Eine besorgniserregende Ausbreitung des Waschbären und anderer eingeschleppter Wildarten wurde in Sachsen festgestellt. Die neue Wildtiererfassung wird im Rahmen des Landesjägertages vorgestellt. 

Seit dem Jagdjahr 2000/01 registrieren die Jäger im Freistaat systematisch Vorkommen und Verbreitung von Wildarten im Rahmen der „Wildtiererfassungen“ des Landesjagdverbandes Sachsen. Auch die Neubürger Waschbär und Mink wurden darin berücksichtigt. Im aktuellen Projekt „Wildtiererfassung 2013 im Freistaat Sachsen“ konnten die Daten zum Vorkommen von Wild auf der Basis von 582.000 ha Revierfläche wissenschaftlich fundiert ausgewertet werden. Das entspricht ca. 37% der Jagdwirtschaftsfläche im Freistaat. Die Ergebnisse ausgewählter Arten der Wildtiererfassung sind darüber hinaus auch in die bundesweite flächendeckende Erfassung im Rahmen des „WildtierInformationssystem der Länder Deutschlands“ (WILD) des Deutschen Jagdverbandes e.V. eingeflossen. Zum Landesjägertag, der wichtigsten Versammlung der organisierten Jäger im Freistaat Sachsen, am 09. Mai 2015 in Freital werden die umfangreichen Ergebnisse vorgestellt.

Wichtige Ergebnisse ausgewählter invasiver Arten:

Der aus Nordamerika stammende Waschbär hat sein Verbreitungsgebiet in Deutschland in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor (46 Prozent). In Sachsen ist er sogar auf 57 Prozent der im Projekt erfassten Revierflächen anzutreffen. Die Hauptvorkommen dieses Kleinbären befinden sich in den nördlichen und östlichen Regionen des Freistaates, wie beispielsweise in den Landkreisen Leipzig, Nordsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz. In den südlichen Landesteilen konnten weitere neue Vorkommen registriert werden. Die Jagdstrecke ist kontinuierlich gestiegen und war im Jagdjahr 2012/2013 mehr als doppelt so hoch, wie in der vorherigen flächendeckenden Erfassung im Jagdjahr 2010/2011.

Der niedlich aussehende Waschbär ist ein Allesfresser. Diverse pflanzliche und tierische Kost, wie z.B. Obst, Fisch, Eier und sogar Essenreste aus dem Hausmüll gehören zu seinem Nahrungsspektrum. Der clevere Kleinbär kann sehr gut schwimmen und klettert gern auf Bäume. Mit seinen „Händen“ greift er geschickt in Baumhöhlen und plündert alle Vogelnester, die er erreichen kann. Die deutliche Abnahme von Graureihern im nördlichen Teil Sachsens wird bereits mit dem häufigen Auftreten von Waschbären in der Region in Verbindung gebracht (Kormoranmonitoring 2010, LfULG, Freistaat Sachsen). Nach Mitteilungen in der „Sächsischen Zeitung“ gehen Vogelbeobachter davon aus, dass die Graureiher auf der Gauernitzer Elbinsel und die einst größte Lachmöwenkolonie in Sachsen im Zschornaer Teichgebiet durch die Waschbären stark gefährdet sind.

Der ebenfalls aus Nordamerika stammende Mink, auch amerikanischer Nerz genannt, ist ein semiaquatisch lebender Wassermarder. Er kommt in 19 Prozent der an der Erfassung beteiligten Reviere vor. Eine deutliche Zunahme ist vor allem entlang von Gewässern wie der Elbe und der Mulde in den nördlichen Gebieten Sachsens zu verzeichnen. Aber auch an den zahlreichen Gewässern in der Oberlausitz ist er zu finden. Es wird davon ausgegangen, dass beim Aufbrechen von Gehegen in einer Pelzzuchtfarm in Sachsen-Anhalt ca. 1.500 bis 2.000 Tiere überlebt und sich entlang der Elbe ausgebreitet haben (Aeikens 2012). Da der Mink nachtaktiv ist, werden die Tiere aufgrund ihrer schwarzen Färbung oft übersehen. Auch der Mink nimmt durch seine Lebensweise und Ernährungsvorlieben erheblichen Einfluss auf eine Vielzahl einheimischer Fisch- und Vogelarten, insbesondere auf bodenbrütende Wasservögel.

„Die Daten der Wildtiererfassung sind alarmierend. Um seltenen Arten, wie der Großtrappe und der Sumpfschildkröte, sowie vielen bodenbrütenden Wasservogelarten helfen zu können, muss man deren Lebensräume verbessern und Fressfeinde reduzieren“, so Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN). Angesichts der rasanten Ausbreitung räuberisch lebender gebietsfremder Arten (Neozoen) fordern der LJVSN und dessen Dachverband, der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV), eine intensivere Erforschung des Einflusses invasiver Wildarten auf die heimische Artenvielfalt und eine Intensivierung der Fangjagd. Einschränkungen der Fangjagd, wie in einigen Bundesländern geplant bzw. bereits umgesetzt, sind kontraproduktiv und können den Bestand seltener und geschützter Tierarten gefährden.

