Das Europäische Parlament hat gestern in Straßburg der umstrittenen Reform der EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt. Der ursprüngliche Entwurf der EU-Kommission wurde deutlich entschärft. Der jetzt beschlossenen Kompromiss ist zwar anwenderfreundlicher, enthält aber immer noch eine Reihe von fragwürdigen Maßnahmen. Der ursprünglichen Idee, nämlich europaweiter Terrorismusbekämpfung, wird die geplante Reform nicht gerecht.

Das europäische Parlament hat gestern einer fragwürdigen Reform der EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt. Vorgesehen sind unter anderem Beschränkungen der Magazinkapazität halbautomatischer Waffen, umfassendere Regelungen zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Waffen und Waffenteilen, zum Austausch von Daten unter EU-Mitgliedsstaaten sowie dem Handel mit Waffen und eine verschärfte Überwachung der Eignung und Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern. Nach Auffassung des Deutschen Jagdverbands (DJV) verfehlt die Reform ihr eigentliches Ziel - Terrorismusbekämpfung - nahezu gänzlich. Die EU-Kommission hat Ende 2015 unter dem Eindruck der Anschläge von Paris ein noch deutlich umfangreicheres Reformpaket vorgelegt. Experten haben bereits damals heftige Kritik geäußert und den Großteil der Maßnahmen als ungeeignet für Terrorismusbekämpfung abgelehnt. Zu einer kompletten Zurückweisung konnten sich die Parlamentsabgeordneten nicht durchringen, haben den Kommissionsentwurf aber deutlich entschärft.

In der Richtlinie werden detaillierte Vorgaben zur Deaktivierung von Waffen sowie zu Alarm- und Schreckschusswaffen gemacht. Es darf nicht mehr möglich sein, diese zu scharfen Waffen umzubauen. Strenge Vorgaben gibt es auch für den Handel mit Waffen im Fernabsatz. Diesen wollte die Kommission ursprünglich ganz verbieten, nun soll der Handel unter strikter Überwachung doch möglich sein. Verboten sind künftig halbautomatische Waffen mit einer Magazinkapazität von mehr als zehn Schuss bei Langwaffen und 20 Schuss bei Kurzwaffen, sowie entsprechende Magazine. Die Richtlinie gibt den Mitgliedsstaaten zudem einen engeren Rahmen für die Überwachung der Zuverlässigkeit und Eignung zum Waffenbesitz sowie für die Waffenaufbewahrung.

Welche Änderungen im Einzelfall auf Waffenbesitzer in Deutschland zukommen, hängt jetzt von der Umsetzung ins deutsche Recht ab. Das deutsche Waffengesetz gilt bereits als eines der strengsten der Welt. Deutsche EU-Abgeordnete haben während des Verfahrens immer wieder betont, dass die Änderungen für Jäger und Sportschützen in Deutschland marginal seien. Änderungen bei der Überprüfung der Zuverlässigkeit und Eignung sowie bei den Aufbewahrungsvorschriften sind nach Einschätzung des DJV sowie deutscher EU-Abgeordneter nicht erforderlich, um die Richtlinie umzusetzen.

Bürokratie verhindert Terror nicht 

"Bürokratische Restriktionen gegen legale Waffenbesitzer verhindern weder Terror noch Kriminalität", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Im Gegenteil: Für die Kontrolle der Umsetzung werde Personal benötigt, das dann bei der eigentlichen Terrorbekämpfung und der Zerschlagung des illegalen Waffenmarktes fehle. „Kein Terrorist wird sich um das verschärfte Waffenrecht kümmern. Auch die EU-Feuerwaffenrichtlinie ist nur ein Beispiel für viele EU-Gesetzesvorhaben, die zwar hehre Ziele verfolgen, aber letztendlich nur den gesetzestreuen Bürger treffen“, so Dammann-Tamke weiter. Einen sinnvollen Beitrag zur Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität könnten aber die strengeren Dektivierungsstandards leisten, betonte Dammann-Tamke.

Der ursprüngliche Entwurf der EU-Kommission war im Europäischen Parlament und in den Mitgliedsstaaten auf heftige Kritik gestoßen. Auch im Rat hatten viele EU-Mitgliedsstaaten Kritik vorgebracht. Parlament und Rat haben sich im Dezember 2016 auf einen vorläufigen Kompromiss geeinigt, den das Parlament nun beschlossen hat. Der Ministerrat muss der Richtlinie noch zustimmen. Anschließend haben die Mitgliedsstaaten 15 Monate, um das nationale Waffenrecht anzupassen.

