(Quelle: Kauer/DJV)

Demonstration gegen ein grünes Landwirtschaftsressort

14. April 2016 (djv) Berlin/Magdeburg

Auf dem Domplatz in Magdeburg haben am gestirgen Mittwoch rund 500 Jäger, Landwirte und Waldbesitzer demonstriert. Ihr Protest richtete sich dabei gegen Überlegungen in den Koalitionsverhandlungen, das Landwirtschaftsministerium von den Grünen führen zu lassen.

Rund 500 Demonstranten, lautstarke Jagdhorn-Signale und Traktorenlärm auf dem Domplatz in Magdeburg: Der Protest von Landbesitzern, Landwirten, Förstern und Jägern richtete sich gestern gegen die Pläne, ein grünes Umweltministerium zu schaffen. In Sachsen-Anhalt formiert sich in diesen Tagen eine neue Landesregierung, schwarz-rot hat mit der Wahl Mitte März die Mehrheit klar verloren. Aufgrund schwieriger Koalitionsmöglichkeiten formiert sich jetzt eine schwarz-rot-grüne Regierung. Bündnis 90/Die Grünen (5,2 % der Wählerstimmen) beansprucht in den Verhandlungen zwei von acht Ministerien, das Kultusministerium sowie das Landwirtschafts- und Umweltministerium. Hier sind Reformen des Jagdrechts geplant, die unter anderem ein Fangjagdverbot und ein Bleiverbot beinhalten.

Dr. Hans-Heinrich Jordan, Präsident des ‪Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt‬, richtete sich in seiner Rede vor dem Landtag direkt an den Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts: „Herr Ministerpräsident Haseloff, Ihre ‪CDU‬ ist die stärkste Fraktion im Landtag. Nehmen Sie diese Verantwortung ernst. Ihre Wähler aus dem ländlichen Raum schaffen bleibende Werte in Sachsen-Anhalt und vertrauen auf Sie!" DJV-Präsident Hartwig Fischer begrüßte den Zusammenhalt der Verbände und sagte: „Unser Frühwarnsystem funktioniert nach den Erfahrungen in anderen Bundesländern. Wir erleben leider allzu oft, dass unsere Arbeit als Jäger draußen zwar gelobt und Wert geschätzt wird und trotzdem bei Koalitionsverhandlungen Politikern als Spielball dient. Wir lassen uns nicht am Nasenring durch die Kulturlandschaft führen." Jäger seien ausgebildete Naturschützer im Gegensatz zu vielen, die heutzutage Naturschutz predigten und nur Verbote lebten.

