Dachverband der Jäger feiert 75-jähriges Bestehen

20. Juni 2024 (DJV) Berlin/Mainz
Zum Bundesjägertag in Mainz werden etwa 400 Delegierte und Gäste erwartet. DJV startet die Kampagne "Grüner wird's nicht" und lädt Interessierte zum Dialog ein. Zwei interne Workshops zum Artenschutz ...

WILD-Monitoring im Überblick

7. Juli 2022 (DJV) Berlin
Kostenfreie Broschüre informiert über das Wildtiermonitoring der Jägerschaft. Bereits 25.000 Jägerinnen und Jäger machen regelmäßig mit. Daten zu insgesamt 40 verschiedenen Tierarten liegen vor.

Eindrücke vom Bundesjägertag 2022 jetzt online

29. Juni 2022 (DJV) Berlin
Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause fand Versammlung wieder in Präsenz statt. Rund 350 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland trafen sich in Wernigerode. DJV veröffentlicht Videos und Fotos mit Höh...

Jagd wird weiblicher und jünger

22. Juni 2022 (DJV) Berlin/Wernigerode
Bundesjägertag in Wernigerode: 350 Teilnehmer erwartet. Erste Ergebnisse der DJV-Mitgliederbefragung werden vorgestellt. DJV feiert 20-jähriges Bestehen des WILD-Monitorings und veröffentlicht Rebhuhn...

Besonderes Engagement in der Naturpädagogik: Der Deutsche Jagdverband verleiht auf dem Bundesjägertag in Wolfsburg den Sonderpreis "25 Jahre Lernort Natur"

„Wenn wir interessante Dinge vermitteln können und die Kinder mit Begeisterung dabei sind, ist es keine Arbeit, sondern Ansporn.“ Mit diesen Worten nahmen Carin Lau und Thomas Reisig am vergangenen Freitag den Sonderpreises "25 Jahre Lernort Natur" auf dem Bundesjägertag 2016 in Wolfsburg entgegen. Eine fünfköpfige Jury hatte zwischen zahlreichen Vorschlägen drei Gewinner ausgewählt.

Der mit 1.500 Euro dotierte 1. Platz ging somit an ein Konzept, welches zeigt, wie ein langjähriges Engagement für nachhaltige Bildung sorgen kann: Durch die Zusammenarbeit der Jägerschaft Döbeln in Sachsen mit dem Freizeitpark Töpelwinkel entstand die Junior-Ranger-Ausbildung – eine großartige Mischung von Wissensvermittlung und Natur erleben. Jeweils etwa 30 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 13 Jahren sind ein Jahr lang draußen unterwegs und lernen dabei viel über Landwirtschaft, Forst, Jagd und weitere Naturthemen. Wer die Abschlussprüfung schafft, ist Natur-Ranger. Jäger, Landwirte, Pflanzenexperten, Naturschützer – alle wirken zusammen, junge Menschen aus der Umgebung sind langfristig eingebunden. Diese Maßnahme ist anspruchsvoll und gibt den Jugendlichen eine Chance, sich zu orientieren – was nicht selten in einen naturnahen Berufsweg mündet.

Helfer, Stand, Land – alle wirken zusammen

Über den zweiten Platz und 1.000 Euro Preisgeld freute sich das Erlebnismuseum Lernort Natur in Monschau. Die Einrichtung, die von der Kreisjägerschaft Aachen getragen wird, geht auf die Initiative des Lernort-Natur-Obmanns Hermann Carl zurück. Durch seinen Einsatz, die Mitwirkung ehrenamtlicher Helfer und der Stadt Monschau ist in der Eifel eine Einrichtung entstanden, die fest in das touristische Konzept eingebunden ist und mit Schulen aus der gesamten Region kooperiert. „Jeder Atemzug, den wir tun, alles was wir essen und trinken, kommt aus der Natur“, sagte er im Rahmen der Preisverleihung. „Wir dürfen sie nutzen, allerdings nur so, wie sie es dauerhaft verträgt und nachhaltig bleibt.“ Durch die Jagd werde ein artenreicher und gesunder Wildbestand gesichert. Anhand der nachhaltigen Jagd solle den Kindern der vernünftige Umgang mit der Natur und deren Schutz vermittelt werden. „Unser Leben ist von der Natur sehr abhängig und von dem, was die Kinder später daraus machen.“

„Falsches Bild von der Jägerschaft“

Der dritte Preis, verbunden mit 500 Euro, zeichnet das Lernort-Natur-Engagement der Kreisgruppe Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) aus. Seit mehr als zwanzig Jahren gestaltet Obfrau Monika Berg Lernort Natur in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen und hat die Initiative damit in der gesamten Region zu einem Begriff gemacht. „Meinem Eindruck nach erkennen viele Kinder und auch Erwachsene die Zusammenhänge in der Natur nicht mehr und haben deshalb oft ein falsches Bild von der Jägerschaft und der Jagd", erklärt sie ihre Motivation.

Seit 1991 engagieren sich ehrenamtlich tätige Jägerinnen und Jäger in der Naturpädagogik. Mit dem Sonderpreis „25 Jahre Lernort Natur“ wurden nun hervorragende Leistungen in der Umweltbildung ausgezeichnet, stellvertretend für bundesweit mehr als 4.000 ehrenamtlich tätige Lernort-Natur-Aktive. Die Jury bildeten: Dr. Stephanie Dorandt (information.medien.agrar e. V.), Christoph Rullmann (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Joseph Schneider (Landesjägermeister Saarland), Heinz Kraft (DJV-Kommunikationstrainer) sowie Ralf Pütz (DJV-Bildungsreferent).


Lernort Natur

Vom Biologie-Unterricht über den Wandertag bis zur Projektwoche – für Lernort Natur gestalten gemeinsam mit Kindergärtnern und Lehrern pädagogisch geschulte Jägerinnen und Jäger Stunden in der Natur oder kommen in die Kita oder Schule und bringen alles mit: Präparate, Proben von Fellen und Pflanzen und das Lernort-Natur-Mobil. Die europaweit anerkannte Initiative wurde bereits zwei Mal – 2008 und 2010 – von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ anerkannt.


 

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