Grillen von Wild ist schwierig? Keineswegs: Die neuen DJV-Videos zeigen, wie einfach und lecker Wildes auf den Teller gezaubert werden kann - ganz ohne Tricks. 

Der Höhepunkt der Grillsaison steht bevor: Der DJV startet eine vierteilige Videoserie zur Zubereitung von Wildfleisch im Freien. Passende Rezepte zum Nachlesen und Ausdrucken gibt es auf wild-auf-wild.de

Die Zubereitung von Wild ist schwierig? Keineswegs: Hotel-Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann verwandeln im ersten Video einen Rehrücken in saftige Medaillons für den Grill. Diese benötigen nur wenige Minuten in der Vor- und Zubereitung. Angeschnitten und leicht rosa serviert, sind sie ein Hingucker auf dem Teller und ein kulinarischer Hochgenuss. 

HIER gehts zum Rezept

Im zweiten Video geht es ran an die Knochen: Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann legen Wildschweinrippchen auf den Grill. In einer fruchtigen Marinade garen die Rippchen zunächst im Ofen, bis das Fleisch saftig von den Knochen fällt. Auf dem Grill bekommt das Wild dann noch den letzten, knusprigen Schliff und ein fein würziges Raucharoma.

HIER gehts zum Rezept 

Wie Hirschrouladen gegrillt werden, zeigen Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann im dritten Video. Mit einer roten Zwiebelmarmelade gefüllt, wird das Fleisch von außen knusprig und innen leicht rosa gegart. 

HIER gehts zum Rezept

Kochen mit Herz: Im letzten Video der vierteiligen Serie des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zeigen Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann wie aus dem faustgroßen Muskel ein außergewöhnlicher Gaumenschmaus entsteht. Mit Wildgehacktem und Pfifferlingen gefüllt, wird das Herz kurz im Ofen vorgegart und bekommt auf dem Rost den rauchigen letzten Schliff. 

HIER gehts zum Rezept

Wildprodukte sind eine schmackhafte und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Grillwaren. Zu kaufen gibt es sie beim Jäger, Feinkosthändler oder beim Fleischer des Vertrauens. Über die Postleitzahlen-Suche auf der Internetseite wild-auf-wild.de lassen sich regionale Wildbretanbieter schnell und einfach finden. 

Etwa 24.400 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh haben die Deutschen in der Jagdsaison 2014/15 verspeist (1. April 2014 bis 31. März 2015). Mit 12.300 Tonnen ist das Fleisch vom Wildschwein am begehrtesten. Das geht aus der DJV-Statistik hervor. Übrigens: Das heutige Wort "Bret" leitet sich ab aus dem Mittelhochdeutschen "bræt" und bedeutet Fleisch. 

Weitere Videos gibt's auf unserem Youtube-Kanal

Die Zubereitung von Wild ist schwierig? Keineswegs: Neue Grill-Videos zeigen wie einfach und lecker Wild zubereitet werden kann. 

Der Höhepunkt der Grillsaison steht bevor: Der DJV startet eine vierteilige Videoserie zur Zubereitung von Wildfleisch im Freien. Passende Rezepte zum Nachlesen und Ausdrucken gibt es auf wild-auf-wild.de

Die Zubereitung von Wild ist schwierig? Keineswegs: Hotel-Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann verwandeln im ersten Video einen Rehrücken in saftige Medaillons für den Grill. Diese benötigen nur wenige Minuten in der Vor- und Zubereitung. Angeschnitten und leicht rosa serviert, sind sie ein Hingucker auf dem Teller und ein kulinarischer Hochgenuss. 

HIER gehts zum Rezept

Im zweiten Video geht es ran an die Knochen: Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann legen Wildschweinrippchen auf den Grill. In einer fruchtigen Marinade garen die Rippchen zunächst im Ofen, bis das Fleisch saftig von den Knochen fällt. Auf dem Grill bekommt das Wild dann noch den letzten, knusprigen Schliff und ein fein würziges Raucharoma.

HIER gehts zum Rezept 

Wie Hirschrouladen gegrillt werden, zeigen Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann im dritten Video. Mit einer roten Zwiebelmarmelade gefüllt, wird das Fleisch von außen knusprig und innen leicht rosa gegart. 

