Claus Schäfer aus Rheinland-Pfalz ist zum zweiten Mal Bundesmeister im jagdlichen Schießen. In der Mannschaftswertung der Länder überraschten Hamburg und das Saarland mit sehr guten Ergebnissen. Bei den Damen wurde eine Rekordteilnahme erreicht.

(Berlin, 13. September 2016) Claus Schäfer aus Rheinland-Pfalz hat sich mit 343 von 350 möglichen Punkten und somit einem fast perfekten Schießergebnis in der Kombination Büchse und Flinte den Titel Bundesmeister aller Klassen gesichert. Obwohl er punktgleich mit Antonius Wulfers aus Niedersachsen abschloss, lag er durch eine bessere Flintenleistung (30/30) vor Wulfers (29/30). Dritter wurde Junior Florian Elsenheimer mit 341 Punkten aus Nordrhein-Westfalen, der sich mit dieser Leistung auch den Sieg in der Juniorenklasse sicherte. Eine Überraschung war der erste Platz der Hamburger Mannschaft im Gesamtklassement. Diese hatte im vergangenen Jahr nur Platz neun belegt. Der zweite Platz ging an das Saarland, das 2015 noch auf dem elften Rang abschloss. Dritte wurden die Niedersachsen.

In der Damenklasse siegte Kristin Sendker-Behrens aus Nordrhein-Westfalen mit 325 Punkten vor Carmen Wilshusen aus Niedersachsen (321) und Beate Reichhardt aus Hessen (319). Mit 84 Teilnehmerinnen waren überdies 11 mehr als im Vorjahr angetreten, eine Rekordbeteiligung unter den Schützinnen. An der Kurzwaffe gewann Maximilian Kruppa aus Niedersachsen (197) vor seinem Landsmann Günter Heinbockel (196) und Martin Mingebach aus Hessen (194). Der erste Platz in der Mannschaftswertung Kurzwaffe ging an Niedersachsen.

"Ich freue mich jedes Jahr auf dieses Event, weil mir der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern sehr wichtig ist", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Holger Bartels, der für den DJV die Bundesmeisterschaft bereits zum dritten Mal vor Ort begleitete. Auch DJV-Schießleiter Dr. Torsten Krüger zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. "Mit 690 gemeldeten Schützinnen und Schützen waren wir in diesem Jahr komplett ausgebucht. Das zeugt vor allem vom Leistungsbewusstsein in der Jägerschaft." Das hohe Niveau, auf dem man sich bewege, lasse sich gut daran ablesen, dass viele Wettkämpfe erst nach Stechen entschieden wurden. Dies sei bei der Flinten- und bei der Büchsenwertung der Fall gewesen. "Eine besondere Herausforderung waren die hohen Temperaturen, die den Schützen einiges an Konzentration und Kondition abverlangt haben", so Krüger. "Aber alle Teilnehmer haben einen kühlen Kopft bewahrt und mental sowie physisch Höchstleistungen gezeigt."

Die Bundesmeisterschaft 2017 findet in Garlstorf / Niedersachsen statt.

