Der französische Jagdverband der Region Lozére ist von der Europäischen Kommission mit dem Natura 2000 Award in der Kategorie "sozio-ökonomischer Nutzen" ausgezeichnet worden. Die Franzosen hatten ihr Schutzprojekt für Geier "Ein Gewinn für Natur und Gemeinschaften“ ("Gains for nature and communities") zur Auszeichnung eingereicht. Besonders Mönchs- und Schmutzgeier werden im Natura 2000 Gebiet "Gorges du Tarn et de la Jonte" im Süden Frankreichs gefördert, das viele bedrohte Vogelarten beheimatet.
Seit 2008 fördert der Jagdverband der Lozère traditionelle landwirtschaftliche Nutzungsformen (Agropastoralismus). So haben die Jäger ansässige Landwirte ermutigen können, offene Habitate durch Schafbeweidung und Weidebewirtschaftung zu erhalten sowie Futterplätze für Geiervögel einzurichten. Letzteres bietet Landwirten zudem auch den wirtschaftlichen Vorteil der Entsorgung von Viehkadavern. Geier sind so etwas wie ein Markenzeichen der Region Lozère geworden. Die Region bietet Besuchern derzeit etwa 600 Beherbergungsbetriebe. Das Informationszentrum für Geier – in dem auch das lokale „Geier“-Bier La Feuve verkostet werden kann – zog im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Besucher an.
Insgesamt 23 Finalisten waren für die fünf Kategorien Naturschutz, sozio-ökonomischer Nutzen, Kommunikation, Vereinbarkeit von Interessen und Wahrnehmung sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit nominiert worden. Eine Jury wählte jeweils einen Gewinner pro Kategorie. Der Preis wird in Anerkennung des herausragenden Managements von Natura 2000 Schutzgebieten und erfolgreichen Naturschutzmaßnahmen verliehen, mit der auch der Mehrwert für die heimische Wirtschaft unter Beweis gestellt und die Öffentlichkeit stärker für das Naturerbe Europas sensibilisiert werden sollen. Die Verleihung des zweiten Natura 2000 Award durch die Europäische Kommission fand kürzlich in Brüssel statt.
Da die Jägerschaft häufig ähnlich erfolgreiche Naturschutzprojekte durchführt, sollte diese Auszeichnung uns europäischen Jäger dazu ermutigen, sich für den nächsten Natura 2000 Award 2016 zu bewerben!
Wir gratulieren den französischen Jägern!
Hier geht`s zur Homepage des französichen Jagdvereines.







Die Abfrage der klassischen Niederwildarten Rebhuhn (Brutvorkommen, Jagdstrecke), Fasan und Wildkaninchen (beide Vorkommen, Jagdstrecke) wird im Jahr 2015 um die Waldschnepfe ergänzt, da die aktuelle Datenlage zum tatsächlichen Brutvorkommen vergleichsweise dünn ist. Vor allem ihre heimliche Lebensweise in den Brutgebieten sowie das opportunistische, unberechenbare Zugverhalten macht eine Einschätzung der Populationsgröße der Waldschnepfe schwierig. Deshalb werden zusätzlich Daten zu Durchzüglern, Wintergästen und/oder Lagerschnepfen eingeholt.