Jungjäger im Profil | Deutscher Jagdverband

Jungjäger im Profil

Woher kommen die Jäger und was sind ihre Motive? Nach 2011 hat der DJV zum zweiten Mal mit seiner bundesweiten Umfrage dem Nachwuchs ein Profil geben. Das wichtigste Ergebnis: Die heutige Jägergeneration kommt direkt aus unserer Mitte.

Junge Jäger beim Reviergang (Quelle: DJV)
Junge Jäger beim Reviergang (Quelle: DJV)

DJV befragt Jungjäger zum Grünen Abitur

Woher kommen die Jäger und was sind ihre Motive? Nach 2011 hat der DJV zum zweiten Mal mit seiner bundesweiten Umfrage dem Nachwuchs ein Profil geben. Das wichtigste Ergebnis: Die heutige Jägergeneration kommt direkt aus unserer Mitte.

Vom 14-jährigen Schüler bis zum 82-jährigen Rentner treffen sich alle Generationen in den Kursen zur Jagdscheinprüfung. Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt der befragten Frauen und Männer bei 35 Jahren. Mehr als 70 Prozent der Aspiranten leben im ländlichen Raum. Ein Füntel der Befragten Jagdschüler hat vorher noch keine Erfahrung gemach mit der Jagd. Wird die Jagd in der Öffentlichkeit zuweilen als Privileg für Reiche gesehen, kann dieses Vorurteil mit der DJV-Umfrage widerlegt werden. Vom Elektrotechniker über den Bürokaufmann bis hin zum Arzt sitzen nahezu alle Berufsgruppen in den Vorbereitungskursen. Die größte Gruppe stellen Dienstleistungsberufe mit 17 Prozent dar, darunter Erzieher, Friseure, Krankenschwestern oder Lehrer.

Jungjägerbefragung 2017

Bereits ein Viertel aller Jungjäger sind Frauen.

Jäger üben nahezu alle Berufe aus.

Gründe für das grüne Abitur: Naturschutz und Naturnähe.

Schüler und Studenten (14 Prozent) sowie Bürokräfte (11 Prozent) und Handwerker (11 Prozent) sind ebenfalls stark vertreten bei den Jagdscheinanwärtern. Aber auch Landwirte, Beamte, Wissenschaftler und Bürokräfte wollen Jäger werden. Durchschnittlich bezahlen die Teilnehmer 1901 Euro für ihre Ausbildung. Die meisten zahlen allerdings zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Frauen und Männer sind sich einig über ihre Motive auf die Jagd zu gehen: Sie sind gerne in der Natur, sagten 77 Prozent der Befragten. Mehr als Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewadten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Für Frauen ist das Lebensmittel Wildbret auf Platz 3 der wichtigsten Motive. Auf Platz 5 liegt mit 36 Prozent die Jagdhundeausbildung - für männlichen Kollegen liegt dieses Motiv abgeschlagen bei 12 Prozent. 

Der Anteil der Jägerinnen in Deutschland steigt stetig an. Vor 25 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen, heute sind es sieben Prozent. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag ihr Anteil bereits bei 24 Prozent.

Bei knapp 17.000 Prüfungsanmeldungen im Jahr 2017 haben sich etwa 14 Prozent aller Kursteilnehmer in Deutschland an der Umfrage beteiligt. Von Dezember 2016 bis September 2017 befragte der DJV in Zusammenarbeit mit IfA 2350 Teilnehmer der Vorbereitungskurse zur Jagdscheinprüfung. Das erste Mal führte der DJV 2011 eine Jungjägerbefragung durch.