Europäisches Parlament stimmt Feuerwaffen-Richtlinie zu

Das europäische Parlament hat gestern einer fragwürdigen Reform der EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt. Vorgesehen sind unter anderem Beschränkungen der Magazinkapazität halbautomatischer Waffen, umfassendere Regelungen zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Waffen und Waffenteilen, zum Austausch von Daten unter EU-Mitgliedsstaaten sowie dem Handel mit Waffen und eine verschärfte Überwachung der Eignung und Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern.

fwe Mi., 2017-03-15 16:03
So viele Jäger wie nie zuvor

Genau 381.821 Deutsche besaßen im Jagdjahr 2015/16 (1. April bis 31. März) einen Jagdschein. Das sind etwa 7.800 Personen mehr als noch 2014/15. Gegenüber dem vergangenen Jagdjahr stieg die Zahl der Waidmänner und -frauen damit um etwa 2 Prozent. Und im Vergleich zur Wiedervereinigung vor 26 Jahren gibt es über 70.000 Jagdscheine mehr – ein Anstieg von über 22 Prozent. Die Bevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum kaum. "Jagen heißt aktiv und nachhaltig leben, das wird für viele immer wichtiger.

can Sa., 2017-01-21 11:01

Seit mehreren Jahren liegt die Zahl der Anwärter zur Jägerprüfung bei über 300. 2016 traten 352 Männer und Frauen zur Jägerprüfung an. Die Erfolgsquote liegt bei 76 Prozent. 

Ohne Fleiß kein Preis – das gilt auch bei der Jagd. Bevor man in Deutschland auf die Pirsch gehen darf, muss man eine Jägerprüfung bestehen. In Brandenburg ist der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) für die Organisation und Durchführung der Prüfungen zuständig. 2009 wurde er vom zuständigen Ministerium mit dieser hoheitlichen Verwaltungsaufgabe betraut (beliehen). Dabei ist er an die in der Jägerprüfungsordnung des Landes Brandenburg festgeschriebenen Vorgaben gebunden.

Die haben es in sich. Nicht ohne Grund wird die Jägerprüfung auch als „Grünes Abitur“ bezeichnet. Bei der Anmeldung zur Prüfung müssen ein praktisches Jahr sowie 150 Theoriestunden nachgewiesen werden. In einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung stellen die Anwärter dann ihre Eignung unter Beweis. Solides Wissen um die heimische Tier- und Pflanzenwelt ist selbstverständlich. Aber auch Krankheiten, Naturschutz, Wildhygiene oder Recht gehören zu den Sachgebieten, in denen den Prüflingen auf den Zahn gefühlt wird.

Die hohen Anforderungen drücken sich in der Durchfallquote aus. „Dieses Jahr haben es 23,3 Prozent im ersten Anlauf nicht geschafft“, sagt Karl-Heinz Hohmann, der im Präsidium des LJVB für die Aus- und Fortbildung zuständig ist. „Abstriche an den Anforderungen können wir nicht machen“, sagt Hohmann, „schließlich geht es um Sicherheit und Tierschutz. Wer wirklich will, besteht die Prüfungen auch, notfalls halt im zweiten Anlauf.“ Derzeit bietet der LJVB vier Prüfungszyklen pro Jahr an, die sich großer Resonanz erfreuen.  Die meisten Prüflinge scheiterten in den Sachgebieten „Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie“, „Waffentechnik, Führen von Jagd- und Faustfeuerwaffen“ sowie „Wildkrankheiten und Behandlung von erlegtem Wild“.

Wer wissen möchte, welche Jagdschule in der Nähe Kurse anbietet oder sonst Fragen rund um die Jägerprüfung hat, wendet sich bitte an den Landesjagdverband Brandenburg e.V., Saarmunder Str.35, 14552 Michendorf, Tel. 033205/ 2109-0, www.jaegerpruefung-brandenburg.de

Weitere Verschärfung des Waffengesetzes ist abwegig

Der Vorstoß des Landesvorstands der niedersächsischen Grünen eine Verschärfung des Waffenrechts zu fordern, stößt bei der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) auf Unverständnis und Ablehnung.

ama Mi., 2016-11-16 16:26
Netzwerken für die Jagd

Mitgehen, erleben, berichten: Seit Beginn des Jagdjahres 2016/17 läuft wieder die bundesweite Aktion Gemeinsam Jagd erleben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der dlv-Jagdmedien (unsere Jagd, PIRSCH, Niedersächsischer Jäger, jagderleben.de). „Auch alle schleswig-holsteinischen Jägerinnen und Jäger sind dazu aufgerufen, nichtjagende Gäste mit ins Revier zu nehmen und am grünen Handwerk teilhaben zu lassen”, sagt Marcus Börner, Pressereferent des LJV SH.

ska Do., 2016-09-01 10:29
Die Jagd im Saarland wird weiblicher

Die Zunft der Jäger wird weiblicher: Immer mehr Frauen machen im Saarland einen Jagdschein. In den vergangenen zehn Jahren sei der Anteil der Jägerinnen von fünf auf zehn Prozent gestiegen, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, Johannes Schorr, der dpa in Saarwellingen (Kreis Saarlouis). Ende 2015 gab es im Saarland 4271 Jagdscheininhaber, darunter rund 400 Frauen. Die Zahl der Jäger steige auch insgesamt: Ende 2005 waren an der Saar laut Schorr noch 3677 Jahresjagdscheine "gelöst" worden. 

cws Mo., 2016-08-15 16:28

In Sachsens Wäldern wird immer mehr Wild erlegt. Die Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison rund 121.000 Stück Wild zur Strecke gebracht und damit das Ergebnis des Vorjahres (107.475) erheblich gesteigert. Sachsens Forstminister Thomas Schmidt (CDU) sieht darin einen Beleg, dass die Jäger ihre Verpflichtung zur Hege und Bejagung des Wildes ernst nehmen.

Sachsens Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison rund 121.000 Stück Wild zur Strecke gebracht und damit das Ergebnis des Vorjahres (107.475) erheblich gesteigert. Beim Schalenwild gab es mit mehr als 75.000 erlegten Tieren sogar einen Rekord. "Das Wild findet im Freistaat Sachsen beste Lebensbedingungen vor. Hohe Jagdstrecken sind ein wichtiges Indiz für ansteigende Wildbestände", sagte Forstminister Thomas Schmidt (CDU) am Freitag.

Laut Statistik weist die Jagdstrecke für das vergangene Jagdjahr unter anderem 4.137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3.737), 36.528 Stück Rehwild (33.280) und 32.878 Wildschweine (27.962) auf. Gestiegen sind auch die Abschüsse bei Waschbären (9.889), Fuchs (16.478) und Marderhund. Bei Waschbären hat sich die Strecke in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht.

Nach Angaben des Ministeriums sind die aus Nordamerika stammenden Waschbären inzwischen flächendeckend in Sachsen verbreitet. Schwerpunkte liegen in den östlichen und nördlichen Regionen Sachsens. Experten rechnen mit einer weiteren Ausbreitung auch in Städte. Die Jagd werde das nicht verhindern, aber verlangsamen, hieß es. Die Bevölkerung wurde gebeten, Waschbären keine Futtermöglichkeiten zu bieten.

Jäger nehmen Verpflichtungen ernst

Schmidt interpretierte das Streckenergebnis als Beleg dafür, dass die sächsischen Jäger ihre Verpflichtung zur Hege und Bejagung des Wildes sehr ernst nehmen. "Jagd fördert gesunde Wildbestände, schafft naturnahe Strukturen in der Landschaft und trägt zur Artenvielfalt bei. Jagd ist damit auch angewandter Naturschutz", sagte der Minister. Er ging auch auf die kulinarische Seite ein. Denn Jagd liefere gesundes, heimisches Wildbret.

Sachsen hat eine Jagdfläche von rund 1,6 Millionen Hektar. 524.800 Hektar davon sind Wald. Bei den Behörden sind 11.350 Inhaber eines Jagdscheines registriert.

Jäger sind moderner als ihr Ruf

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat erstmals in einer repräsentativen Befragung soziodemographische Daten zu Jagd und Jägern erhoben: Demnach ist der Durchschnittsjäger in Deutschland 57 Jahre alt und ist in drei von vier Fällen verheiratet. Die Durchschnittsjägerin ist 51 Jahre alt und in einem von zwei Fällen verheiratet. Derzeit gibt es bundesweit im Schnitt 7 Prozent Jägerinnen. Doch in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung sitzen heute bereits 20 Prozent Frauen.

Querschnitt der Bevölkerung

ama Do., 2016-06-09 13:28
"Wildschweine sind wie Zander. Man muss sie überlisten."

LJV: David, bei einem Jäger handelt es sich „um einen übergewichtigen, grün gekleideten, schwerbewaffneten Alkoholiker, der durch den Wald auf kürzestem Weg in das nächste Gasthaus geht.“ Erkennst Du Dich wieder?

David (lacht): Klar. Unbedingt. Siehst du doch. Aber mal im Ernst- gibt es diese Spezies? Naja. Also die Jäger, die ich in sechs Monaten Ausbildung kennengelernt habe, fallen nicht unter diese Beschreibung. 

ska Do., 2016-04-28 11:35
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