HIER gehts zum Rezept

Kochen mit Herz: Im letzten Video der vierteiligen Serie des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zeigen Koch Christian Dudka und Jägerin Anna Lena Kaufmann wie aus dem faustgroßen Muskel ein außergewöhnlicher Gaumenschmaus entsteht. Mit Wildgehacktem und Pfifferlingen gefüllt, wird das Herz kurz im Ofen vorgegart und bekommt auf dem Rost den rauchigen letzten Schliff. 

HIER gehts zum Rezept

Wildprodukte sind eine schmackhafte und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Grillwaren. Zu kaufen gibt es sie beim Jäger, Feinkosthändler oder beim Fleischer des Vertrauens. Über die Postleitzahlen-Suche auf der Internetseite wild-auf-wild.de lassen sich regionale Wildbretanbieter schnell und einfach finden. 

Etwa 24.400 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh haben die Deutschen in der Jagdsaison 2014/15 verspeist (1. April 2014 bis 31. März 2015). Mit 12.300 Tonnen ist das Fleisch vom Wildschwein am begehrtesten. Das geht aus der DJV-Statistik hervor. Übrigens: Das heutige Wort "Bret" leitet sich ab aus dem Mittelhochdeutschen "bræt" und bedeutet Fleisch. 

Weitere Videos gibt's auf unserem Youtube-Kanal

Warum ein Stück Fleisch in einen Teigmantel stecken? Einer Überlieferung nach soll der Teig das heimlich konsumierte Fleisch in der Fastenzeit verbergen. Der sogenannte Schlafrock hat noch einen weiteren Vorteil.   

Die versteckte Fleischspeise ist mittlerweile zu einem großer Trend geworden. Würstchen im Schlafrock oder Wurstwecken (Südbaden) gibt es an zahlreichen Imbiss-Ständen. Neben der Wurst kann auch der Sonntagsbraten im Teig versteckt werden. 

Wildbret im Teig zu backen hat zudem einen großen Vorteil: Das Fleisch wird schonend gegart und trocknet nicht aus. In Verbindung mit verschiedenen Füllungen, wie gehackten Pilzen oder Blattspinat, entsteht ein abgerundetes Wildgericht, dass keiner weiteren Beilagen bedarf.

Hier geht's zum Rezept Wildschweinlende mit Champignongs im Schlafrock 

Mit dem Start in die Jagdsaison ist bundesweit wieder frisches Wildfleisch verfügbar. Der DJV stellt auf der Seite www.wild-auf-wild.de verschiedene Grillrezepte vor.  

Am 1. Mai fällt der Startschuss für die Jagdsaison in ganz Deutschland. Rehböcke, Rot- und Damhirsche sind in vielen Bundesländern von den Behörden freigeben. Das Fleisch ist jetzt besonders zart, da die Wildtiere vor allem junge Triebe und saftiges Grün zu sich nehmen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) verweist auf seine Seite www.wild-auf-wild.de, auf der neben klassischen Wildgerichten moderne Grillrezepte vorgestellt werden.                        

Wild auf dem Grill: Das sind eine ganze Wildschweinkeule oder Hirschmedaillons, rustikal oder Nouvelle Cuisine. Wildfleisch ist variantenreich in der Zubereitung und kann sowohl kurz gegrillt als auch langsam und schonend im Smoker gegart werden. Wild wird zudem immer beliebter. Kein Wunder, handelt es sich doch um ein regionales und nachhaltiges Produkt, das zudem gut schmeckt und gesund ist. Nach einer aktuellen Statistik des DJV wurden etwa 24.400 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh von den Deutschen in der Jagdsaison 2014/15 verspeist. Das sind fast 950 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Auf www.wild-auf-wild.de gibt es neben Wildfleisch-Rezepten auch Zubereitungsempfehlungen füGeleesKräuterbutter und Marinaden. Über die Postleitzahlen-Suche finden Feinschmecker den nächstgelegene Jäger oder Wildbretanbieter ganz einfach. Der DJV empfiehlt zum Auftakt der Jagd- und Grillsaison "Wilde Rosmarinspieße".

Frühlingshafte Temperaturen läuten die warme Jahreszeit ein. Zeit also, die Küche ins Freie zu verlegen. Der Start in die diesjährige Grillsaison wird wild und fruchtig. 

Etwa 24.400 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh haben die Deutschen in der Jagdsaison 2014/15 verspeist. Das sind fast 950 Tonnen mehr als im Vorjahr. Wildfleisch wird immer beliebter. Kein Wunder, handelt es sich doch um ein regionales und nachhaltiges Produkt, das zudem gut schmeckt und gesund ist. 

