Die Afrikanische Schweinepest ist in Brandenburg früher als gedacht eingeschleppt worden.

Erste epidemiologische Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts haben nun bereits die erste Juli-Hälfte als Zeitraum ergeben. Zunächst sei am 10. September bundesweit der erste Verdachtsfall vom Nationalen Referenzlabor amtlich bestätigt worden, sagte Brandenburgs Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des Landeskrisenstabes, laut Mitteilung vom Donnerstag. Mit den am 25. September bekannt gewordenen vier Skelettfunden, die bereits etwa acht bis zehn Wochen gelegen haben mussten, verschiebe sich nun der Zeitpunkt der Seucheneinschleppung.

Die Fallwildsuche im gefährdeten Gebiet sei derzeit oberstes Gebot und werde gezielt und koordiniert mit Hochdruck fortgesetzt, sagte Heyer-Stuffer. Das sei notwendig, um die tatsächliche Ausdehnung des Infektionsgeschehens genau ermitteln zu können. «Wir stehen am Anfang dieser Tierseuche», sagte sie.

Bisher wurden 38 infizierte Wildschweine in Brandenburg amtlich bestätigt. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich.

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