Coronabedingt geht die Bildungsmesse didacta neue Wege: Europas größte Fachmesse für Bildungswirtschaft gibts 2021 im Internet. Lernort Natur ist mit einem virtuellen Stand dabei.
Bereits zum zweiten Mal kann die Bildungsmesse didacta wegen der Corona-Pandemie nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Vom 10. bis 12. Mai gibt es darum die didacta 2021 digital. Statt nach Stuttgart, wo die Messe in diesem Jahr stattgefunden hätte, geht das interessierte Publikum nun ins Internet.
Lernort Natur ist in seinem Jubiläumsjahr mit dabei und setzt die erfolgreiche Kooperation mit Partnern aus der Landwirtschaft in der Gemeinschaftsschau "Landwirtschaft und Ernährung erleben lernen“ fort – diesmal virtuell. Der digitale Auftritt bietet Zugang zu allen Angeboten der Verbände. Zudem ergänzen Filmbeiträge das Angebot. Ein weiterer Vorteil dieser Art der Präsentation: Der „Stand“ bleibt ein Jahr lang stehen, kann also auch nach den Messetagen jederzeit besucht werden.
Die kostenfreie Registrierung für den Besuch der Messe vom 10. bis 12. Mai 2021 ist ab sofort möglich unter www.didacta.digital/registrierung. Die virtuelle Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen“ ist ab 10. Mai geöffnet: www.gemeinschaftsschau.de.
Die Initiative Lernort Natur wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die begreifbar machen, welche Chancen die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bietet.
"Soziale Natur - Natur für alle": In diesem Sonderwettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde Lernort Natur, die Bildungsinitiative des Deutschen Jagdverbands (DJV), jetzt ausgezeichnet. Das Projekt animiere in vorbildlicher Weise eine Gesellschaftsgruppe deutschlandweit langfristig, sich ehrenamtlich für die Naturbildung insbesondere von Kindern zu engagieren, so die Begründung der Jury. Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält der DJV einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt. DJV-Präsidiumsmitglied Josef Schneider, zuständig für Lernort Natur, dazu: „Wir arbeiten mit Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen. Es freut mich außerordentlich, dass dieses soziale und ehrenamtliche Engagement jetzt eine so hohe Anerkennung erfährt.“
Lernort Natur wurde bereits in der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005-2014 als offizielles Projekt anerkannt. Mittlerweile sind über 7.000 Jägerinnen und Jäger ehrenamtlich in der außerschulischen Bildungsarbeit tätig, die sich an alle Altersgruppen richtet. Bereits als soziales Projekt ausgezeichnet wurde 2019 das Waldtherapieprojekt des Förderkreises Lernort Natur Bochum und Umgebung e.V. Mit Lernort Natur bieten Jägerinnen und Jäger bundesweit seit 30 Jahren Natur- und Umweltbildung für alle Altersgruppen.
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit dem Sonderwettbewerb „Soziale Natur - Natur für alle“ den Blick auf die Chancen, die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet.
Weitere Infos zu dem Wettbewerb zur UN-Dekade unter:
Weiterbildung zum DJV-Naturpädagogen startet mit neuen Seminaren ins neue Jahr.
Mit neuen Seminaren wird das Weiterbildungsangebot zur Zertifizierung als DJV-Naturpädagoge in 2020 fortgesetzt. Folgende Termine sind im Klaukenhof in Lennestadt/Sauerland geplant:
Modul 1 vom 6.-8. März
Modul 2 vom 27.-29. März
Modul 3 vom 8.-10. Mai
Modul 4 vom 14.-16. August
Modul 5 vom 16.-17. August (direkt im Anschluss an Modul 4)
Modul 5 (Gruppe 2) vom 27.-28. August
Das Zertifizierungsangebot erfreut sich nach wie vor einer großen Nachfrage. Für immer mehr Lernort-Natur-Aktive ist der Nachweis einer qualifizierten Weiterbildung wichtig, wenn sie mit Schulen und anderen Einrichtungen zusammenarbeiten wollen. Fast 200 Jägerinnen und Jäger haben das Zertifikat bisher erhalten, für das folgende Bedingungen gelten:
Teilnahme an 5 Modulen
gültiger Jagdschein
Nachweis der Mitgliedschaft in der Jägerschaft
Vorlage des Erweiterten Polizeilichen Führungszeugnisses
Alle Informationen zu den Inhalten und zur Anmeldung finden Sie hier.
Hinter den dicken Mauern der Evangelischen Akademie Hofgeismar rauchen die Köpfe! Eichhörnchen verstecken ihre Nüsse, eine blinde Karawane zieht durch den Stadtwald von Hofgeismar und ein grüner Vorhang verwehrt den Enten den Blick auf’s Geschehen. Was ist hier los?
