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Biotopvernetzung

Deutschland verfügt als stark besiedelter Industriestaat über ein gut ausgebautes Bundesfernstraßennetz von aktuell über 231.000 km Länge. Dieses Straßennetz führt zusammen mit dem weiteren Neu- und Ausbau von Straßen sowie der hohen und weiter steigenden Verkehrsdichte zunehmend zu Zerschneidungen, Verinselungen und qualitativen Verschlechterungen noch vorhandener Lebensräume von Tieren und Pflanzen.

Grünbrücke Aichelberg an der A8 (Quelle: FVA/DJV)
Grünbrücke Aichelberg an der A8 (Quelle: FVA/DJV)

Vor allem durch ihre Barrierewirkung beeinträchtigen Straßen den Austausch zwischen den Teilpopulationen sowie die Besiedlung neuer Lebensräume. Der genetische Austausch findet dann nicht mehr statt. Zudem führt das hohe Verkehrsaufkommen bei den Tieren zu erheblichen Verlusten. Wildunfälle vermindern die Verkehrssicherheit und gefährden das Leben von Menschen.

Querungshilfen für Tiere und zur Vernetzung von Lebensräumen können dazu beitragen ökologische Beziehungen aufrecht zu erhalten. Mit der Frage wo und mit welcher Ausgestaltung bzw. Dimensionierung Grünbrücken am effektivsten platziert werden sollten, beschäftigt sich der DJV mit verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen seit dem Jahr 2003. So wurde im Auftrag und unter Förderung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit dem Abschlussbericht 2004 und dem Kartenmaterial der Lebensraumkorridore für Mensch und Natur die bundesweite Grundlage für ein Netz verschiedener Lebensraumtypen vorgelegt (http://www.bfn.de/0306_zerschneidung.html). Dieses ist bei raumwirksamen Entscheidungen zwischenzeitlich zu beachten.