Die Wildtiererfassung 2013 des Landesjagdverbandes Sachsen wurde aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert. Der Bericht ist in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbands Sachsen e. V. erhältlich. Tel.: 0351-4017171; www. ljv-sachsen.de.

Verbirgt sich hinter der Zorromaske tatsächlich nur ein harmloser neuer Waldbewohner oder steckt dahinter das Wesen eines Obst raubenden Störenfrieds? Der in den 1930er Jahren ausgesetzte Kleinbär sorgt als faunenfremde Tierart, die sich zunehmend in Deutschland für Diskussionen in Naturschutz- und Jägerkreisen. Aktuelle Erkenntnisse aus Forschungsprojekten zeigen seinen negativen Einfluss auf die heimische Tierwelt. Nicht zuletzt deshalb wird er seit 2016 auf der EU-Liste der „invasiven, gebietsfremden Arten“ geführt.

Kennzeichen

  • Kleinbär mit auffälliger schwarz-weißer Gesichtsmaske
  • Langhaariges, farblich stark variierendes Fell; Allgemeinbild tendenziell graues Haar mit schwarzem Deckhaar, aber auch fast schwarze Tiere kommen vor. Schwarz-weiß geringelter Schwanz.
  • Etwa katzengroß mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 40-70 cm und einer Schwanzlänge von 20-30 cm.
  • Gewicht um die 5 bis 9 kg.
  • Typische Gangart der Sohlengänger und mit rundem Rücken
  • Pfotenabdruck: die Vorderpfote ähnelt einer Hand, der Abdruck der Hinterpfoten hat Ähnlichkeit mit dem Fußabdruck eines Kleinkindes.

Verbreitung und Stellung im zoologischen System

  • Ursprünglich südliches Kanada, Vereinigte Staaten bis nach Mittelamerika.
  • Als Neozoon (Neubürger) in Mitteleuropa vorwiegend zur Pelztierzucht eingeführt
  • In Deutschland besitzt er zwei Verbreitungsschwerpunkte. Das größere und ältere Verbreitungsgebiet befindet sich in Südwestdeutschland rund um Kassel, das zweite und kleinere nordöstlich von Berlin, beide Teilpopulationen sind aber mittlerweile in Kontakt
  • Die erste offizielle Ansiedlung des Waschbären in Deutschland fand 1934 in Hessen zu jagdlichen Zwecken statt. Der zweite Kernpunkt der Verbreitung geht auf die Fluchttiere einer Pelztierfarm im Jahre 1945 nördlich von Berlin zurück.
  • Der Waschbär gehört zur Klasse der Säugetiere (Mammalia), zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora) und zur Familie der Kleinbären (Procyonidae).

Lebensraum

  • Strukturreiche Laubmischwälder, gerne mit Gewässern in der Nähe.
  • Ruhe-, Tagesschlaf- und Aufzuchtsplätze für die Jungen sind hauptsächlich auf Bäumen in Astgabeln oder Höhlungen, aber auch Bodenschlafplätze in verlassenen Dachs- und Fuchsbaue; in urbanen Räumen werden auch Schuppen, Speicher und Dachböden genutzt.
  • Als Kulturfolger lebt er auch in Vorstädten, Parks und Gärten. Siedlungsräume bieten zum einen ein reichhaltiges und leicht zu beschaffendes Nahrungsangebot und zum anderen optimale Deckungs- und Fortpflanzungsbedingungen im Schutze der menschlichen Infrastruktur

Nahrung

  • Allesfresser (also sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung), wobei er mehr Sammler als Jäger ist.
  • Nach jahreszeitlichem Angebot hauptsächlich Schnecken, Würmer, Fische, Frösche, Vögel, Eier aber auch zu ca. 1/3 vegetarische Nahrung wie Nüsse, Obst usw.
  • Die Nahrung wird mit den Vorderpfoten intensiv betastet. Wenn er in Gewässern nach Futter sucht, sieht es so aus, als würde er sein Essen waschen, daher auch der Name Waschbär.