Die Jagdhornbläser spielen die
Die Jagdhornbläser spielen die "Begrüßung" zur Eröffnung.
Holger Bartels, Präsident LJV Bremen, eröffnet die DJV-Bundesmeisterschaft:
Holger Bartels, Präsident LJV Bremen, eröffnet die DJV-Bundesmeisterschaft: "Ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit der Waffe ist für uns Jägerinnen und Jäger eine Selbstverständlichkeit. Auf der Bundesmeisterschaft werden diese Fertigkeiten unter Beweis gestellt."
"Allen Schützen wünsche ich gute und zufriedenstellende Ergebnisse", sagt Dr. Torsten Krüger, DJV-Bundesschießobmann.
Sandra und Kai Clausen aus Schleswig-Holstein nehmen zum wiederholten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und erhoffen sich die nächst höhere Nadel.
Sandra und Kai Clausen aus Schleswig-Holstein nehmen zum wiederholten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und erhoffen sich die nächst höhere Nadel.
Auf dem Trapstand müssen die Schützen 15 Wurfscheiben beschießen.
Auf dem Trapstand müssen die Schützen 15 Wurfscheiben beschießen.
Arabelle Kobow begleitet den Wettbewerb mit verschiedenen Jagdhornbläsergruppen.
Arabelle Kobow begleitet den Wettbewerb mit verschiedenen Jagdhornbläsergruppen.
Die Wurfscheibe im Visier des Schützen.
Die Wurfscheibe im Visier des Schützen.
Stefan Frühauf aus Emsdetten nimmt zum dritten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und hofft auf ein gutes Ergebnis. (Quelle: Sebastian Kapuhs)
Stefan Frühauf aus Emsdetten nimmt zum dritten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und hofft auf ein gutes Ergebnis. (Quelle: Sebastian Kapuhs)
Siegerinnen der Damenklasse Büchse - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (v.l.n.r. Ernst-Dieter Meinecke, Dr. Torsten Krüger, Johanna Eckhardt/Platz 2, Katja Ullrich/Platz 1, Silke Bacher/Platz 3, Holger Bartels, Dirk Schulte-Frohlinde)
Siegerinnen der Damenklasse Büchse - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (v.l.n.r. Ernst-Dieter Meinecke, Dr. Torsten Krüger, Johanna Eckhardt/Platz 2, Katja Ullrich/Platz 1, Silke Bacher/Platz 3, Holger Bartels, Dirk Schulte-Frohlinde)
Siegerinnen der Damenklasse Flinte - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (Platzierungen v.l.n.r. Carmen Wilshusen/Platz 2, Silvia Pörschmann/Platz 1, Kristin Sendker-Behrens/Platz 3)
Siegerinnen der Damenklasse Flinte - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (Platzierungen v.l.n.r. Carmen Wilshusen/Platz 2, Silvia Pörschmann/Platz 1, Kristin Sendker-Behrens/Platz 3)

Claus Schäfer ist mit 343 von 350 Punkten zum zweiten Mal Bundesmeister im jagdlichen Schießen geworden. Über den Weg zum Erfolg auf der DJV-Bundesmeisterschaft 2016 im niedersächsischen Liebenau spricht der 49-Jährige im DJV-Interview.

DJV: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Erfolg auf der diesjährigen DJV-Bundesmeisterschaft! Zahlreiche Schützen erzielen im Training gute Ergebnisse, erreichen diese Leistungen jedoch nicht immer im Wettkampf. Wie haben Sie sich vorbereitet?

Schäfer: Ich nehme an möglichst vielen Wettkämpfen teil, um Erfahrung zu sammeln. Diese hilft mir, auch bei den letzten Wurfscheiben noch fokussiert zu bleiben und nicht in Hektik zu verfallen. Mein Ritual ist, vor dem Wettkampf auszuschlafen - nicht nur über zwei Tage, sondern über einen längeren Zeitraum - um körperlich und geistig belastbar zu sein.

Sie starten auch im sportlichen Schießen und sind kürzlich im Trap deutscher Meister geworden. Gibt es Unterschiede in der Vorbereitung zu den Wettbewerben im jagdlichen und sportlichen Schießen?

Nein, mein Rhythmus und meine Schießtechnik sind beim jagdlichen und sportlichen Schießen gleich. Beide Disziplinen schieße ich im jagdlichen Anschlag. Die Vorbereitung spielt sich im  Kopf ab, dieser muss klar sein.

Sie haben zwei Wettkämpfe erfolgreich bestritten. Tauschen Sie die Wettkampfwaffen nun gegen die Drückjagdbüchse oder Flinte?

Ich tausche sie gegen die Drückjagdbüchse, denn meine Faszination ist die Schwarzwildbejagung. In meinem Waldrevier, in dem ich seit über 30 Jahren Pächter bin, habe ich leider keine Gelegenheit auf Flugwild zu jagen.

Wie sind Sie damals zur Jagd und zum Schießen gekommen?

Durch meinen Vater, welcher mich mit zur Jagd und auf den Schießstand genommen hat. Bereits mit neun Jahren habe ich begonnen, im Schützenverein mit einem Luftgewehr zu schießen.

Als Schütze sind sie im Wettkampf auf sich allein gestellt, wie wichtig ist Ihnen familiäre Unterstützung?

