Nach der Jagdscheinprüfung ist vor der ersten Jagd: Letzte Chance, einen der verbliebenen 3.600 Rucksäcke zu bestellen. Seit Ende 2016 hat den DJV schon über 21.000 kostenlose Pakete an frischgebackene Jäger für den Einstieg in den Jagdalltag verschickt.

Jungjägerinnen und Jungjäger aufgepasst! Auf der Internetseite www.jungjaegerpaket.de gibt es den kostenlosen DJV-Jagdrucksack mit vielen praktischen Begleitern für erste Jagderlebnisse nur noch für kurze Zeit. Von den insgesamt 24.000 Rucksäcken mit praktischen Give-aways sind noch rund 3.600 verfügbar. Die Aktion des Deutschen Jagdverbandes (DJV) läuft seit Ende 2016.

Die Pakete sind gut gefüllt: 17 Premium-Hersteller der Jagdbranche haben hochwertige Artikel beigesteuert - unter anderem ein Gutscheinheft mit attraktiven Rabatten. Zudem informiert der jeweilige Landesjagdverband über die Vorteile einer Mitgliedschaft.

Das Angebot des DJV richtet sich exklusiv an Jagdkursteilnehmer. Die Abgabe ist auf ein Paket je eingeschriebenen Kursteilnehmer begrenzt, der Inhalt kann geringfügig variieren.

Ansprechpartner für das DJV-Jungjägerpaket ist die DJV-Service GmbH, erreichbar per E-Mail (info@djv-service.de) oder telefonisch unter (02 28) 3 87 29 00. Bestellungen sind ausschließlich unter www.jungjaegerpaket.de möglich.

In der Natur aktiv sein, Wildtiere beobachten und gesundes Fleisch essen – immer mehr Menschen interessieren sich für die Jagd. Doch die Jagd ist mehr als nur ein neues „Hobby“. Sie ist eine Lebenseinstellung, die das tägliche Denken und Handeln beeinflusst.

Die Zahl der Jäger wächst seit Jahren. Ein Grund dafür ist die nachhaltige Art der Fleischbeschaffung: Es ist gesundes Fleisch, das mit bestem Gewissen gegessen werden kann. Unter allen Beweggründen steht die Liebe zur Natur an erster Stelle.

Durch die Jagd ist man eng mit der Natur verbunden. Jägerinnen und Jäger nehmen ihre Umgebung mit anderen Augen wahr und benötigen umfangreiche Kenntnisse über Wildtiere und deren Lebensraum. Durch dieses Wissen trägt die Jägerschaft eine besondere Verantwortung für den Naturschutz. Jagen heißt nicht nur, Tiere zu töten. Mit dem Jagdrecht ist rechtlich die „Pflicht zur Hege“ verbunden. Das bedeutet, dass Jägerinnen und Jäger verantwortlich für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft sowie den Erhalt heimischer Wildtierbestände und ihrer Lebensräume sind. Sie haben zudem den gesetzlichen Auftrag, Wildschäden in Wald und Feld zu minimieren und bei der Prävention von Tierseuchen mitzuhelfen. Jagdliche Arbeiten im Revier sind etwa Wildäcker und Salzlecken anzulegen sowie Reflektoren an den Straßen zur Vermeidung von Wildunfällen anzubringen.

Die Jägerprüfung, die auch als „Grünes Abitur“ bezeichnet wird, ist eine staatlich anerkannte Prüfung, die in drei Teile gegliedert ist: Die Schießprüfung, eine schriftliche und eine mündliche Prüfung. Den genauen Ablauf regeln die Prüfungsordnungen der Länder.

Voraussetzungen dafür sind ein Mindestalter von 15 Jahren, ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis sowie die geistige und körperliche Eignung. Die jagdliche Ausbildung findet über die Landesjagdverbände oder durch eine Jagdschule statt. Als Kursformen werden meist Abend-, Wochenend- und Intensivkurse angeboten. Die Inhalte der Ausbildung umfassen theoretische und praktische Themen rund um Wildbiologie, Jagdpraxis, Brauchtum, Waffenkunde, Wildbrethygiene und Jagdrecht. Außerdem wird der sichere Umgang mit der Waffe und die Schießfertigkeit trainiert.