Wild auf dem Grill: Das sind eine ganze Wildschweinkeule oder Hirschmedaillons, rustikal oder Nouvelle Cuisine. Wildfleisch ist zudem variantenreich in der Zubereitung und kann sowohl kurz gegrillt als auch langsam und schonend im Smoker gegart werden. Marinaden- und Würzmischungen sind so vielfältig wie die zur Ernährung notwendige Kräuter-Gräser-Mischung des Feldhasen, die Hasenapotheke. Erlaubt ist, was schmeckt. Auf der Seite www.wild-auf-wild.de werden neben Wildfleisch-Rezepten auch Zubereitungsempfehlungen für Gelees, Kräuterbutter und Marinaden gegeben.

Zum Start in die Grillsaison empfiehlt der DJV Rosmarinspieße mit Wildschwein und Orange. 

 

"Zuerst war da die Event-Idee, dann kam der mobile Burger-Truck und jetzt das erste eigene Restaurant". Mit „Hirsch&Eber“ erschließen sich vier Brüder aus Holstein eine Nische auf dem hart umkämpften Berliner Burger-Markt. Ihr Rezept? Wildbret und regionale Bio-Produkte.

DJV: Wie sind Sie auf die Wildbret-Idee gekommen?

Ahrens: Wir kommen aus einem Jägerhaushalt und haben im Laufe unserer Kindheit viel Wild gegessen. Da wir in einer großen Familie mit rund 20 Leuten groß geworden sind, reichten am Weihnachtstisch auch zwei Gänse nicht mehr. Also kamen zwei Damwildkeulen in den Ofen. Die Tiefkühltruhe in meiner Familie war immer voll.

Gab es in Ihrer Familie auch Burger?

Von ZuhausJasper Ahrense kennen wir die klassischen Wild-Varianten mit Bohnen im Speckmantel und aufgeschnittener Birne mit Preiselbeere. Aber wir dachten uns: Eigentlich müsste man das Thema anders angehen. Besonders vor dem Hintergrund der aktuell gesellschaftlichen Diskussion um Nachhaltigkeit, Tierwohl und Fleisch. Moderner kochen, Wild salonfähig machen.

Wo kommt ihr her?

Aus der Nähe von Kiel „Gut Knoop“, das schönste klassizistische Herrenhaus Norddeutschlands. Das ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der dem Bruder meines Vaters gehört. Dort sind wir zwar geboren, aber wir sind umgezogen und in England groß geworden. Unser Vater lebt jetzt in Niedersachsen auf einem Hof und er ist immer noch leidenschaftlicher Jäger.

Die Verfügbarkeit von Wildbret orientiert sich ja stark an Jagd- und Schonzeiten. Wie gewährleistet ihr die rundum Versorgung, etwa von Februar bis Mai?

Wildschwein ist unser Hauptprodukt, daher sind Schonzeiten nicht die große Herausforderung. Unser Problem sind eher die Monate Juli bis September, dann sind die Schweine in den Maisfeldern verschwunden und können nicht geschossen werden. Wir müssen mit unserem Produkt auch anders umgehen, als unsere Konkurrenten mit normalem Fleisch. Während die im Großmarkt nachbestellen, wenn sie abends merken, dass es für den nächsten Morgen nicht mehr reicht, müssen wir 12 Monate im Voraus bestellen.

Sie machen jetzt die Bestellung für das gesamte nächste Jahr?

Genau, wir kaufen alles, was jetzt anfällt und ab Februar greifen wir dann auf Gefriergut zurück. Richtig los geht’s ja dann erst wieder ab September.

Warum weichen Sie nicht auf andere Wildarten aus, ab Mai zum Beispiel auf Rehwild?

Für den Burger ist das problematisch: Nehmen wir reines Rehwild, hat das Wildbret mit zwei bis vier Prozent zu wenig Fettanteil. Der normale Burger hat etwa um die 20 Prozent Fettanteil. Beim Wildschwein reichen 15 Prozent, weil das Fleisch würziger ist und Fett nicht als Geschmacksträger braucht. Beim Reh-Burger muss man Fett zumischen. Die meisten machen das über Hausschwein oder Rindertalg, weil die Qualitätssicherung bei reinem Wildschweinfett schwierig ist. Da wir aber nicht mit Zuchttieren arbeiten wollen, müssten wir die Qualität sicher stellen. Dafür suchen wir noch eine Lösung.

Wo kaufen Sie ein?

