Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltiges Lernen unter freiem Himmel

Natur erfahren mit Lernort Natur (Quelle: Waschke/DJV)
Natur erfahren mit Lernort Natur (Quelle: Waschke/DJV)

Unterricht im Wald? Wo könnte Biologie, Sachkunde oder sogar Mathe spannender sein! Noch dazu bleibt selbst Entdecktes länger im Bewusstsein. Für ihr Konzept des erlebnisorientierten Lernens wurde die Jäger-Initiative Lernort Natur bereits zweimal, in 2008 und 2010, von der UNESCO als „Offizielles Projekt der Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ anerkannt.

Nachhaltigkeit sehen, fühlen, verstehen

UN Dekade Bildung für nachhaltige EntwicklungAusgezeichnet wird von der UNESCO damit das vielfältige Engagement der Lernort Natur-Aktiven, das Weiterbildungsprogramm des Deutschen Jagdverbandes (DJV) sowie die begleitend entwickelten Poster, Spiele und Unterrichtmaterialien. Zentrum der Initiative ist das Thema Nachhaltigkeit. Kinder aller Altersgruppen erfahren etwas über die heimischen Tiere, ihre Lebens- und Ernährungsweise, ihre Auswirkung auf den Lebensraum und die Rolle des Menschen im Ökosystem. Wer nichts über die heimische Natur weiß, dem fehlt das Verständnis dafür, diese wichtige Lebensgrundlage zu erhalten. Dem wirken die Jägerinnen und Jäger mit ihrer Initiative entgegen: Wo „wäscht“ sich das Wildschwein? Welches ist das kleinste Raubtier des Waldes? Spannend und spielerisch erfahren die Kinder die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Unterricht mit Jägern und allen Sinnen

Die Kuh ist lila. Enten sind immer gelb. Schon Kinder entfernen sich zunehmend von der Natur. Nicht verwunderlich, bestimmen doch Fernseher, Spielekonsole und Handy den Alltag. Mit Lernort Natur erfahren die Heranwachsenden die Umwelt mit all ihren Sinnen. Bei Wind und Wetter entdecken sie spielerisch die Umwelt und erleben die Zusammenhänge in ihr: Welches ist das stärkste Tier im Wald? Oder wo wohnen Fuchs und Hase? Vermittelt wird dabei auch immer das Prinzip der nachhaltigen Jagd in Deutschland. Das folgt dem Grundsatz der nachhaltigen Forstwirtschaft: „Schlage nur so viel Holz, wie nachwachsen kann,“ formulierte Hans-Karl von Carlowitz bereits 1713 als erster dieses Prinzip.

Weiterlesen: Umfangreiche Informationen zum Konzept der Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicling der UNESCO gibt es hier zum Herunterladen: