
DJV geht erfolgreich gegen Bundesverband Wildtierhilfen vor
Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist erfolgreich juristisch gegen die Falschbehauptung des Bundesverbands Wildtierhilfen vorgegangen, der DJV habe eine wissenschaftliche Studie zum negativen Einfluss von Waschbären mitfinanziert. In einem Artikel im Weilburger Tageblatt über den Umgang mit Waschbären hatte der Bundesverband der Wildtierhilfen die Fangjagd kritisiert und behauptet, dass der DJV eine Studie des Parasitologen und Infektionsbiologen Professor Sven Klimpel mitfinanziert hätte. Dieser ist Leiter des Projekts Zoonotische und Wildtierökologische Auswirkungen Invasiver Carnivoren (ZOWIAC) an der Goethe-Universität Frankfurt. Mit der Falschbehauptung sollten nach Auffassung des DJV wichtige Forschungsergebnisse in Frage gestellt werden.
Der DJV wehrte sich dagegen erfolgreich mit einer Abmahnung. Nach anwaltlicher Aufforderung zur Löschung der Falschbehauptung hat der Verlag des Weilburger Tageblatts nicht nur die Falschbehauptung, sondern den gesamten Artikel aus seinem Online-Angebot entfernt.
Das Forschungsprojekt ZOWIAC (https://zowiac.eu/projekt/) der Goethe-Universität Frankfurt befasst sich mit den Auswirkungen invasiver Fleischfresser wie Waschbär und Marderhund auf heimische Ökosysteme. Weiterhin werden auch Fragestellungen zur Gefährdung menschlicher und tierischer Gesundheit durch die Übertragung von Parasiten und anderer krankheitsauslösender Erreger von invasiven Arten untersucht. Die Forscher konnten mit DNA-Markern nachweisen, dass Waschbären sogar Amphibienlaich fressen. Auf dem Speiseplan stehen zudem Frösche, Kröten und sogar die stark gefährdete Gelbbauchunke.