Wir haben nicht einen Lieferanten, sondern mehrere und gehen somit ein relativ kompliziertes Gebilde ein, um Engpässe auszuschließen. Wir haben große Tiefkühllager bei unseren Lieferanten und lagern selbst auch eine dreiviertel Tonne. Die Händler kommen aus Brandenburg und aus dem Wendland.

Wer macht die Burger-Patties? 

Das ist unterschiedlich. Am Anfang haben wir alles selbst gemacht. Jetzt bekommen wir die Burger-Patties entweder direkt vom Händler oder von einem Verarbeiter tiefgefroren geliefert.

Wie sieht es mit den Zutaten aus? Sind die auch regional?

Es ist alles regional – bis auf die Jalapenos. Unser Lieferant ist Terra Naturkost, von denen bekommen wir alle Zutaten und die sind regional. Der Bäcker ist hier um die Ecke. Auch bei den Getränken versuchen wir regional zu sein; das Bier kommt aus einer kleinen Brauerei aus Berlin, der Korn aus Ostholstein, der Vodka aus Hamburg, das Weiteste ist der Gin, der kommt aus München.

Vervollständigen Sie mal bitte diesen Satz:Inmitten der Vegan-Welle ein Wild-Burger-Restaurant zu eröffnen, ist ...

… kein Widerspruch. Eigentlich müsste es heißen: 'Inmitten des Epizentrums der Vegan-Welle im Prenzlauer Berg ein Wild-Burger-Restaurant zu eröffnen'. Ich bleibe dabei: Es ist kein Widerspruch. Wir haben ja auch vegetarische Varianten. Und Vegetarier oder Veganer ernähren sich ja so aus ethisch moralischen Gründen, was nachvollziehbar ist. Wir haben echt viel Kundschaft, die sagt „eigentlich esse ich überhaupt kein Fleisch mehr, aber bei Wild mache ich eine Ausnahme“. Das ist eine interessante Entwicklung. Ich kenne das aus der Kindheit, dass man in der Schule nicht unbedingt erzählt hat, dass der Vater Jäger ist. Man wurde leicht gehänselt. Aber ich glaube, das Bild hat sich mit dem Bewusstsein für Fleisch stark geändert. Diejenigen, die einen früher gehänselt haben, sind diejenigen, die heute unsere Burger essen.“

Das Beste, was uns passieren könnte, ist...

… dass der Laden so gut angenommen wird, dass der zweite geplante Laden schnell eröffnet werden kann.

Wo könnte der kommen?

Charlottenburg? Nein, im Ernst. Im Moment bekommen wir so viele Anfragen, dass wir einen Stop einziehen mussten. Wir mussten auch Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern absagen. Wir sind ausgebucht bis zum Ende des Jahres. Auf Events sind wir immer die Exoten, deshalb kommen die Leute. Wenn wir auf einem Food-Festival unseren Burger-Truck aufstellen, dann sind wir diejenigen mit dem meisten Umsatz. Was wir nicht wissen ist, ob die Idee auch im Alltag funktioniert.

Noch die letzte für Jäger sehr naheliegende Frage: Ihr heißt Hirsch & Eber. Warum nicht Keiler?

Wir wollen die Tür zum Mainstream aufmachen. Deshalb hängen hier auch keine Trophäen. Ich glaube, wir würden uns selbst ein Kundensegment nehmen. Viele wissen auch nicht, was ein Keiler ist. Wenn man jemanden fragt, der jünger ist als 20, dann weiß der das nicht. In vielen Szenegastronomien werden zwar Trophäen aufgehängt, aber dort wird kein Wild angeboten. Würden wir das machen, wäre die Verbindung viel zu direkt.  

Weihnachten mal vegetarisch - aus ethischen Gründen, um die Umwelt zu schonen und um nachhaltig zu sein? Jäger empfehlen stattdessen heimisches Wildfleisch.

Direkt aus der Region, ohne Zusatzstoffe sowie hochwertig in Qualität und Geschmack. Das sind Kriterien, mit denen sich ernährungsbewusste Menschen anfreunden können. Die gute Nachricht ist: Wildfleisch hat das ganze Jahr Saison. Die noch bessere Nachricht: Jetzt ist Hochsaison. Weil das immer mehr Verbraucher wissen, rät der Deutsche Jagdverband (DJV), sich den Weihnachtsbraten jetzt zu sichern.

