Zahl der Nutztierrisse steigt weiter an. Bundesländer sollen Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen vereinfachen. Allein in Brandenburg leben schon heute mehr Wölfe als im 15-mal größeren Schweden.

Anlässlich des Tag des Wolfes macht die Initiative Wolf bleibt Wolf aufmerksam auf stark zunehmende Risse von Nutztieren: Im Jahr 2019 waren es bereits knapp 2.900 Fälle – darunter vermehrt Pferde und Rinder. Im Frühsommer 2021 werden nach Hochrechnung bereits annährend 2.000 Wölfe in Deutschland leben. Der Bestand wächst jährlich um etwa 30 Prozent. Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau fordert aus Sorge um den Erhalt der Weidetierhaltung: „Wir müssen in Deutschland einen Akzeptanzbestand für den Wolf festlegen und brauchen ein aktives Management.“

Nach Angaben der Initiative Wolf bleibt Wolf leben allein in Brandenburg schon jetzt mehr Wölfe als im 15-mal größeren und dünner besiedelten Schweden. Das birgt erhebliches Konfliktpotenzial. Die Initiative Wolf bleibt Wolf fordert die Bundesländer auf, ihren Spielraum zu nutzen und über den Verordnungsweg die Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen zu vereinfachen und rechtssicher zu gestalten. Laut Bundesnaturschutzgesetz dürfen theoretisch seit Anfang 2020 auffällige Wölfe per Ausnahmegenehmigung getötet werden. Aufgrund rechtlicher Unklarheiten wurden bis heute lediglich in Niedersachsen vier Problemwölfe entnommen.

Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein-Kadaverfund im Bereich der nördlichen Oderwiesen der Stadt Frankfurt (Oder) bestätigt. Der Kadaver wurde östlich der festen Wildschweinbarriere gefunden, die notwendigen Maßnahmen wurden sofort eingeleitet.

Bei einem entdeckten toten Wildschwein bei Frankfurt (Oder) hat sich der Verdacht der Afrikanischen Schweinepest bestätigt. Damit gebe es bislang 719 Fälle in Brandenburg, teilte das Verbraucherschutzministerium am Donnerstag mit. Der Kadaver war nach den Angaben im Bereich der nördlichen Oderwiesen gefunden worden.

Sie sei froh, dass der Schutzzaun wirke, denn das Tier sei vor dem Zaun zur Oderseite hin entdeckt worden, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Es zeuge aber auch davon, wie stark der Seuchendruck aus Polen weiterhin sei. Unverzüglich werde westlich der festen Wildschweinbarriere großflächig nach Schwarzwildkadavern gesucht.

Hausschweine sind bislang nicht betroffen. Der erste Ausbruch beim Schwarzwild war im Land am 10. September vergangenen Jahres amtlich festgestellt worden. Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Erkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine vorbeugende Impfung.

Das Gesundheitsministerium in Brandenburg hat den Verdachtsfall der ASP in Groß Glienicke (Potsdam) nicht bestätigt. Begonnene Maßnahmen werden zurückgefahren. Die Akteure zeigen sich erleichtert. 

Der Berliner Bezirk Spandau hat erleichtert auf die Nachricht reagiert, dass es doch keinen Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) an der Stadtgrenze gibt. «Wir nehmen das erfreut zur Kenntnis und werden die Maßnahmen wieder runterfahren und zurückstellen», sagte Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. «Es macht ja jetzt keinen Sinn, Zäune zu bauen. Aber wir haben uns in den letzten Jahren darauf vorbereitet. Und wenn morgen ein Fall bestätigt würde, könnten wir sofort wieder aktiv werden.» Letztlich sei es eine Frage der Zeit, wann Berlin betroffen sein könnte.

Auch ein Sprecher von Justiz- und Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte, es sei beruhigend, dass es aktuell nahe Berlin noch keinen Schweinepestfall gebe. «Aber wir müssen schauen, wie es weiter geht und das genau beobachten.»