Ist die Prüfung bestanden, geht es erst richtig los! Wichtig ist es schnell jagdlichen Anschluss zu finden, was am einfachsten durch die Mitgliedschaft in dem jeweiligen Landesjagdverband möglich ist. Wie beim Führerschein lernt man die Jagd erst richtig in der Praxis. In den ersten drei Jahren nach der Prüfung wird man unabhängig vom individuellen Alter als „Jungjäger“ bezeichnet.

Wenn Sie neugierig auf die Jagd geworden sind, können Sie im Rahmen der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ einen Jäger zur Jagd oder zu anderen Arbeiten ins Revier begleiten.

Viele Informationen zum Erwerb des Jagdscheins bietet die DJV-Broschüre „Der Weg zum Jagdschein“. Sie ist ein Leitfaden für alle Jagdinteressierten und liefert grundlegende Informationen zu Voraussetzungen, Ablauf und Inhalten der Jägerausbildung. Es wird ein Überblick über die unterschiedlichen Kursformen, theoretische und praktische Themen der Ausbildung und dem Ablauf der Jägerprüfung gegeben. Außerdem enthält sie Tipps für die benötigte Erstausstattung von Jungjägerinnen und Jungjägern sowie wichtige Adressen zum Thema Jagd. Die Broschüre kann kostenlos im DJV-Shop bestellt werden oder steht hier zum Download bereit.

Jungjägerin und Ausbilder pirschen durchs Revier (Quelle: Grimm/DJV)
Jungjägerin und Ausbilder pirschen durchs Revier (Quelle: Grimm/DJV)
Jungjäger planen einen Ansitz (Quelle: DJV)
Jungjäger planen einen Ansitz (Quelle: DJV)
Jägerin auf Hochsitz (Quelle: Kauer/DJV)
Jägerin auf Hochsitz (Quelle: Kauer/DJV)
Junge Jäger auf der Jagd (Quelle: DJV)
Junge Jäger auf der Jagd (Quelle: DJV)
Jäger klettert auf den Hochsitz (Quelle: DJV)
Jäger klettert auf den Hochsitz (Quelle: DJV)
Jäger auf dem Ansitz (Quelle: DJV)
Jäger auf dem Ansitz (Quelle: DJV)
Jägerin mit erlegtem Bock (Quelle: Kauer/DJV)
Jägerin mit erlegtem Bock (Quelle: Kauer/DJV)
Nach der Jagd erhält der Jungjäger seinen Bruch (Quelle: DJV)
Nach der Jagd erhält der Jungjäger seinen Bruch (Quelle: DJV)

Der DJV hat den Jägernachwuchs zur Motivation für den Jagdschein befragt. Die Ergebnisse zeigen: Jungjägern geht es um Naturerlebnis und -schutz sowie gesundes Fleisch. Fast jeder Zweite will sich ehrenamtlich engagieren.

Warum lassen sich jedes Jahr zehntausende Männer und Frauen zu Jägern ausbilden? Dieser Frage ist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf den Grund gegangen. In Kooperation mit dem unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) befragte der DJV Teilnehmer aus den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Die Ergebnisse veröffentlicht der Dachverband der Jäger heute anlässlich der "Jagd und Hund", Europas größter Jagdmesse.

Laut den aktuellen Ergebnissen geht es den Jungjägern besonders um Naturverbundenheit. Für Männer und Frauen ist dies mit einem Gesamtanteil von 77 Prozent der meist genannte Grund, das "Grüne Abitur" zu machen. Mehr als die Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewandten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Danach kommt die Freude an der praktischen Jagdausübung (50 Prozent). Auch der Genuss von Wildfleisch ist mit 47 Prozent unter den Top-4-Gründen, die Jägerprüfung abzulegen. Für Jägerinnen steht der Fleischerwerb durch die Jagd sogar an dritter Stelle. Bemerkenswert: Doppelt so viele Frauen (36 Prozent) wie Männer gaben an, dass die Jagdhundeausbildung eine wichtige Motivation ist, den Jagdschein zu machen. Nur 6 Prozent der Befragten geben als Motiv ein Interesse an Waffen an.

Die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement beim Jägernachwuchs ist deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Mit 45 Prozent wollen sich fast die Hälfte der Jungjäger in einer jagdlichen Vereinigung engagieren, am liebsten im Naturschutz. Laut dem Statistikportal Statista sind durchschnittlich 18 Prozent der Deutschen ehrenamtlich tätig.

