Afrikanische Schweinepest nähert sich Deutschland aus dem Osten

Rund 80 Kilometer entfernt von Brandenburg haben polnische Behörden bei zwei Wildschweinen erstmals das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Der nächstgelegene ASP-Fall liegt 300 Kilometer weiter östlich. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet schwerpunktmäßig Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten. Dies gilt insbesondere für grenznahe Regionen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

kmi Di., 2019-11-19 10:23
Zahl der erlegten Wildschweine höher als erwartet

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat die Jagdstatistik für Wildschweine ausgewertet: Die Jäger haben in der Saison 2017/18 (1. April bis 31. März) genau 836.865 Wildschweine erlegt. Das sind 42 Prozent mehr als in der Saison davor und die höchste, jemals erzielte Strecke. Die ersten Hochrechnungen aus dem September wurden damit noch übertroffen.  

16,7 Millionen Stunden für die Seuchenprävention 

ama Do., 2018-12-20 13:27

Vorläufiges Ergebnis: Über 820.000 Wildschweine haben Deutschlands Jäger in der Saison 2017/18 erlegt. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Etwa 16,4 Millionen Stunden Einsatz waren notwendig. Die mögliche Einschleppung des ASP-Virus lässt sich am besten durch mehr Biosicherheit an Verkehrswegen verhindern.

Die Jäger haben in Deutschland in der Saison 2017/18 (1. April bis 31. März) mehr als 820.000 Wildschweine erlegt. Das ist das höchste, jemals erzielte Ergebnis. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einer Steigerung von knapp 40 Prozent. Diese vorläufigen Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute nach einer ersten Auswertung der Jagdergebnisse aus den Bundesländern vorgelegt. "Die Jäger haben ihre Hausaufgaben mit Blick auf die drohende Afrikanische Schweinepest gemacht", kommentierte DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe die Zahlen. "Die Jäger haben politische Forderungen eindrucksvoll umgesetzt."

Leben weniger Schweine pro Fläche, breitet sich das Virus auf natürliche Weise langsamer aus. Das Virus der Afrikanischen SchweineWildschweinstrecke 2007/08 bis 2017/18pest (ASP) wird allerdings nachweislich durch Menschen innerhalb kürzester Zeit über hunderte Kilometer verschleppt. Ein achtlos entsorgtes Stück Salami oder Schinken von einem erkrankten Schwein reicht hierfür aus. Die natürliche Verbreitung über Wildschweine liegt lediglich bei maximal 20 Kilometern pro Jahr. Um eine Einschleppung nach Deutschland und eine Verbreitung der Tierseuche möglichst zu verhindern, sei mehr Biosicherheit an Bahnhöfen, Parkplätzen und Grenzübergängen notwendig, sagte Dr. Bethe. Dazu gehörten verschließbare Abfallbehälter an Rastplätzen, wildschweinsichere Zäunungen und Aufklärung von Reisenden. 

Nach Angaben der Tierärztlichen Hochschule Hannover benötigen Jäger im Schnitt mindestens 20 Stunden, um ein Wildschwein zu erlegen. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der erlegten Tiere im vergangenen Jagdjahr haben Deutschlands Jäger mindestens 16,4 Millionen Stunden ehrenamtlichen Einsatz im Sinne der Seuchenprävention geleistet. Das entspricht bei Mindestlohn einer monetären Leistung von knapp 145 Millionen Euro.

Der DJV appellierte an die Jäger in Deutschland, Wildschweine weiterhin intensiv zu bejagen und insbesondere junge Tiere unter zwei Jahren zu erlegen. Sie sind mit deutlich mehr als 50 Prozent an der Fortpflanzung beteiligt. Die Reproduktionsrate liegt bei Wildschweinen wegen der guten Ernährungssituation bei etwa 250 Prozent: Wo heute 100 Wildschweine leben, wären es ohne Jagd im Folgejahr 350 Tiere. Erfahrungsgemäß schwanken die Abschusszahlen von Jahr zu Jahr stark. Witterung und Nahrungsverfügbarkeit beeinflussen den Jagderfolg maßgeblich.

Wildschwein-Zaun an deutsch-dänischer Grenze kann gebaut werden

Dänemark will an der Grenze zu Deutschland einen Zaun gegen Wildschweine bauen. Das Parlament gab am Montag grünes Licht für einen entsprechenden Antrag der liberal-konservativen Regierung. Der Grenzzaun soll verhindern, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Dänemark ausbreitet. Die für den Menschen harmlose Krankheit kursiert derzeit in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont.

Trotzdem wollen die Dänen auf Nummer sicher gehen. Denn die Schweinezucht ist für die Wirtschaft der Skandinavier extrem wichtig.

can Mo., 2018-06-04 15:19
Wildschweinjagd: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für heute Vertreter aus Forschung, Ministerien und Jagd nach Berlin geladen zur "Nationalen ASP-Präventionskonferenz". Der Deutsche Jagdverband (DJV) weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass eine Einschleppung des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch verstärkte Jagd allein nicht verhindert werden kann.

cws Mo., 2018-02-26 10:55
Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und das Friedrich-LoefflerInstitut (FLI) haben gemeinsam Empfehlungen zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erarbeitet, die sich in drei Kernthemen gliedern: Früherkennung,  Übersicht der möglichen Maßnahmen im Seuchenfall sowie deren örtliche und zeitliche Anwendung anhand von konkreten Fallbeispielen. Der Fokus des Empfehlungspapiers liegt auf jagdlichen Mitteln für Wildschweine.

pra Di., 2017-10-10 12:29
Sicherheit geht vor Jagderfolg

Die Getreide- und Rapsernte bietet Jägern die Möglichkeit zur sogenannten Erntejagd. Nachdem die dicht bewachsenen Felder bisher wenig Chancen auf Jagderfolg boten, besteht von Juli bis Oktober die Gelegenheit, vor allem Wildschweine zu bejagen. Das ist wichtig, da die Schwarzwild-Population dank idealer Lebensbedingungen in der Feldflur stark wächst. Das Eingreifen in die Bestände ist auch aufgrund des Risikos der Afrikanischen Schweinepest notwendig, eine Seuche, die sich von Ost- nach Mitteleuropa ausbreitet und auch Hausschweine bedroht. 

pra Di., 2017-08-15 13:17
Afrikanische Schweinepest erreicht Tschechien

Nach Angaben der internationalen Nachrichtenagentur Reuters wurden kürzlich zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine.

ama Mi., 2017-06-28 08:24
Achtung: Verstärkter Wildwechsel zur Erntezeit

Die Maisernte ist in vollem Gange. Insbesondere Wildschweine suchen deshalb nach einer neuen Bleibe im Wald und verlassen die Feldflur. Die eigentlich dämmerungs- und nachtaktiven Tiere wechseln in den kommenden Wochen auch vermehrt am Tage über Straßen. „Verkehrsteilnehmer müssen aktuell mit einem erhöhten Wildunfallrisiko rechnen”, warnt der Deutsche Jagdverband (DJV). Jahreszeitlich bedingte Gegebenheiten wie Nebel, die eher einsetzende Dunkelheit sowie feuchte und verschmutzte Fahrbahnen steigern zusätzlich das Unfallrisiko.

ska Fr., 2016-09-30 09:18
Erntejagd: Sicherheit vor Erfolg

Mais wird vom Schwarzwild von der Milchreife Anfang August bis zur Ernte im Oktober gerne als Nahrung und Lebensraum genutzt, es kommt zu Fraß-, Tritt- und Lagerschäden. Die Ernte bietet in vielen Revieren oftmals die einzige Chance, regulierend in die Population einzugreifen. Wenn die Mais-Häcksler anrücken, sind die Wildschweine gezwungen, das schützende Blattwerk zu verlassen, um neue Einstände zu suchen – und können effektiv bejagt werden.

fmin Mi., 2016-09-28 10:40
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