
Rekord bei der Nutria-Jagd
Gute Nachrichten für heimische Fische, Vögel und Amphibien: Im Jagdjahr 2024/25 haben Jägerinnen und Jäger 131.157 Nutrias erlegt – so viele wie nie zuvor. Innerhalb von 20 Jahren ist ein Anstieg um rund 1.700 Prozent zu verzeichnen. Mit knapp 54.000 Tieren liegt Niedersachsen vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit über 41.000 Tieren. Das entspricht mehr als zwei Dritteln der gesamten bundesweiten Jagdstatistik. Diese Zahlen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute auf dem Bundesjägertag in Suhl veröffentlicht. Die Nutria gilt als invasiv: Sie kann Schilfgürtel in wenigen Jahren vernichten – und damit die Kinderstube von zahlreichen Tierarten. Zudem unterhöhlt sie Deichanlagen und gefährdet den Hochwasserschutz.
Jagd ist wichtiger Beitrag zum Arten- und Hochwasserschutz
Mit der Bejagung der Nutria leisten Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Hochwasserschutz – zumeist ehrenamtlich. Die Art stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde in den 1920er Jahren wegen ihres Fells und Fleisches nach Deutschland gebracht. Sie steht auf der EU-Liste der invasiven Arten. Deutschland ist damit verpflichtet, den Nutria-Bestand einzudämmen.
Nutria breitet sich entlang großer Flüsse aus
Über ein Drittel der Jagdreviere in Deutschland meldet inzwischen Nutria-Vorkommen, zeigt das WILD-Monitoring. Die meisten Vorkommen entfallen auf das Norddeutsche Tiefland, wo die Nutrias in den großen Fließgewässern Rhein, Ems, Weser und Elbe sowie deren Nebenarmen ideale Lebensgrundlagen finden. Allein am Niederrhein haben Nutrias innerhalb weniger Jahre über 90 Prozent des Schilfs vernichtet und damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zugesetzt.