Leider konnte meine Frau nicht anwesend sein. Ihr möchte ich aber den Sieg widmen. Das familiäre Umfeld gibt mir die nötige Kraft, um mich auf die Wettkämpfe zu konzentrieren. Daher habe ich meine Frau auch zuerst über den Erfolg informiert. Wichtig ist, an sich und sein Talent zu glauben und auch eine persönliche Bindung zu seiner Waffe zu haben. So habe ich den Schaft meiner Waffe beispielsweise selbst geschnitzt.

Etwa 700 Schützen starten heute auf der DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen. Am kommenden Samstag wird der neue Bundesmeister gekürt.

Heute startet die DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen in Liebenau (Niedersachsen). Auf der viertägigen Veranstaltung nehmen knapp 700 Schützen in verschiedenen Disziplinen teil. In unterschiedlichen Klassen müssen sich die Schützen mit der Flinte, der Büchse und der Kurzwaffe nach den Regeln der DJV-Schießvorschrift beweisen.

Holger Bartels, Präsident der Landesjägerschaft Bremen eröffnete am Vormittag den Wettbewerb: "Ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit der Waffe ist für uns Jägerinnen und Jäger eine Selbstverständlichkeit. Auf der Bundesmeisterschaft werden diese Fertigkeiten unter Beweis gestellt."

Der DJV richtet einmal jährlich eine DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen aus, welche an wechselnden Standorten stattfindet. In den letzten Jahren hat sich die Teilnehmerzahl stetig erhöht.

 

Die Jagdhornbläser spielen die
Die Jagdhornbläser spielen die "Begrüßung" zur Eröffnung.
Holger Bartels, Präsident LJV Bremen, eröffnet die DJV-Bundesmeisterschaft:
Holger Bartels, Präsident LJV Bremen, eröffnet die DJV-Bundesmeisterschaft: "Ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit der Waffe ist für uns Jägerinnen und Jäger eine Selbstverständlichkeit. Auf der Bundesmeisterschaft werden diese Fertigkeiten unter Beweis gestellt."
"Allen Schützen wünsche ich gute und zufriedenstellende Ergebnisse", sagt Dr. Torsten Krüger, DJV-Bundesschießobmann.
Sandra und Kai Clausen aus Schleswig-Holstein nehmen zum wiederholten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und erhoffen sich die nächst höhere Nadel.
Sandra und Kai Clausen aus Schleswig-Holstein nehmen zum wiederholten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und erhoffen sich die nächst höhere Nadel.
Auf dem Trapstand müssen die Schützen 15 Wurfscheiben beschießen.
Auf dem Trapstand müssen die Schützen 15 Wurfscheiben beschießen.
Arabelle Kobow begleitet den Wettbewerb mit verschiedenen Jagdhornbläsergruppen.
Arabelle Kobow begleitet den Wettbewerb mit verschiedenen Jagdhornbläsergruppen.
Die Wurfscheibe im Visier des Schützen.
Die Wurfscheibe im Visier des Schützen.
Stefan Frühauf aus Emsdetten nimmt zum dritten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und hofft auf ein gutes Ergebnis. (Quelle: Sebastian Kapuhs)
Stefan Frühauf aus Emsdetten nimmt zum dritten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und hofft auf ein gutes Ergebnis. (Quelle: Sebastian Kapuhs)
Siegerinnen der Damenklasse Büchse - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (v.l.n.r. Ernst-Dieter Meinecke, Dr. Torsten Krüger, Johanna Eckhardt/Platz 2, Katja Ullrich/Platz 1, Silke Bacher/Platz 3, Holger Bartels, Dirk Schulte-Frohlinde)
Siegerinnen der Damenklasse Büchse - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (v.l.n.r. Ernst-Dieter Meinecke, Dr. Torsten Krüger, Johanna Eckhardt/Platz 2, Katja Ullrich/Platz 1, Silke Bacher/Platz 3, Holger Bartels, Dirk Schulte-Frohlinde)
Siegerinnen der Damenklasse Flinte - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (Platzierungen v.l.n.r. Carmen Wilshusen/Platz 2, Silvia Pörschmann/Platz 1, Kristin Sendker-Behrens/Platz 3)
Siegerinnen der Damenklasse Flinte - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (Platzierungen v.l.n.r. Carmen Wilshusen/Platz 2, Silvia Pörschmann/Platz 1, Kristin Sendker-Behrens/Platz 3)