Hier geht's zum Film-Beitrag des MDR: http://bit.ly/mdr_mediathek

In nur fünf Tagen haben die Vertreter des ländlichen Raums mehr als 500 Menschen mobilisert. Ihre Botschaft an die Politiker in Magdeburg: kein grünes Umweltministerium! Statt Bevormundung: Kooperation im Naturschutz mit Landeigentümern, Landwirten, Förstern und Jägern.
In nur fünf Tagen haben die Vertreter des ländlichen Raums mehr als 500 Menschen mobilisert. Ihre Botschaft an die Politiker in Magdeburg: kein grünes Umweltministerium! Statt Bevormundung: Kooperation im Naturschutz mit Landeigentümern, Landwirten, Förstern und Jägern.
v.l.n.r: Wilko Florstedt, Geschäftsführer des LJV Sachsen-Anhalt, DJV-Präsident Hartwig Fischer und LJV-Präsident Dr. Hans-Heinrich Jordan führen mit anderen Landnutzern den Demo-Zug vor den Magdeburger Landtag an.
v.l.n.r: Wilko Florstedt, Geschäftsführer des LJV Sachsen-Anhalt, DJV-Präsident Hartwig Fischer und LJV-Präsident Dr. Hans-Heinrich Jordan führen mit anderen Landnutzern den Demo-Zug vor den Magdeburger Landtag an.
 Im Fokus der Medien: Der Auflauf von mehr als 500 Landnutzern vor dem Landtag in Magdeburg.
Im Fokus der Medien: Der Auflauf von mehr als 500 Landnutzern vor dem Landtag in Magdeburg.
Der Politik den Marsch geblasen. Mit zahlreichen Demo-Schildern und den Jagdhornbläsern, zur akustischen Unterstützung, ging es vor den Landtag in Magdeburg
Der Politik den Marsch geblasen. Mit zahlreichen Demo-Schildern und den Jagdhornbläsern, zur akustischen Unterstützung, ging es vor den Landtag in Magdeburg
Franz Prinz zu Salm-Salm, Vorsitzender des Waldbesitzerverbands Sachsen-Anhalt:
Franz Prinz zu Salm-Salm, Vorsitzender des Waldbesitzerverbands Sachsen-Anhalt: "Wir sind keine Berufsdemonstranten, aber wir fürchten den Verrat. Es ist enorm, was Sie in fünf Tagen auf die Beine gestellt haben. Diese Spontan-Demo ist nur ein Vorgeschmack auf das, was kommt, wenn der ländliche Raum tatsächlich verraten wird."
Hardy-Peter Güssau (CDU), seit gestern Präsident des Landtages von Sachsen-Anhalt:
Hardy-Peter Güssau (CDU), seit gestern Präsident des Landtages von Sachsen-Anhalt: "Ich komme aus dem ländlichen Raum in der Nähe von Stendal. Und ich kann ihre Sorgen nachvollziehen. Diese müssen wir ernst nehmen und uns für Lösungen einsetzen. Das 19-Punkte-Papier werde ich selbstverständlich an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag weitergeben."
Dr. Hans-Heinrich Jordan, Präsident des Landesjagdverband Sachsen-Anhalt: „Das Jagdgesetz soll bleiben, wie es ist. Erst vor Kurzem hat es der Landtag einstimmig beschlossen. Jäger schützen die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Sie schützen die Landeskultur. Und sie bewahren Traditionen. Herr Ministerpräsident Haseloff: Ihre CDU ist die stärkste Fraktion im Landtag. Nehmen Sie diese Verantwortung ernst. Ihre Wähler aus dem ländlichen Raum schaffen bleibende Werte in Sachsen-Anhalt und vertrauen auf Sie!“
Dr. Hans-Heinrich Jordan, Präsident des Landesjagdverband Sachsen-Anhalt: „Das Jagdgesetz soll bleiben, wie es ist. Erst vor Kurzem hat es der Landtag einstimmig beschlossen. Jäger schützen die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Sie schützen die Landeskultur. Und sie bewahren Traditionen. Herr Ministerpräsident Haseloff: Ihre CDU ist die stärkste Fraktion im Landtag. Nehmen Sie diese Verantwortung ernst. Ihre Wähler aus dem ländlichen Raum schaffen bleibende Werte in Sachsen-Anhalt und vertrauen auf Sie!“
Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverband: „Unser Frühwarnsysrtem funktioniert nach den Erfahrtungen in anderen Bundesländern. Wir erleben leider allzu oft, dass unsere Arbeit als Jäger draußen zwar gelobt und Wert geschätzt wird und trotzdem bei Koalitionsverhandlungen von Politikern als Spielball dient. Das heute ist nur ein laues Lüftchen. Aber wir kommen wieder, wenn es sein muss. Dann bringen wir 15.000 Jäger mit wie in Nordrhein-Westfalen. Wir Jäger lassen uns nicht am Nasenring durch die Kulturlandschaft führen.   Wir Jäger sind ausgebildete Naturschützer im Gegensatz zu vielen, die heutzutage Naturschutz predigen und nur Verbote leben.“
Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverband: „Unser Frühwarnsysrtem funktioniert nach den Erfahrtungen in anderen Bundesländern. Wir erleben leider allzu oft, dass unsere Arbeit als Jäger draußen zwar gelobt und Wert geschätzt wird und trotzdem bei Koalitionsverhandlungen von Politikern als Spielball dient. Das heute ist nur ein laues Lüftchen. Aber wir kommen wieder, wenn es sein muss. Dann bringen wir 15.000 Jäger mit wie in Nordrhein-Westfalen. Wir Jäger lassen uns nicht am Nasenring durch die Kulturlandschaft führen. Wir Jäger sind ausgebildete Naturschützer im Gegensatz zu vielen, die heutzutage Naturschutz predigen und nur Verbote leben.“
Maurice Strunk, Geschäftsführer des Forstunternehmerverbands Sachsen-Anhalt (AFL):
Maurice Strunk, Geschäftsführer des Forstunternehmerverbands Sachsen-Anhalt (AFL): "Naturschutz ist unser täglich' Brot - wir brauchen keine grüne Bevormundung. Es sind unsere Betriebe, die den Wald und die Felder pflegen - im Schulterschluss mit Landwirten, Jägern und Förstern. Nutzungsverbote sind deshalb ein Schlag ins Gesicht des ländlichen Raums. Die Grünen rufen einen Bündnisfall für den ländlichen Raum hervor. Deshalb sind wir alle heute hier."
DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann begleitete die Spontan-Demo mit Jagdsignalen.
DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann begleitete die Spontan-Demo mit Jagdsignalen.
„Für mich wäre es einfach ein Unding, wenn eine Partei, die es mit Ach und Krach in den Landtag geschafft hat, eine so große Interessengruppe vertritt, wie es die Landwirte, Jäger, Förster und andere Landnutzer sind. Wir wollen hier in Sachsen-Anhalt einfach keine Verhältnisse wie beispielsweise in Niedersachsen haben.“ Christian Reimann, 35 Jahre, Landwirt aus Möckern
„Für mich wäre es einfach ein Unding, wenn eine Partei, die es mit Ach und Krach in den Landtag geschafft hat, eine so große Interessengruppe vertritt, wie es die Landwirte, Jäger, Förster und andere Landnutzer sind. Wir wollen hier in Sachsen-Anhalt einfach keine Verhältnisse wie beispielsweise in Niedersachsen haben.“ Christian Reimann, 35 Jahre, Landwirt aus Möckern
„Bisher hat unsere Landesregierung eine gute Politik gemacht. Mit den Grünen sehen wir einfach unsere Interessen als Jäger, Landwirte und Förster nicht mehr vertreten. Klar muss es auch einen Umwelt- und Naturschutz geben. Das ist für uns aber nicht das Maß aller Dinge. Wir sehen einfach auch unsere Arbeitsplätze in Gefahr. Weitere Auflagen können wir schlichtweg nicht mehr finanzieren.“ Barbara Lücke (63 Jahre), Angela Bradatsch (44 Jahre), Nadine Behrens (40 Jahre) Agricola Burgstall Agrar GmbH, Burgstall
„Bisher hat unsere Landesregierung eine gute Politik gemacht. Mit den Grünen sehen wir einfach unsere Interessen als Jäger, Landwirte und Förster nicht mehr vertreten. Klar muss es auch einen Umwelt- und Naturschutz geben. Das ist für uns aber nicht das Maß aller Dinge. Wir sehen einfach auch unsere Arbeitsplätze in Gefahr. Weitere Auflagen können wir schlichtweg nicht mehr finanzieren.“ Barbara Lücke (63 Jahre), Angela Bradatsch (44 Jahre), Nadine Behrens (40 Jahre) Agricola Burgstall Agrar GmbH, Burgstall
„Wir müssen gemeinsam etwas gegen die jetzige Konstellation tun: Die Grünen treiben Unfug, fern der Realität.“ Klaus-Dieter Krakow, 56 Jahre, Jägerschaft Haldensleben
„Wir müssen gemeinsam etwas gegen die jetzige Konstellation tun: Die Grünen treiben Unfug, fern der Realität.“ Klaus-Dieter Krakow, 56 Jahre, Jägerschaft Haldensleben
„Ich bin Dienstleister in der Forstwirtschaft, in unserem Betrieb arbeiten 50 Menschen. Wir sind hier, weil wir durch neue gesetzliche Regelungen weitere Einschränkungen befürchten: Die Ausweisung neuer Schutzgebiete, Stilllegung von Flächen und massive Verschlechterungen für unsere Mitarbeiter. Wir leben selbst im ländlichen Raum und verstehen nicht, warum sich andere das Recht herausnehmen, uns etwas vorzuschreiben.“ Holger Beiche, 49 Jahre, Grimme (Fläming) Claudia Neumann, 32 Jahre
„Ich bin Dienstleister in der Forstwirtschaft, in unserem Betrieb arbeiten 50 Menschen. Wir sind hier, weil wir durch neue gesetzliche Regelungen weitere Einschränkungen befürchten: Die Ausweisung neuer Schutzgebiete, Stilllegung von Flächen und massive Verschlechterungen für unsere Mitarbeiter. Wir leben selbst im ländlichen Raum und verstehen nicht, warum sich andere das Recht herausnehmen, uns etwas vorzuschreiben.“ Holger Beiche, 49 Jahre, Grimme (Fläming) Claudia Neumann, 32 Jahre