Ob UVV-Jagd, Waffenverleihe oder Standkarte für Drückjagden, hier gibt's das passende Formular. Oder suchen Sie eine Wildunfallbescheinigung zur Vorlage bei der Kfz-Versicherung oder einen Nachweis zur Rückverfolgbarkeit von Wildbret - wir haben wichtige und aktuelle Formulare und Vorlagen für die Jagdpraxis. Sollten Sie eine Vorlage vermissen, schreiben Sie uns: pressestelle@jagdverband.de

Der DJV-Aufkleber erhielt große Resonanz in der Jägerschaft. Innerhalb von acht Wochen war die erste Auflage vergriffen. Der DJV hat ihn jetzt nachgedruckt. Er kann wieder beim Verband bestellt werden.

50.000 Jägerinnen und Jäger wollten Flagge zeigen für Ihre Leidenschaft und für das gesunde Lebensmittel Wildbret. Sie bestellten den DJV „Selbstversorger“-Aufkleber. Bereits nach acht Wochen war die erste Auflage vergriffen. Die Redaktion der Jagdzeitschrift „DJZ“ fand den Aufkleber ebenfalls gut – alle Abonnenten erhalten ihn in der Oktober-Ausgabe des Hefts. Der DJV bedankt sich für das große Interesse und die konstruktiven Kritiken. Wegen der hohen Nachfrage hat der Verband die trendigen Hingucker für die Autoscheibe jetzt nachgedruckt. Sie können wieder unter der E-Mail pressestelle@jagdverband.de kostenfrei bestellt werden.

LEMISI ist der Name des Projektes „Lebensmittelsicherheit in jagdlich gewonnenem Wildbret“. Es wurde im November 2011 vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), Europäischem Verband der Wild- und Geflügelhändler (EPEGA), DJV und anderen Interessensverbänden projektiert, am 1. Mai 2012 gestartet, vom BfR federführend koordiniert und mit dem BfR-Symposium "Wild - Gut erlegt" im März 2014 abgeschlossen.

Ziel des Projektes war es zu ermitteln:

  1. wie stark Wildbret natürlich mit den Metallen Blei, Kupfer und Zink belastet ist (Hintergrundbelastung durch Äsung (Nahrung), Pflanzen mit Bleigehalten aufgenommen aus dem Boden beziehungsweise auf den Blättern durch Bleistaub aus der Luft)
  2. wie stark Wildbret durch Geschossfragmente aus Jagdbüchsenmunition belastet ist

Hierzu wurden sechs Proberegionen in den Bundesländern Niedersachsen (3, 2x mit mittlerer Bleibodenbelastung, 1x mit hoher Bleibodenbelastung), Mecklenburg-Vorpommern (2x mit niedriger Bleibodenbelastung) und Sachsen-Anhalt (1x mit hoher Bleibodenbelastung) ausgewählt. In jeder Proberegion wurden 240 Stück Reh- und Schwarzwild geschossen, davon die Hälfte mit bleifreier Munition.Datenabgleich beim Wildhändler im LEMISI-Projekt

Die Belastung der Böden wurde nach folgenden Kriterien definiert:

Belastung im 90. Perzentil:

  • Leichte Belastung: < 30 mg Blei / kg Boden
  • Mittlere Belastung: 30 – 75 mg Blei / kg Boden
  • Schwere Belastung: > 75 mg Blei / kg Boden

Im Anschluss wurden aus jedem versorgtem und verzehrsfertigem Tier drei Proben à 100 Gramm in den Teilbereichen Keule, Rücken und Nähe des ausgeschärften Schusskanals genommen. Diese werden in unterschiedlichen Laboren auf die Belastung mit Blei, Zinn und Kupfer untersucht.Probenahme im LEMISI-Projekt am verzehrsfertigen Stück Wild

Der DJV beteiligte sich finanziell an den Laboruntersuchungen als auch mit Personalkosten an LEMISI.

Involviert waren die Länder Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Probeflächen, Länderministerien und Landesjagdverbände. Die Länder Hamburg, Bremen und Hessen stellten zusätzliche Laborkapazitäten. (Ebenfalls involviert war Bayern mit einer Zusatzerhebung für Rotwild.)