Straftaten mit Schusswaffen rückläufig

Das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2015 zeigt einen konstanten Rückgang der Straftaten mit Schusswaffen: 23 Prozent weniger seit 2011 (2011: 11710, 2015: 9000). Bei den sichergestellten Schusswaffen handelte es sich in drei Viertel der Fälle um erlaubnisfreie Gas-, Alarm- und Luftdruckwaffen. Der Anteil der erlaubnispflichtigen Schusswaffen betrug etwa ein Viertel davon waren 95 Prozent illegal. Nur etwa ein Prozent aller sichergestellten Schusswaffen war erlaubnispflichtig und legal. Mit geschätzten 20 Millionen Stück übersteigt der Anteil der illegalen Schusswaffen in Deutschland den Anteil der legalen Schusswaffen (etwa 5 Millionen) um ein Vielfaches.

Unter dem Motto "Wild auf Wild" hat der DJV Aktionsmittel rund um Wildbret für Jäger entwickelt. Sie sollen den Auftritt ohne großen Aufwand professionalisieren und Werbung machen für die Jagd. Die Produkte ergänzen die bekannte Internetplattform www.wild-auf-wild.de. Neu ist der gleichnamige Facebook-Auftritt. 

Jeder zweite Deutsche isst mindestens einmal im Jahr Wild - weil es ein ursprüngliches, regionales Lebensmittel ist und damit im Trend liegt. Jagd wird in diesem Zusammenhang entsprechend positiv bewertet, zeigen repräsentative Umfragen. Der Deutsche Jagdverband hat deshalb eine Kampagne gestartet, die über Wildbret das Image der Jagd weiter verbessern kann. Im Fokus stehen verschiedene Aktionsmittel, die sich gut kombinieren lassen mit bestehender Ausrüstung für Auftritte auf Märkten, Messen oder Festen. Roll-ups, Theke, Beachflags, Kochschürzen, Basecaps, Rezeptbroschüren, Servietten, Fleischpikser oder Plakate: Ab dem 15. März 2017 sind zahlreiche Produkte im Internet unter www.djv-shop.de bestellbar.

Die zweite Komponente von "Wild auf Wild" besteht aus der gleichnamigen Internetseite. Dort können Jäger und Gastronomen ihr Wildbret-Angebot einstellen - von Verbrauchern schnell zu finden über eine Postleizahlen-Suche. Dass es nicht immer Rotkohl und Klöße zu Wild geben muss, belegen zahlreiche illustrierte Rezepte auf wild-auf-wild.de. Neu ist der Facebook-Auftritt von Wild auf Wild. Auf beiden Online-Plattformen gibt es neben modernen Wildgerichten zum Nachkochen auch Küchentipps mit Videoanleitung sowie Hintergrundwissen zu Lagerung und Verarbeitung von Wildfleisch. Jäger können die bestehenden Rezept-Videos übrigens auch in den eigenen Internetauftritt einbinden und damit ohne großen Aufwand einen Mehrwert schaffen.

Derzeit wird die Kampagne bundesweit vorgestellt und erhält regen Zuspruch auf Messen und Jägerschaftsversammlungen. Der DJV bittet ausdrücklich um konstruktive Kritik: Das Sortiment soll laufend erweitert werden und möglichst viele Kundenwünsche berücksichtigen.

Brüssel steht in der Pflicht. Das ist eines der Ergebnisse einer Konferenz zur "Zukunft der Naturschutzrichtlinien" im EU-Parlament in Brüssel. In der von der Intergruppe Jagd und Ländliche Räume zusammen mit FACE organisierten Konferenz stellte der Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes, Dr. Volker Böhning, die bestehenden Probleme mit Kormoran, Biber und Wolf dar. Verantwortlich dafür sei nicht nur die unzureichende Umsetzung der Richtlinien in Deutschland, sondern auch die Bürokratie in Brüssel.

Die Konferenz, die vom CDU-Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz geleitet wurde, bot für den DJV die Möglichkeit, die negativen ökonomischen wie ökologischen Folgen für Gesellschaft, Landwirtschaft und Biodiversität der zunehmenden Bestände von Kormoran, Biber und Wolf darzustellen. Die Entnahme von Kormoranen sei ohne die erforderliche Verwaltungsvereinfachung nicht länger im nötigen Maße zu praktizieren, um eine nachhaltige Bestandsreduzierung zu erzielen. Ähnliche Probleme gebe es auch beim Biber.