Sinnesleistung und Verhalten

  • Generell Einzelgänger, jedoch können sogenannte Rüdenkoalitionen gebildet werden; die Fähen sind oft in Nachbarrevieren des Muttertiers angesiedelt
  • Der Waschbär ist farbenblind, ansonsten ist das Sehvermögen ebenso wie das Hör- und besonders das Riechvermögen gut.
  • Außerordentlich beweglich und empfindsam sind die Vorderfüße, deren “Daumen” teilweise sogar zum Umgreifen von Gegenständen eingesetzt wird. Der Waschbär "sieht" mit den Pfoten
  • Guter Kletterer und Schwimmer.
  • Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber auf Bäumen oder in dichter Vegetation ruhend
  • In mitteleuropäischen Breiten im Winter besonders bei Schneelage relativ wenig aktiv (zehrt dann von Fettdepots)

Fortpflanzung und Lebenserwartung

  • die Ranz beginnt im Januar/ Februar
  • nach einer Tragzeit von 63 Tagen werden ab April/Mai durchschnittlich 3 Jungtiere geboren, spätere Würfe sind nicht selten 
  • die Jungtiere bleiben die ersten Wochen in der Setzhöhle, die Fähe geht allein auf Nahrungssuche, später hält sich die Fähe mit ihrem Nachwuchs in ihrem Streifgebiet auf
  • weiblicher Nachwuchs verbleibt eher in der Nähe des Geburtsortes, junge Rüden wandern zunächst ab, bilden dabei oft Männchengemeinschaften und kommen manchmal auch wieder zu ihren Geburtsorten zurück
  • Kaum Feinde in Mitteleuropa. Erwachsenen Tieren kann nur der Luchs, den Jungen auch Adler, Uhu und Fuchs gefährlich werden.
  • Als häufigste Todesursache gilt allerdings der Verkehr.
  • Erkrankungen: Tollwut und Staupe, aber nicht populationsgefährdend.

Konfliktthemen

  • Als Neubürger können gebietsspezifisch Gefahren vom Waschbär für die heimische Fauna ausgehen. Als Nesträuber, besonders von Bodenbrütern, kann er zu gefährlichen Bestandseinbußen beitragen.
  • Der Waschbär im urbanen Raum: der Waschbär kann Krankheiten wie z.B. die Staupe auf Haustiere übertragen. In manchen Regionen (v.a. in Hessen) ist er Träger des Waschbärspulwurms – eine Infektion (über oral aufgenommene Spulwurmeier), die beim Menschen durch die Larva migrans zu schwerwiegenden Gewebe- und Nervenschädigungen führen kann. Waschbären sind Kulturfolger und nutzen als Unterschlupf und Aufzuchtstätte gerne in Scheunen und Dachböden. Durch ihre Hinterlassenschaften (Urin, Kot, Nahrungsreste), Lautäußerungen und Beschädigungen (z.B. der Isolation und Dachziegel) werden sie als sehr störend empfunden.

Der Waschbär im Jagdrecht

  • Der Waschbär in fast allen deutschen Bundesländern ganzjährig jagdbar, vorbehaltlich des Elternschutzes nach § 22 (4) BJagdG - Achtung: beim Waschbären sind späte Würfe nicht selten, der Rüde ist zwar bei der Jungenaufzucht nicht beteiligt, kann aber beim Schuss nicht sicher von der führenden Fähe unterschieden werden!


Quellen:

 

Seit dem Jahr 2006 überwachen Jäger systematisch und wissenschaftlich fundiert die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Mink. Jetzt liegen die Ergebnisse für 2013 vor, die im Rahmen des Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) veröffentlicht werden.

Seit dem Jahr 2006 überwachen Jäger systematisch und wissenschaftlich fundiert die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Mink. Jetzt liegen die Ergebnisse für 2013 vor, die im Rahmen des Wildtier-Informationssystem der Länder (WILD) veröffentlicht werden. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Waschbär hat sein Verbreitungsgebiet deutschlandweit in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor (46 Prozent).
  • Der Marderhund lebt in jedem dritten Revier (32 Prozent), das sind 10 Prozentpunkte mehr als 2006.
  • Der Mink, ein Spezialist für wassernahe Lebensräume, kommt in 9 Prozent der Reviere vor (plus 4 Prozentpunkte).

 

Bezogen auf die Kerngebiete des Vorkommens leben Waschbär und Marderhund bereits in drei von vier Jagdrevieren. Festgestellte Ausbreitungstendenz in sieben Jahren: 41 Prozentpunkte beim Waschbär und 23 beim Marderhund.

„Die Jäger-Daten sind alarmierend. Wenn wir spezialisierten Tieren helfen wollen, gibt es nur zwei Stellschrauben: Lebensraum verbessern und Fressfeinde reduzieren“, so DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Angesichts der rasanten Ausbreitung räuberisch lebender gebietsfremder Arten (Neozoen) fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) eine intensivere Erforschung des Einflusses auf die heimische Artenvielfalt und eine Intensivierung der Fangjagd. Eine Einschränkung der Fangjagd, wie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen geplant, ist laut DJV kontraproduktiv. Ebenso der Umgang einiger Naturschutzverbände mit ihren eigenen Mitgliedern: Auf Bundesebene wird ein Fallenverbot gefordert, gleichzeitig setzen dieselben Verbände vor Ort Fanggeräte ein, um Wiesenbrüter zu schützen. Viel wichtiger sei es laut DJV, sich zur Bejagung zu bekennen und die konsumptive Nutzung zu fördern. Schließlich habe eine Jacke mit Wildpelz eine wesentlich bessere Öko-Bilanz als eine Funktionsjacke aus Erdöl.

