Demonstration gegen ein grünes Landwirtschaftsressort

Rund 500 Demonstranten, lautstarke Jagdhorn-Signale und Traktorenlärm auf dem Domplatz in Magdeburg: Der Protest von Landbesitzern, Landwirten, Förstern und Jägern richtete sich gestern gegen die Pläne, ein grünes Umweltministerium zu schaffen. In Sachsen-Anhalt formiert sich in diesen Tagen eine neue Landesregierung, schwarz-rot hat mit der Wahl Mitte März die Mehrheit klar verloren. Aufgrund schwieriger Koalitionsmöglichkeiten formiert sich jetzt eine schwarz-rot-grüne Regierung.

ska Do., 2016-04-14 12:12
Osterhasen-Bestand seit 14 Jahren stabil

Durchschnittlich 11 Feldhasen haben Jäger und Wissenschaftler pro Quadratkilometer auf Deutschlands Feldern und Wiesen im Frühjahr 2015 gezählt.

ama Fr., 2016-03-11 14:03
Steinmarder auf Wohnungssuche

Ab Anfang März suchen Steinmarder nach einem geeigneten Unterschlupf zur Aufzucht ihrer Jungen. Warme Dachböden oder die trockene Gartenlaube bieten einen idealen Standort. Für den Bau der Nester nutzen die Kulturfolger oftmals Steinwolle, Karton oder Fleecestoffe - und beschädigen Motorräume von Autos ebenso wie die Dachdämmung. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hilft dabei, wilde Situationen in Haus und Garten zu meistern.

ska Mo., 2016-02-15 12:20
Jägerrekord in Deutschland

Mit rund 374.100 gelösten Jagdscheinen waren im vergangenen Jagdjahr mehr Deutsche als je zuvor auf der Pirsch. Das sind knapp 63.000 Jagdscheine mehr als im Jahr der Wiedervereinigung vor 25 Jahren, was einem Zuwachs von 20 Prozentpunkten entspricht. "Das ist äußerst erfreulich und passt zum Trend, gesünder und bewusster zu leben sowie sich aktiv für Natur und Tiere einzusetzen", ist Sprecher Torsten Reinwald überzeugt. Viele junge Menschen kommen über die Freude an der Natur oder gesunde Ernährung zur Jagd.

ama Di., 2016-01-26 15:42

Von Oktober bis Januar schallt es 'Halali' durch die Wälder, für Jäger hat die Hauptsaison begonnen. Dabei ist die Sicherheit für Jäger, Treiber und Jagdhunde genauso wichtig wie für Waldbesucher. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft Naturliebhaber dazu auf, Warnschilder zu beachten.

Im Herbst und frühen Winter finden Bewegungsjagden statt – auch Treib- oder Drückjagden genannt. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machen an Straßen sowie Wald- und Feldwegen auf Bewegungsjagden aufmerksam. Der DJV bittet Spaziergänger, Jogger, Reiter und andere Naturfreunde, die Warnschilder zu beachten. Auch Flatterband oder an einer Leine aufgespannte Lappen können auf eine Jagd hindeuten.

Auf Sicherheit im Jagdbetrieb wird in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Insbesondere bei Bewegungsjagden müssen sich alle an der Jagd unmittelbar Beteiligten durch signalfarbene Kleidung deutlich von der Umgebung abheben. Das Jagdgebiet ist für Erholungssuchende in der Regel deutlich gekennzeichnet, und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen ist genau festgelegt. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen dafür, dass Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden. Die Erde dient also als natürlicher Kugelfang.

Bei Bewegungsjagden ziehen zahlreiche Treiber und Hunde langsam durch den Wald. Durch die dabei entstehende Unruhe werden Rehe, Wildschweine und Co. auf die „Beine“ gebracht und ohne Hast in Richtung der Schützen „gedrückt“. So haben die Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, Alter, Geschlecht und Konstitution der Wildtiere besser zu erkennen und einen Schuss sicher zu platzieren.

Mit den Bewegungsjagden erfüllen Jägerinnen und Jäger einen Großteil der staatlichen Abschusspläne und produzieren dabei Wildfleisch, ein hochwertiges Nahrungsmittel aus nachhaltiger Nutzung. Ohne Bejagung würden sich beispielsweise Pflanzenfresser wie Reh- oder Rotwild in unserer Kulturlandschaft stark vermehren und Bäume im Wald schädigen. Besonders beim Wildschweinbestand wird in dieser Zeit effektiv eingegriffen. Aber auch anpassungsfähige Räuber wie Fuchs, Marderhund und Waschbär könnten ohne Jagd die sowieso stark bedrohten Kleinsäuger und bodenbrütende Vogelarten regional stark dezimieren.