Claus Schäfer aus Rheinland-Pfalz hat sich mit 343 von 350 möglichen Punkten und somit einem fast perfekten Schießergebnis in der Kombination Büchse und Flinte den Titel Bundesmeister aller Klassen gesichert. Obwohl er punktgleich mit Antonius Wulfers aus Niedersachsen abschloss, lag er durch eine bessere Flintenleistung (30/30) vor Wulfers (29/30). Dritter wurde Junior Florian Elsenheimer mit 341 Punkten aus Nordrhein-Westfalen, der sich mit dieser Leistung auch den Sieg in der Juniorenklasse sicherte. Eine Überraschung war der erste Platz der Hamburger Mannschaft im Gesamtklassement. Diese hatte im vergangenen Jahr nur Platz neun belegt. Der zweite Platz ging an das Saarland, das 2015 noch auf dem elften Rang abschloss. Dritte wurden die Niedersachsen.

In der Damenklasse siegte Kristin Sendker-Behrens aus Nordrhein-Westfalen mit 325 Punkten vor Carmen Wilshusen aus Niedersachsen (321) und Beate Reichhardt aus Hessen (319). Mit 84 Teilnehmerinnen waren überdies 11 mehr als im Vorjahr angetreten, eine Rekordbeteiligung unter den Schützinnen. An der Kurzwaffe gewann Maximilian Kruppa aus Niedersachsen (197) vor seinem Landsmann Günter Heinbockel (196) und Martin Mingebach aus Hessen (194). Der erste Platz in der Mannschaftswertung Kurzwaffe ging an Niedersachsen.

 

"Ich freue mich jedes Jahr auf dieses Event, weil mir der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern sehr wichtig ist", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Holger Bartels, der für den DJV die Bundesmeisterschaft bereits zum dritten Mal vor Ort begleitete. Auch DJV-Schießleiter Dr. Torsten Krüger zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. "Mit 690 gemeldeten Schützinnen und Schützen waren wir in diesem Jahr komplett ausgebucht. Das zeugt vor allem vom Leistungsbewusstsein in der Jägerschaft." Das hohe Niveau, auf dem man sich bewege, lasse sich gut daran ablesen, dass viele Wettkämpfe erst nach Stechen entschieden wurden. Dies sei bei der Flinten- und bei der Büchsenwertung der Fall gewesen. "Eine besondere Herausforderung waren die hohen Temperaturen, die den Schützen einiges an Konzentration und Kondition abverlangt haben", so Krüger. "Aber alle Teilnehmer haben einen kühlen Kopft bewahrt und mental sowie physisch Höchstleistungen gezeigt."

Die Bundesmeisterschaft 2017 findet in Garlstorf / Niedersachsen statt.

Ergebnislisten der Bundesmeisterschaft 2016

Alle Sieger

Damenklasse


Jugendklasse


Altersklasse


Seniorenklasse


Offene Klasse


Kurzwaffe

Die Jagdhornbläser spielen die
Die Jagdhornbläser spielen die "Begrüßung" zur Eröffnung.
Holger Bartels, Präsident LJV Bremen, eröffnet die DJV-Bundesmeisterschaft:
Holger Bartels, Präsident LJV Bremen, eröffnet die DJV-Bundesmeisterschaft: "Ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit der Waffe ist für uns Jägerinnen und Jäger eine Selbstverständlichkeit. Auf der Bundesmeisterschaft werden diese Fertigkeiten unter Beweis gestellt."
"Allen Schützen wünsche ich gute und zufriedenstellende Ergebnisse", sagt Dr. Torsten Krüger, DJV-Bundesschießobmann.
Sandra und Kai Clausen aus Schleswig-Holstein nehmen zum wiederholten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und erhoffen sich die nächst höhere Nadel.
Sandra und Kai Clausen aus Schleswig-Holstein nehmen zum wiederholten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und erhoffen sich die nächst höhere Nadel.
Auf dem Trapstand müssen die Schützen 15 Wurfscheiben beschießen.
Auf dem Trapstand müssen die Schützen 15 Wurfscheiben beschießen.
Arabelle Kobow begleitet den Wettbewerb mit verschiedenen Jagdhornbläsergruppen.
Arabelle Kobow begleitet den Wettbewerb mit verschiedenen Jagdhornbläsergruppen.
Die Wurfscheibe im Visier des Schützen.
Die Wurfscheibe im Visier des Schützen.
Stefan Frühauf aus Emsdetten nimmt zum dritten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und hofft auf ein gutes Ergebnis. (Quelle: Sebastian Kapuhs)
Stefan Frühauf aus Emsdetten nimmt zum dritten Mal an der DJV-Bundesmeisterschaft teil und hofft auf ein gutes Ergebnis. (Quelle: Sebastian Kapuhs)
Siegerinnen der Damenklasse Büchse - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (v.l.n.r. Ernst-Dieter Meinecke, Dr. Torsten Krüger, Johanna Eckhardt/Platz 2, Katja Ullrich/Platz 1, Silke Bacher/Platz 3, Holger Bartels, Dirk Schulte-Frohlinde)
Siegerinnen der Damenklasse Büchse - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (v.l.n.r. Ernst-Dieter Meinecke, Dr. Torsten Krüger, Johanna Eckhardt/Platz 2, Katja Ullrich/Platz 1, Silke Bacher/Platz 3, Holger Bartels, Dirk Schulte-Frohlinde)
Siegerinnen der Damenklasse Flinte - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (Platzierungen v.l.n.r. Carmen Wilshusen/Platz 2, Silvia Pörschmann/Platz 1, Kristin Sendker-Behrens/Platz 3)
Siegerinnen der Damenklasse Flinte - Bundesmeisterschaft Schießen 2016 (Platzierungen v.l.n.r. Carmen Wilshusen/Platz 2, Silvia Pörschmann/Platz 1, Kristin Sendker-Behrens/Platz 3)

