Ehrentag für vierbeinige Jagdgefährten

10. Oktober 2022 (DJV) Berlin
Seit 40.000 Jahren jagen Mensch und Hund gemeinsam. Heute leben in jedem zweiten Jägerhaushalt Hunde mit Beruf. Zum Welthundetag stellt der DJV einige Rassen vor.

Über 300 Menschen verfolgten die DJV-Waldtagung vor Ort oder im Livestream. Die Teilnehmer diskutierten über Biotopvernetzung, Wildtiermanagement oder Wald-Wild-Dynamik. Mitschnitt der Veranstaltung ist jetzt online abrufbar.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) zieht eine positive Bilanz seiner Waldtagung Ende September in Berlin: Insgesamt über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Veranstaltung vor Ort oder im Livestream verfolgt. Wissenschaftler und Praktiker präsentierten neuste Erkenntnisse zu Wald-Wild-Dynamik, Biotopvernetzung oder Wildtiermanagement. Abschließend gab es eine Podiumsdiskussion zum facettenreichen Thema Waldumbau. Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, vertrat den DJV. Sein Fazit: „Waldumbau ist eine Generationenaufgabe, dafür braucht es mehr wildbiologische Ansätze. Wir müssen jeweils vor Ort Lösungen finden. Hegegemeinschaften sind dabei der Schlüssel.“

Mitschnitte der DJV-Waldtagung gibt es auf dem Youtube-Kanal des Verbandes.Weitere Eindrücke von der Veranstaltung gibt es auf dem Facebook-Kanal des DJV und auf Instagram.

 

 

Tierrechtsorganisationen fordern den Deutschen Naturschutzring auf, sich „gegen die Trophäenjagd auf bedrohte und geschützte Arten im Ausland“ zu positionieren. CIC und DJV verweisen auf die Gefahren, die dadurch für Menschen und Wildtiere entstehen.

In einem Schreiben an den Deutschen Naturschutzring behaupten insgesamt sieben Tierrechtsorganisationen, deutsche und europäische Jäger würden ohne Rücksicht auf ökologische Zusammenhänge oder rechtliche Tier- und Artenschutz-Ansprüche im Ausland jagen. Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) widersprechen: Wie hierzulande ist die Jagd im Ausland durch nationale und internationale Gesetzesvorgaben reguliert. Zudem ist sie unersetzliche Einkommensquelle für die Lokalbevölkerung und die betroffenen Staaten.

In einem offenen Brief von CIC und DJV an den DNR wird klargestellt, dass die wiederkehrenden Behauptungen der Tierrechtsszene reine Falschinformationen sind. Tatsächlich legen internationale Gremien wie das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) strikt fest, welche Arten in welcher Höhe bejagt werden können. Grundlage hierfür ist wissenschaftliches Monitoring der Tierbestände in den jeweiligen Ländern.

Jagd ist Völkerrecht

Die Einführung von Importverboten ohne vorherige Konsultation der betroffenen Staaten und ihrer Bevölkerung wird von diesen als unzulässige Einmischung des Globalen Norden in ihre Rechte als souveräne Staaten angesehen und oft als eine neue Form des "Kolonialismus" betrachtet. Es ist das Recht souveräner Staaten, ihre eigenen natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Die Jagd auf spezielle Tierarten wie beispielsweise den Eisbären kann völkerrechtlich verbrieftes Recht indigener Menschen wie der Inuit sein – Importverbote stellen somit eine Verletzung von Menschenrechten dar. Vertreter lokaler Gemeinden aus neun südafrikanischen Staaten werfen der Tierrechtsszene aus dem Globalen Norden vor, Tier- über Menschenrechte zu stellen. Entgegen aller Behauptungen aus dem Tierrechtslager fließen bis zu 90 Prozent der Jagdeinnahmen in den Schutz von Lebensräumen, garantieren Lebensmittelsicherheit und Beschäftigung der Menschen vor Ort.

Trophäen sind Indikator für gesunde Wildbestände

Jagdtrophäen (Geweihe, Hörner, Schädel, Klauen oder Zähne) mancher Wildarten gelten weltweit – auch hierzulande – als wichtige Indikatoren einer nachhaltigen Altersklassenverteilung und für den Gesundheitszustand von Wildbeständen. Bewertungssysteme wie das in Namibia zielen darauf ab, die Jagd auf ungeeignete Tiere ganz zu stoppen und Anreize für die Jagd auf überalterte Tiere zu schaffen. Diese pflanzen sich nicht mehr fort und spielen für den Arterhalt keine Rolle.

Fototourismus ist keine Alternative

Fotosafaris sind keine Alternative für nachhaltige, regulierte Jagd: Fototouristen erwarten garantierte Bilder von Löwen und Elefanten, was unnatürlich hohe Wilddichten und entsprechende Infrastruktur erfordert. In natürlichen Wildlebensräumen sind Tiere hingegen so gut getarnt, dass es Tage dauern kann, ein einziges Tier vor die Kamera zu bekommen. Schon heute reichen die Einnahmen aus Fotosafaris nicht aus, um die Sicherung der Nationalparks in Afrika zu gewährleisten.