Vierzehn engagierte Jägerinnen und Jäger nehmen derzeit am Zertifikatskurs zum DJV-Naturpädagogen in Hofgeismar bei Kassel teil. In bisher drei Modulen erfahren Sie von den Referenten Theo Schmidtkunz und Ralf Pütz vieles, was man für Einsätze im Lernort Natur braucht. Alle Seminare finden in der Evangelischen Akademie statt, die nicht nur über hervorragende Tagungsräume verfügt, sondern auch über viel Natur drumherum, was immer Bedingung für die Weiterbildung ist. Lernen draußen – wo sonst?
Und da staunen die Spaziergänger nicht schlecht, wenn eine blinde Jägerkarawane durch den Stadtpark zieht oder an einem Teich eine Beobachtungsstation gebaut wird. Manchmal geht es auch etwas theoretischer zu, wie z. B. vom 22.-24. November, als die „Drinnen“themen Versicherungsfragen, Aufsichtspflichten und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf der Tagesordnung stehen.
Das Interesse an der Naturpädagogik wächst, nicht nur in Deutschland. Mit Lernort Natur gehören die Jägerinnen und Jäger seit fast 30 Jahren schon zu den alten Hasen auf diesem Gebiet. Und mit dem Weiterbildungsangebot „DJV-Naturpädagoge“ hat der Verband ins Schwarze getroffen. Das belegen die Teilnehmerzahlen der Kurs und die lange Liste der Interessenten. Weitere Seminare im April und ein Abschluss mit einer Schule und in einem Tierpark schließen die Modulreihe in Hofgeismar ab (Termine für neue Kurse siehe Seminarübersicht).
Lernort Natur war in diesem Jahr offizieller Unterstützer des bundesweiten Vorlesetages. Und vorgelesen wurde natürlich auch.
Vorlesen in Zeiten digitaler Medien? Bisschen altmodisch, oder? Schon die ganz Kleinen laufen doch mit einem Smartphone durch die Gegend.
Weit gefehlt. Wie attraktiv das Vorlesen ist, zeigten die vielen begeisterten Kinderaugen am bundesweiten Vorlesetag am 16. November. Die Stiftung Lesen veranstaltet seit Jahren diesen Tag, der zu einem großen Erfolg wurde. Die Bedeutung des Vorlesens für die geistige Entwicklung von Kindern kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es steigert die sprachlichen Fähigkeiten, das Vorstellungsvermögen und die Phantasie, schenkt Geborgenheit und Vertrauen. Vorgelesen zu bekommen ist wie das Eintauchen in eine andere Welt.
Das Motto des diesjährigen Vorlesetages war "Natur und Umwelt" und der DJV zögerte nicht lange, als die Stiftung Lesen nachfragte, ob Lernort Natur vielleicht offizieller Unterstützer werden wolle.
Zahlreiche Jägerinnen und Jäger waren zudem in Kindergärten und Schulen als Vorleserin und Vorleser unterwegs und lasen die urigen Geschichten aus Wald, Feld und Flur vor. Die Freude hatten dabei alle und wer hat behauptet, dass die Kleinen nicht mehr konzentriert zuhören können? Sie können.
Angehende Naturpädagogen des Deutschen Jagdverbandes erprobten ihre erworbenen Fähigkeiten mit Schülerinnen und Schülern des St. Nikolaus-Grundschule in Lennestadt-Grevenbrück. Da hatten alle was davon.
Bestandteil der Weiterbildung zum DJV-Naturpädagogen ist ein Einsatz mit Schülerinnen und Schülern einer Schule und am 11. Oktober war die St.-Nikolaus-Grundschule in Lennestadt-Grevenbrück im Sauerland der Gastgeber für neun Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und aus Luxemburg. 73 Kinder der 3. und 4. Klassen erlebten dann an drei Stationen einen Biologie- und Sachkundeunterricht der etwas anderen Art. Tiere, Bäume und Pflanzen der Heimat, Bewegungsspiele und Lernen mit allen Sinnen standen an diesem Vormittag auf dem Programm. Die zünftige Begrüßung und Verabschiedung mit Jagdhörnern gehörte ebenso dazu wie die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Olpe, die mit ihren zahlreichen Präparaten auch die Kinder der anderen Klassen anlockte.
Spielerisch und ganzheitlich lassen sich auf diese Weise viele Sachen erleben und erlernen. Ganz nebenbei erfahren die Kinder dabei einiges über das Verhalten der Tiere, über die Bedeutung der Jagd, erfahren, was da kreucht und fleucht und lernen ganz praktisch, was die Natur alles zu bieten hat. Auch Teamarbeit wird dabei vermittelt. Nicht die Vermittlung von Faktenwissen steht im Vordergrund. Vielmehr soll Natur als Lebens- und Erfahrungsraum begriffen werden, der für den Menschen nicht nur Kulisse, sondern Lebensgrundlage ist.
Beide Seiten lernen bei diesen Einsätzen gleichermaßen und ein Erlebnis ist es allemal. Glückliche Kinderaugen und zufriedene Teilnehmer haben auch diesen Tag unvergesslich werden lassen. Sieben Teilnehmer erhielten das begehrte Zertifikat.