
BMLEH setzt Förderung fort: 2,1 Millionen Euro für Drohnen zur Rehkitzrettung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert auch dieses Jahr wieder die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Rehkitzrettung. Mit insgesamt 2,1 Millionen Euro soll die nachweislich effizienteste und wirksamste Methode der Jungwildrettung unterstützt werden. Ziel ist es, solche Drohnen flächendeckend einzusetzen. Neu ist, dass die so geförderten Drohnen auch bei der Tierseuchenbekämpfung eingesetzt werden können. Voraussetzung dafür ist eine ausdrückliche Anweisung der zuständigen Behörde.
Das Bundesministerium unterstützt pro Anschaffung diesmal mit einem Festbetrag in Höhe von 3.000 Euro. Gefördert werden eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen auf Kreisebene in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins oder andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene, zu deren hauptsächlichen Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens oder die Rettung von Wildtieren, vorrangig von Rehkitzen, bei der Wiesenmahd gehören – sogenannte Kitzrettungsvereine. Die Anträge können bis zum 30. Juni 2026 gestellt werden.
Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Fortsetzung der Förderung. Immer wieder werden Wildtiere während der Mahd verletzt oder getötet. Hohes Gras bietet Schutz vor Fressfeinden, vor dem Mähwerk nicht. Besonders gefährdet sind Rehkitze, deren erste Lebenswochen in die erste Mähperiode des Grünlands fallen. Laut einer Umfrage investiert jedes Drohnenteam allein im Mai drei Arbeitswochen ehrenamtlich für Tier- und Artenschutz. Auch seltene Arten wie Wiesen- oder Rohrweihe werden entdeckt.
