Großdemonstration am 18. März in Düsseldorf. Der Landesjagdverband NRW will von Politikern Klarheit.

Der Landesjagdverband NRW nutzt auch die Messe „Jagd und Hund“ zum Protest gegen die Pläne der Landesregierung für ein neues Jagdgesetz. Präsident Ralph Müller-Schallenberg rief bei der Eröffnung (am Dienstag, 3. Februar) in den Dortmunder Westfalenhallen Jäger, Land und Leute zur Großdemonstration vor dem Landtag in Düsseldorf am Mittwoch, 18. März, auf unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“

Andere Verbände bekundeten ihre Solidarität mit der Jägerschaft. Johannes Nüsse, Präsident des Fischereiverbandes NRW: „Die Kampagne des Landesjagdverbandes hat einen Ruck durch das Land gebracht.“ „Beeindruckend und wichtig für die Jagd in ganz Europa“, nannte Gilbert Baron de Turckheim, Präsident des europäischen Jagdverbandes FACE, den Einsatz der nordrhein-westfälischen Jägerschaft.

Nach Meinung Müller-Schallenbergs ist der Gesetzentwurf „reine Klientelpolitik, grüner Parteilobbyismus pur und von Ökokonzernen wie dem Nabu diktiert gegen Jagd, Jäger und den ganzen ländlichen Raum.“ Dagegen werde der Landesjagdverband sich mit seinen Partnern weiter wehren. Man habe die Jagd zu einem zentralen Thema der nordrhein-westfälischen Politik gemacht. Die Landesregierung bekomme keine auch nur annährend vergleichbare öffentliche Unterstützung für ihren Gesetzentwurf. „Es gibt nur massenhaften Protest.“ Die SPD werde die Zeche fürs Jagdgesetz zahlen, wenn sie bei ihrem kleineren Koalitionspartner von den Grünen nicht wesentliche Änderungen durchsetzt.

Den 31 Landräten, von denen 25 der CDU angehören, werde aber wohl auch noch einmal auf den Zahn zu fühlen sein. Nach der wiederholten und ausdrücklichen Erklärung der ostwestfälischen und der Münsterländer Landräte gegen die Wiedereinführung der Jagdsteuer komme die Erklärung des Landkreistages etwas sibyllinisch daher, die Wiedereinführung sei zwar nicht geboten, aber grundsätzlich hätte man diese potentielle Einnahmequelle vielleicht doch ganz gern zurück.

„Wir können das nur so verstehen, dass die Landesregierung und die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die von der rot-grünen Düsseldorfer Koalition beabsichtigte Wiedereinführung der Jagdsteuer unverzüglich aus dem Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz zu streichen haben“, sagte Müller-Schallenberg. Denn in den Regionalkonferenzen des Landesjagdverbandes mit 15.000 Teilnehmern und im Landtag hatten Vertreter der Koalition stets betont, sie würden die seit 2009 abgeschaffte Jagdsteuer nicht wiedereinführen, wenn der Landkreistag dies nicht ausdrücklich fordere. So hat der SPD-Fraktionsgeschäftsführer im Landtag, Marc Herter, auf der Konferenz des Landesjagdverbandes in Werl am 28. Oktober erklärt, eine „Zwangsbeglückung der Kreise“ komme für die SPD-geführte Regierungskoalition nicht in Frage. In seiner Vorstandssitzung am 20. Januar hat der Verband der Landkreise nun ausdrücklich festgestellt, dass er die geplante „Wiedereinführung der Jagdsteuer nicht für geboten hält“.

Damit bleibt der Beschluss der Landräte deutlich unter den von der Düsseldorfer Koalition selbst gestellten Bedingungen. Der Landkreistag fordert trotz der finanziellen Sehnsüchte der Kommunen ausdrücklich nicht die Wiedereinführung der Jagdsteuer, sondern hält sie für nicht geboten. Jägerpräsident Müller-Schallenberg: „Wenn Düsseldorf Wort hält, müsste das Thema vom Tisch sein. Denn was wäre es anders als Zwangsbeglückung, wenn ich etwas erhalte, das zu bekommen ich nicht für geboten halte.“

Die Proteste gegen das geplante Landesjagdgesetz gehen jetzt in die Kreise und Gemeinden. In den Kreisjägerschaften werden die 237 Landtagsabgeordneten zu Lokalkonferenzen und Veranstaltungen gebeten und als Mitglieder des Gesetzgebungsorgans Landtag nach ihrer Haltung zum Landesjagdgesetz befragt.

Die diesjährige „Jagd und Hund“ (bis zum 8. Februar) steht im Zeichen der Warnfarbe Orange. Am LJV-Stand in Halle 6 der Westfalenhallen gibt es die passende Protestkappe für 15 Euro zu kaufen. Der Erlös fließt in die Finanzierung der LJV-Protestkampagne.

Demonstrationsaufruf Düsseldorf

Der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege e.V. ist stolz auf die hervorragende Platzierung bei einem der größten Umweltpreise Europas. Dies zeigt, dass Naturschutz aus Jägerhand bundesweit geschätzt wird.

