
400 Gäste beim Parlamentarischen Abend des ländlichen Raums
Drei Verbände aus dem ländlichen Raum, die über 7 Millionen Mitglieder vertreten, veranstalten gemeinsam einen Parlamentarischen Abend auf der Grünen Woche: Rund 400 Gäste aus Verbänden, Politik und Gesellschaft sind gestern der Einladung von Deutschem Jagdverband (DJV), Deutschem Schützenbund (DSB) und Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) gefolgt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer eröffnete die Veranstaltung und fühlte sich "zu Hause unter Freunden".
Eine entspannte Atmosphäre und gutes Essen sorgten für gelöste Stimmung. Ein Thema, das die Gespräche maßgeblich prägte, war die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland und seine geplante Aufnahme ins Bundesjagdgesetz. Ebenso Thema: die Evaluierung des Waffenrechts.
Helmut Dammann-Tamke, Präsident des DJV zum Wolf: „Wir begrüßen die Gesetzesänderung, sie ist ein großer Fortschritt. Hingegen ist das unter der ehemaligen Umweltministerin Steffi Lemke eingeführte Schnellabschussverfahren für Problemwölfe eine Luftnummer. Wir sollten zudem in allen Rudeln 40 Prozent des Nachwuchses entnehmen. Der Wolf muss lernen: Menschliche Witterung bedeutet Gefahr.“
Hans-Heinrich von Schönfels, Präsident des DSB, sieht der im vergangenen Jahr begonnenen Evaluierung des Waffenrechts optimistisch entgegen: „Wir begrüßen diesen überfälligen Schritt und sind sehr positiv gestimmt, dass die für uns wesentlichen Punkte – die Verhältnismäßigkeit, die Rechtssicherheit und Verwaltungsvereinfachungen –, die für unsere Mitglieder und ihren Sport von größter Bedeutung sind, in unserem Sinne umgesetzt werden.“
Max von Elverfeldt, Vorsitzender des AFN, bekräftigte in seinem Grußwort den notwendigen Schulterschluss der Akteure im ländlichen Raum: „Unsere Hauptaufgabe ist es, für eine stärkere Wahrnehmung des ländlichen Raums in der Politik, aber auch in der Gesellschaft einzutreten. Gemeinsam wirken wir als Eigentümer, Pächter oder Nutzer in der Natur und mit der Natur, immer nach dem Motto: natürlich nutzen und schützen. Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere bestehende Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Arten und Biotopen nur durch die nachhaltige Naturnutzung erhalten bleibt.“
Weitere Eindrücke vom Parlamentarischen Abend gibt es auf Facebook und Instagram.