 


Ergebnislisten der Bundesmeisterschaft 2015

Alle Sieger

Damenklasse


Jugendklasse


Altersklasse


Seniorenklasse


Offene Klasse


Kurzwaffe

Niedersachsen Damenmannschaft, Trap, Gratulation an Inge Teuwsen (Bildmitte) und Carmen Wilshusen (rechts) zu 15 Tauben durch Schießleiter Dr. Torsten Krüger und Mannschaftsleiter Erwin Eichel.  (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Trap, Gratulation an Inge Teuwsen (Bildmitte) und Carmen Wilshusen (rechts) zu 15 Tauben durch Schießleiter Dr. Torsten Krüger und Mannschaftsleiter Erwin Eichel. (Quelle: Christine Hunger)
Skeet Stand 7, Einzelschütze Herbert Janecke. (Quelle: Christine Hunger)
Skeet Stand 7, Einzelschütze Herbert Janecke. (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Skeet, Ulrike Junge im Anschlag. (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Skeet, Ulrike Junge im Anschlag. (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Skeet, Ulrike Junge im Anschlag, Carmen Wilshusen schaut ihr über die Schulter. (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Skeet, Ulrike Junge im Anschlag, Carmen Wilshusen schaut ihr über die Schulter. (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Skeet, Nach einer erfolgreichen Runde gratulieren sich die Teilnehmer.  (Quelle: Christine Hunger)
Niedersachsen Damenmannschaft, Skeet, Nach einer erfolgreichen Runde gratulieren sich die Teilnehmer. (Quelle: Christine Hunger)
High Five bei den Niedersachsen: Gratulation an Carmen Wilshusen (Quelle: Christine Hunger)
High Five bei den Niedersachsen: Gratulation an Carmen Wilshusen (Quelle: Christine Hunger)
Scheiben 100m Stand auf den Keiler. (Quelle: Christine Hunger)
Scheiben 100m Stand auf den Keiler. (Quelle: Christine Hunger)
Fuchs wird für die nächste Runde vorbereitet. (Quelle: Christine Hunger)
Fuchs wird für die nächste Runde vorbereitet. (Quelle: Christine Hunger)
Überläufer (ziemlich weit weg :) stehend freihändig.  (Quelle: Christine Hunger)
Überläufer (ziemlich weit weg :) stehend freihändig. (Quelle: Christine Hunger)
Die Siegerinnen der Büchsenwertung (1. Carmen Wilshusen, 2. Birgit Lemcke, 3. Hannelore Borgstede - nicht anwesend) (Quelle: Christine Hunger)
Die Siegerinnen der Büchsenwertung (1. Carmen Wilshusen, 2. Birgit Lemcke, 3. Hannelore Borgstede - nicht anwesend) (Quelle: Christine Hunger)
Die Siegerinnen der Flintenwertung (1. Carmen Wilshusen, 2. Barbara Michalski, 3. Jennifer Stoffers) (Quelle: Christine Hunger)
Die Siegerinnen der Flintenwertung (1. Carmen Wilshusen, 2. Barbara Michalski, 3. Jennifer Stoffers) (Quelle: Christine Hunger)
Siegerinnen Kombination (1. Carmen Wilshusen, 2. Verena Alberding, 3. Beate Reichhardt) (Quelle: Christine Hunger)