Teilergebnisse

Erste Teilergebnisse wurden auf dem BfR-Symposium „Alle(s) Wild?“ am 18./19. März in Berlin präsentiert.[1] Sie belegen, dass in bleihaltig geschossenem Wildbret mehr Blei im verzehrsfertigem Fleisch zu finden ist, als im bleifrei geschossenen Wildbret. Zudem fanden die Forscher in 16 Prozent aller Proben, die in der Nähe des Schusskanals genommen wurden Werte, die über dem zulässigen Bleigehalt für Rind- und Schweinefleisch (0,1mg/kg) lagen. Die relativ hohen Mittelwerte (arithmetisches Mittel) der Proben kommen durch wiederholt auftretende extreme Ausreißer zustande.[2]

Betrachtet man die Mediane (geometrisches Mittel), so liegt der Schluss nahe, dass der überwiegende Teil der untersuchten Proben verzehrstauglich ist. Als kritisch sind die Extreme zu betrachten, die möglicherweise durch Splitter oder eine Akkumulation von Bleistaub hervorgerufen werden.


[1] Müller-Graf, C. (2013). BfR. Präsentation „Status: Blei, Kupfer und Zink im Wildbret – Zwischenstand der statistischen Analyse“, BfR-Symposium „Alle(s) Wild?“, 18./19. März, 2013, www.bfr.bund.de/cm/343/status-blei-kupfer-und-zink-im-wildbret.pdf

[2] Ibid.

Eigenverbrauch, Direktvermarktung, Wildhandel

Verbrauch im eigenen Haushalt

Für den Verbrauch im eigenen Haushalt gilt die Pflicht zur amtlichen Fleischuntersuchung, wenn vom Jäger bedenkliche Merkmale festgestellt werden. Die Trichenuntersuchung ist bei allen empfänglichen Tierarten durchzuführen. Wer die vorgeschriebenen Untersuchungen - auch bei Eigenverbrauch - unterlässt, macht sich strafbar.

Direktvermarktung in kleinen Mengen

Die direkte Abgabe von Wild oder Wildfleisch ist nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:

tbr Do., 2014-08-07 10:23

Into the Wild: Ein Buch für Selbstversorger-Köche

Kein Problem, beim Kochen schmutzig zu werden? Dann ist „Into The Wild – Die Outdoorküche“, das Buch von Mikael Einarsson, Henrik Francke und Gustav Lindström, genau das Richtige. Wer beim Kochen körperlich aktiv sein will und Zeit für aufwendige Gerichte hat, wird mit diesem Buch glücklich. Experimentierfreudige Hobbyköche, die gern unkonventionelle, aufregende Kochmethoden wie das Erdloch oder das offene Feuer wieder aufleben lassen wollen, sind hier gut aufgehoben. Wildschwein-Kebab im Pitabrot, Hirschpastete oder getrocknete Wildwurst: Mehr als 100 stilvoll bebilderte Rezepte mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad laden den Leser zum ideenreichen Grillen ein.

„Into The Wild“ ist ideal für einen langen Sommer mit Familie und Freunden sowie viel Zeit und Platz in der freien Natur. Es gibt einen ansprechenden Überblick über die moderne Outdoorküche, die nicht auf praktische Erfindungen wie Digitalthermometer oder Alufolie verzichtet. Genau richtig für den Selbstversorger: Anleitungen für die eigene Käse- oder Wurstherstellung komplettieren dieses Kochbuch. Passend dazu, gibt es beim DJV den Selbstversorger-Aufkleber (weiblich und männlich) zu bestellen. Einzelexemplare können per E-Mail an pressestelle@jagdverband.de kostenfrei angefordert werden.

Into the Wild – Die Outdoorküche. Mikael Einarsson, Henrik Francke, Gustav Lindström. Heel-Verlag. ISBN: 978-3-86852-918-0. 172 Seiten, zahlreiche Farbfotos.

Sautiertes Kalbfleischtatar mit Wildkräutern und Kaperncreme.

Die Erdgrube: etwas für Köche, denen der Gasgrill zu einfach ist.

Wilder Sommer im Pfälzer Wald: LJV Rheinland-Pfalz startet Grill-Aktion

Mit einer großen Wildgrillparty startete am 6. Juli am Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz bei Kaiserslautern die Aktion „Wilder Sommer – im Pfälzer Wald“. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) ist als Kooperationspartner dabei. Das Grill-Event bildete die Auftaktveranstaltung zu den Aktionswochen rund um Wildfleisch aus der Region, die vom 6. bis 20. Juli laufen.