Steinpilz, Marone, Pfifferling: Ein buntes Angebot ist jetzt wieder in vielen Wäldern zu finden. Der DJV gibt Tipps für wildtierfreundliches Sammeln, Verarbeitung und Zubereitung. Tolle Wildrezepte mit Pilzen gibt es auf wild-auf-wild.de.

Niederschläge der vergangenen Tage lassen vielerorts die begehrten Speisepilze sprießen. Als hochwertige, regionale Lebensmittel lassen sie sich gut mit heimischem Wildbret kombinieren. Der Deutsche Jagdverband (DJV) zeigt, wie gut Pilze und Wildbret harmonieren und gibt Sammeltipps. Wichtig: Pilze brauchen Licht, Feuchtigkeit und wachsen im Lebensraum zahlreicher Wildtiere. Dickichte und Gebüsche sind quasi Wild-Wohnzimmer und sollten deshalb tabu sein. Die Pilzsuche in der Dämmerung oder nachts stört Tiere ebenfalls.

Röhrlinge für Anfänger

In Mitteleuropa gibt es mehrere hundert essbare Arten. Röhrlinge wie Steinpilz sind besonders beliebt, da nur wenige Arten giftig sind und Anfänger die Merkmale besonders leicht erlernen können. Allerdings wandern nur einwandfreie Exemplare in den Korb, da verdorbene Pilze zu einer sekundären Pilzvergiftung führen können. Lamellenpilze bieten ein sehr breites Farb- und Geschmacksspektrum. Da diese teils tödliche Doppelgänger haben: Bitte nur bekannte Pilze sammeln. Pilzkontrollstellen und geführte Exkursionen helfen bei der korrekten Bestimmung.

Herausdrehen oder abschneiden: beides geht

Beim Pilze sammeln ist es wichtig, das unterirdische unscheinbare Myzel-Geflecht – den eigentlichen Pilz – zu schützen. Eine Schaufel zur Ernte ist deshalb tabu. Die essbaren Fruchtkörper können stattdessen abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht werden. Letzteres empfiehlt sich besonders, wenn der Pilz einem Sachverständigen vorgelegt werden soll. Die Stielbasis ist bei vielen Arten ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.

Stoffbeutel statt Plastiktüte 

Pilze sollten in einem luftigen Korb oder Stoffbeutel transportiert und bereits im Wald vom gröbsten Schmutz befreit werden. In Plastiktüten verderben Pilze besonders schnell, da sich Schimmelsporen durch die Feuchtigkeit rasch vermehren. Pilze stehen übrigens unter Artenschutz. Deshalb ist es nur erlaubt, kleine Mengen für den Eigenbedarf zu sammeln. 

Wild und Pilze passen gut zusammen

Pilze eignen sich hervorragend als Beilage zu Wildgerichten, aber auch als pures, vegetarisches Pfannengericht. Getrocknet lässt sich ein würziges Pilzpulver herstellen, perfekt zum Verfeinern von Soßen und Suppen. Weitere raffinierte Ideen zum Nachkochen gibt es im Internet unter wild-auf-wild.de und in der Broschüre Wilde Festtagsküche.

Einen kostenfreien Audiobeitrag zum Thema Pilze sammeln gibt es hier.

"Das ist wie ein Traum"

13. September 2022 (DJV) Berlin
Gesamtsieger, Bundesmeister in der Großen Kombination, Bundesmeister Flinte, Gewinner von Kombination, Flinte und Mannschaftswertung in der Seniorenklasse – und Geburtstagskind: Wolfgang Sehnert aus R...

DJV und BJV wollen Interessen der Jäger vertreten. 300 Unterschriften von Wahlberechtigten sind vorab notwendig. Liste gibt es bei den Landesjagdverbänden.

Im Mai 2023 finden bundesweit wieder die Sozialwahlen zu den Gremien der gesetzlichen Sozialversicherung statt. Nach 2017 will der Deutsche Jagdverband (DJV) erneut mit dem Bayerischen Jagdverband (BJV) antreten, um die Interessen der Jägerschaft in den Selbstverwaltungsgremien der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) besser zur Sprache zu bringen.

Damit sich DJV und BJV an der Sozialwahl beteiligen können, müssen bundesweit mindestens 300 sogenannte Unterstützerunterschriften von Wahlberechtigten gesammelt werden. Zur Unterschrift berechtigt sind alle Jagdrevierinhaber – und deren Ehepartner –, die Beiträge an die SVLFG entrichten. Wichtig: Im Revier dürfen keine sozialversicherungspflichtigen Angestellten arbeiten.