Die Prognosen zur weiteren Ausbreitung des Wolfes in Deutschland für die nächsten fünf Jahre geben Anlass zur Sorge und müssten dem zuständigen Bundesumweltministerium eigentlich schon jetzt Anlass zum Handeln geben. Dreh- und Angelpunkt ist die Definition des "Günstigen Erhaltungszustandes". Dort bestehe ganz offensichtlich eine Diskrepanz zwischen einer politisch motivierten Sichtweise und der wissenschaftlichen Sicht. Praktikablen Lösungen für Landwirte und Jäger stünden viele Organisationen und die Verwaltung ablehnend gegenüber. Die europäischen Richtlinien würden im Grunde umfassendere Lösungen zulassen, die Möglichkeiten der Richtlinien seien in Deutschland jedoch nicht ausgeschöpft.

Stimmung kippt in einigen Regionen

Darüber hinaus liege eine Ursache der bestehenden Probleme mit den genannten Arten auch in Brüssel: Die Vorgaben unüberwindbarer Hürden, wie einstimmige Beschlüsse der Mitgliedsstaaten zur Änderung der Anhänge der Naturschutzrichtlinien, verhinderten Mehrheitsentscheide. Letztlich fehle der nötige Pragmatismus, von daher dürfe man sich über eine entsprechende Verbitterung über die Politik aus Brüssel und EU-Verdrossenheit nicht wundern.

Böhning warnte davor, bei Arten wie Wolf, Biber und Kormoran den gleichen Fehler zu begehen, wie in der Vergangenheit - nur unter umgekehrten Vorzeichen. Während die Verfolgung der Arten früher beinahe zu ihrer Ausrottung geführt hätte, führe heute der überzogene Schutz zu heftigen Konflikten mit der Landbevölkerung vor Ort; die Stimmung sei in einigen Regionen bereits gekippt. Erforderlich seien Vernunft und Augenmaß, damit es zu einer dauerhaften Akzeptanz und damit zum Erhalt der Arten in Deutschland komme.

Im Rahmen eine Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Waffenausstellung in Nürnberg (IWA) haben die Firmen Hanwag und Fjällräven ihre Premiumpartnerschaft mit dem Deutschen Jagdverband verkündet.

Die Bekleidungsfirmen Fjällräven und Hanwag sind seit dem Jahreswechsel neue Premiumpartner für den Bereich Bekleidung sowie Schuhe des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Im Rahmen einer Pressekonferenz am vergangenen Samstag auf der Internationalen Waffen Ausstellung in Nürnberg wurde die neue Partnerschaft durch Thomas Gröger (CEO Fjällräven International, International Sales and Export Manager, Country Manager Deutschland Fjällräven Sporthandelsgesellschaft mbH), Jürgen Siegwarth (Geschäftsführer Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH) und DJV-Präsident Hartwig Fischer offiziell verkündet.
 
„Wir freuen uns Fjällräven und Hanwag zu unseren neuen Premiumpartnern zählen zu dürfen. Solche vertrauensvolle Partnerschaften erhöhen die jagdpolitische Schlagkraft. Wir haben ein gemeinsames Ziel: den Erhalt unserer Jagd!“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer im Rahmen der Pressekonferenz.
 
Ziel der Premium-Partnerschaft ist es, durch gemeinsame Projekte den Erhalt der Jagd in Deutschland zu unterstützen und zu fördern. Der DJV unterhält exklusive Partnerschaften zu ausgewählten Premium-Herstellern der Jagdindustrie.

Wie alt ist der Durchschnittsjäger? Wie viele Frauen gehen zur Jagd und was geben Waidmänner jährlich für den Artenschutz aus? Der DJV stellt erstmals repräsentative Daten zum Waidwerk in Deutschland vor.

 

Die Kisten sind gepackt und der Umzugswagen steht bereit: Ab 14. November ist die DJV-Geschäftsstelle in der Chausseestraße 37 in Berlin zu erreichen.

Zwischen 7. und 11. November 2016 zieht der Dachverband der deutschen Jäger in die neuen Berliner Büroräume in der Chausseestraße 37. Da das gesamte Team mit anpackt, bleibt die Geschäftsstelle in dieser Zeit geschlossen. In dringenden Fällen sind die DJV-Mitarbeiter unter folgender zentraler Rufnummer zu erreichen: 0 30 - 20 91 39 40. Oder per E-Mail unter djv@jagdverband.de. Ab Montag, 14. November 2016, lautet die neue Postanschrift:

Deutscher Jagdverband e.V Chausseestraße 37 10115 Berlin

Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Mitarbeiter bleiben bestehen.

