Rehkitze und Niederwild bei der Frühjahrsmahd schützen

1. April 2021 (BAGJE/BLU/BMR/DBV/DJV) Berlin
Von innen nach außen: Die richtige Mähtechnik kann Eltern- und Jungtiere retten. Tierschutz funktioniert mit Knistertüten, Flatterbändern und Drohnen vor der Ernte. DJV und vier weitere Verbänden gebe...

Achtung Kreiselmäher!

27. April 2018 (DJV) Berlin
Die Gras- und Grünroggenernte steht an - und kollidiert mit der Brut- und Setzzeit vieler heimischer Wildtiere. Sie wähnen im hohen Bewuchs ihre Jungtiere sicher. Einfache Maßnahmen können Leben rette...

Die Frühmahd von Grünflächen steht vor der Tür. Die Verbände empfehlen von innen nach außen zu mähen, um Wildtiere vor dem Kreiselmäher zu schützen.
 

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) aufmerksam. Die Verbände empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen.

Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen vor allem, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.

Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen, die unterschiedlichste Töne wie z. B. Menschenstimmen, klassische Musik oder auch Motorengeräusche in verschiedenen Lautstärken aussenden, hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Bei bestimmten Witterungsverhältnissen hilft auch Drohnen- und Infrarot-Technik. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung wirkt, haben Experten herausgefunden.

 

 

Frühmahd tierschutzgerecht gestalten

29. April 2016 (djv) Berlin
Die Frühjahrsmahd von Grünland steht an. Um Wildtiere vor dem Kreiselmäher zu retten, sollte von innen nach außen gemäht werden. 

Tierschutzgerechte Frühmahd

14. April 2014 (djv) Berlin
Die Mahd von Grünland steht kurz bevor. Doch der Termin fällt mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen. Die richtige Mähtechnik kann Eltern- und Jungtiere retten.
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