Bereits heute zeigen konkrete Einzelbeispiele, wie groß der Druck auf bedrohte heimische Arten sein kann: In Thüringen hat der Waschbär bereits ein Viertel der möglichen Horstplätze des seltenen Uhus für sich beansprucht. Der Eierdieb macht sich auch über Gelege zahlreicher bedrohter Arten her. Allerdings lässt sich dies schwer nachweisen, da er nur den Ei-Inhalt nascht und Schalen im Darm selten nachweisbar sind (hier geht es zum Video-Beweis). In Brandenburg dezimiert der nordamerikanische Kleinbär die letzten Bestände der Sumpfschildkröte: Wo er vorkommt, weist nahezu jedes zweite Reptil schwere Verletzungen auf. In Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein treibt der amerikanische Mink sein Unwesen entlang der Elbe. Von Tierschützern zu zehntausenden aus Farmen „befreit“, bedroht er jetzt Wiesenbrüterbestände.

An der Erhebung teilgenommen haben knapp 25.000 Reviere, deren Daten von drei wissenschaftlichen Einrichtungen ausgewertet wurden, darunter das Thünen-Institut in Eberswalde (Bundesforschungseinrichtung). Weitere Infos zum WILD-Projekt unter: www.jagdverband.de.

Detailübersicht der Ergebnisse

Waschbär
  • Deutschlandweit kommt der Kleinbär in 46 Prozent aller Jagdreviere vor.
  • Im Kerngebiet (Brandenburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) sind 71 Prozent der Jagdreviere in Waschbär-Hand. 2006 haben nur 42 Prozent ein Vorkommen gemeldet.
  • Der größte Zuwachs ist innerhalb von sieben Jahren in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen: plus 41 Prozentpunkte.
  • Ebenfalls beliebt bei Waschbär sind Mecklenburg-Vorpommern (42 Prozent, Ausbreitung: 26 Prozentpunkte) und Niedersachsen (38 Prozent, Ausbreitung: 16 Prozentpunkte).
  • Nordrhein-Westfalen ist ebenfalls beliebt: 36 Prozent der Jagdreviere melden die Anwesenheit des Waschbärs – 11 Prozentpunkte mehr als 2006.
Marderhund
  • Deutschlandweit melden 32 Prozent der Reviere ein Vorkommen.
  • Im Kerngebiet (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt) wurde der aus Asien stammende Hundeartige in 72 Prozent aller Reviere nachgewiesen.
  • Der größte Zuwachs von 2006 bis 2013 ist in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen: plus ein Viertel.
  • In Niedersachsen steigen die Nachweise um 15 Prozentpunkte: 2013 kam der Enok in 29 Prozent der Reviere vor.
Mink
  • Deutschlandweit melden 9 Prozent der Reviere ein Vorkommen des amerikanischen Nerzes.
  • Im Kerngebiet (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt) wurde der Mink in 23 Prozent aller Reviere nachgewiesen. Ein Plus von 9 Prozentpunkten seit 2006.

Wissenschaftliche Quellen zum Einfluss gebietsfremder Arten:
Clout, M.N. (2002): Biodiversity loss caused by invasive alien vertebrates. Zeitschrift für Jagdwissenschaft 48: 51-58

European Environment Agency (2012): The impacts of invasive alien species in Europe. EEA Technical report No 16/2012. Luxembourg

Görner, M. (Hrsg.)(2009): Haben Waschbären (Procyon lotor) einen Einfluss auf den Reproduktionserfolg heimischer Vögel? Acta ornithoecologica. Bd. 6, H. 4:197-210, Druckhaus Gera

Schneeweiß, N.; Wolf, M. (2009): Neozoen – eine neue Gefahr für die Reliktpopulationen der Europäischen Sumpfschildkröte in Nordostdeutschland. Zeitschrift für Feldherpetologie 16:163-182

Viedeo-Beweis: Der Eierdieb in Aktion

Waschbär - Entwicklung des Vorkommens 2006 bis 2013 (Quelle: DJV)
Waschbär - Entwicklung des Vorkommens 2006 bis 2013 (Quelle: DJV)
Mink - Entwicklung des Vorkommens 2006 bis 2013 (Quelle: DJV)
Mink - Entwicklung des Vorkommens 2006 bis 2013 (Quelle: DJV)
Marderhund - Entwicklung des Vorkommens 2006 bis 2013 (Quelle: DJV)
Marderhund - Entwicklung des Vorkommens 2006 bis 2013 (Quelle: DJV)
Zwei Waschbären haben eine Baumhöhle in Beschlag genommen. (Quelle: Eike Mross)
Zwei Waschbären haben eine Baumhöhle in Beschlag genommen. (Quelle: Eike Mross)

Mit der rasanten Populationsdynamik des Kleinbären steigen die Risiken für unsere Jagdbegleiter.

