Pilze sammeln im Einklang mit der Natur

Der Wald bietet im Herbst ein reiches Angebot an Speisepilzen wie Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen. Der DJV bittet Sammler, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen und gibt Tipps.

Der Moronenröhrling ist ein guter Speisepilz.  (Quelle: Kaufmann/DJV)
Der Moronenröhrling ist ein guter Speisepilz. (Quelle: Kaufmann/DJV)

Im Wald locken jetzt Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Stein- oder Birkenpilze. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an Pilzsammler, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. Ende September bereiten sich viele Wildtiere auf den Winter vor und bauen Fettreserven auf. Dichtes Unterholz und ausgewiesene Wildruhezonen sind wichtige Rückzugsorte für Reh, Wildschwein und zahlreiche andere Tiere. „Wer möchte schon im Wohn- oder Schlafzimmer von ungebetenen Gästen überrascht werden?“, sagte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten Sammler nur so viele Pilze mitnehmen wie sie am selben Tag verwerten können. Zumal deren Haltbarkeit in Kühlschrank oder Keller auf ein bis zwei Tage begrenzt ist. Zum Sammeln eignen sich am besten klassische Pilzkörbchen aus Holzgeflecht. Tüten oder Gefäße aus Kunststoff sind nicht empfehlenswert - das gilt auch für die Aufbewahrung. Die Pilze drohen darin schnell zu faulen.

Pilze lassen sich für bis zu sechs Monate einfrieren. Sie zu trocknen ist gut fürs Aroma. Das geht zum Beispiel im Backofen. Danach die dünnen Scheiben in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Waldpilze sind übrigens hervorragende Begleiter für Wildgerichte. Entsprechende herbstliche Rezeptideen gibt es im Internet auf der Seite wild-auf-wild.de

Einige heimische Speisepilze haben übrigens giftige Doppelgänger. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, pflückt nur, was er kennt. Pilzberatungsstellen vermitteln Sachverständige aus der Region. Sie überprüfen Pilze auf Essbarkeit.