An der Stadtgrenze zwischen Spandau im Westen Berlins und Brandenburg war ein totes Wildschwein gefunden worden. Danach war die Koordination für den Bau von Schutzzäunen angelaufen. Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium teilte am Samstag mit, dass Untersuchungen des Kadavers die Schweinepest ausgeschlossen hätten.

Zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest können Wildschweinbestände in eingezäunten Korridoren auf Null reduziert werden. Nach Angaben des Bundesagrarministerium ist eine entsprechende Rechtsgrundlage in Kraft getreten.

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest ermöglicht das Bundesagrarministerium die Reduzierung des Wildschweinbestandes in eingezäunten Korridoren in Brandenburg auf Null. Eine entsprechende Rechtsgrundlage sei in Kraft getreten, teilte das Bundesministerium am Dienstag mit. Brandenburg könne damit wie geplant ab Mitte des Monats mit den Maßnahmen beginnen. Das sei eine wirksame und sinnvolle Maßnahme, um eine Verschleppung der Seuche zu verhindern, betonte das Ministerium. Bisher wurde die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg bei 143 Wildschweinen nachgewiesen.

Eine «weiße Zone» wird derzeit um das Kerngebiet des Ausbruchs eingerichtet: ein etwa fünf Kilometer breiter Streifen, der das Kerngebiet wie einen Halbkreis bis an die Grenze zu Polen umschließt. Zwei feste Drahtzäune sollen sie sichern. Wenn beide Zaunreihen fertig sind, soll nach den Angaben der Wildschweinbestand in dem Bereich möglichst vollständig erlegt werden. Für die Rechtssicherheit hat das Bundesministerium die Schweinepest-Verordnung kurzfristig entsprechend geändert. Insgesamt gibt es drei Kernzonen um Fundorte infizierter Wildschweine.

Aktionsbündnis Forum Natur legt 10-Punkte-Programm zur Zukunft des Wolfes in Deutschland vor. Politik ist gefordert, Rechtsrahmen für aktives Management zu schaffen.

Anlässlich der vom 11. bis 13. November 2020 digital stattfindenden Umweltministerkonferenz unter dem Vorsitz der hessischen Staatsministerin, Priska Hinz, fordert das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) ein aktives Bestandsmanagement des Wolfes in Deutschland. In einem 10-Punkte-Programm fordern die Verbände das Bundesamt für Naturschutz auf, über den ungebremst wachsenden Wolfsbestand vollständig und umfassend zu berichten und klar zu benennen, wie viele Wölfe insgesamt in Deutschland leben.

„Mit mindestens 1.800 Wölfen ist längst ein Erhaltungszustand erreicht, der es erlaubt, den Bestand zu begrenzen. Ohne eine Regulierung des Wolfsbestandes wird die Haltung von Weidetieren in der Fläche im Grundsatz infrage gestellt. Herdenschutz hat Grenzen und ist nur ein Trostpflaster. Hinhalten, Vertrösten und kleinteilige Scheckbuchpolitik ist keine zukunftsfähige Strategie – damit lassen sich die Probleme der Weidetierhalter nicht lösen", so der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, im Rahmen einer Pressekonferenz des Aktionsbündnis Forum Natur gemeinsam mit den Verbänden der Weidetierhalter.

Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Pferdesportler und Pferdezüchter sowie Halter von Ziegen, Schafen und landwirtschaftlichen Wildtieren fordern in dem Papier, alle Bundesländer müssten jetzt in Wolfsverordnungen eine aktive Regulierung des Bestandes ermöglichen und den Wolf sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene in das Jagdrecht aufnehmen. "Risse durch Wölfe nehmen exponentiell zu, Prävention stößt bereits jetzt finanziell und praktisch an ihre Grenzen. Die Politik ist deshalb gefordert, endlich den Rechtsrahmen für ein aktives Wolfsmanagement zu schaffen. Wir haben bereits jetzt in vier Bundesländern eine der höchsten Wolfsdichten weltweit“, sagt der Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes, Helmut Dammann-Tamke.

