Erster Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hessen

16. Juni 2024 (dpa) Rüsselsheim am Main
Die in Deutschland selten auftretende Viruserkrankung Afrikanische Schweinepest ist erstmals in Hessen nachgewiesen worden. Für Menschen ist sie ungefährlich, für Schweine hingegen meist tödlich.

ASP-Ausbruch in Schweinemastanlage

6. Juni 2024 (DJV/LJVMV) Berlin/Parchim
Virus wurde in einem Betrieb im Landkreis Vorpommern-Greifswald nachgewiesen. DJV und LJV bitten Jägerschaft, Biosicherheit ernst zu nehmen. Landwirtschaftsminister Backhaus spricht von einem Punktein...

In einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Emmendingen ist die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Derzeit gibt es keinen Hinweis auf infizierte Wildschweine.

In Baden-Württemberg gibt es einen ersten lokal begrenzten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Hausschweinbestand in der Gemeinde Forchheim im Kreis Emmendingen. Dies hat das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigt. Die ASP ist eine ausschließlich unter Schweinen hochansteckende meist tödlich verlaufende Krankheit. Der Mensch ist hauptverantwortlich für die Verbreitung des Virus. Um dieser entgegenzuwirken, hat der Landesjagdverband BW eine eindringliche Bitte an alle: Wurst- und Fleischreste sollten, insbesondere an Rastplätzen, in verschlossenen Mülleimern entsorgt werden. Das Virus kann beispielsweise in geräuchertem Schinken oder Salami über 100 Tage überleben. Wildschweine können sich damit infizieren, wenn sie die Reste fressen.

Der Landesjagdverband BW bittet Jäger und Naturbesucher um erhöhte Wachsamkeit. Werden Wildschweinkadaver gefunden, sollten diese nicht angefasst werden. Funde sind beim zuständigen Veterinäramt zu melden und sollten ergänzend im Tierfundkataster eingetragen werden. Auf der Seite des Deutschen Jagdverbands sind die aktuellen Informationen zum Seuchengeschehen in Deutschland zu finden. Ebenso auf der Seite des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Jäger unterstützen

Die Jägerinnen und Jäger sind eingebunden in die Überwachung und das Monitoring im Zuge der Afrikanischen Schweinepest. Durch tierschutzgerechte Jagd wird einer weiteren Verbreitung auf natürlichem Wege entgegengewirkt.

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