EU-Kommission legt Vorschlag zu Bleiverbot vor

28. Februar 2025 (DJV) Berlin
Verbote betreffen Büchsen- und Flintenmunition. DJV sieht Schießstandsinfrastruktur in Deutschland in Gefahr. Umrüstung würde laut Schätzung insgesamt bis zu 700 Millionen Euro kosten.

Notstand bei Wolfattacken, Bleimunition oder Wildschäden: Deutscher Jagdrechtstag veröffentlicht Empfehlungen zu zahlreichen Themen. 60 Experten tagen in Sachsen-Anhalt und diskutieren Entwicklungen im Jagdrecht.

Der Deutsche Jagdrechtstag hat seine Empfehlungen zu wichtigen jagdrechtlichen Fragen veröffentlicht. In der zurückliegenden Tagung haben 60 Experten unter anderem über den Umgang mit Wildschäden in Raps und Mais, Verbot von Bleimunition oder Notstandsbefugnisse bei Wolfsangriffen diskutiert. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat die Tagung in Wernigerode, Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit dem Deutschen Jagdrechtstag e.V. und der Deutschen Anwaltakademie organisiert. Teilnehmer waren Rechtsanwälte sowie Vertreter von Politik, Behörden, Gerichten und Verbänden.

Die Jagdrechtsexperten empfehlen bundesweit eine Beteiligung der Bewirtschafter bei Wildschäden in Raps und Mais nach dem Vorbild einiger Landesjagdgesetze. Zudem muss künftig der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz bei der Sanktionierung von Verstößen gegen ein europaweites Bleimunitionsverbot gewahrt bleiben. Weiterhin gibt der Jagdrechtstag in seiner Schlusserklärung Empfehlungen zur Umsetzung der Vorgaben der europäischen Naturschutzrichtlinien in Bezug auf den Wolf.

Auf der Veranstaltung befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterhin mit neuen Entwicklungen im Jagdrecht von Bund und Ländern sowie in zugehörigen Rechtsgebieten. Im Fokus der Vorträge und Diskussionen standen unter anderem sachliche Verbote nach dem Bundesjagdgesetz, rechtliche Fragen der Kitzrettung und die Entwicklung des Jagdrechts in Sachsen-Anhalt. 

Die Abschlusserklärung mit Empfehlungen gibt es hier.

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