in Wolfsgebieten einsetzen. Die Verbände fordern Bund und Länder auf, Rechtssicherheit zu schaffen - Vorbild könnte Schweden sein.

Anfang 2019 hat ein Wolf bei einer Jagd mehrere Jagdhunde angegriffen und schwer verletzt. Ein Jäger hat zuerst in die Hände geklatscht und einen Warnschuss abgegeben. Er tötete den Wolf schließlich, da er nicht von den Hunden abließ. Zeugen haben den Vorgang bestätigt, ein Tierarzt die Bissverletzungen. Nach Angaben des Verteidigers Dr. Heiko Granzin ergibt sich anhand der Aktenlage eine eindeutige Notstandssituation. Der zuständige Staatsanwalt hat nun in einem Telefonat gegenüber dem Verteidiger mitgeteilt, dass der Jäger nach seiner Rechtsauffassung in keinem Fall hätte schießen dürfen - ungeachtet der Notstandslage. Nach Ansicht von Dr. Granzin ist dies „absurd“. Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will Anklage erheben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) sind entsetzt. Sollte sich diese Rechtsansicht durchsetzen, sollten Jäger wegen der strafrechtlichen Risiken künftig keine Jagdhunde mehr für Stöberjagden und Nachsuchen in Wolfsgebieten einsetzen. DJV und JGHV fordern Bund und Länder auf, die Rechtsunsicherheit umgehend zu beenden.

„Der Gesetzgeber muss jetzt handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Und weiter: Das Gesetz schreibe den Einsatz von gut ausgebildeten Jagdhunden vor. Es sei deshalb inakzeptabel, dass sie im Einsatz nicht geschützt werden könnten. "Auch andere Hundebesitzer werden durch das drohende Urteil kriminalisiert, wenn sie ihrem Hund bei einem Wolfsangriff helfen wollen", ergänzte JGHV-Präsident Karl Walch. Als vorbildlich erachten DJV und JGHV die Rechtslage in Schweden: Dort könnten Jäger einen Wolf bereits töten, wenn er im Begriff ist, Hunde oder Nutztiere zu attackieren. Zuvor muss allerdings versucht werden, den Wolf durch Rufen und Warnschüsse zu vertreiben. Beides ist im Brandenburger Fall gegeben gewesen. 

Ohne qualifizierte Jagdhunde sind effektive Stöberjagden - insbesondere auf Wildschweine - und Nachsuchen nicht möglich. In Deutschland lebt in jedem fünften Haushalt ein Hund, insgesamt etwa 9,4 Millionen Tiere. An Jäger und andere Hundebesitzer appellieren beide Verbände: Bei vermeintlichen Wolfsattacken umgehend einen Tierarzt einschalten und eine DNA-Probe sichern lassen. Der Nachweis von Wolf-DNA ist nur wenige Stunden möglich. Die meisten Wunddesinfektionsmittel machen Proben unbrauchbar.

Die meisten Wolfsangriffe auf Hunde gibt es in Skandinavien von Oktober bis Dezember - zwischen 1995 und 2018 über 600. Laut Norwegian Institute for Nature Research endeten 400 davon für den Hund tödlich. Der DJV geht davon aus, dass auch in Deutschland die Zahl der Übergriffe auf Hunde zunehmen wird.

Der DJV präsentiert Jagd und Jäger. Attraktion ist ein naturnahes Biotop mit Jagdhunden, Greifvögeln und Rebhühnern. Kinder entdecken die Ausstellung mit einem Lernort-Natur-Quiz. Es gibt Gerichte mit Wild aus der Region und Koch-Shows. Weiteres Thema: Wildunfälle. Besucher testen an einen Fahrsimulator ihre Aufmerksamkeit. 

Auf der Internationalen Grünen Woche präsentiert der Deutsche Jagdverband (DJV) auf knapp 400 Quadratmetern Produkte der Jagd, Wildtiere und heimische Natur. Im Biotop mit echten Pflanzen und Tierpräparaten zeigen Jäger Elemente einer strukturreichen Kulturlandschaft. Attraktion sind die beiden lebenden Rebhühner Rita und Rudolf. Zu finden ist der DJV-Stand vom 17. bis 26. Januar 2020 in Halle 27, Stand 204. Eine aktuelle Berichterstattung über die gesamte Messe gibt es täglich über die sozialen Medien.

Für Kinder und Schüler bieten die Jäger ein informatives und unterhaltsames Programm: Im Quiz können junge Entdecker erforschen, welche heimischen Raubsäuger sich hinter welchen Spuren verbergen. Das geschulte und fachkundige Lernort-Natur-Team steht bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Wildunfälle sind ein weiterer Schwerpunkt. Etwa alle zweieinhalb Minuten kollidiert laut DJV-Wildunfallstatistik ein Wildtier mit einem Auto. Besucher können ihre Reaktionsfähigkeit an einem Bremssimulator testen. Was zu tun ist, wenn es wirklich kracht und welche Maßnahmen zur Wildunfallprävention wirksam sind, erklären DJV-Mitarbeiter. Unter anderem wird das Tierfund-Kataster vorgestellt (www.tierfund-kataster.de). Mehr als 12.000 Menschen melden damit bereits bundesweit Wildunfälle.

Falkner des Deutschen Falkenordens (DFO) präsentieren gefiederte Jäger wie Adler, Habicht und Wanderfalke. Hundetrainerin Alexandra Weibrecht und das Team vom Jagdgebrauchshundverband (JGHV) bringen zahlreiche Jagdhunderassen zum Stand und klären Fragen rund um die Jagdhundeausbildung.

Pelz aus der heimischen Jagd ist Schwerpunkt der Fellwechsel GmbH, die am Stand darüber informiert, wie die Jäger erlegte Wildtiere einer sinnvollen und nachhaltigen Nutzung zuführen können.

Hungrige Besucher können sich über herzhafte regionale Wildspezialitäten von Gastronom Ingo Noack und seinem Team (www.festtagsbetreuung.de) freuen. Wildbret ist ein ursprüngliches und hochwertiges Lebensmittel. An mehreren Tagen zeigen Köche auf der halleneigenen Bühne wie daraus leckere Gerichte entstehen. Kosten ist ausdrücklich erwünscht.

Berichterstattung auf Facebook: https://www.facebook.com/Jagdverband/
Berichterstattung auf Instagram: https://www.instagram.com/jagdverbanddjv

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