Beim Waschbären wächst die Jagdstrecke stetig, in diesem Jagdjahr um sechs Prozent auf die neue Rekordhöhe von 21.577. Die sich hinter diesen Erlegungszahlen verbergende Populationsdynamik ist nicht nur für Singvögel und Bodenbrüter eine Bedrohung. Der Kleinbär attackiert selbst größere Jagdhunde – manchmal mit tödlichem Ausgang für unsere Vierläufer.

Waschbären sind laut einer aktuellen Untersuchung des Thünen-Instituts für Waldökosysteme mittlerweile fast flächendeckend in brandenburgischen Revieren bestätigt. Während unsere Jagdhunde in Schilfpartien bisher hauptsächlich der Gefahr ausgesetzt waren, von wehrhaftem Schwarzwild geschlagen zu werden, steigt nun das Risiko von Waschbär-Attacken schon allein durch deren hohe Verbreitung.

„Die große Aggressivität der Waschbären wird zum Problem. Uns wurden allein in 2014 vier von Waschbären getötete Jagdhunde gemeldet“, sagt Joachim Olbrecht, Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. und verantwortlich für Hundewesen. „Und über schwere Verletzungen, die häufiger vorkommen, führen wir erst gar keine Statistik“, erklärt Olbrecht weiter und weist auf die Bedeutung einer konsequenten Bejagung der Waschbären hin. Diese wird allerdings häufig durch Jagdbeschränkungen in Schutzgebieten erschwert. Jene Flächen dienen den Kleinbären als Rückzugs- und Verbreitungsgebiete. „Dort muss die gezielte Fangjagd mit Lebendfallen auch in Gewässernähe möglich sein“, fordert Olbrecht.

Auseinandersetzungen zwischen Jagdhunden und Waschbären geschehen bei der Wildschweinjagd, wenn die Hunde zum Beispiel Schilfgürtel nach den Schweinen durchsuchen. Kommen sie dabei mit Waschbären in Kontakt, ist dies für den Hund eine ernste Bedrohung. Die Waschbären agieren in der Gruppe. Während mehrere Tiere den Hund durch Bisse in die Flanken ablenken, springt ein weiteres Tier auf den Rücken und tötet den Hund durch gezielte Nacken- oder Kehlbisse. Eine andere Strategie besteht darin, den Hund im Wasser niederzudrücken und zu ertränken. Gefährdet sind dabei auch große Hunderassen, wie Deutsch-Drahthaar und Deutsch-Kurzhaar. Jagdhunde müssen lange ausgebildet werden und mehrere strenge Prüfungen bestehen, bevor sie eingesetzt werden dürfen. Der Verlust eines solchen Tieres wiegt schwer.

Waschbären sorgen auch bei vielen Hausbesitzern für Unmut. Sie heben Ziegel an, verwüsten Dachböden und Garagen und leeren Mülltonnen. Aber auch für einheimische Tiere ist der Waschbär längst zu einem massiven Problem geworden. So sind Waschbären sehr geschickt und können mit ihren Pfoten sogar in Baumhöhlen greifen. In Brandenburg steigt durch sie der Druck vor allem auf Singvögel und Bodenbrüter. Zudem bedroht der Kleinbär die Bestände besonders geschützter Arten, wie Großtrappe und Sumpfschildkröte.

Er sieht putzig aus, ist hochintelligent und nicht ungefährlich: Der Waschbär breitet sich zunehmend in Deutschland aus und bedroht heimische Tierarten. Die Fangjagd ist eine effektive Möglichkeit, um seinen Einfluss auf Beutetiere zu reduzieren. Weitere erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz von Tieren im Agrarraum zeigen Fachreferenten auf dem Symposium am 27. und 28. September in Erfurt. Der DJV stellt sein Eckpunktepapier zur Fangjagd vor und begleitet die Veranstaltung mit einem Live-Ticker.

Auf dem 2-tägigen Artenschutzsymposium (27. und 28. September) von Deutschem Jagdverband (DJV) und Landesjagdverband Thüringen (LJV) präsentieren Experten aus ganz Deutschland erfolgreiche Artenschutzprojekte in der Agrarlandschaft. Für Großtrappe, Kiebitz, Auer- und Birkhuhn oder Sumpfschildkröte hat sich gezeigt: Lebensraum verbessernde Maßnahmen allein reichen nicht, Fressfeinde wie Fuchs, Marder oder Waschbär müssen reduziert werden. Letzterer macht dem seltenen Auerwild und dem Uhu in Thüringen zu schaffen: Die Arbeitsgruppe Artenschutz hat nachgewiesen, dass der nordamerikanische Kleinbär bereits ein Viertel aller Uhu-Brutplätze in Thüringen besetzt und auch Eier sowie Nachwuchs frisst. In einigen Horstbereichen ist seit mehr als einem Jahrzehnt kein Uhu-Nachwuchs mehr groß geworden. Die Arbeitsgruppe fordert deshalb jetzt den verstärkten Einsatz der Fangjagd.

