(Quelle: Kauer/DJV)

Übersicht zu Corona-Regelungen

Trotz der Corona-Pandemie bleibt die Jagd weitgehend möglich – aber es gelten Besonderheiten

Nach der neuerlichen Änderung der Bestimmungen zu Corona-Bekämpfung ab dem 10. Januar gelten weiterhin - und zum Teil jetzt erst Recht - unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern.
Nach der neuerlichen Änderung der Bestimmungen zu Corona-Bekämpfung ab dem 10. Januar gelten weiterhin - und zum Teil jetzt erst Recht - unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern. (Quelle: Martinsohn/DJV)

Auch unter den Pandemiebedingungen bleibt die Jagd notwendig, insbesondere zur Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest und der Erfüllung von gesetzlich vorgeschriebenen Abschüssen. Bereits im Frühjahr hatten das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesinnenministerium dem DJV bestätigt, dass die Jagd auf Grund ihrer hohen Bedeutung, insbesondere zur Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest, von Ausgangssperren ausgenommen sein sollten. Sie unterliegt aber natürlich besonderen Bedingungen, ähnlich wie fast alle Lebensbereiche. Die Achtung der Hygienebestimmungen ist noch wichtiger als sonst. Und vor allem dann, wenn mehrere Personen beteiligt sind, gelten besondere Vorschriften.

Nach der neuerlichen Änderung der Bestimmungen zu Corona-Bekämpfung ab dem 10. Januar gelten weiterhin - und zum Teil jetzt erst Recht - unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern. Gesellschaftsjagden sind weiterhin bundesweit möglich - natürlich unter Auflagen und zum Teil nur mit Ausnahmegenehmigung. Unterschiede gibt es vor allem bei den "Ausgangssperren", die nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten vom 5. Januar 2021 bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 200 Fällen pro 100.000 Einwohner die Bewegungsfreiheit auf einen Umkreis von 15 km um den Wohnort begrenzt. Diese Maßgabe wird in den Ländern sehr unterschiedlich (und zum Teil gar nicht) umgesetzt. In der Regel sind Jäger davon nicht betroffen. So wird in NRW und Mecklenburg-Vorpommern die Ausgangssperre von den einzelnen Kreisen festgelegt. In Brandenburg bezieht sie sich ausdrücklich nur auf "Sport und Bewegung an der frischen Luft". Bei nächtlichen Ausgangssperren gibt es in der Regel Ausnahmen für die Jagdausübung.

Maßgeblich sind aber immer die Verordnungen der Länder und Landkreise. Daher ist es unerlässlich, sich jeweils aktuell über die örtlich geltenden Regelungen zu informieren. Der DJV aktualisiert seine Übersicht fortlaufend. Darin wird auch auf die entsprechenden Internetseiten der LJV verwiesen, die zu den regionalen Bestimmungen näher informieren.

Übersicht der Corona-Regeln in den Bundesländern

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Bewegungsjagden sind weiterhin zulässig, sofern sie der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dienen. Hierzu zählen die Tierseuchenprävention (ASP etc.) und Maßnahmen zur Vermeidung von Wildschäden.

Über die aktuelle Situation zum Thema Jagd und Veranstaltungen im Zusammenhang mit Jagd informiert der Landesjagdverband.

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Es besteht ein generelles Veranstaltungsverbot, das auch Gesellschaftsjagden umfasst. Ausnahmen können zugelassen werden. 

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Das Verlassen der eigenen Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft ist nur aus triftigen Gründen zulässig. Dazu zählt jedoch auch die "jahreszeitlich bedingt erforderlichen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher, gartenbaulicher und forstwirtschaftlicher Flächen". Auch die Personenobergrenze (§ 2 Abs. 4) gilt in diesem Fall nicht. Nach Ansicht des DJV fallen Gesellschaftsjagden unter diese Ausnahme. Eine Ausgangssperre über den "triftigen Grund" hinaus gibt es nicht.

Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 zeitgleich Anwesenden sind allerdings verboten (§ 9 Abs. 1). Diese Obergrenze dürfte auch für Gesellschaftsjagden gelten.

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Das Betreten des öffentlichen Raumes ist nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestattet. Dazu zählt jedoch ausdrücklich auch die Jagd.

Die 15km-Regelung betrifft ausschließlich die Ausübung des Sports bzw. sowie die „Bewegung an der frischen Luft“. Sie betrifft also nicht die Jagdausübung.

Gesellschaftsjagden gelten als Veranstaltungen und sind bei unter 100 Teilnehmern zulässig.

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Veranstaltungen im Freien (die nicht der Unterhaltung dienen) sind mit bis zu 100 Personen zulässig. Es gelten aber weitere Voraussetzungen (v.a. Abstandsgebot, Hygienekonzept, Namensliste zur Kontaktverfolgung).

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Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 100 Personen möglich. Voraussetzung ist unter anderem

  • die Einhaltung der allgemeinen Hygienevorgaben,
  • die Erstellung eines Schutzkonzept,
  • die Erhebung von Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
  • das Verbot des Ausschanks alkoholischer Getränke.