Bei knapp 17.000 Prüfungsanmeldungen im Jahr 2017 haben sich etwa 14 Prozent aller Kursteilnehmer in Deutschland an der Umfrage beteiligt. Von Dezember 2016 bis September 2017 befragte der DJV in Zusammenarbeit mit IfA 2350 Teilnehmer der Vorbereitungskurse zur Jagdscheinprüfung. Das erste Mal führte der DJV 2011 eine Jungjägerbefragung durch.

Jagen ist keine Männerdomäne mehr: Jeder vierte Teilnehmer in Jägerkursen ist eine Frau, zeigt eine DJV-Umfrage. Seit 2011 ist die Zahl aller Absolventen um 46 Prozent gestiegen.

Immer mehr Frauen lassen sich zu Jägerinnen ausbilden. In den Jagdschulen liegt der weibliche Anteil mittlerweile bei 24 Prozent. Das ist ein Fünftel mehr als noch vor sieben Jahren. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die der Deutsche Jagdverbandes (DJV) beim unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) in Auftrag gegeben hat. Mehr als ein Fünftel (21 Prozent) aller Befragten hatte vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd und fast ein Viertel (23 Prozent) des Jägernachwuchses lebt in der Stadt. Diese Ergebnisse veröffentlicht der Dachverband der Jäger heute anlässlich der "Jagd und Hund", Europas größter Jagdmesse.

Die angehenden Waidfrauen und -männer kommen aus der Mitte der Gesellschaft: 17 Prozent arbeiten beispielsweise in Dienstleistungsberufen, 11 Prozent sind Handwerker, 14 Prozent Schüler und Studenten. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Männer und Frauen sind laut Umfrage ledig. Die typische Jungjägerin ist 35 Jahre alt, im Schnitt ein Jahr jünger als ihr männlicher Kollege. Der jüngste Teilnehmer war eine 15-jährige Schülerin, der älteste ein 73-jähriger Rentner. Für die Ausbildung zum Jäger haben die meisten Befragten nicht mehr als für einen Fahrschulkurs gezahlt: im Schnitt knapp 1.900 Euro.

Von Dezember 2016 bis September 2017 befragte der DJV in Zusammenarbeit mit dem IfA-Institut 2.350 Teilnehmer in den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Bei knapp 17.000 Prüfungsanmeldungen sind das für 2017 etwa 14 Prozent aller Kursteilnehmer. Insgesamt haben im vergangenen Kalenderjahr 13.944 Jagdschüler die Prüfung erfolgreich abgelegt. Das sind rund 46 Prozent mehr Absolventen als 2011, dem Jahr der ersten Jungjägerbefragung. Die Durchfallquote lag 2017 im Bundesschnitt bei 18 Prozent. Am meisten Prüflinge haben in Niedersachsen die Schulbank gedrückt: genau 4.087. Es folgen auf den Plätzen Baden-Württemberg (2.690), Bayern (2.326), Mecklenburg-Vorpommern (2.325) und Nordrhein-Westfalen (1.679).

 

Soziodemografie der Jungjägerinnen und Jungjäger

Berufe von Jungjägerinnen und Jungjägern

Seit mehreren Jahren liegt die Zahl der Anwärter zur Jägerprüfung bei über 300. 2016 traten 352 Männer und Frauen zur Jägerprüfung an. Die Erfolgsquote liegt bei 76 Prozent. 

Ohne Fleiß kein Preis – das gilt auch bei der Jagd. Bevor man in Deutschland auf die Pirsch gehen darf, muss man eine Jägerprüfung bestehen. In Brandenburg ist der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) für die Organisation und Durchführung der Prüfungen zuständig. 2009 wurde er vom zuständigen Ministerium mit dieser hoheitlichen Verwaltungsaufgabe betraut (beliehen). Dabei ist er an die in der Jägerprüfungsordnung des Landes Brandenburg festgeschriebenen Vorgaben gebunden.