Hintergrund Wildschweine

Die Kulturlandschaft in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren tiefgreifende Veränderungen gesehen, von denen besonders Wildschweine profitieren. So hat unter anderem der Wandel in der Energiepolitik dazu geführt, dass auf mittlerweile 10 Prozent der Bundesfläche Mais und Raps angebaut werden – 26mal mehr Nahrungsquelle und Lebensraum als in den 1990er Jahren. Dies schlägt sich in steigenden Bestands- und Jagdstreckenzahlen nieder. Die Drückjagdsaison zwischen Oktober und Januar bietet Jägern die wohl effektivste Maßnahme, um Wildschweinbestände zu reduzieren.

Weitere Informationen zur Sicherheit bei der Jagd

Im Jahr 2014 gab es in Deutschland 56 Millionen Führerscheininhaber und ca. knapp 3400 Verkehrstote. Bei 370.000 Jagdscheininhaber gab es vier Tote durch jagdlich geführte Schusswaffen. Demnach ist es als Führerscheininhaber sechs Mal wahrscheinlicher, beim Autofahren zu sterben als es für Jäger ist, durch eine Jagdwaffe tödlich getroffen zu werden. Vergleicht man ähnliche Zahlen zum Bergwandern, so ist die Gefahr etwa 40 mal größer beim Wandern zu verunglücken als auf der Jagd. Im Jahr 2014 wurden bei Jagden zwei Unbeteiligte verletzt.

Französischer Jagdverband der Region Lozére gewinnt Preis in der Kategorie „sozioökonomischer Nutzen“

Der französische Jagdverband der Region Lozére ist von der Europäischen Kommission mit dem Natura 2000 Award in der Kategorie "sozio-ökonomischer Nutzen" ausgezeichnet worden. Die Franzosen hatten ihr Schutzprojekt für Geier "Ein Gewinn für Natur und Gemeinschaften“ ("Gains for nature and communities") zur Auszeichnung eingereicht. Besonders Mönchs- und Schmutzgeier werden im Natura 2000 Gebiet "Gorges du Tarn et de la Jonte" im Süden Frankreichs gefördert, das viele bedrohte Vogelarten beheimatet.

Seit 2008 fördert der Jagdverband der Lozère traditionelle landwirtschaftliche Nutzungsformen (Agropastoralismus). So haben die Jäger ansässige Landwirte ermutigen können, offene Habitate durch Schafbeweidung und Weidebewirtschaftung zu erhalten sowie Futterplätze für Geiervögel einzurichten. Letzteres bietet Landwirten zudem auch den wirtschaftlichen Vorteil der Entsorgung von Viehkadavern. Geier sind so etwas wie ein Markenzeichen der Region Lozère geworden. Die Region bietet Besuchern derzeit etwa 600 Beherbergungsbetriebe. Das Informationszentrum für Geier – in dem auch das lokale „Geier“-Bier La Feuve verkostet werden kann – zog im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Besucher an.

Die Europäische Kommission verlieh in Brüssel den AwardInsgesamt 23 Finalisten waren für die fünf Kategorien Naturschutz, sozio-ökonomischer Nutzen, Kommunikation, Vereinbarkeit von Interessen und Wahrnehmung sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit nominiert worden. Eine Jury wählte jeweils einen Gewinner pro Kategorie. Der Preis wird in Anerkennung des herausragenden Managements von Natura 2000 Schutzgebieten und erfolgreichen Naturschutzmaßnahmen verliehen, mit der auch der Mehrwert für die heimische Wirtschaft unter Beweis gestellt und die Öffentlichkeit stärker für das Naturerbe Europas sensibilisiert werden sollen. Die Verleihung des zweiten Natura 2000 Award durch die Europäische Kommission fand kürzlich in Brüssel statt.

Da die Jägerschaft häufig ähnlich erfolgreiche Naturschutzprojekte durchführt, sollte diese Auszeichnung uns europäischen Jäger dazu ermutigen, sich für den nächsten Natura 2000 Award 2016 zu bewerben!