Unter Beachtung dieser Rahmenbedingungen ist eine Durchführung von Jagdveranstaltungen möglich.

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Gesellschaftsjagden (außerhalb beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten) sind genehmigungspflichtig. Ein Hygienekonzept ist erforderlich.

Schießstände dürfen zum Einschießen der Waffen sowie für den Schießnachweis geöffnet sein.

Die Einschränkung des Bewegungsradius von 15 km bei mehr als 200 Neuinfektionen gilt laut Mitteilung der Landesregierung nur für tagestouristische Ausflüge. Die Einzel- oder auch die Gesellschaftsjagd sind demnach von der möglichen Einschränkung des Bewegungsradius nach den Vorgaben der Landesregierung nicht betroffen. Es können aber möglicherweise örtlich abweichende Regelungen gelten.

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Gesellschaftsjagden sind als Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind zulässig (§ 8 Abs. 2). Es gelten weitere Bestimmungen (Abstandsgebot, Mund-Nasen-Bedeckung, Hygienekonzept, Kontaktverfolgung). Für Jäger aus anderen Bundesländern gibt es ein Einreiseverbot, sofern sie nicht Jagdausübungsberechtigte oder Inhaber eines entgeltlichen Jahresbegehungsscheins sind.

Ausgangssperren werden von den Landkreisen ggf. per Allgemeinverfügung erlassen.

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Die Einzeljagd ist weiter zulässig. Auch Gemeinschaftsjagden (Drückjagden) auf Schalenwild zur gesetzlich vorgeschriebenen Abschussplanerfüllung und zur Prävention vor der ASP (Afrikanische Schweinepest) sind weiterhin zulässig, da sie der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit oder einer Tätigkeit der Gefahrenabwehr zuzuordnen sind. Einer vorherigen Genehmigung bedarf es nicht, dennoch sind die Vorgaben der „Corona-Verordnung“ einzuhalten. Alle übrigen Gesellschaftsjagden, wie z. B. Treibjagden auf Niederwild, sind nicht zulässig.

Die Anreise zu Einzel- und zu zulässigen Gesellschaftsjagden  stellen einen triftigen Grund für eine Ausnahme von der Einschränkung des Bewegungsradius dar (vgl. § 18 Nds. Corona-VO).

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Gesellschaftsjagden sind unter bestimmten Bedingungen zulässig.

Für die Ausgangsbeschränkungen sind die Kreise oder Kommunen zuständig. Die Kreisjägerschaften beantragen ggf. Ausnahmen und informieren die Jäger vor Ort.

Ob und welche Sonderregelungen für Jäger im Rahmen einer 15-km-Regelung gelten, stimmen derzeit die Ministerien untereinander.

Der LJV informiert auf seiner Internetseite jeweils aktuell.

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Die Jagd - einschließlich Gesellschaftsjagden - ist in Rheinland-Pfalz weiterhin zulässig. Es gilt das Hygienekonzept für Gesellschaftsjagden.

Wenn auf kommunaler Ebene nächtliche Ausgangssperren erlassen werden, kann es davon Ausnahmen geben. Im Rhein-Pfalz-Kreis und den kreisfreien Städten Frankenthal, Ludwigshafen und Speyer gab/gibt es nächtliche Ausgangssperren. Hier ist die Jagdausübung aber ausgenommen.

Schießstände dürfen zum „Erbringen von Schießnachweisen“ geöffnet sein.

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Drück- und Treibjagden sowie ähnliche Jagdformen sind zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen, insbesondere zur verstärkten Bejagung hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest, weiterhin zugelassen, auch wenn dafür mehr als zehn Personen zusammenkommen. Dies ergibt sich aus der Begründung der entsprechenden Bestimmung (§ 6 Abs. 3 der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie). Die 15 km–Grenze gilt (sofern sie aufgrund der Inzidenz überhaupt besteht) nur für touristische Tageausflüge.

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Die Kontaktbeschränkung nach § 2 Abs. 1 der Corona-Schutzverordnung gilt nicht für "für angeordnete Maß-nahmen zur Tierseuchenbekämpfung und zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest einschließlich der Jagdausübung".

Die die Jagd zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest ist außerdem von der nächtlichen Ausgangssperre ausgenommen.

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Neben der EInzeljagd sind auch Gesellschaftsjagden auf Schalenwild weiterhin zulässig.

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Erlaubt sind sämtliche Formen der Jagd und notwendige Revierarbeiten. Bei allen Tätigkeiten sind die Vorgaben zu den Kontaktbeschränkungen und gegebenenfalls die Anforderungen an die Organisation von Veranstaltungen einzuhalten.

Die Vorgaben zu den Kontaktbeschränkungen gelten grundsätzlich auch bei der Jagd und zugehörigen Tätigkeiten (z.B. Hundeausbildung oder Revierarbeiten).

Eine Ausnahme gibt es nur für die Durchführung von Gesellschaftsjagden auf Schalenwild.

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Die erforderliche Jagdausübung sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Die Jagd zur Vorbeugung und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist auch von der nächtlichen Ausgangssperre ausgenommen.

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