Die haben es in sich. Nicht ohne Grund wird die Jägerprüfung auch als „Grünes Abitur“ bezeichnet. Bei der Anmeldung zur Prüfung müssen ein praktisches Jahr sowie 150 Theoriestunden nachgewiesen werden. In einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung stellen die Anwärter dann ihre Eignung unter Beweis. Solides Wissen um die heimische Tier- und Pflanzenwelt ist selbstverständlich. Aber auch Krankheiten, Naturschutz, Wildhygiene oder Recht gehören zu den Sachgebieten, in denen den Prüflingen auf den Zahn gefühlt wird.

Die hohen Anforderungen drücken sich in der Durchfallquote aus. „Dieses Jahr haben es 23,3 Prozent im ersten Anlauf nicht geschafft“, sagt Karl-Heinz Hohmann, der im Präsidium des LJVB für die Aus- und Fortbildung zuständig ist. „Abstriche an den Anforderungen können wir nicht machen“, sagt Hohmann, „schließlich geht es um Sicherheit und Tierschutz. Wer wirklich will, besteht die Prüfungen auch, notfalls halt im zweiten Anlauf.“ Derzeit bietet der LJVB vier Prüfungszyklen pro Jahr an, die sich großer Resonanz erfreuen.  Die meisten Prüflinge scheiterten in den Sachgebieten „Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie“, „Waffentechnik, Führen von Jagd- und Faustfeuerwaffen“ sowie „Wildkrankheiten und Behandlung von erlegtem Wild“.

Wer wissen möchte, welche Jagdschule in der Nähe Kurse anbietet oder sonst Fragen rund um die Jägerprüfung hat, wendet sich bitte an den Landesjagdverband Brandenburg e.V., Saarmunder Str.35, 14552 Michendorf, Tel. 033205/ 2109-0, www.jaegerpruefung-brandenburg.de

Ein nützlicher Rucksack soll frischgebackene Jägerinnen und Jäger auf ihren ersten Jagdabenteuern begleiten. Das DJV-Jungjägerpaket erleichtert den Einstieg und informiert über die Vorteile einer Verbandsmitgliedschaft.

Jungjäger dürfen sich freuen: Auf der Website www.jungjaegerpaket.de können sie einen nützlichen Jagdrucksack mit vielen praktischen Begleitern für die ersten Jagderlebnisse bestellen. Dafür haben zwölf Premium-Hersteller der Jagdbranche hochwertige Artikel zur Verfügung gestellt. Zudem umfasst das Paket ein Gutscheinheft mit vielfältigen Vorteilen sowie Informationsmaterialien des jeweiligen Landesjagdverbandes (LJV).

Die Idee eines bundesweiten Jungjägerpakets kommt gut an: In weniger als vier Wochen haben Jagdschüler bereits über 1.000 Rucksäcke geordert. Die erste Auflage ist limitiert. Jedes Paket wird personalisiert zusammen-gestellt: Es enthält passende Infos zur regionalen Verbandsarbeit und informiert über die Vorteile einer LJV-Mitgliedschaft.

Solange der Vorrat reicht ist das Jungjägerpaket für Teilnehmer von Jagdscheinkursen hier kostenlos erhältlich. Die Abgabe ist auf ein Paket je eingeschriebenen Kursteilnehmer begrenzt.

 

Weitere Infos:
www.jungjaegerpaket.de

Bei Fragen oder Anmerkungen zum Jungjägerpaket wenden Sie sich bitte an die DJV-Service GmbH. Sie erreichen die DJV-Service unter:
info@djv-service.de oder unter 0228 - 3872900

 

Welche Motive und Wünsche haben angehende Jäger und Jägerinnen in Deutschland? Eine groß angelegte Umfrage soll Aufschluss darüber geben. Der DJV startet nach 2011 die zweite Erhebung.

Das ,,Grüne Abitur'' steht hoch im Kurs: Die Zahl der Prüflinge ist von 9600 (2009) auf 14.400 (2015) angestiegen. Wer sind diese Frauen und Männer, die in den Jägerschulen die Schulbank drücken? Was treibt sie an, was sind ihre Wünsche an eine zukünftige Jagdkultur in Deutschland? Der DJV will zusammen mit dem IfA Marktforschungsinstitut Bremer & Partner genau dies herausfinden.