Die Weidetierhalterverbände, wie etwa Schäfer fordern, dass die Bundesländer Präventionsmaßnahmen finanzieren und Wolfsrisse vollständig entschädigen. „Es muss endlich eine für alle verständliche, nachvollziehbare und für die Weidetierhalter tragbare Definition des günstigen Erhaltungszustandes erfolgen. Erst dann wird es möglich sein, die Rahmenbedingungen für alle – für die Politik, den Wolf und die Schafhaltung festzulegen und diese auch einzuhalten und umzusetzen“, betont Alfons Gimber, Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände.

Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) ist ein Zusammenschluss von Landnutzerverbänden, die sich zum Ziel gesetzt haben, sowohl für die wirtschaftlichen als auch für die naturschützenden Belange des ländlichen Raumes einzutreten. Die im Aktionsbündnis Forum Natur zusammengeschlossenen Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer – Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Pferdeleute und Fischer – sind überzeugt, dass nur durch die nachhaltige Naturnutzung die bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen erhalten bleiben kann.

Das 10-Punkte-Programm finden Sie hier.

Es war aus Sicht der Behörden nicht die Frage, ob die Afrikanische Schweinepest Sachsen erreichen wird - sondern wann. Nun bestätigt das Friedrich-Loeffler-Institut einen Fall im Landkreis Görlitz.

Nach Brandenburg ist nun auch in Sachsen ein Fall der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen worden. Die für Menschen ungefährliche Tierseuche ist bei einem im Landkreis Görlitz geschossenen Wildschwein bestätigt worden, wie das sächsische Sozialministerium am Samstag mitteilte. Das Tier war am 27. Oktober geschossen und wurde zwei Tage später in der Landesuntersuchungsanstalt untersucht. Am Samstag bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut, dass das Tier infiziert sei.

Es wird ein Krisenstab des Sozialministeriums und das Landestierseuchenbekämpfungszentrum eingerichtet. In Absprache mit dem Landkreis und der Bundeswehr wird die Einrichtung der Restriktionszonen vorbereitet.

«Ich appelliere an die Schweinehalter, in ihren Bestrebungen, die Hausschweine zu schützen, nicht nachzulassen und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent weiter zu verfolgen», sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD).

Das bundesweit erste Auftreten der Seuche beim Schwarzwild wurde am 10. September nur rund 50 Kilometer entfernt von der sächsischen Grenze in Brandenburg gemeldet. Mittlerweile sind dort mehr als 100 Fälle bei Wildschweinen amtlich. Mit Zäunen, Suchhunden und Drohnen versucht das Bundesland, der Seuche Herr werden. Die Tiere sterben in der Regel innerhalb weniger Tage.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Ein nachgewiesener Seuchenfall hat allerdings gravierende Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe. Mehr als 3.000 Landwirte halten in Sachsen rund 669.000 Schweine.

Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium verstärkt seine Maßnahmen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest.

Auch außerhalb bislang noch nicht betroffener Landkreise werde eine verstärkte Bejagung zur Reduzierung des Bestandes an Wildschweinen angeordnet, teilte das Ministerium am Montag mit.

«Wir müssen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern», betonte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne). Jäger sollen nach den Angaben ab sofort flächendeckend Wildschweine erlegen und noch intensiver verendete Wildschweine suchen und Proben nehmen. Die Aufwandsentschädigung für die Meldung und Beprobung von tot aufgefundenen Wildschweinen beträgt 50 Euro. In den gefährdeten Gebieten gilt noch ein vorläufiges Jagdverbot für alle Tierarten.

Nach den Angaben stieg die Zahl der im vergangenen Jagdjahr 2019/2020 erlegten Wildschweine im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent an. Mit 102 131 Tieren wurde eine Rekordstrecke erzielt. Allerdings deutet nichts darauf hin, dass die Gesamtpopulation zurückgeht.

Die Afrikanische Schweinepest ist in Brandenburg früher als gedacht eingeschleppt worden.