Wir gratulieren den französischen Jägern!

Hier geht`s zur Homepage des französichen Jagdvereines.

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) stellt zum offiziellen Start des EU Life-Projekts „Wiederansiedlung von Luchsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald“ am 30. Mai auf der Landesgartenschau in Landau seine neue – in dieser Form bundesweit einmalige – Luchs-Broschüre vor. Mit der Broschüre wirbt der LJV um Akzeptanz für das Wiederansiedlungsprojekt.

Die Infobroschüre erläutert erstmals in ausführlicher und allgemeinverständlicher Form die Lebensweise des Luchses und die Ziele des Projektes. Vor allem richtet sich die Broschüre an die Allgemeinheit – doch auch im Besonderen an Jägerinnen und Jäger, um sie mit dem neuen „Mitjäger“ im Pfälzerwald vertraut zu machen. „Der Schutz der Luchse hat beim LJV eine lange Tradition“, erklärt LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. „Bereits vor 20 Jahren beschäftigte sich der Verband intensiv mit der Frage der Bewahrung einer kleinen vorhandenen Luchs-Population im Pfälzerwald.“

Die 20-seitige Luchs-Broschüre beinhaltet unter anderem einen wildbiologischen Steckbrief, Erläuterungen zum Verhalten, zu den Lebensraumansprüchen und zum Einfluss des Luchses auf seine Umwelt. Interessierte Leser finden zudem Ansprechpartner, Kontakte und Informationen rund um die geplante Luchs-Auswilderung. Die Broschüre kann in kleinen Mengen kostenfrei direkt beim LJV bestellt werden (Tel. 06727/8944-0) und steht auf der LJV-Homepage (www.ljv-rlp.de) als Download zur Verfügung.

„Der LJV unterstützt die Wiederansiedlung der Luchse als wichtiger Projektpartner“, betont LJV-Vizepräsident Bartmann. „Mit der neuen Broschüre möchten wir über diese faszinierende Wildart informieren und die zum Teil emotionale Diskussion versachlichen.“ Der LJV stellt aber auch klare Forderungen an das Wiederansiedlungsprojekt: die Auswilderung von Luchsen soll sich ausschließlich auf den Pfälzerwald beschränken, denn nur dieser bietet in Rheinland-Pfalz – im Zusammenhang mit den französischen Vogesen – den notwendigen, weiten Lebensraum für eine tragfähige Population. Weiterhin fordert der Verband unter anderem eine Beteiligung an allen Stadien der Durchführung des Projekts, die Einbeziehung jagdlichen Knowhows in die Projektarbeit und die Lösung von Nutzungskonflikten unter Berücksichtigung aller Interessen.

Der LJV Rheinland-Pfalz bietet einen Download der Broschüre an. 

„Krass, ist das aufregend.“

Als ich Lena in Berlin Tempelhof abhole, nieselt es leicht. In Brandenburg zucken Blitze über den tiefgrauen Himmel. Die Vorhersage für unseren gemeinsamen Abend: Starke Schauer, Gewitter, Wind aus wechselnden Richtungen. Geil, das kann was werden.

mad Di., 2015-05-12 10:00
Vergifteter Wanderfalke in Baden-Württemberg

Der Deutsche Falkenorden (DFO) und der Landesjagdverband Baden Württemberg (LJV) verurteilen die Tat auf das Schärfste. Niels Meyer-Först, Vorsitzender des DFO in Baden-Württemberg: „Jahrzehntelang haben wir erfolgreich dafür gekämpft, den durch den Einsatz des Pflanzenschutzmittels „DDT“ beinahe erloschenen Wanderfalkenbestand in Deutschland wieder aufzubauen.

mad Mo., 2015-05-11 11:35
Seltener Gast im Schwarzwald

In den letzten Jahren streiften immer wieder einzelne Luchse durch den Schwarzwald. Im Rahmen des sogenannten Luchsmonitorings konnten bereits einige dieser Tiere mit Unterstützung der Jägerschaft fotografiert oder durch ihre Spuren bestätigt werden. Doch was diese machten und wohin sie „verschwunden“ sind, konnte bisher nicht beobachtet werden. In der vergangenen Woche bot sich erstmals die Gelegenheit, diese Wissenslücke zu füllen.

mad Fr., 2015-04-17 10:58
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