Siegerinnen Kombination (1. Carmen Wilshusen, 2. Verena Alberding, 3. Beate Reichhardt) (Quelle: Christine Hunger)
Siegerin mit neu gespendetem Wanderpokal. Die Siegerin schoss das höchste Ergebnis einer Damen bei einer Deutschen Meisterschaft. Der Pokal wurde aus einem Stück Holz mit der Motorsäge geschnitzt. (Quelle: Kristin Hunger)
Siegerin mit neu gespendetem Wanderpokal. Die Siegerin schoss das höchste Ergebnis einer Damen bei einer Deutschen Meisterschaft. Der Pokal wurde aus einem Stück Holz mit der Motorsäge geschnitzt. (Quelle: Kristin Hunger)
Siegerinnen Mannschaftswertung (1. Niedersachsen, 2. Hessen, 3. Nordrhein-Westfalen) (Quelle: Kristin Hunger)
Siegerinnen Mannschaftswertung (1. Niedersachsen, 2. Hessen, 3. Nordrhein-Westfalen) (Quelle: Kristin Hunger)
Auf dem Kugelstand 1 sind alle Plätze belegt (Quelle: Hunger)
Auf dem Kugelstand 1 sind alle Plätze belegt (Quelle: Hunger)
Die Ergebnisse werden auf der Schießkarte notiert (Quelle: Hunger/DJV)
Die Ergebnisse werden auf der Schießkarte notiert (Quelle: Hunger/DJV)
Die Ergebnisse beim Skeet werden notiert (Quelle: Hunger/DJV)
Die Ergebnisse beim Skeet werden notiert (Quelle: Hunger/DJV)
Jugendschütze Johannes Behrens aus Sachsen-Anhalt beim Trap (Quelle: Hunger/DJV)
Jugendschütze Johannes Behrens aus Sachsen-Anhalt beim Trap (Quelle: Hunger/DJV)
Die Treffpunktlage beim Bock werden auf der Schießkarte notiert (Quelle: Hunger/DJV)
Die Treffpunktlage beim Bock werden auf der Schießkarte notiert (Quelle: Hunger/DJV)
Kurz vor dem Schuss. Die Flinte wird geladen (Quelle: Hunger/DJV)
Kurz vor dem Schuss. Die Flinte wird geladen (Quelle: Hunger/DJV)
Schütze Christian Beitsch beim Trap-Schiessen (Quelle: Hunger/DJV)
Schütze Christian Beitsch beim Trap-Schiessen (Quelle: Hunger/DJV)
Christian Breitsch freut sich über seine 30 Tauben und sein Gesamtergebnis von 345 Punkten (Quelle: Hunger/DJV)
Christian Breitsch freut sich über seine 30 Tauben und sein Gesamtergebnis von 345 Punkten (Quelle: Hunger/DJV)

Der neue Vize-Europameister der Junioren im jagdlichen Schießen kommt aus Niedersachsen und heißt Hannes Mester. Im DJV-Interview verrät der 18-Jährige, wie man drei Tage Schießwettkampf bei 38 Grad Celsius überlebt und was er für die Zukunft plant.

DJV: Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz in der Juniorenklasse bei den Europameisterschaften im jagdlichen Schießen. War das Ihre erste Europameisterschaft?

Mester: Ja, es war die Erste. Ich habe schon viele Bezirks- und Landesmeisterschaften geschossen und auch schon Bundesmeisterschaften mitgeschossen. Aber eine Europameisterschaft ist schon noch mal was anderes, das ist das Toplevel.

Während wir hier in Deutschland bei 38 Grad im Schatten gedöst haben, haben Sie in Tschechien auf Wild- und Wurfscheiben geschossen. Wie waren die Bedingungen?