Für eine möglichst repräsentative Befragung sollen 1.500 Antwortbögen ausgewertet werden. Deshalb ruft der Dachverband der deutschen Jäger alle Kursleiter auf, die Aktion zu unterstützen. Bei der DJV-Service GmbH kann der Fragebogen inklusive frankiertem Rückumschlag kostenlos angefordert werden. Wer es vorzieht diesen am Computer auszufüllen, findet auf der DJV-Website einen Link zum Herunterladen. Die Umfrage nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch und ist noch bis zum 15. September 2017 möglich.

,,Unser Anspruch ist eine lebendige, zeitgemäße Verbandsarbeit'' sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. ,,Wir möchten deshalb die Wünsche und Motive der Jungjäger kennenlernen, um die Jagd zukunftssicher zu gestalten und unsere Arbeit noch besser auf die Bedürfnisse künftiger Jägergenerationen auszurichten.''

Umfassenden Datenschutz gewährleistet das unabhängige Institut IfA Marktforschung Bremer & Partner in Essen, das die Auswertung übernimmt. Alle Daten werden anonymisiert erfasst. Die bisher einzige Umfrage dieser Art hat der DJV 2011 durchgeführt. Die Ergebnisse können hier abgerufen werden: Jungjäger im Profil

Woher kommen die Jäger und was sind ihre Motive? Nach 2011 hat der DJV zum zweiten Mal mit seiner bundesweiten Umfrage dem Nachwuchs ein Profil geben. Das wichtigste Ergebnis: Die heutige Jägergeneration kommt direkt aus unserer Mitte.

DJV befragt Jungjäger zum Grünen Abitur

Woher kommen die Jäger und was sind ihre Motive? Nach 2011 hat der DJV zum zweiten Mal mit seiner bundesweiten Umfrage dem Nachwuchs ein Profil geben. Das wichtigste Ergebnis: Die heutige Jägergeneration kommt direkt aus unserer Mitte.

Vom 14-jährigen Schüler bis zum 82-jährigen Rentner treffen sich alle Generationen in den Kursen zur Jagdscheinprüfung. Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt der befragten Frauen und Männer bei 35 Jahren. Mehr als 70 Prozent der Aspiranten leben im ländlichen Raum. Ein Füntel der Befragten Jagdschüler hat vorher noch keine Erfahrung gemach mit der Jagd. Wird die Jagd in der Öffentlichkeit zuweilen als Privileg für Reiche gesehen, kann dieses Vorurteil mit der DJV-Umfrage widerlegt werden. Vom Elektrotechniker über den Bürokaufmann bis hin zum Arzt sitzen nahezu alle Berufsgruppen in den Vorbereitungskursen. Die größte Gruppe stellen Dienstleistungsberufe mit 17 Prozent dar, darunter Erzieher, Friseure, Krankenschwestern oder Lehrer.

Schüler und Studenten (14 Prozent) sowie Bürokräfte (11 Prozent) und Handwerker (11 Prozent) sind ebenfalls stark vertreten bei den Jagdscheinanwärtern. Aber auch Landwirte, Beamte, Wissenschaftler und Bürokräfte wollen Jäger werden. Durchschnittlich bezahlen die Teilnehmer 1901 Euro für ihre Ausbildung. Die meisten zahlen allerdings zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Frauen und Männer sind sich einig über ihre Motive auf die Jagd zu gehen: Sie sind gerne in der Natur, sagten 77 Prozent der Befragten. Mehr als Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewadten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Für Frauen ist das Lebensmittel Wildbret auf Platz 3 der wichtigsten Motive. Auf Platz 5 liegt mit 36 Prozent die Jagdhundeausbildung - für männlichen Kollegen liegt dieses Motiv abgeschlagen bei 12 Prozent. 

Der Anteil der Jägerinnen in Deutschland steigt stetig an. Vor 25 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen, heute sind es sieben Prozent. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag ihr Anteil bereits bei 24 Prozent.

Bei knapp 17.000 Prüfungsanmeldungen im Jahr 2017 haben sich etwa 14 Prozent aller Kursteilnehmer in Deutschland an der Umfrage beteiligt. Von Dezember 2016 bis September 2017 befragte der DJV in Zusammenarbeit mit IfA 2350 Teilnehmer der Vorbereitungskurse zur Jagdscheinprüfung. Das erste Mal führte der DJV 2011 eine Jungjägerbefragung durch.

Jungjäger abonnieren