
Ihr jagt und trefft die Falschen: DJV und BZL fordern praxistaugliches Waffenrecht
Ihr jagt und trefft die Falschen: Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) starten heute in Berlin eine gemeinsame Kampagne und fordern eine Neuausrichtung des deutschen Waffenrechts. Hintergrund ist die derzeit laufende Evaluierung. Statt zusätzliche Beschränkungen für legale Besitzer wie Jäger, Sportschützen und Sammler muss der Schwerpunkt auf der Bekämpfung des illegalen Waffenbesitzes und -handels liegen. Eine neue Internetseite bündelt jetzt Forderungen, Fakten und Hintergrundinformationen: www.waffenrecht.info.
Fünf Kernforderungen im Überblick
Mehr Innere Sicherheit durch zielgerichtete Maßnahmen – dafür haben DJV und BZL Kernforderungen formuliert:
- Polizeiliche Kriminalstatistik: Wiederkehrende Differenzierung zwischen Straftaten mit legalen und illegalen Schusswaffen.
- Strafverfolgung: Verstärkte, zielgerichtete Ermittlungen gegen organisierten illegalen Waffenhandel, -import und -besitz.
- Gesetzesvollzug: Konsequente Anwendung bestehender Regelungen statt zusätzlicher pauschaler Verbote für legale Besitzer.
- Täterfokus statt Objektverbote: Maßnahmen sollen sich an Täterprofilen orientieren, nicht an pauschalen Verboten bestimmter Gegenstände.
- Entbürokratisierung: Vereinfachte Verwaltungsprozesse und weniger Auflagen für legale Besitzer, um Behördenressourcen zu schonen.
Es braucht belastbare, differenzierte Daten, um Waffenkriminalität effektiv zu begegnen. Nach inoffiziellen Schätzungen gibt es in Deutschland etwa 35 Millionen illegale Waffen – 7-mal mehr als legale. Das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 ordnet Verstöße gegen das Waffenrecht überwiegend dem illegalen Erwerb, Besitz und Handel zu.
Die Kampagnenmotive in druckfähiger Auflösung gibt es im Download-Bereich von waffenrecht.info.