Ähnlich heiß. An den Trainings- und Wettkampftagen (Anm. d. Red., der Wettkampf erstreckt sich über drei Tage) hatten wir tagsüber Temperaturen zwischen 32 und 38 Grad. Das ging hart an die Konzentrationsgrenze.

Wie sind Sie damit umgegangen?

Ich habe viel Wasser getrunken, mindestens drei bis vier Liter. Trinkt man zu wenig, bekommt man Kopfschmerzen und wird unkonzentriert. Besonders beim Kugelschießen habe ich extrem geschwitzt, weil ich da eine dicke Jacke trage, damit ich den Herzschlag nicht so spüre und ruhiger bin.

Die Juniorenklasse im Europäischen Wettbewerb geht bis 21 Jahre, in Deutschland bis 27 Jahre. Macht das für Sie einen Unterschied, wenn Sie an den Start gehen?

Nicht so richtig. Klar ist es so, dass man in Deutschland denkt, "Da schießen noch Leute, die haben fünf oder sechs Jahre länger trainiert als ich.", aber ich weiß auch, was ich kann. Es ist natürlich auch logisch, dass zur EM keine schlechten Schützen an den Start gehen und dass es schwer wird. Aber ich denke, ich habe ein gutes Selbstvertrauen, ich kenne die Leistung, die ich bringen kann.

Motiviert Sie der zweite Platz bei der EM und wo sehen Sie sich in Zukunft?

Natürlich spornt das an! Mein Traum wäre es, in den erweiterten Bundeskader zu kommen und für Deutschland zu schießen. Ein erster Platz in der Juniorenklasse bei der EM wäre auch super. Das Oberhighlight wäre natürlich die Europameisterschaften zu gewinnen…

… und das ist ein langer Weg. Die Leistungsdichte in der offenen Klasse ist extrem. Da entscheiden zwei Punkte, ob man das Treppchen schafft, oder nicht.

 „Das war in der Juniorenklasse schon ähnlich. Der erstplatzierte, schwedische Junior war auch nur drei Punkte vor mir. Eine Wurfscheibe bringt vier Punkte. Sowas ist natürlich ärgerlich. Ich weiß aber, wenn ich mich reinknie, dann kann ich das auch schaffen.

Sie klingen sehr motiviert. Liegt das Schießen bei Ihnen in den Genen?

Meine Mutter ist heute noch eine aktive Sportschützin im Kleinkaliber und Luftgewehr. Sie hat in der Vergangenheit auch ziemlich viele Titel und Meisterschaften gewonnen. Aber auch mein Vater hat es mir vererbt. Als ich 14 war, meinte er "Hannes, willst du nicht mal mit zum jagdlichen Schießen kommen?". Mit 15 habe ich durch eine Sondergenehmigung mitschießen dürfen und dann gleich den Jugendjagdschein gemacht. Ohne meinen Vater wäre ich da nicht in die Gänge gekommen. Er unterstützt mich auch heute noch finanziell, da das jagdliche Schießen auch nicht billig ist.

Was kostet denn so ein Trainingstag?

Das können Sie sich leicht ausrechnen: An einem Trainingstag verschieße ich 150-200 Schuss Schrot und gute 30-40 Schuss Hornet.

Wie häufig trainieren Sie?

Ich trainiere zwei Mal die Woche, zwei bis drei Stunden auf dem Schießstand Ohrensen (Horneburg). Mit dem Niedersachsenkader trainiere ich unter Ralf Möller auch in Liebenau das Parcoursschießen. Das kam mir natürlich auch in Tschechien zugute.

Das ist schon ziemlich zeitaufwendig.

Ja, schon. Ich mache ja nebenher noch eine kaufmännische Ausbildung in der Lebensmittelbranche.

Kommt man da überhaupt noch zur Jagd?

Ich denke, ich kann mir die Zeit gut einteilen. Zur Jagd gehe ich meistens am Wochenende. Da ich relativ früh Feierabend habe, kann ich unter der Woche trainieren. Die Jagd darf natürlich nicht unter dem Schießen leiden. Ich bin auch ein leidenschaftlicher Jäger.

Worauf jagen Sie am liebsten?

Am liebsten jage ich auf Schwarzwild, aber ich mag auch Rehwild. Ich gehe in Stemmen/Sittensen zur Jagd.

Liegt Ihnen dann die Kugeldisziplin mehr?