Als eines von zehn, bundesweit ausgesuchten Naturschutzvorhaben war das Naturschutzprojekt „Wildkatzenland an Werra und Meißner“ des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege e.V. für die Endrunde des GreenTec Awards 2015, einem der größten Umweltpreise Europas, in der Kategorie „Sonderpreis des WWF (World Wide Fund for Nature)“ nominiert worden.

Bei der jetzt zu Ende gegangenen Online-Abstimmung im Internet belegten die Jägerinnen und Jäger aus dem Werra-Meißner-Kreis den 2. Platz. Dabei konnten viel größere Naturschutzverbände auf die weiteren Plätze verwiesen werden. Was zunächst nach einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg für das nordhessische Wildkatzenprojekt aussah, entwickelte sich in der letzten Woche der zwei Monate dauernden Abstimmungsphase zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem innerstädtischen Naturschutzprojekt aus Berlin, dem sich die nordhessischen Jägerinnen und Jäger schließlich geschlagen geben mussten.

„Wir sind stolz auf diesen zweiten Platz!“ betonte Rainer Stelzner, der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege. „Diese hervorragende Platzierung zeigt, dass Naturschutz aus Jägerhand bundesweit geschätzt wird. Besonders aber haben wir uns über die überragende Unterstützung der Jagdverbände und Jagdvereine aus ganz Deutschland gefreut. Aber auch viele Mitglieder nichtjagender Naturschutzverbände haben für uns gestimmt. Besonders groß aber war die Hilfe aus der Region. Die Institutionen des Werra-Meißner-Kreises, die Städte und Gemeinden, allen voran die für unseren Verein namensgebende Kreisstadt Eschwege, die Forstämter im Kreis und in ganz Hessen, der Naturpark, viele Firmen in der Region, Behörden und Ämter in ganz Hessen, die politischen Parteien und nicht zuletzt unzählige Privatpersonen haben für unsere, nordhessischen Wildkatzen abgestimmt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

„Die Kampagne um das Online-Voting für unser Wildkatzenprojekt hat deutlich gezeigt, dass Naturschutzprojekte durchaus in der Lage sind, die Menschen zu verbinden, und nicht – wie oft – zwangsläufig etwas trennendes haben müsse“, betonte Dr. Jörg Brauneis, der das Wildkatzenprojekt des Jagdvereins betreut. „Viele Zuschriften und Anrufe haben uns gezeigt, dass die Menschen die Wildkatzen lieben und dem Schutz ihres Lebensraumes, den unzerstörten, artenreichen Wäldern Nordhessens eine hohe Bedeutung beimessen. Wildkatzen und Wald stehen als Symbole für eine liebens- und lebenswerte Umwelt hier im Werra-Meißner-Kreis. Während der zweimonatigen Abstimmungsphase konnten wir unser Wildkatzenprojekt und damit auch die Natur im Werra-Meißner-Kreis in vielen Zeitschriften und auf zahlreichen Internetseiten präsentieren. Dass es zum Schluss für den Sieg nicht ganz gereicht hat, ist dabei bestenfalls ein kleiner Wermutstropfen. Jedenfalls ermutigt uns dieser zweite Platz dazu, uns auch weiter als Jägerinnen und Jäger für den Schutz der Wildtiere unserer Heimat und ihrer Lebensräume einzusetzen.“

Jäger lassen sich nicht verremmeln und erwarten eine Kraftanstrengung

Der Landesjagdverband setzt auf die Zusagen der größten Regierungsfraktion SPD, bei der Beratung des Landesjagdgesetzes im Landtag am Gesetzentwurf aus dem Ministerium von Johannes Remmel (Grüne) wesentliche Änderungen zu erreichen. Die Protestaktionen des Landesjagdverbandes in bisher fünf Regionalkonferenzen mit mehr als 15.000 Teilnehmern gehen in den nächsten Wochen unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ in die Kreise und Gemeinden.

mad Do., 2014-12-11 10:55

Der DJV führte Mitte November das Pilotprojekt Medientraining durch. Das Video zeigt nun die durchweg positive Resonanz der Teilnehmer.

Das Video zum DJV-Nachwuchskräfteseminar Pressearbeit ist jetzt auf dem YouTube-Kanal des DJV (http://bit.ly/medientraining) verfügbar. Das Medientraining wurde unter anderem aus dem Erlös der Tombola des Bundesjägertages 2014 finanziert. Das Video zeigt die Resonanz der Teilnehmer des Pilotprojektes Mitte November.

Eine durchweg positive Bilanz zog die Teilnehmerin Sandra Fogel: „Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, weil wir sehr professionell auf unsere ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet wurden“.

Die DJV-Nachwuchskräfteseminar 2014Mehrzahl der Teilnehmer wünschte sich vertiefende Weiterbildungen dieser Art. Folgeseminare zu den Themen „Kreatives Schreiben“ und „Web 2.0 in der Verbandsarbeit“ sind möglich.

Der DJV ruft potentielle Nachwuchskräfte aus den Landesjagdverbänden auf ihre Seminarwünsche für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu nennen. Kurze E-Mail genügt: bildung@jagdverband.de.

 

 

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