Bundesjägertag 2019: Waidgerechtigkeit 2.0

Wolf, Wildschwein, invasive Arten: Die Schwerpunkte auf der diesjährigen Delegiertenversammlung in Berlin sind vielfältig. Experten diskutieren zudem über Jagd in den sozialen Medien. Neu gewählt wird der DJV-Präsident, Hartwig Fischer tritt nach acht Jahren im Amt nicht mehr an.

Unter dem Motto „Waidgerechtigkeit 2.0“ lädt der Deutsche Jagdverband am 6. und 7. Juni zum Bundesjägertag nach Berlin ein. (Quelle: Bergemann/DJV)
Unter dem Motto „Waidgerechtigkeit 2.0“ lädt der Deutsche Jagdverband am 6. und 7. Juni zum Bundesjägertag nach Berlin ein. (Quelle: Bergemann/DJV)

Unter dem Motto „Waidgerechtigkeit 2.0“ lädt der Deutsche Jagdverband (DJV) am 6. und 7. Juni zum Bundesjägertag nach Berlin ein. Insgesamt 400 Delegierte der 15 Landesjagdverbände, Landes- und Bundespolitiker sowie Vertreter von Verbänden und Unternehmen aus ganz Deutschland werden am Freitag erwartet. Bundesministerin Julia Klöckner MdB begrüßt die Teilnehmer der Delegiertenversammlung.

Inhaltlich geht es auf dem Bundesjägertag unter anderem um den Wolf: Der Dachverband der Jäger fordert ein aktives Wolfsmanagement auf Basis einer wildökologischen Raumplanung: Unter anderem sollten territoriale Wolfsrudel in Deichnähe, urbanen Gebieten oder alpinen Regionen nicht geduldet werden. Weitere Themen sind Prävention und Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest sowie die Bejagung von Waschbär, Fuchs und anderen Raubsäugern für den Artenschutz.

Nach acht Jahren im Amt tritt DJV-Präsident Hartwig Fischer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an. Die Delegierten wählen am Freitag einen neuen Präsidenten sowie mehrere Vizepräsidenten und einen Schatzmeister. Am Nachmittag geht es um die Jagd in den sozialen Medien. Experten diskutieren über die Vor- und Nachteile von Facebook, Instagram oder Twitter. Nicht zuletzt seit den US-Wahlen stehen diese Medien in der Kritik weil Angst- und Wut-Themen forciert werden. Ab 15 Uhr ist eine Live-Übertragung der Podiumsdiskussion auf der DJV-Facebook-Seite geplant. Der DJV berichtet laufend über den Bundesjägertag in den sozialen Medien unter dem Hashtag #bjt19.

Bereits am Donnerstag vergibt der DJV erstmalig der Sonderpreis Kommunikation. Dabei geht es um innovative Projekte der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Verbandsmitgliedern, Hegeringen und Kreisgruppen. Der Preis ist insgesamt mit 10.000 Euro dotiert. Ebenso vergibt der DJV den Journalistenpreis »Wildtier und Umwelt«, der seit 1995 im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen wird.

Weitere Informationen zur diesjährigen Veranstaltung gibt es hier.

Einen Mitschnitt der Podiumsdiskussion können Sie hier ansehen.