(Quelle: Kauer/DJV)

WILD-Bericht 2018: neue Monitoringdaten veröffentlicht

28. Januar 2020 (DJV) Berlin

Im Fokus: die Auswertung von Jagdstatistiken für verschiedene Paarhufer. Ein weiterer Schwerpunkt sind invasive Arten wie Waschbär und Nilgans. Der Bericht enthält zudem Gastbeiträge zu Elch, Kormoran und Feldhase.

Der DJV hat heute den WILD-Jahresbericht 2018 veröffentlicht.
Der DJV hat heute den WILD-Jahresbericht 2018 veröffentlicht. (Quelle: DJV)

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute den Jahresbericht 2018 des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Er enthält Jagdstatistiken von 9 ausgewählten Wildarten. Auf 56 Seiten im A4-Format werden aktuelle Jagdergebnisse und der 10-Jahres-Trend mit Karten und Diagrammen erläutert. Den aktuellen WILD-Bericht sowie weitere Informationen gibt es ab sofort hier.

WILD ist ein Projekt des Deutschen Jagdverbandes und seiner Landesjagdverbände. Es ist das bundesweit größte Monitoringprojekt für überwiegend jagdbare Arten. Seit 2001 erheben Jäger Daten zu Vorkommen, Populationsdichte und -entwicklung von ausgewählten Tierarten. Wissenschaftler werten die Daten aus. Für den kommenden Bericht haben etwa 25.000 Jäger wieder Daten auf einer Fläche von 13 Millionen Hektar erhoben. Das entspricht 36 Prozent der Fläche Deutschlands.

Bis zum 31. März 2020 können bis zu drei Exemplare gratis bei der DJV-Service GmbH angefordert werden. Ab vier Exemplaren werden die anfallenden Versandkosten berechnet. Ab April ist der WILD-Bericht dann kostenfrei zzgl. Versandkosten im DJV-Shop bestellbar.

Bestelladresse:

DJV-Service GmbH
Friesdorfer-Str. 194a
53175 Bonn
Tel. 0228/387290-0
E-Mail: info@djv-service.de

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier. Ausführliche Ergebnisse des WILD-Monitorings gibt es hier digital und interaktiv.

Text

Wildschwein:

  • Das Jagdergebnis (Strecke) lag 2017/18 bei 836.875 Tieren - das höchste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1930er Jahren.
  • 60 Prozent der Landkreise verzeichneten eine Zunahme der Strecke. 


Reh:

  • Die am meisten bejagte Wildart in Deutschland mit fast 1,2 Millionen erlegten Tieren.
  • Die mittlere Streckendichte liegt bei über 2 Rehen pro 100 Hektar.


Waschbär:

  • In 88 Prozent der Landkreise wurde er bejagt (Zeitraum 2014/15 bis 2017/18). Nach dem Fuchs ist der Waschbär der Raubsäuger mit dem zweithöchstem Jagdergebnis (Strecke).
  • Höchste Strecken entlang des Korridors von Mecklenburg-Vorpommern bis Hessen mit teilweise mehr als 2 Individuen pro 100 Hektar.
  • Besonders im urbanen Raum finden sich Strecken von bis zu 6,2 Waschbären pro 100 Hektar (Kassel).
  • Die Strecke stieg in über 80 Prozent der Landkreise im Vergleich zu den letzten Jahren an.


Marderhund:

  • In 64 Prozent der Landkreise lag eine Jagdstrecke vor.
  • Bundesweit steigen die Marderhundstrecken an und bilden 2017/18 einen Rekord von 31.233 erlegten Tieren. Regional gibt es starke Schwankungen, vermutlich aufgrund von Krankheiten in einzelnen Populationen.


Nutria:

  • Im Jagdjahr 2017/18 haben Jäger bundesweit 52.589 Tiere erlegt, 78 Prozent davon in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
  • Im Bundesschnitt lag die Strecke (2014/15 bis 2017/18) bei 0,12 Individuen pro 100 Hektar.
  • Es gab deutliche Streckenzuwächse in nahezu allen Gebieten.


Nilgans:

  • Im Bundesdurchschnitt wurden 0,13 Individuen pro 100 Hektar erlegt.
  • Schwerpunkte liegen im Westen Nordrhein-Westfalens, an der Grenze zu den Niederlanden.
  • In Jagdjahr 2017/18 erreicht die Nilgansstrecke einen Rekordwert von 22.645 Individuen.