Trotz Hitze voll in Fahrt

Mit Beginn der Paarungszeit beim Rehwild steigt die Gefahr für Wildunfälle enorm an

Rehbock treibt Ricke
Rehbock treibt Ricke

Während die Deutschen an heißen Sommertagen Bewegungen möglichst vermeiden, werden Rehe richtig aktiv. Denn von Mitte Juli bis Anfang August ist ihre Paarungszeit. Speziell an heißen Tagen liefern sich die liebestollen Rehe wilde Verfolgungsjagden. Duftstoffe, die das weibliche Reh produziert, locken den Rehbock auf die Fährte. Hat er seine Auserwählte gefunden, treibt er sie kilometerweit ohne Rücksicht auf seine Umgebung. Weder Menschen noch stark frequentierte Straßen nehmen Rehe dann als Bedrohung war. Der Deutsche Jagdverband (DJV) warnt aus diesem Grund vor verstärktem Wildwechsel in den nächsten Wochen.

„Besonders gefährdet sind Straßen, die zwischen Wald und Feld verlaufen. Entgegen ihrer Gewohnheiten wechseln die Rehe nun auch tagsüber zwischen ihren angestammten Schlaf- und Esszimmern“, sagt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald. Laut DJV-Wildunfallstatistik kamen 2014 auf deutschen Straßen fast 200.000 Rehe ums Leben. Hauptursache ist das hohe Verkehrsaufkommen, das sich seit 1975 vervierfacht hat. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Wildunfälle um das Fünffache.

Hat es zwischen Auto und Wild gekracht, gilt es, zuerst die Unfallstelle zu sichern und die Polizei zu benachrichtigen. Diese nimmt den Unfall auf und informiert den zuständigen Jäger.