Anlässlich der aktuellen Diskussion über ein Fallenverbot in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betonte DJV-Präsidiumsmitglied Steffen Liebig (LJV Thüringen) vor dem Symposium: „Arten kennen keine Ländergrenzen, ihr Schutz darf nicht an ideologisch geprägten Gesetzen scheitern.“ Es sei Etikettenschwindel, wenn Naturschutzverbände unter dem Deckmäntelchen „Prädatorenmanagement“ Fallen einsetzten und gleichzeitig „Fallenjagd“ verboten sehen wollen. „Dem Waschbär ist egal, welches Etikett auf der Falle klebt“, so Liebig. Jäger seien die am besten ausgebildeten Partner im Artenschutz mit Fallen.

Anlässlich des Artenschutzsymposiums in Erfurt stellt der DJV ein 4-Punkte-Papier zur Fangjagd in Deutschland vor. Darin geht der Verband auch auf Tierschutzfragen ein: Jäger haben gängige Fallentypen bereits erfolgreich nach internationalen Tierschutzstandards (AIHTS) testen lassen, weitere werden derzeit untersucht. DJV und LJV fordern von der Bundesregierung, dass eine nationale Zertifizierungsbehörde umgehend eingerichtet wird. „Sonst verlieren wir Sumpfschildkröte, Auerwild oder Uhu. Lebensraum verbessern und Fressfeinde fangen, das ist die Zukunft des Artenschutzes in unserer Kulturlandschaft“, betonte Liebig.

Das Artenschutzssymposium wurde finanziell unterstützt von:

Deutscher Falkenorden
Heintges
Die Unternehmensgruppe Tengelmann
Rebhuhnschutzprojekt artenreiche Flur
Game Conservancy Deutschland

Hintergrundinformationen

Der DJV hat auf seinem YouTube-Kanal sechs Videos zur Fangjagd und ausgewählten Artenschutzprojekten bereitgestellt: www.youtube.com/DJVJagdschutzverband

Der DJV berichtet am Samstag mit einem Live-Ticker von der Veranstaltung unter www.jagdverband.de