Etwa 24.400 Pressegrafik WildfavoritenTonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh haben die Deutschen in der Jagdsaison 2014/2015 verspeist (1. April 2014 bis 31. März 2015). Mit 12.300 Tonnen ist Fleisch vom Wildschwein am begehrtesten. Dazu kamen 395.000 Wildenten, 114.000 Fasanen, mehr als 236.000 Hasen und 241.000 Wildkaninchen, die ebenfalls auf dem Teller landeten. Das geht aus einer aktuellen DJV-Statistik hervor.

Dass Wildfleisch leicht, schnell und modern in der Zubereitung ist, zeigen Rezepte auf der Internetseite www.wild-auf-wild.de. Hier finden Interessierte auch den nächsten Jäger oder Wildbretanbieter über die Postleitzahl-Suche. Auf der Internationalen Grünen Woche Berlin vom 15. bis 24. Januar 2016 zeigen Köche am Stand des Deutschen Jagdverbandes in Halle 4.2, wie sich Wild einfach und lecker zubereiten lässt. 

Das DJV-Video "Keule von der wilden Sau" zeigt die einfache Zubereitung eines Wildschweinbratens. Angaben zu Gewürzen, Temperatur und Garzeit werden im Video eingeblendet.

Der Jäger als „ausreichend geschulte“ Person ist in der Lage gesundheitlich bedenkliche Merkmale am Wildkörper zu erkennen, was die Grundlage für eine nachfolgende amtliche Fleischuntersuchung und Beurteilung der Genussfähigkeit darstellt. (Bedenkliche Merkmale siehe "Erlegen, Versorgen und Behandeln von Wild")

Der amtlichen Fleischuntersuchung unterliegt erlegtes Wild mit bedenklichen Merkmalen und Wild ohne bedenklichen Merkmale, das für den gewerblichen Bereich ohne Direktabgabe an den Endverbraucher vorgesehen ist. Werden entsprechende Merkmale identifiziert, muss das Wild vom Jagdausübungsberechtigten zur amtlichen Fleischuntersuchung angemeldet werden und darf nicht an den Endverbraucher oder Einzelhandelsbetrieben abgegeben werden. Die zuständige Behörde am Erlegerort oder Wohnort ist der amtliche Tierarzt, das Veterinäramt oder Lebensmittelüberwachungsamt. Veränderte Organe müssen zusammen mit dem zugehörigen Wildkörper und den nicht veränderten Organen (außer den unveränderten des Verdauungstraktes) bei der Untersuchungsstelle abgegeben werden.

Trichinenuntersuchung

Wildschwein, Nutria (=Sumpfbiber), Dachs und alle Haarwildarten, die Fleisch konsumieren, unterliegen einer amtlichen Untersuchung auf Trichinen. Das in Verkehr bringen von Wild vor Abschluss der Trichinenuntersuchung ist strafbar! Grundsätzlich ist der jagdausübungsberechtigte zur Anmeldung einer Trichinenuntersuchung verpflichtet.

Um die Proben selbst vor Ort im Revier entnehmen zu dürfen ist eine Anerkennung (und vorherige Schulung) durch die für den Jagdbezirk zuständige Behörde erforderlich. Die Proben werden aus den Zwerchfellpfeilern und einem Vorderlauf entnommen. Daher ist beim Aufbrechen (Entfernen der Lunge!) darauf zu achten, dass die Zwerchfellpfeiler nicht zerstört werden. Bis zum Abschluss der Untersuchung muss insbesondere das kleine Jägerrecht (Zunge, Lunge, Herz, Milz, Nieren) so vorgehalten werden, dass es für eine Fleischuntersuchung verwendet werden kann.

Die Wildbrethygiene beginnt bereits mit dem Ansprechen des Wildes. Abweichungen vom normalen Verhalten und Veränderungen am äußerlichen Erscheinungsbild können einen Hinweis auf ein Krankheitsgeschehen sein und damit eine amtliche Fleischuntersuchung erforderlich machen.

Beispielsweise gelten folgende Merkmale mit Blick auf den menschlichen Verzehr des Wildbrets als bedenklich: abnorme Verhaltensweisen (z.B. keine Scheu vor dem Menschen) oder Störungen des Allgemeinbefindens (z.B. starker Durchfall, Haarkleidabweichungen); Geschwülste/ Abszesse oder Schwellungen und Entzündungen am Skelettapparat, im Gewebe, der Muskulatur oder an Organen; farbliche Abweichungen und Größenveränderungen an Muskulatur und Organen; offene Hautstellen und Knochenbrüche, die nicht durch das Erlegen verursacht wurden; erhebliche Abmagerung.

