DJV vergibt Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“

Fünf Journalisten hat der DJV heute auf dem Bundesjägertag 2017 in Rostock-Warnemünde für ihre Beiträge ausgezeichnet. Der Preis war in diesem Jahr mit insgesamt 17.000 Euro dotiert. Die unabhängige Jury hat die Gewinner aus etwa 120 Einsendungen ausgewählt.

Die Gewinner des DJV-Journalistenpreises
Die Gewinner des DJV-Journalistenpreises "Wildtier und Umwelt" 2016 mit DJV-Präsident und Juror Hartwig Fischer (links), Jury-Mitglied Bertram Graf von Quadt (3. v.li.) und DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hermann Hallermann (rechts). Holger Vogt, Preisträger in der Kategorie "Fernsehen", konnte seine Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen. (Quelle: DJV)

Aus rund 120 Einsendungen zu den Themen Jagd, Umwelt und Natur hat eine fünfköpfige Jury die besten journalistischen Beiträge ausgewählt. Für die Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen hat der Deutsche Jagdverband (DJV) die Preisträger heute auf dem Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde gewürdigt, ebenso für die Sonderkategorie Online. Ein weiterer Sonderpreis wurde im Rahmen der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ vergeben, die dlv-Jagdmedien und DJV initiiert haben. Der Preis „Wildtier und Umwelt“ war in diesem Jahr mit insgesamt 17.000 Euro dotiert.

Preisträger in der Kategorie „Print“ ist Julian Kutzim mit dem Beitrag „Ich bin Jäger. Ich habe dieses Kitz geschossen. Ich will Ihnen erklären, warum“. Der Text erschien im Magazin FOCUS. Der Jäger und Journalist setzt sich mit der oft ideologisch geführten Debatte um das Für und Wider der Jagd auseinander. Auf analytische Weise begegnet er Vorurteilen und erklärt sachlich den Arten- und Zielkonflikt zwischen wachsendem Nahrungsangebot, schwindenden Lebensräumen und den verschiedenen Interessen der Menschen.

Bundesjägertag 2017 - Journalistenpreis

Gemeinsam gearbeitet, gemeinsam ausgezeichnet: Hörfunk-Journalist Bernhard Schulz nimmt zusammen mit Sohn Felix den Preis auf dem Bundesjägertag 2017 entgegen. Beide haben einen Beitrag für junge Zuhörer erstellt: „Vielen Dank an den Deutschen Jagdverband, dass es diesen Preis gibt. Es ist schön, wenn man für seine Arbeit Anerkennung bekommt.“
„Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass ich irgendwann einmal auf dem großen Bundesjägertag auf der Bühne stehe und mein Bruder, der eigentlich der große Jäger in der Familie ist, im Publikum sitzt.“ Dr. Frederik von Paepcke nimmt die Gratulation von DJV-Präsident Hartwig Fischer und DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hermann Hallermann für seinen vielschichtigen Online-Beitrag „Jäger sucht Sau“ entgegen.
„Es ist wichtig, dass wir unser Tun immer wieder hinterfragen; fragen, ob es noch zeitgemäß ist. Nur so können wir die Jagd für die Zukunft erhalten. Ich kann mir jedenfalls ein Leben ohne Jagd nicht vorstellen.“ Julian Kutzim bekam den Journalistenpreis in der Kategorie „Print“ überreicht.
Florian Mittermeier hat den Sonderpreis für seinen persönlichen und detailreichen Bericht im Rahmen der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ erhalten. Er habe bei seinem Jagdausflug gemerkt, „dass der Jagdinstinkt tatsächlich wohl in jedem Menschen steckt.“
Der Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ des Deutschen Jagdverbandes wird im Zwei-Jahres-Rhythmus an Autoren verliehen, die sich mit den Themen Wild, Jagd und Natur befassen.

Den Preis für einen außergewöhnlichen Hörfunkbeitrag erhält Bernhard Schulz für „Naschende Rehe und umgestürzte Bäume – Im Wald gibt’s Ärger“. Die Reportage wurde im Programm von radioMikro des Bayerischen Rundfunks gesendet. Mit einem gründlich recherchierten Beitrag gelingt dem Autor, das Spannungsfeld im Wald und die Konflikte aufgrund verschiedener Nutzungsvorstellungen verständlich zu skizzieren und in einfachen Sätzen nachvollziehbar zu erläutern.

In der Kategorie „Fernsehen“ geht der Preis an Holger Vogt für „Wölfe und Luchse in Norddeutschland – Die Rückkehr der Raubtiere“. Dieser Beitrag wurde im NDR ausgestrahlt und porträtiert Menschen, deren Leben von Wolf, Luchs und Bär beeinflusst wird. Entstanden ist ein anderthalbstündiger Film mit eindrucksvollen Bildern und aufwändig recherchierten, wissenswerten Fakten.

In der Sonderkategorie „Online“ ist Dr. Frederik von Paepcke der Gewinner für den Beitrag „Jäger sucht Sau“. Die Reportage erschien im Online-Medium „Perspective Daily“. In seinem Text erläutert der Autor, „warum die deutsche Jagd besser ist als ihr Ruf, was Wildschweine mit Artenschutz und globaler Erwärmung zu tun haben und wie man tiergerechter jagen könnte“. Im Format der digitalen Multimedia-Reportage wird der Beitrag mit Zahlen, Grafiken, Definitionen, Bildern und Internet-Verweisen bereichert.

Der Sonderpreis „Gemeinsam Jagd erleben“, eine Aktion von djv-Jagdmedien und DJV (https://jaeben.jagderleben.de/die-aktion), geht an Florian Mittermeier. Der Artikel „Der Jagdinstinkt steckt wohl in jedem Menschen“ erschien im Lokalteil der Passauer Neuen Presse. Als Nicht-Jäger beschreibt der Autor das Jagderlebnis mit dem erfahrenen Jäger Josef-Markus Bloch und legt seine innere Zerrissenheit offen. Er beobachtet präzise und berichtet über seine Eindrücke, Gedanken und Gefühle während der Pirsch.

Eine unabhängige Jury hat die Beiträge gesichtet und beurteilt. Jurymitglieder waren: WELT-Korrespondent Eckhard Fuhr, Walter Peter Twer, Verleger der Mittelrhein-Verlag GmbH, der Dokumentarfilmer Jan Haft, Autor und Jagdjournalist Bertram Graf Quadt sowie der Präsident des Deutschen Jagdverbands, Hartwig Fischer.

Der DJV vergibt den Preis „Wildtier und Umwelt“ im Zwei-Jahres-Rhythmus. Er soll zur fairen, ehrlichen und auch kritischen Berichterstattung zu Themen aus der Welt der Jagd und der Natur anregen.