Laut DJV-Wildunfallstatistik kollidiert etwa alle 2,5 Minuten ein Wildtier mit einem Auto. Doch 90 Prozent der Unfälle werden nicht statistisch erfasst. Unfallschwerpunkte lassen sich daher nur schwer ermitteln. Jeder Verkehrsteilnehmer kann jetzt mithelfen, dies zu ändern: Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Ein Plus für Tierschutz und Verkehrssicherheit.

Zeitumstellung, Nebel, nasses Laub auf den Straßen und verstärkter Wildwechsel in der Dämmerung: Das Unfallrisiko steigt im Herbst merklich an. Rund 213.000 Unfälle mit Hirsch, Reh und Wildschwein gab es im vergangenen Jahr. Die Polizei erfasst lediglich 10 Prozent davon, nämlich Unfälle mit Personenschäden. Der Großteil der Wildunfallschwerpunkte bleibt somit unentdeckt. Ein großes Risiko für Mensch und Tier. Das neu entwickelte Tierfund-Kataster des Deutschen Jagdverbands (DJV) ermöglicht erstmals bundesweit eine einheitliche Erfassung von Wildunfällen. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgerufen, Funde von verunfallten Wildtieren zu melden. 

Die Daten lassen sich innerhalb von wenigen Minuten erfassen - vor Ort über die kostenfreie Smartphone-App (Android und iOS) oder im Internet (www.tierfund-kataster.de). Der aktuelle Standort wird bei der App automatisch erfasst und relevante Daten wie Datum oder Wildart werden abgefragt. Zusätzlich lässt sich für die bessere Bestimmung der Wildart ein Foto hochladen. Eine Zwischenspeicherung der Daten auf dem Smartphone ist auch ohne Internetverbindung möglich. 

Pilotprojekt Schleswig-Holstein: Auswertung der Wildunfälle 2014Wissenschaftler der Universität Kiel prüfen die Daten und werten sie aus. Ziel ist es, Schwerpunkte für Wildunfälle zu ermitteln und schließlich zu entschärfen. Werden diese wildtierfreundlicher gestaltet, bedeutet dies ein Plus an Tierschutz sowie weniger Sach- und Personenschäden. Das Monitoring kann künftig auch für weitere Projekte eingesetzt werden. Beispielsweise können Totfunde unter Windkraftanlagen systematisch kartiert werden, ebenso die mögliche Ausbreitung von Tierseuchen.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat den Grundstein für das bundesweite Tierfund-Kataster gelegt. Dort ist seit 2011 ein Prototyp im Einsatz, mit dem bereits über 26.000 Wildunfälle erfasst und wissenschaftlich ausgewertet wurden. Das Kataster ist Teil des Projektes WILD, dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands. Bereits seit 2000 erfassen Wissenschaftler das Vorkommen ausgewählter Tierarten mit wissenschaftlichen Methoden, etwa Feldhasen durch die sogenannte Scheinwerfertaxation.

Hier gibt es die App zum Tierfund-Kataster als Download:

Tierfundkataster App

http://bit.ly/App_für_iOS

http://bit.ly/App_für_Android

 

Cai-Friedrich von Bülow war Damwild-Experte und Mitglied im Schalenwildausschuss des DJV sowie Träger der DJV-Verdienstnadel in Gold. Er starb am 6. Oktober 2016. Wir werden ihn dankbar in Erinnerung behalten.

Wir trauern um Cai-Friedrich von Bülow, Gutsherr auf Bossee in Westensee, der am 6. Oktober 2016 im Alter von 85 Jahren für immer von uns gegangen ist. Cai-Friedrich von Bülow war seit 1971 Träger der silbernen Ehrennadel der Landesjägerschaft Schleswig-Holstein, wurde 1985 aufgrund seiner Expertise in den Schalenwildausschuss des DJV berufen und wurde 1990 für seine hervorragenden Tätigkeiten mit der goldenen Verdienstnadel des Deutschen Jagdverbandes ausgezeichnet.

Tief bewegt müssen wir von einem Menschen Abschied nehmen, der sich über Jahrzehnte für die Erhaltung und Förderung von Wild, Jagd und Natur eingesetzt hat. Seine profunde Erfahrung und sein fachkundiger Rat wurden stets geschätzt. Vielmehr noch wird uns aber seine nette, freundliche und jagdkameradschaftliche Art im Umgang miteinander fehlen.