Grafik zur Verbreitung des Waschbären

Artenschutzsymposium Erfurt
Artenschutzsymposium Erfurt
Artenschutzsymposium Erfurt
Artenschutzsymposium Erfurt
Steffen Liebig, Präsident des Landesjagdverbandes Thüringen:
Steffen Liebig, Präsident des Landesjagdverbandes Thüringen: "Prädatorenmanagement klingt wissenschaftlicher als Fallenjagd - ist aber nichts anderes!" (Quelle: Fabian Grimm)
Dr. Astrid Sutor, DJV-Fangjagdexpertin:
Dr. Astrid Sutor, DJV-Fangjagdexpertin: "Wissenschaftliche Auswertungen zeigen: Bei über 85 Prozent der Räuberausschlussexperimente hat der Nachwuchs von Bodenbrütern und Hasen bessere Chancen. Die Fangjagd ist ein probates Mittel für den Artenschutz"
Dr. Marcel Holy, Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V.:
Dr. Marcel Holy, Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V.:"Wir haben zwei Stellschrauben, um spezialisierten Arten zu helfen: Lebensraum verbessern, und Fressfeinde reduzieren."
Hartmut Andretzke, Bios Norderney:
Hartmut Andretzke, Bios Norderney: "Auf Norderney sind Fuchs, Igel, Frettchen, verwilderte Katzen, Ratten vom Menschen eingeschleppt. Ein Artenschutzproblem. Verwilderte Katzen sind auch ein Problem. Sie werden nach Protesten nicht mehr getötet, sondern eingefangen, sterilisiert und auf dem Festland als Freigänger frei gelassen. Das ist irrational. Aber die Emotionen schlagen hoch, das muss man auch in Artenschutzprojekten akzeptieren. Verwilderte Katzen sind auf den Ostfriesischen Inseln ein massives Problem für den Artenschutz."
Norman Stier, TU Dresden:
Norman Stier, TU Dresden: "Einzelne Individuen machen oft einen Großteil der Prädation aus. Es ist Irrglaube, dass viele Fressfeine da sein müssen. Räuberische Arten lassen sich reduzieren, es müssen aber Profis ran. Mink Marderhund und Waschbär sind die Hauptprädatoren in Feuchtgebieten. Man muss sich warm anziehen, wenn sie ankommen."
Holger Behrens, Deutscher Jagdverband, zum AIHTS-Projekt auf der Halbinsel Eiderstedt:
Holger Behrens, Deutscher Jagdverband, zum AIHTS-Projekt auf der Halbinsel Eiderstedt: "Was machen wir mit verwildernden Katzen in Lebenfangfallen? Sie werden als Fundsache im Tierheim abgegeben. Das setzen wir auch so um. Die Tierheime wollen das aber gar nicht, weil verwilderte Katzen nicht wieder in Familien unterzubringen sind - sie können nicht sozialisiert werden. Das Thema ist also auch im Projekt Eiderstedt ein großes Politikum."
Klaus Schmidt, Bayerische Staatsforsten:
Klaus Schmidt, Bayerische Staatsforsten: "Landschaftsplaner pflanzen Bäume ins Offenland - das ist schlecht fürs Rebhuhn und andere Offenlandarten. Auch die Auswahl heimischer Pflanzen ist enorm wichtig. Hier müssen wir Jäger informieren und unterstützen."
Dieter Geiger, Auerwild-Hegeberater LJV Baden-Württemberg:
Dieter Geiger, Auerwild-Hegeberater LJV Baden-Württemberg: "Fallen sind das A und O, um das Auerwild zu schützen. In schneearmen Jahren - und die nehmen zu - können wir nur so Füchse effektiv bejagen."
Dorothee März, Förderverein Großtrappenschutz e.V.:
Dorothee März, Förderverein Großtrappenschutz e.V.: "Bei der Fangjagd hilft nicht kleckern, sondern klotzen. Mittlerweile stehen 120 Fallen im Großtrappen-Schutzgebiet Fiener Bruch. Im Jagdjahr 2013/2014 konnten 272 Stück Raubwild entnommen werden, davon 41% Waschbären und 27 % Füchse. Großtrappenschutz ist Schutz der Artenvielfalt. Sogar die Sumpfohreule profitiert davon."
Dr. D. von Knorre, Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.: „Eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt, 2007 verabschiedet, hat bislang nichts gebracht, außer Verdienste für Werbeagenturen und Planungsbüros, klangvolle Sonntagsreden oder bürokratische Belastungen für Landnutzer. Das Biodiversitätsziel 2020 wird wieder nicht erreicht werden. Feldraine dienen der Feldhygiene. Feldraine sind Lebensraum für eine artenreiche und damit stabile Biozönose. Mit einer falschen Pflege vernichten wir das, was wir erhalten müssen, die Artenvielfalt! Das Ergebnis: Die Goldammer verliert die Deckung, die Zackenschote breitet sich aus. Diese ist mit ihrer tiefen Pfahlwurzel durch Mulchen nicht zu beseitigen. Durch Mulchen erreicht man nur das Gegenteil, man verhilft ihr im nächsten Jahr, weil man die Konkurrenz beseitigt hat.“
Dr. D. von Knorre, Stiftung Lebensraum Thüringen e.V.: „Eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt, 2007 verabschiedet, hat bislang nichts gebracht, außer Verdienste für Werbeagenturen und Planungsbüros, klangvolle Sonntagsreden oder bürokratische Belastungen für Landnutzer. Das Biodiversitätsziel 2020 wird wieder nicht erreicht werden. Feldraine dienen der Feldhygiene. Feldraine sind Lebensraum für eine artenreiche und damit stabile Biozönose. Mit einer falschen Pflege vernichten wir das, was wir erhalten müssen, die Artenvielfalt! Das Ergebnis: Die Goldammer verliert die Deckung, die Zackenschote breitet sich aus. Diese ist mit ihrer tiefen Pfahlwurzel durch Mulchen nicht zu beseitigen. Durch Mulchen erreicht man nur das Gegenteil, man verhilft ihr im nächsten Jahr, weil man die Konkurrenz beseitigt hat.“