Nähere Informationen zur Sozialwahl und den Unterstützerunterschriften gibt es unter www.jagdverband.de/sozialwahl-2023. Dort informiert der DJV laufend zur Wahl im kommenden Jahr, den aktuellen Stand und das Verfahren. Die Unterschriftenliste sowie die dazugehörige Erläuterung gibt es auf Anfrage bei den Geschäftsstellen der Landesjagdverbände. Frist für die Unterstützerunterschriften: 15. Oktober 2022.

Fortsetzung der Online-Vortragsreihe Wildtiere und Mensch

5. September 2022 (DJV) Berlin
Saufänge, Rebhuhnschutz oder invasive Arten: DJV lädt von September bis Dezember 2022 ein zum Online-Dialog mit Experten. Ziel ist es, aktuelle Forschungserkenntnisse einem breiteren Publikum zugängli...

Die neue DJV-Rezeptbroschüre erklärt Schritt für Schritt traditionelle Techniken. Auf 32 Seiten gibt es zudem Rezepte für Pfefferbeißer, Wildsalami oder Kochschinken. Das siebte Heft der Kampagne "Wild auf Wild" ist jetzt im DJV-Shop erhältlich.

Alte Techniken wie pökeln, brühen, räuchern und trocknen verleihen Fleischprodukten einen einmaligen Geschmack. Der Deutsche Jagdverband (DJV) erklärt in seiner neuen Broschüre „Wild veredeln – Pökeln, Räuchern, Trocknen“ welche Grundausstattung notwendig ist und zeigt einfache Rezepte.

Ob ambitionierter Koch oder neugieriger Anfänger: Die Broschüre eignet sich für jeden. Auf insgesamt 32 Seiten im DIN-A5-Format gibt es praktische Tipps fürs Pökeln, Räuchern und Trocknen. Die Rezepte in der Broschüre reichen von wilden Pfefferbeißern über Wildsalami bis Kochschinken.

Die Broschüre „Wild veredeln – Pökeln, Räuchern, Trocknen“ ist das siebte Heft der Kampagne „Wild auf Wild“. Alle Ausgaben sind als Printversionen bei der DJV-Service GmbH erhältlich. Eine Online-Version zum kostenlosen Download gibt es hier.

Teil der Kampagne "Wild auf Wild" ist die gleichnamige Internetseite. Dort gibt es eine Postleitzahl-Suche für Jäger und Metzgereien, die Wildbret aus heimischen Revieren anbieten. Zudem warten dort 400 weitere Rezeptideen und Tipps rund um Wildbret.

Tierrechtsorganisationen fordern ein Ende der Eisbärenjagd. Internationaler Jagdrat und Deutscher Jagdverband stellen fest: Diese Forderung verletzt völkerrechtlich verbriefte Rechte der Inuit.

Mit Blick auf die kommende internationale Artenschutzkonferenz (CITES) in Panama fordern Tierrechtsorganisationen einen Stopp der Eisbärenjagd. Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) warnen: Eine ähnliche Kampagne der Umweltschutzorganisation GREENPEACE in den 80er Jahren, mit dem Ziel, die Robbenjagd zu beenden, führte zu existenzbedrohenden Einkommensverlusten bei den Inuit. GREENPEACE musste sich öffentlich entschuldigen.

„Den Versuch, die Eisbärenjagd zu verbieten, halte ich für fehlgeleitet. Jedes Verbot, das indigenen Völkern die Ausübung ihrer Lebensweise erschwert, verstößt gegen die UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker. Die Jagd auf Eisbären ist stark reguliert und findet hauptsächlich in Teilpopulationen statt, die entweder stabil sind oder wachsen. Schutzmaßnahmen sollten auf soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Wissen der Ureinwohner beruhen, aber nicht auf einer vermeintlichen moralischen Überlegenheit“, sagt Dr. Victoria Qutuuq Buschman von der Universität Alaska in einem Schreiben an den CIC. Koloniale und moralische Vorstellungen von Naturschutz würden den indigenen Gemeinschaften in der Arktis schaden. Auch die Artenschutzorganisation WWF schließt sich dieser Sicht an.

Antwort Nunavuts auf Tierrechtsforderungen

„Die Jagd sichert den Lebensunterhalt unserer Gemeinden und erhält unsere Tradition. Unsere Regierung setzt sich für nachhaltiges Wildmanagement und den Wildschutz in Nunavut ein. Wir stellen sicher, dass geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass auch künftige Generationen ihr angestammtes Wissen und Können weitergeben können“, so David Akeeagok, Umweltminister der Regierung in Nunavut.

Jagdeinnahmen kommen lokalen Gemeinden zugute

Der Eisbärenbestand ist von etwa 5.000 Tieren in den 50er Jahren bis heute auf etwa 30.000 Tiere angewachsen. Nur einen sehr geringen Anteil ihrer Jagdquoten vermarkten die Inuit an ausländische Gastjäger: Bringt ein Eisbärenfell dem lokalen Jäger 1.000 bis 2.000 US-Dollar ein, spült der Verkauf einer Jagdlizenz zwischen 30.000 bis 40.000 US-Dollar in die Gemeindekasse einer ansonsten einkommensschwachen Region.

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