Europameister im Jagdhornblasen kommen aus Thüringen

Die Bläser aus Ottmannshausen gewinnen die Klasse „Es“. Bereits 2006 wurden sie Europameister, damals im Fürst-Pless-Horn-Blasen. 21 Gruppen aus 7 Nationen traten im slowakischen Levoča gegeneinander an.

Die Thüringer Jagdhornbläser aus Ottmannshausen sind die Gewinner in der Klasse
Die Thüringer Jagdhornbläser aus Ottmannshausen sind die Gewinner in der Klasse "Es" (Quelle: Liebig/DJV)

Am vergangenen Wochenende fand in Levoča (Slowakei) die 2. Europameisterschaft im Jagdhornblasen statt. Für Deutschland traten die Thüringer Jagdhornbläser aus Ottmannshausen an und wurden Europameister in der Klasse „Es“. Es ist bereits ihr zweiter Europameistertitel nach dem Erfolg 2006 in Dänemark im Fürst-Pless-Horn-Blasen. In Klasse B (Fürst-Pless, gemischt und Parforcehorn B) kamen die Sieger aus Budapest. Insgesamt 21 Bläsergruppen aus 7 Nationen nahmen am Wettbewerb teil, wobei manche Gruppen sogar in beiden Kategorien starteten. Steffen Liebig, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV) und zuständig für das Jagdhornblasen, begleitete die Thüringer Bläser, die für den DJV starteten, und sagte: „Dieser Titel ist der Beleg dafür, dass wir in Deutschland viel Wert auf das jagdliche Brauchtum legen.“ Bundesbläserobmann Jürgen Keller fungierte in der Slowakei als Wertungsrichter für Deutschland.

Bereits aus der Qualifikationsrunde gingen die Thüringer mit der höchsten Punktzahl in die zweite Wettbewerbsrunde. Die drei besten Gruppen - zwei aus TJürgen Keller (ganz links), Steffen Liebig (ganz rechts) und die Jagdhornbläser aus Ottmannshausenschechien, eine aus Deutschland - bliesen um den Titel. Der internationale Wettbewerb zeichnete sich durch ein sehr hohes Niveau und besondere Leistungsdichte aus. Die Richter bestätigten den Thüringer Jagdhornbläsern musikalische Ausdrucksstärke, Entschlossenheit, jugendliche Frische, freundliches und bescheidenes Auftreten mit Höchstpunktzahlen. Auch die Reaktion des Publikums ließ bereits während des Vortrags den Erfolg erahnen. Die feierliche Preisverleihung fand in der Basilika von Levoča, gelegen am Fuße der hohen Tatra, im Anschluss an eine Hubertusmesse statt.