Zum Erlegen des Wildes muss bei der Schussabgabe sowohl der Tierschutz als auch die Wildbrethygiene beachtet werden. Dies geschieht durch einen schnell tötenden Schuss (Tierschutz!), der nicht den Magen-Darmtrakt verletzt und nach Möglichkeit die Zerstörung von wertvollem Wildbret vermeidet.

Nach dem Erlegen ist das richtige Aufbrechen und Versorgen des Wildes ein entscheidender Schritt für die Wildbrethygiene und damit für die Verwertung als Lebensmittel. Erlegtes Schalenwild sollte möglichst schnell aufgebrochen und die inneren Organe entnommen werden. Bei Gesellschaftsjagden ist das Aufbrechen spätestens nach etwa 2 Stunden (bei niedrigen Außentemperaturen), bei warmen Wetter spätestens nach 1,5 Stunden durchzuführen. Ist ein Aufbrechen unmittelbar nach dem Erlegen nicht möglich, sollte eine Teilversorgung erfolgen: Bauchdecke bis zum Brustbein Eröffnen, Zwerchfell beidseits der Brustwand durchtrennen und das Gescheide vorverlagern. Nach Abschluss der Jagd wird das Stück endgültig ausgenommen und die inneren Organe auf etwaige Veränderungen hin untersucht (siehe oben). Nach der ordnungsgemäßen Versorgung des Wildes wird dieses möglichst bald auf +7°C abgekühlt und kann nach einer Phase von 1-2 Tagen weiterverwertet oder eingefroren werden.

Rund 11.145 Tonnen Wildfleisch vom Wildschwein verzehrten die Deutschen im Jahr 2013/14. Damit sind die Schwarzkittel die beliebteste Wildart, belegt eine aktuelle Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV). 

Rund 11.145 Tonnen Wildfleisch vom Wildschwein verzehrten die Deutschen im Jahr 2013/14. Damit sind die Schwarzkittel die beliebteste Wildart, belegt eine aktuelle Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV).  Über 23.452 Tonnen Fleisch von Hirsch, Reh und Co. kam im Jagdjahr 2013/14 auf die Tische der Verbraucher. Während die Einfuhr von Wildfleisch aus Osteuropa und Übersee in den vergangenen fünf Jahren um 11 Prozent gesunken ist, bleibt der Verzehr von heimischem Wild gleichbleibend hoch. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist die Nachfrage besonders groß, allerdings ist Wild das ganze Jahr über erhältlich. „Wildtiere kennen keine Marktwirtschaft. Im Jahresverlauf bestimmen Nahrungsangebot, Witterung und nicht zuletzt der Jagderfolg das Angebot“, so DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jürgen Ellenberger. 

Heimisches Wildfleisch 2013/14Wild aus der Region ist ein frisches Naturprodukt, das durch kurze Vertriebswege schnell und umweltfreundlich zu dem Endverbraucher gelangt. Ob klassischer Wildschweinbraten aus der Keule, würziges Gulasch oder saftige Steaks aus dem Rücken, die Vielzahl der Rezepte und Zubereitungsmöglichkeiten bieten für jeden Fleischliebhaber das passende Gericht. Und wer sich noch nicht an einen Wildbraten, wegen der vermeintlich schwierigen Zubereitung, getraut hat, findet auf der Internetseite www.wild-auf-wild.de einfache und leckere Rezepte für alle heimischen Wildarten. 

Wissenswertes zu Wildfleisch

  • Wildbret ist eine Bezeichnung für das Fleisch wild lebender Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen. Der Begriff stammt aus dem Mittelhochdeutschen und wurde in den Jahren zwischen 1050 und 1350 geprägt. Das Wort „bræt“ bedeutet lediglich Fleisch.
  • Wildfleisch ist besonders im Herbst und frühen Winter sehr zart, weil das Muskelfleisch der Tiere prozentual mehr „gute“ Fette enthält.
  • Das Fleisch heimischer Wildtiere enthält einen ähnlich hohen Anteil (14-21 Prozent) der gesunden Omega-3-Fettsäuren  wie der allzeit gepriesene Lachs (20 Prozent).
  • Wo Verbraucher dieses Zeichen „Wild aus der Region“ finden, gibt es heimische Ware. Im Supermarkt sollte unbedingt die Herkunft geprüft werden: Hirschfleisch stammt oftmals von Tieren aus Gatterhaltung in Neuseeland.
Wildbret abonnieren