Erste epidemiologische Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts haben nun bereits die erste Juli-Hälfte als Zeitraum ergeben. Zunächst sei am 10. September bundesweit der erste Verdachtsfall vom Nationalen Referenzlabor amtlich bestätigt worden, sagte Brandenburgs Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des Landeskrisenstabes, laut Mitteilung vom Donnerstag. Mit den am 25. September bekannt gewordenen vier Skelettfunden, die bereits etwa acht bis zehn Wochen gelegen haben mussten, verschiebe sich nun der Zeitpunkt der Seucheneinschleppung.

Die Fallwildsuche im gefährdeten Gebiet sei derzeit oberstes Gebot und werde gezielt und koordiniert mit Hochdruck fortgesetzt, sagte Heyer-Stuffer. Das sei notwendig, um die tatsächliche Ausdehnung des Infektionsgeschehens genau ermitteln zu können. «Wir stehen am Anfang dieser Tierseuche», sagte sie.

Bisher wurden 38 infizierte Wildschweine in Brandenburg amtlich bestätigt. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich.

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in Brandenburg ausgebreitet. Ein erster Fall außerhalb der Kernzone wurde bestätigt.

Ein erster bestätigter Fall der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein in Brandenburg außerhalb der bisherigen gefährdeten Gebiete ist amtlich bestätigt worden. Im Landkreis Märkisch Oderland, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, habe ein Jäger ein infiziertes Tier erlegt, teilte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am Mittwoch mit. Das nationale Referenzlabor hat nach den Angaben zudem einen neuen Fall im bisherigen Kerngebiet um die früheren Funde bestätigt. Das Land müsse die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen jetzt entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern, betonte das Bundesministerium in einer Mitteilung.

Insgesamt 38 infizierte Wildschweine sind damit seit dem ersten Fund am 10. September in Brandenburg erfasst. Sie Seuche ist für den Menschen ungefährlich, nicht aber für Hausschweine. Rund um die Funde hatten die Behörden ein Gefahrengebiet mit Beschränkungen für Bauern, Jäger und Anwohner eingerichtet. Hausschweinbestände in Deutschland sind weiter frei von der Seuche.

Im Landkreis Märkisch-Oderland wird nun seit Mittwochvormittag ein mobiler Zaun errichtet. «Fünf verschiedene Trupps sind unterwegs», sagte Thomas Behrendt, Sprecher des Landeskreises, auf Anfrage. Auf einem Abschnitt von 20 Kilometern Länge soll der Elektrozaun entstehen. Forstmitarbeiter werden dabei unterstützt von Jägern und Landwirten. Der Zaun durchzieht Maisfelder, berührt die Alte Oder und Bewässerungsgräben. Am Nachmittag soll die Barriere für Wildschweine nach den Angaben stehen.

Auf dem Landesjägertag in Magdeburg haben die Delegierten am 26.09.2020 den Nachfolger des verstorbenen LJV-Präsidenten Dr. Jordan gewählt. Dietmar Specht ist gleichzeitig Gründungsmitglied des Verbandes.

Die 206 Delegierten haben heute Dietmar Specht zum neuen Präsidenten des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt (LJV) gewählt. Specht folgt auf Dr. Hans-Heinrich Jordan, der nach achteinhalb Jahren Amtszeit im Juni letzten Jahres verstorben ist. Der Diplom Forstingenieur Specht ist aktuell Direktor des Landeszentrums Wald und hat bereits 1978 die Jägerprüfung absolviert. Der 64-jährige hat sich schon früh als Organisator und Prüfer bei der Jungjägerausbildung engagiert. Zudem war Specht zehn Jahre Forstamtsleiter in den Landesforsten. Seine Passion ist die Ausbildung und Arbeit mit Schweißhunden, also Hunden die speziell für Nachsuchen trainiert werden. „Ich bin vom Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, überwältigt und nehme die Wahl natürlich sehr gerne an“, sagt Dietmar Specht im Anschluss an seine Wahl.

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. ist Dachverband für 39 Jägerschaften mit insgesamt 8600 Mitgliedern. Er vertritt seit dem Gründungsjahr 1990 die Interessen der Jägerinnen und Jäger des Landes. Der LJV ist Mitglied im Deutschen Jagdverband.

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