Eigentlich nicht. Mir liegen beide Disziplinen gleich gut. Beides macht mir auch gleich viel Spaß.

Haben Sie einen jagdlichen Traum?

Mein Traum wäre eine Jagdreise nach Alaska, um dort Elch und Wolf zu jagen.

Welche Waffen schießen Sie im Wettbewerb?

Als Flinte schieße ich die Rizzini Primeer Sporting in 12/70. Meine Büchse ist eine Weihrauch Hornet.

Haben Sie noch etwas, was Sie loswerden wollen?

Ich möchte meinem Vater, Axel Mester, für seine großzügige Unterstützung danken, ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Außerdem möchte ich Bernd Dalinghaus, meinem Betreuer, danken.

 

Einmal jährlich findet die Europammeisterschaft im jagdlichen Schießen statt. 

In den letzten Jahren hat sich die Teilnehmerzahl stetig erhöht, die ihre Leistungen untereinander messen. Die Wertung erfolgt in unterschiedlichen Klassen. 

Hier finden Sie Informationen, Termine und Ergebnisse zum DJV-Leistungsschießen

Zweimal im Jahr bietet der DJV ein Schießen an, bei dem die Schießleistungsnadeln der Sonderstufe Gold errungen werden können. Diese ist in drei Stufen unterteilt und kann für Kurzwaffe und Langwaffe erlangt werden.

Der Deutsche Schützenbund (DSB) arbeitet nicht mehr mit dem Verband unabhängiger Schießstandsachverständiger (VuS) zusammen. Der DJV begrüßt dies: Als einzige Organisation fordert der VuS, dass nur noch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige eingesetzt werden - davon gibt es nur etwa 15. Die derzeit über 400 qualifizierten anerkannten Fachkräfte dürften keine Überprüfung der Schießstände mehr vornehmen. 

Der Deutsche Schützenbund (DSB) hat im Gesamtvorstand beschlossen, die Kooperation mit dem Verband unabhängiger Schießstandsachverständiger (VuS) zu beenden. Hintergrund ist, dass §12 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) ab dem 1. Januar 2015 vorsieht, für die behördliche Regelüberprüfung nur noch öffentlich bestellte und vereidigte Schießstandsachverständige zuzulassen.

Bisher wird ein Großteil der Schießstände von qualifizierten anerkannten Schießstandsachverständigen überprüft. Hiervon gibt es etwa 400 in Deutschland. Öffentlich bestellt und vereidigt sind rund 15 Personen (zusätzlich etwa 30 Personen öffentlich bestellt und beeidigt in Bayern). Sollte die Regelung des §12 AWaffV zum 1. Januar 2015 in Kraft treten, stünden nur sehr wenige Personen für die Regelüberprüfung der Schießstände zur Verfügung.

Ausschließlich der VuS hält an dem Inkrafttreten fest. Alle anderen Verbände und Organisationen, die sich Anfang Oktober 2014 zur konstituierenden Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Schießstandrichtlinien unter Leitung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zusammengefunden haben, darunter DJV und DSB, empfehlen eine Überarbeitung des §12 AWaffV.

Der DJV spricht sich dafür aus, das bisher gut funktionierende bestehende System der anerkannten Schießstandsachverständigen auch nach dem 1. Januar 2015 beizubehalten.

Informationen zur Kündigung der Kooperation: http://www.dsb.de/aktuelles/meldung/5653-DSB-kuendigt-Kooperation-mit-Verband-unabhaengiger-Schiessstandsachverstaendiger-VuS/

Übersicht über alle Sieger:

  • Büchse
  • Flinten
  • Kombination
  • Mannschaft Gesamtklassement
  • Sieger
  • Nadeln

Damen:

  • Büchse
  • Flinten
  • Kombination
  • Mannschaft Damenklasse

Junioren:

  • Büchse
  • Flinten
  • Kombination
  • Mannschaft Juniorenklasse

Altersklasse:

  • Büchse
  • Flinten
  • Kombination
  • Mannschaft Altersklasse

Senioren:

  • Büchse
  • Flinten
  • Kombination
  • Mannschaft Senioren

Offene Klassen:

  • Büchse
  • Flinten
  • Kombination
  • Mannschaft offene Klassen

Kurzwaffe:

  • Kurzwaffe
  • Kurzwaffe Mannschaft
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