"Jagd trägt zum Erhalt der frei lebenden Tierwelt bei"

300 Jahre Nachhaltigkeit: Herbsttagung der deutschen Delegation im CIC

Die aktuelle Jagdpolitik stand im Vordergrund der diesjährigen Herbsttagung der deutschen Delegation des Internationalen Rates für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC). 75 Teilnehmer waren dazu in Klosterheide (Brandenburg) zusammen gekommen.

Aus Anlass des dreihundertjährigen Jubiläums der Einführung des Prinzips der Nachhaltigkeit in die Forstwirtschaft durch Hans von Carlowitz wies Delegationsleiter Dr. Jens-Jürgen Böckel auf die weltweite Bedeutung der Nachhaltigkeit für die Artenvielfalt hin. Die Jagd als nachhaltige Nutzung des Wildes hat in Deutschland und international viel zur Erhaltung der frei lebenden Tierwelt beigetragen. Allen politischen Versuchen, Jagd auf die Regulierung von Schalenwild zu reduzieren, erteilte der CIC eine Absage. Sie stehen im Widerspruch zur Konvention über die Biodiversität, die Naturnutzung als wichtiges Mittel zum Naturschutz sieht. Auch die Hege und nachhaltige Bejagung unseres Niederwildes muss im deutschen Jagdrecht weiterhin gesichert bleiben. Um das Niederwild zu erhalten, sind die Bejagung von Fuchs und Waschbär sowie fachgerechte Fallenjagd unabdingbar.

Die Versammlung beschloss die Fortführung der umfangreichen Förderung verschiedener Projekte im Natur- und Artenschutz. Dazu gehört auch die Ko-Finanzierung des vom CIC herausgegebenen offiziellen CITES-Handbuchs. Behörden setzen es weltweit bei der Umsetzung des Washingtoner Artenschutzabkommens ein. Einstimmig unterstützte die Delegation eine Wiederwahl des CIC-Präsidenten Bernard Lozé im kommenden Jahr.

Die Versammlung würdigte das vertrauensvolle Verhältnis mit dem Deutschen Jagdverband, das in den letzten Jahren ausgebaut wurde. Ein besonderer Gruß ging aus Klosterheide an die neue CIC-Delegation in Namibia, die sich gerade, auch mit Unterstützung des deutschen CIC, gegründet hat.