Walter Schlöffel, Lebensraum Thüringen e.V.: „Das Rebhuhn als Art des Offenlandes ist abhängig vom Strukturreichtum und hohem Anteil Blüten bestäubender Insekten. Durch die Ernte sind schlagartig 84 Prozent der Ackerfläche ohne Vegetation. Wir brauchen deshalb Maßnahmen in der bewirtschafteten Fläche, die Strukturen schaffen. Dies sind z.B. Blühstreifen, Sommerzwischenfrucht, Hecken oder Lebensraumparzellen.Mit der Lebensraumparzelle können wir stark zur Erhaltung der Grenzlinien beitragen.
Walter Schlöffel, Lebensraum Thüringen e.V.: „Das Rebhuhn als Art des Offenlandes ist abhängig vom Strukturreichtum und hohem Anteil Blüten bestäubender Insekten. Durch die Ernte sind schlagartig 84 Prozent der Ackerfläche ohne Vegetation. Wir brauchen deshalb Maßnahmen in der bewirtschafteten Fläche, die Strukturen schaffen. Dies sind z.B. Blühstreifen, Sommerzwischenfrucht, Hecken oder Lebensraumparzellen.Mit der Lebensraumparzelle können wir stark zur Erhaltung der Grenzlinien beitragen."
DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüßt am 2. Tag des Artenschutzsymposium die rund 100 Teilnehmer:
DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüßt am 2. Tag des Artenschutzsymposium die rund 100 Teilnehmer: "Den Offenlandarten hilft weniger Ideologie und mehr praktische Arbeit vor Ort. Wir laden alle Naturschutzverbände ein, mit uns in der Kulturlandschaft erfolgreiche Projekte durchzuführen."
Werner Kuhn, Netzwerk Lebensraum Feldflur:
Werner Kuhn, Netzwerk Lebensraum Feldflur: "Erst kommt nicht gefressen werden. Dann erst 'schöner wohnen'. Artenschutz muss in die Produktionsprozesse integriert werden. Selbst Stoppel, die bis Ende September stehen bleiben, helfen viele Arten. Greening müsste eigentlich Greenwashing heißen: Für die Artenvielfalt hat die Umsetzung der EU-Vorgaben wenig gebracht."
Peter Markett, Bundesverband Deutscher Berufsjäger:
Peter Markett, Bundesverband Deutscher Berufsjäger: "Es ist Verlogenheit von einigen Naturschutzverbänden, Fangjagd zu betrieben und nicht öffentlich dazu zu stehen. Wir brauchen Fallen für den Artenschutz. Wir brauchen auch die Krähenjagd. Jäger, die sich jedoch in Volltarn ablichten lassen und Krähen als Zahl legen, haben uns sehr geschadet. Mancher sollte lieber seine Arbeit tierschutzgerecht machen und nicht so viel Unsinn auf Facebook veröffentlichen."
Matthias Neumann, Thünen-Institut:
Matthias Neumann, Thünen-Institut: "Nachhaltige Nutzung ist immer ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. Das müssten auch Kritiker der Jagd einsehen, wenn sie sich intensiver damit beschäftigten. Das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) ist inzwischen ein dauerhafter Bestand der ökologischen Wildtierbeobachtung. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Jäger Daten liefern, die dann wissenschaftlich ausgewertet werden."
Torsten Kirchner, Wildlandstiftung Bayern: „Wenn mich jemand fragt, warum wir das Birkhuhn in der Rhön schützen, antworte ich: Es ist ein empfindlicher Prüfstein. Verlieren wir es, dann verschwinden auch seltene Arten wie Raubwürger oder Wiesenpieper. Es bringt nichts, wenn wir gute Lebensräume haben und genetisch fitte Birkhühner, Prädatorenmanagement ist entscheidend.
Torsten Kirchner, Wildlandstiftung Bayern: „Wenn mich jemand fragt, warum wir das Birkhuhn in der Rhön schützen, antworte ich: Es ist ein empfindlicher Prüfstein. Verlieren wir es, dann verschwinden auch seltene Arten wie Raubwürger oder Wiesenpieper. Es bringt nichts, wenn wir gute Lebensräume haben und genetisch fitte Birkhühner, Prädatorenmanagement ist entscheidend."
In der Pressekonferenz stellte der DJV das Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor. (V.l.: Thüringer Landwirtschaftsministeriumsreferent Achim Ramm, Präsident des LJV Thüringen Steffen Liebig, DJV Pressesprecher Torsten Reinwald und DJV Fangjagdexpertin Dr. Astrid Sutor)
In der Pressekonferenz stellte der DJV das Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor. (V.l.: Thüringer Landwirtschaftsministeriumsreferent Achim Ramm, Präsident des LJV Thüringen Steffen Liebig, DJV Pressesprecher Torsten Reinwald und DJV Fangjagdexpertin Dr. Astrid Sutor)
Stephan Wunderlich, Game Conservancy Deutschland: „Mit manipulierten Fotos machen Gegner Stimmung gegen die Fangjagd. Und der Nabu argumentiert, die Beute reguliere die Räuber, Fangjagd sei verzichtbar. In Schleswig-Holstein allerdings setzt derselbe Verein Fallen für Artenschutzprojekte ein – für jeden sichtbar. Hausbesitzer haben enorme Probleme, etwa mit dem Steinmarder. Und sie wissen sich zu helfen, den ‚Lästling‘ loszuwerden. Dafür werden Fallen importiert, die in keiner Weise dem Tierschutz entsprechen.
Stephan Wunderlich, Game Conservancy Deutschland: „Mit manipulierten Fotos machen Gegner Stimmung gegen die Fangjagd. Und der Nabu argumentiert, die Beute reguliere die Räuber, Fangjagd sei verzichtbar. In Schleswig-Holstein allerdings setzt derselbe Verein Fallen für Artenschutzprojekte ein – für jeden sichtbar. Hausbesitzer haben enorme Probleme, etwa mit dem Steinmarder. Und sie wissen sich zu helfen, den ‚Lästling‘ loszuwerden. Dafür werden Fallen importiert, die in keiner Weise dem Tierschutz entsprechen."
DJV stellt Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor.  Hier der Link zum Eckpunktepapier: http://bit.ly/1swN1XM
DJV stellt Eckpunktepapier zur Fangjagd in Deutschland vor. Hier der Link zum Eckpunktepapier: http://bit.ly/1swN1XM
Jagdstatistik für einzelne Wildarten admin Mo., 2014-03-17 18:12
Waschbär abonnieren