Umweltministerin Ulrike Höfken ist Schirmherrin der Kampagne und eröffnete die Wildgrillparty offiziell. In ihrem Grußwort lobte sie Wildbret als ein qualitativ hochwertiges Produkt und betonte in diesem Zusammenhang die große Notwendigkeit der Jagd.

Die LJV-Kreisgruppe Kaiserslautern war mit dem WILDMOBIL vor Ort und grillte für die zahlreichen Besucher schmackhafte Wild-Saumagen-Burger. Die Partnerbetriebe des Biosphärenreservats boten mit Wildschwein am Spieß, Wildbraten aus der Erdgrube, Rehkeule aus dem Smoker, Wildschweinschinken und leichten Sommersalaten kulinarischen Besonderheiten. Die Aschbachthaler Jagdhornbläser (LJV-Kreisgruppe Kaiserslautern) begleiteten die Veranstaltung musikalisch.

Jetzt bestellen und mit dem DJV-Aufkleber für die Jagd Flagge zeigen

Traditionsreich, regional, gesund: Wildbret aus nachhaltiger Produktion ist für Jäger eine Hauptmotivation zur Jagd. Grund genug, mit dem neuen DJV-Aufkleber „Selbstversorger“ Flagge zu zeigen – für eine gesunde, nachhaltige Ernährung und für ein Nahrungsmittel, das den Zeitgeist trifft. Ob am Auto, am Equipment oder am Laptop: Der DJV Selbstversorger-Aufkleber ist in jedem Fall ein Hingucker. Den Aufkleber gibt es als Frauen- und Männer-Motiv in limitierter Auflage pünktlich zum Bundesjägertag 2014.

Einzelexemplare können ab sofort kostenfrei per E-Mail an pressestelle@jagdverband.de vorbestellt werden. Bitte geben Sie dazu Ihre vollständige Adresse sowie Ihr Wunschmotiv an.

DJV-Aufkleber Selbstversorger

Die DJV-Jagdstatistik gibt Ihnen einen Überblick über die Jahresstrecken der einzelnen Wildtierarten in Deutschland und den einzelnen Bundesländern.
 

Wie gefährlich ist Blei im Wildbret tatsächlich?

Die vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Auftrag gegebene Studie „Lebensmittelsicherheit von jagdlich gewonnenem Wildbret“ (LEMISI) unter Leitung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) kam zu dem Ergebnis, dass bleihaltige Geschosse im Vergleich mit bleifreien Geschossen mehr Blei in das Wildbret eintragen. Je weiter Teile vom Schusskanal entfernt sind, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort Blei enthalten ist oder nachgewiesen werden kann. Die Nutzung von Verbundkern-Geschossen führt zu keinem geringeren Eintrag von Blei in das Wildbret. Fakt ist: Grundsätzlich ist eine Minimierung des Bleieintrages möglich.

Während Kupfer und Zink essenziell für den Menschen sind, gilt Blei als hochgiftig. Es ist unbekannt, welche Dosis Blei keine Wirkung auf den Menschen hat. Aus diesem Grund hat die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA keinen Wert für die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) an Blei abgeleitet. Durch viele menschliche Aktivitäten ist Blei jedoch überall in der Umwelt vorhanden und gelangt so in geringen Mengen auch in Lebensmittel. Während Verbraucher über Getreide, Gemüse und Leitungswasser, die wenig Blei enthalten, durch die schiere Menge des Verzehrs den größten Anteil an Blei über Nahrungsmittel aufnehmen, kann Wildbret eine Quelle mit möglicherweise hohem Bleigehalt sein – wenn es mit bleihaltiger Munition erlegt wurde.

Bei geringem Wildbretverzehr spiele die zusätzliche Menge an Blei für Erwachsene zwar so gut wie keine Rolle. Sollte Wild jedoch extrem häufig (50 bis 90 Mal pro Jahr) verzehrt werden, sei dies ein Risiko, so die Forscher. Besondere Bedenken äußern Experten bei Kindern und schwangeren Frauen. Gerade im Stadium der frühkindlichen Entwicklung kann die Aufnahme kleinster Mengen von Blei Einfluss auf Gehirn und Nervensystem haben. Als Hauptrisikogruppe identifiziert das BfR Jägerfamilien.

Der EFSA zufolge sollte der Eintrag von Blei in Lebensmittel, wo es möglich ist, vermieden werden. Diese Möglichkeit besteht bei der Nutzung von bleifreier Munition, die tierschutzgerecht tötet.

 

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