Waidmannsdank und ein letztes Halali einem Jäger und Menschen, dessen Erinnerung und Wirken wir nicht vergessen werden.

Das DJV-Präsidium

Aktuelle DJV-Statistik zum Welthundetag: In zwei von drei Jägerhaushalten lebt mindestens ein Vierbeiner, im Bundesschnitt nur etwa in jedem zehnten Haushalt. Die vielseitigen Rassen haben eines gemeinsam: Sie sind geliebte Familienmitglieder.

Hunde bereichern auf vielfältige Weise das Leben des Menschen – etwa als Jagdpartner, Hütehund oder Familienmitglied. Am 10. Oktober findet ihnen zu Ehren der internationale Welthundetag statt. Aus diesem Anlass veröffentlicht der Deutsche Jagdverband (DJV) Ergebnisse einer aktuellen Befragung: Demnach lebt in zwei Dritteln aller Jägerhaushalte mindestens ein Jagdhund, im Bundesschnitt sind nur etwa 11 Prozent aller Haushalte auf den Hund gekommen. Bereits vor mehr als zweitausend Jahren jagten die Kelten mit Hunden, den sogenannten Bracken. Heute gibt es mehrere Dutzend in Deutschland vom Jagdgebrauchshundverband anerkannte Rassen mit ganz unterschiedlichen Einsatzgebieten. Sie sind Jagdgefährten und vollwertige Familienmitglieder zugleich.

Vorstehhunde wie Deutsch-Kurzhaar, Deutsch-Drahthaar oder Weimaraner sind unter Jägern besonders beliebt. In jedem vierten Haushalt kommt einer dieser vielseitig einsetzbaren Vierbeiner vor. Dicht gefolgt von Teckeln (12 Prozent), Apportierhunden (10 Prozent) und Terriern (8 Prozent).

Jagdhunde im EinsatzEine waid- und tierschutzgerechte Jagdausübung ist ohne gut ausgebildeten und eingearbeiteten Hund nicht möglich. Das gilt für herbstliche Stöberjagden auf Reh, Hirsch und Wildschwein ebenso wie für die Baujagd auf den Fuchs oder für das Finden von verletztem Wild. Deshalb ist die Ausbildung sehr vielfältig und jeweils ausgelegt für den späteren Einsatzbereich des Jagdhundes.

 

Weitere Infos:

Informationen zu Ausbildung, Einsatzgebieten und Rassen von Jagdhunden gibt es hier: http://bit.ly/Jagdhunde-Infos

Eine aktuelle Broschüre mit den häufigsten Jagdhunden gibt es bei der DJV-Service GmbH (www.djv-service.de).

Die pdf-Version hier: http://bit.ly/Jagdhunde-Broschüre

Auf dem DJV-Youtube-Kanal gibt es Videos zur Hundeausbildung, etwa für die Jagd auf Wildschweine: 

 

Immer wieder werden Elche in Deutschland gesichtet. Aktuell wurde ein Exemplar in der Nähe Berlins beobachtet.

Am östlichen Berliner Ring bei Erkner sollen Elche in Autobahnnähe gesichtet worden sein. «Per Telefon hat uns jemand die Tiere gemeldet», sagte Lars Kleinschmidt von der Oberförsterei Hangelsberg und bestätigte einen Bericht der «Märkischen Oderzeitung». Der Oberförster hielt diese Meldung für plausibel, weil in der vergangenen Woche ein Elch mit Jungtier im Oderbruch gesehen und fotografiert wurde.

Es sei für die größte Hirschart der Welt kein Problem, lange Wegstrecken zurückzulegen, sagte Jan Engel vom Landesbetrieb Forst.

Generell werden in Brandenburg immer wieder Elche gesehen. Engel vermutet, dass die Tiere von Polen aus Abstecher ins Nachbarland unternehmen. Das Wasser in der Oder sei aktuell nicht sehr hoch. Zur Not könnten Elche auch schwimmen. Im Winter kommen sie auch von Polen über das Eis nach Brandenburg, erklärte Engel.

Allerdings seien die Bedingungen für die Tiere nicht ideal. Entweder verliere sich nach einiger Zeit ihre Spur im Land oder sie würden angefahren. Zuletzt kam es 2012 auf der A10 bei Erkner zur Kollision mit einem Elch. Die Tiere bringen 400 Kilogramm und mehr auf die Waage. So können sie zu einem Verkehrsrisiko für Autofahrer werden, wie Engel sagte.

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